{"id":1863,"date":"2020-09-29T10:57:26","date_gmt":"2020-09-29T10:57:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/?p=1863"},"modified":"2025-12-10T08:40:29","modified_gmt":"2025-12-10T08:40:29","slug":"andechsburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/andechsburg\/","title":{"rendered":"Andechsburg"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; specialty=&#8220;on&#8220; _builder_version=&#8220;4.24.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; specialty_columns=&#8220;2&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_row_inner _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column_inner saved_specialty_column_type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_text admin_label=&#8220;Titel und Adresse&#8220; _builder_version=&#8220;4.24.3&#8243; text_text_color=&#8220;#000000&#8243; header_font=&#8220;|on|||&#8220; header_text_align=&#8220;center&#8220; header_text_color=&#8220;#e09900&#8243; header_font_size=&#8220;42px&#8220; header_line_height=&#8220;1.3em&#8220; header_2_text_color=&#8220;#e09900&#8243; background_color=&#8220;rgba(255,255,255,0.8)&#8220; background_layout=&#8220;dark&#8220; custom_padding=&#8220;20px|20px|20px|20px|true|true&#8220; header_font_size_last_edited=&#8220;off|desktop&#8220; border_radii=&#8220;on|10px|10px|10px|10px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; locked=&#8220;off&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h2>Andechsburg<\/h2>\n<p>Innrain 1<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/IMG_9146-scaled.jpeg&#8220; alt=&#8220;Andechsburg&#8220; title_text=&#8220;Andechsburg&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; border_radii=&#8220;on|10px|10px|10px|10px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_image][\/et_pb_column_inner][\/et_pb_row_inner][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_toggle title=&#8220;Wissenswert&#8220; open=&#8220;on&#8220; open_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; open_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; closed_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; closed_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; icon_color=&#8220;#e09900&#8243; open_icon_color=&#8220;#e09900&#8243; admin_label=&#8220;Andechsburg&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; title_text_color=&#8220;#e09900&#8243; title_font_size=&#8220;18px&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; border_radii=&#8220;on|5px|5px|5px|5px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; global_module=&#8220;58867&#8243; saved_tabs=&#8220;all&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]<\/p>\n<p>Wo heute Kneipen und Gesch\u00e4fte sind, befand sich f\u00fcr viele Jahrhunderte Innsbrucks Milit\u00e4rst\u00fctzpunkt. Um 1200 lie\u00dfen die\u00a0Grafen von Andechs\u00a0am Platz des heutigen <em>Andechshofs<\/em> am Altstadteingang eine Burg errichten, um die kostbarste Einnahmequelle der Stadt, die zollpflichtige Innbr\u00fccke, zu sch\u00fctzen. Eine Abbildung des <em>Inntores<\/em> an der Fassade gibt einen Eindruck davon, wie die Befestigungsanlage samt Stadttor im Mittelalter und der Fr\u00fchen Neuzeit aussah. An die Burg schloss bis 1790 das <em>Inntor<\/em> als Teil der Stadtmauer und Verteidigungsanlagen an. Die Tiroler Landesf\u00fcrsten benutzten das <em>Castrum Inpruka<\/em> bei ihren Besuchen in Innsbruck als zeitweilige Residenz, bis Friedrich IV. seinen Sitz in den Neuhof, dem heutigen <em>Goldenen Dachl<\/em> verlegen lie\u00df. Den B\u00fcrgern diente die Burg als Waffenlager. Die Stadtverteidigung war lange Zeit B\u00fcrgerpflicht, eigens daf\u00fcr abgestellte Berufssoldaten gab es daf\u00fcr nicht. Jeder B\u00fcrger musste im Notfall eine Waffe zur Hand haben, sollte sich aber nicht um Aufbewahrung und Pflege k\u00fcmmern m\u00fcssen. Bei Zwistigkeiten war es wohl der \u00f6ffentlichen Sicherheit zutr\u00e4glich, dass die Waffen im <em>Inneren Zeughaus<\/em> aufbewahrt wurden und die Streith\u00e4hne im ersten Augenblick sie nicht zur Verf\u00fcgung hatten.<\/p>\n<p>Mit der Einf\u00fchrung der allgemeinen Wehrpflicht unter Maria Theresia in \u00d6sterreich passte sich die milit\u00e4rische Infrastruktur an ein stehendes Heer an. Innsbruck wurde 1745 zur Garnisonsstadt. 30 Jahre sp\u00e4ter wurden die Stadtmauern abgetragen, aus dem <em>Castrum Inpruka <\/em>wurde eine staatliche Kaserne. \u00a0Die neue Form der Kriegsf\u00fchrung mit Artillerie anstatt Belagerungst\u00fcrmen machte die alte Befestigung, die f\u00fcr die mittelalterliche Belagerung ausgelegt war, nutzlos. Die B\u00fcrgerpflicht der Verteidigung wurde nun von Berufssoldaten \u00fcbernommen. Ab 1778 waren in Innsbruck Teile des Tiroler Land- und Feldregiments untergebracht, aus denen 1816 nach den Napoleonischen Kriegen die <em>Tiroler Kaiserj\u00e4ger<\/em> wurden. Parallel erhalten blieben die <em>Tiroler Sch\u00fctzen<\/em>, die an den Schie\u00dfst\u00e4nden im ganzen Land seit dem sp\u00e4ten Mittelalter als eine Art stehender Volksmiliz ausgebildet wurden. Im Februar und M\u00e4rz 1848 war es in vielen St\u00e4dten Norditaliens zu Aufst\u00e4nden gegen die Habsburger gekommen, die als <em>1. Italienischer Unabh\u00e4ngigkeitskrieg<\/em> in die Geschichte eingingen. Die Kriegshandlungen in Norditalien verlangten nach einer Modernisierung des Tiroler Milit\u00e4rs. Man konnte und wollte sich beim Grenzschutz nicht mehr auf Freiwilligenheere und privat ausgehobene Kompanien wie der Akademischen Legion Adolf Pichlers verlassen. 1851 begann der Umbau zur modernen Innkaserne. Die \u00c4nderungen im Heereswesen ver\u00e4nderten auch das Stadtbild. Die milit\u00e4rische Pr\u00e4senz brachte zwar nicht den Glanz der Zeiten zur\u00fcck, als die Stadt kaiserliche Residenz war, Einwohnerzahl und Bedeutung der Stadt nahmen dadurch aber einen Aufschwung. Mit den Soldaten, die von \u00fcberall her im Vielv\u00f6lkerreich der K.u.K. Monarchie kamen, hielt damit aber auch internationales Flair in Innsbruck Einzug. Die meist jungen Burschen, belebten die Stadt mit ihrer Anwesenheit und ihrem Sold, auch wenn das Kasernenleben wenig Freiraum lie\u00df. Anders als die Studenten der Universit\u00e4t Innsbruck entstammten die Soldaten nicht der Oberschicht, sondern strebten \u00fcber den Milit\u00e4rdienst den sozialen Aufstieg an. Die Kaserne bestand bis 1978, bevor das Land Tirol sie als Amtsgeb\u00e4ude \u00fcbernahm. Im Innenhof erinnern Mauerreste an die mittelalterliche Burg. In den ans\u00e4ssigen Lokalen kann man das Ambiente der alten Andechsburg noch genie\u00dfen.<\/p>\n<p>[\/et_pb_toggle][et_pb_toggle title=&#8220;Die Grafen von Andechs und die Gr\u00fcndung Innsbrucks&#8220; open_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; open_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; closed_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; closed_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; icon_color=&#8220;#e09900&#8243; open_icon_color=&#8220;#e09900&#8243; admin_label=&#8220;Die Grafen von Andechs und die Gr\u00fcndung Innsbrucks&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; title_text_color=&#8220;#e09900&#8243; title_font_size=&#8220;18px&#8220; border_radii=&#8220;on|5px|5px|5px|5px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; global_module=&#8220;53377&#8243; saved_tabs=&#8220;all&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p>Das 12. Jahrhundert brachte in Europa wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Aufschwung und gilt als eine Art vorgezogener mittelalterlicher Renaissance. \u00dcber den Umweg der Kreuzz\u00fcge kam es zum verst\u00e4rkten Austausch mit den in vielerlei Hinsicht weiter entwickelten Kulturen des Nahen Ostens. Arabische Gelehrte brachten \u00fcber S\u00fcdspanien und Italien \u00dcbersetzungen griechischer Denker wie Aristoteles nach Europa. Das R\u00f6mische Recht wurde an den ersten Universit\u00e4ten s\u00fcdlich der Alpen wiederentdeckt. Neue landwirtschaftliche Erkenntnisse und ein g\u00fcnstiges Klima, das bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts anhalten sollte, erm\u00f6glichten die Entstehung von St\u00e4dten und gr\u00f6\u00dferen Siedlungen. Eine dieser Siedlungen befand sich n\u00f6rdlich des Klosters Wilten zwischen dem Fluss Inn und der Nordkette.<\/p>\n<p>Politisch und wirtschaftlich beschr\u00e4nkte sich die Bedeutung des Inntals und dem Raum n\u00f6rdlich davon vor allem auf den Transit. Tirol hatte mit dem Reschen- und dem Brennerpass \u00fcber zwei niedrige Alpen\u00fcberg\u00e4nge, die f\u00fcr die kaiserliche Verbindung zwischen den deutschen L\u00e4ndern im Norden und den L\u00e4ndereien in Italien wichtig waren. Im Jahr 1024 wurde der Salier Konrad II., ein Konkurrent der Bayerischen Herz\u00f6ge aus dem Hause Wittelsbach, zum K\u00f6nig gew\u00e4hlt. Um diese beiden Alpen\u00fcberg\u00e4nge weg von seinen bayrischen Konkurrenten und unter die Kontrolle der ihm treuen Reichskirche zu bringen, sprach Konrad II. das Territorium Tirols 1027 den Bisch\u00f6fen von Brixen und Trient als Lehen zu. Die Bisch\u00f6fe wiederum ben\u00f6tigten sogenannte V\u00f6gte f\u00fcr die Verwaltung dieser L\u00e4ndereien und die Rechtsprechung.<\/p>\n<p>Diese V\u00f6gte des Bischofs von Brixen waren die Grafen von Andechs. Die Andechser m\u00f6gen heute im Schatten der Welfen, Staufer, Wittelsbacher und Habsburger stehen, waren im Hochmittelalter aber ein einflussreiches Geschlecht. Sie stammten aus der Gegend des bayerischen Ammersees und besa\u00dfen G\u00fcter in Oberbayern zwischen Lech und Isar sowie \u00f6stlich von M\u00fcnchen. \u00dcber geschickte Heiratspolitik waren sie an die Titel der Herz\u00f6ge von Meranien, einer Gegend an der dalmatischen K\u00fcste, und Markgrafen von Istrien gekommen. Damit stiegen sie im Rang innerhalb des <em>Heiligen R\u00f6mischen Reiches<\/em> auf. Um Verwaltung und sp\u00e4teres Seelenheil in einem sicherzustellen, gr\u00fcndeten sie im 12. Jahrhundert das Kloster Die\u00dfen und das Kloster am Heiligen Berg Andechs oberhalb des Ammersees. 1165 kam Otto V. von Andechs auf den Bischofssitz in Brixen und vergab die Vogtei \u00fcber dieses Hochstift an seinen Bruder. Ab nun verwalteten sie den mittleren Teil des Inntals, das Wipptal, das Pustertal und das Eisacktal.<\/p>\n<p>Innsbruck erstreckt sich heute zu beiden Seiten entlang des Inns. Im 12. Jahrhundert stand dieses Gebiet unter dem Einfluss zweier Grundherren. S\u00fcdlich des Inns \u00fcbte das Stift Wilten die Grundherrschaft aus. Das Gebiet n\u00f6rdlich des Flusses stand unter der Verwaltung der Andechser. W\u00e4hrend das s\u00fcdliche Stadtgebiet rund um das Stift schon seit Jahrhunderten landwirtschaftlich genutzt wurde, war das Schwemmgebiet des nicht regulierten Gew\u00e4ssers vor dem Hochmittelalter nicht kultivierbar und wenig besiedelt. Das Inntal war dicht bewaldet und an den Ufern des breiten Inns sumpfiges Gel\u00e4nde. Die Menschen arbeiteten zum allergr\u00f6\u00dften Teil in der Landwirtschaft, die von ihrem Grundherrn betrieben wurde. Sie lebten in armseligen H\u00fctten aus Lehm und Holz. Medizinische Versorgung au\u00dferhalb der St\u00e4dte gab es kaum, die Kindersterblichkeit war hoch und kaum jemand wurde \u00e4lter als 50 Jahre alt. Etwa um das Jahr 1133 gr\u00fcndeten die Andechser im heutigen St. Nikolaus den Markt <em>Anbruggen<\/em> und verbanden das n\u00f6rdliche und das s\u00fcdliche Innufer \u00fcber eine Br\u00fccke. Aus dem landwirtschaftlich nicht nutzbaren St\u00fcck Land am Fu\u00df der Nordkette war durch den Bau der Br\u00fccke ein Handelsplatz geworden. Sie erleichterte den Warenverkehr in den Ostalpen ungemein. Die Brennerroute war durch eine der Neuerungen der mittelalterlichen Renaissance interessanter geworden: neue Zuggeschirre erm\u00f6glichten es die steilen Anstiege mit Fuhrwerken zu bew\u00e4ltigen. Die k\u00fcrzere <em>Via Raetia<\/em> hatte die <em>Via Claudia Augusta<\/em> \u00fcber den Reschenpass als Hauptverkehrsweg \u00fcber die Alpen abgel\u00f6st. Die Zolleinnahmen des Handels zwischen den deutschen und italienischen St\u00e4dten, die daraus erwirtschaftet wurden, lie\u00dfen die Siedlung prosperieren. Im kleinen Markt siedelten sich Schmiede, Wirte, Fuhrwerksbetreiber, Schneider, Zimmerleute, Seiler, Wagenmacher und Gerber an. Pferde, H\u00e4ndler und Fuhrleute mussten versorgt und logiert, Fuhrwerke repariert werden. Die gr\u00f6\u00dferen dieser Betriebe besch\u00e4ftigten Angestellte und Knechte. Die Wandlung von der reinen Landwirtschaft hin zur Stadt begann.<\/p>\n<p><em>Anbruggen<\/em> wuchs schnell, der Platz zwischen Nordkette und Inn war aber knapp bemessen. 1180 erwarb Berchtold V. von Andechs vom Kloster Wilten ein St\u00fcck Land auf der S\u00fcdseite des Inns. Das war endg\u00fcltig der Startschuss f\u00fcr die Genese Innsbrucks. Ganz wollte der Abt den Fu\u00df nicht aus der T\u00fcr nehmen, entwickelte sich die neue Siedlung doch pr\u00e4chtig dank der Zolleinnahmen. In der Urkunde ist die Rede von drei H\u00e4usern, die dem Stift Wilten innerhalb der neuen Siedlung vorbehalten blieben. Die Grafen von Andechs lie\u00dfen im Zuge der Errichtung der Stadtmauer die <em>Andechser Burg<\/em> bauen und verlegten ihren Stammsitz von Meran nach Innsbruck. Irgendwann zwischen 1187 und 1204 konnten sich die B\u00fcrger Innsbrucks \u00fcber das Stadtrecht freuen. Als offizielles Gr\u00fcndungsdatum wird h\u00e4ufig 1239 herangezogen, als vom letzten Grafen aus der Andechser Dynastie Otto VIII. das Stadtrecht formal in einer Urkunde best\u00e4tigt wurde. Innsbruck war zu dieser Zeit bereits die M\u00fcnzpr\u00e4gest\u00e4tte der Andechser und w\u00e4re wohl zur Hauptstadt in deren F\u00fcrstentum geworden. Es kam aber anders. 1246 zerst\u00f6rten die bayerischen Wittelsbacher, die gr\u00f6\u00dften Konkurrenten der Andechser im s\u00fcddeutschen Raum, deren Stammburg am Ammersee. Otto, der letzte Graf aus dem Haus Andechs-Meranien starb im Jahr 1248 ohne Nachkommen. 12 Jahre zuvor hatte er Elisabeth, die Tochter Graf Alberts VIII. von Tirol geheiratet. Dieses Adelsgeschlecht mit ihrer Stammburg in Meran \u00fcbernahm damit die Lehen und Teile der Besitzt\u00fcmer inklusive der Stadt am Inn sowie die Erzfeindschaft mit den bayerischen Wittelsbachern.<\/p>\n<p>[\/et_pb_toggle][et_pb_toggle title=&#8220;1796 &#8211; 1866: Vom Herzen Jesu bis K\u00f6niggr\u00e4tz&#8220; open_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; open_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; closed_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; closed_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; icon_color=&#8220;#e09900&#8243; open_icon_color=&#8220;#e09900&#8243; admin_label=&#8220;1796 &#8211; 1866: Vom Herzen Jesu bis K\u00f6niggr\u00e4tz&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; title_text_color=&#8220;#e09900&#8243; title_font_size=&#8220;18px&#8220; border_radii=&#8220;on|5px|5px|5px|5px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; global_module=&#8220;53379&#8243; saved_tabs=&#8220;all&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p>Die Zeit zwischen der Franz\u00f6sischen Revolution und der Schlacht bei K\u00f6niggr\u00e4tz 1866 war eine kriegerische Periode. Viele der politischen Grundhaltungen, Animosit\u00e4ten gegen\u00fcber anderen Gruppen und der europ\u00e4ische Nationalismus des 19. und 20. Jahrhunderts, die auch die Geschichte Innsbruck beeinflussen sollten, hatten ihre Wurzeln in den Auseinandersetzungen dieser Zeit. Das revolution\u00e4re Paris war zwar weit weg und weder standen E-Mails noch ein fl\u00e4chendeckendes Pressewesen zur Verbreitung von Nachrichten zur Verf\u00fcgung. \u00dcber Flugbl\u00e4tter und die Kirchenkanzeln wurden die Gottlosigkeit der M\u00f6rder Marie Antoinettes und der Hass auf die Kirche der neuen Herren\u00fcber Frankreich erfolgreich verbreitet. Die Monarchien Europas angef\u00fchrt von den Habsburgern hatten der Franz\u00f6sischen Republik den Krieg erkl\u00e4rt. Die Angst ging um, dass sich der Wahlspruch der Revolution \u201e<em>Libert\u00e9,\u00a0\u00c9galit\u00e9,\u00a0Fraternit\u00e9<\/em>\u201c in Europa ausbreiten k\u00f6nnte. Ein junger General namens Napoleon Bonaparte war mit seiner\u00a0<em>italienischen Armee<\/em>\u00a0im Rahmen der Koalitionskriege \u00fcber die Alpen vorger\u00fcckt und traf dort auf die \u00f6sterreichischen Truppen. Es war nicht nur ein Krieg um Territorium und Macht, es war ein Kampf der Systeme. Die <em>Grande Armee<\/em> der revolution\u00e4ren Republik Frankreich traf auf die Truppen der konservativen und katholischen Habsburger.<\/p>\n<p>Tiroler Sch\u00fctzen waren aktiv am Kampfgeschehen beteiligt, um die Landesgrenzen gegen die einr\u00fcckenden Franzosen zu verteidigen. Die M\u00e4nner waren es gewohnt, mit Waffen umzugehen und galten als ge\u00fcbte Scharfsch\u00fctzen. Der Historiker Ludwig Denk dr\u00fcckte es in einer Schrift 1860 so aus:<\/p>\n<p><em>\u201e\u2026Hauptlust des Tirolers ist das Schiessen. Fr\u00fche schon nimmt der Vater den Sohn mit auf die Jagd. Nicht selten sieht man Knaben mit geladenem Gewehr herumlaufen und auf hohe Berge steigen und Vogel oder Eichh\u00f6rnchen schiessen\u2026\u201c<\/em><\/p>\n<p>Die St\u00e4rke von Einheiten wie den 1796 ins Leben gerufenen H\u00f6ttinger Sch\u00fctzen lag nicht in der offenen Feldschlacht, sondern im Guerrillakampf. Dar\u00fcber hinaus hatten sie eine Geheimwaffe auf ihrer Seite gegen die fortschrittlichste und modernste Armee der damaligen Zeit: Das Herz Jesu. Seit 1719 waren jesuitische Missionare bis in die hintersten Seitent\u00e4ler unterwegs gewesen und hatten den Herz Jesu Kult als verbindendes Element erfolgreich im Kampf gegen heidnische Br\u00e4uche und Protestantismus etabliert. Nun, da man den gottlosen revolution\u00e4ren Franzosen, die nicht nur der Monarchie, sondern auch dem Klerus den Kampf ansagten, gegen\u00fcberstand, war es nur logisch, dass das Herz Jesu sch\u00fctzend \u00fcber die Tiroler Gotteskrieger wachen w\u00fcrde. In aussichtsloser Situation erneuerten die Tiroler Truppen ihren Bund mit dem Herzen Jesu, um Schutz zu erbitten. \u00a0Gegen jede Wahrscheinlichkeit waren die Tiroler Sch\u00fctzen erfolgreich in ihrem Abwehrkampf. Der Abt des Klosters Stams war es, der bei den Landst\u00e4nden beantragte, von nun an allj\u00e4hrlich &#8222;<em>das Fest des g\u00f6ttlichen Herzens Jesu mit feierlichem Gottesdienst zu begehen, wenn Tirol von der drohenden Feindesgefahr befreit werde.<\/em>&#8220; Allj\u00e4hrlich wurden die Herz-Jesu-Feiern mit gro\u00dfem Pomp in der Presse besprochen und angek\u00fcndigt. Sie waren vor allem im 19. und im fr\u00fchen 20. Jahrhundert ein explosives Gemisch aus Volksaberglauben, Katholizismus und nationalen Ressentiments gegen alles Franz\u00f6sische und Italienische. Unz\u00e4hlige Soldaten vertrauten ihr Wohl noch im technologisierten Kampfgeschehen des Ersten Weltkriegs dem Herzen Jesu an und trugen im Granatenhagel Bilder dieses Symbols bei sich. Neben der Gnadenmutter Cranachs ist die Darstellung des Herzen Jesu wohl bis heute das beliebteste christliche Motiv im Tiroler Raum und prangt auf der Fassade unz\u00e4hliger H\u00e4user.<\/p>\n<p>Das habsburgische Tirol hatte sich w\u00e4hrend den Kriegswirren ohne sein Zutun, und wohl auch ohne das des Herzen Jesu, vergr\u00f6\u00dfert. Das Trentino war in den letzten Atemz\u00fcgen des Heiligen R\u00f6mischen Reiches vor dessen Aufl\u00f6sung 1803 zu einem Teil des Kronlandes geworden. Innsbruck hingegen war geschrumpft. Die verstorbenen Soldaten und die kriegsbedingten wirtschaftlichen Schwierigkeiten f\u00fchrten zu einem R\u00fcckgang der Einwohner von gut 9500 um das Jahr 1750 auf etwa 8800. Nach den Napoleonischen Kriegen blieb es f\u00fcr etwa 30 Jahre ruhig an den Tiroler Landesgrenzen. Das \u00e4nderte sich mit dem italienischen Risorgimento, der Nationalbewegung unter F\u00fchrung Sardinien-Piemonts und Frankreichs. 1848, 1859 und 1866 kam es zu den sogenannten <em>Italienischen Einigungskriegen<\/em>. Im Lauf des 19. Jahrhunderts, sp\u00e4testens seit 1848, war es unter jungen M\u00e4nnern der Oberschicht zu einem regelrechten nationalen Rausch gekommen. Freiwilligenheere schossen in allen Regionen Europas aus dem Boden. Studenten und Akademiker, die sich in ihren Verbindungen zusammentaten, Turner, Sch\u00fctzen, alle wollten ihre neue Liebe zur Nation auf dem Schlachtfeld unter Beweis stellen und unterst\u00fctzten die offiziellen Armeen.<\/p>\n<p>Innsbruck war als Garnisonsstadt ein wichtiger Versorgungsposten. Nach dem Wiener Kongress war aus dem <em>Tiroler J\u00e4gerkorps<\/em> das\u00a0<em>k.k. Tiroler Kaiserj\u00e4gerregiment<\/em> geworden, eine Eliteeinheit, die in diesen Auseinandersetzungen zum Einsatz kam. Auch freiwillige Einheiten wie die <em>Innsbrucker Akademiker<\/em> oder die Stubaier Sch\u00fctzen k\u00e4mpften in Italien. Tausende fielen im Kampf gegen die Koalition aus dem Erzfeind Frankreich, den gottlosen Garibaldinern und der Bedrohung durch das sich auf Kosten \u00d6sterreichs konstituierende K\u00f6nigreich Italien unter der F\u00fchrung der frankophilen Savoyer aus Piemont. Medien heizten die Stimmung abseits der Frontlinie auf. Die &#8222;<em>Innsbrucker Zeitung<\/em>&#8220; predigte in ihren Artikeln Kaisertreue und gro\u00dfdeutsch-tirolischen Nationalismus, wetterte gegen das Italienertum und Franzosen und pries den Mut Tiroler Soldaten.<\/p>\n<p><em>&#8222;Die starke Besetzung der H\u00f6hen am Ausgange des Valsugana bei Primolano und le Tezze gab schon oft den Innsbrucker-Akademikern I. und den Stubaiern Anla\u00df, freiwillige Ercur:sionen gegen le Tezze, Fonzago und Fastro, als auch auf das rechte Brenta-Ufer und den H\u00f6hen gegen die kleinen Lager von den Sette comuni zu machen&#8230;Am 19. schon haben die Stubaier einige Feinde niedergestreckt, als sie sich das erste mal hinunterwagten, indem sie sich ihnen entgegenschlichen&#8230;&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Die wohl bekannteste Schlacht der <em>Einigungskriege<\/em> fand in Solferino 1859 in der N\u00e4he des Gardasees statt. Entsetzt vom blutigen Geschehen entschloss sich Henry Durant das Rote Kreuz zu gr\u00fcnden. Der Schriftsteller Joseph Roth beschrieb das Geschehen auf den ersten Seiten seines lesenswerten Klassikers\u00a0<em>Radetzkymarsch<\/em>.<\/p>\n<p><em>\u201eIn der Schlacht bei Solferino befehligte er (Anm.: Leutnant Trotta) als Leutnant der Infanterie einen Zug. Seit einer halben Stunde war das Gefecht im Gange. Drei Schritte vor sich sah er die wei\u00dfen R\u00fccken seiner Soldaten. Die erste Reihe seines Zuges kniete, die zweite stand. Heiter waren alle und sicher des Sieges. Sie hatten ausgiebig gegessen und Branntwein getrunken, auf Kosten und zu Ehren des Kaisers, der seit gestern im Felde war. Hier und dort fiel einer aus der Reihe.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Besonders verlustreich f\u00fcr das Kaiserreich \u00d6sterreich war das Jahr 1866. In Italien gingen Venetien und die Lombardei verloren. Gleichzeitig \u00fcbernahm Preu\u00dfen die F\u00fchrung im Deutschen Bund, der Nachfolgeorganisation des <em>Heiligen R\u00f6mischen Reich Deutscher Nation.<\/em> F\u00fcr Innsbruck bedeutete das Ausscheiden der Habsburgermonarchie aus dem Deutschen Bund, dass man endg\u00fcltig zu einer Stadt an der westlichen Peripherie des Reiches geworden war. Der Hang zur sogenannten\u00a0<em>Gro\u00dfdeutschen L\u00f6sung<\/em>, also einer Staatlichkeit mit dem Deutschen Reich gemeinsam anstatt dem alleinstehenden Kaisertum \u00d6sterreich, war in Innsbruck sehr stark ausgepr\u00e4gt. Wie sehr diese Deutsche Frage die Stadt spaltete, zeigte sich noch \u00fcber 30 Jahre sp\u00e4ter, als der Innsbrucker Gemeinderat dem <em>Eisernen Kanzler<\/em> Bismarck, der f\u00fcr den Bruderkrieg zwischen \u00d6sterreich und Deutschland federf\u00fchrend verantwortlich war, eine Stra\u00dfe widmen wollte. W\u00e4hrend sich kaisertreue Konservative entsetzt ob dieses Vorschlages zeigten, waren die gro\u00dfdeutschen Liberalen rund um B\u00fcrgermeister Wilhelm Greil begeistert.<\/p>\n<p>Mit dem Tummelplatz, dem Milit\u00e4rfriedhof Pradl und dem Kaiserj\u00e4germuseum am Berg Isel besitzt die Stadt mehrere Erinnerungsorte an diese blutigen Konflikte, bei denen viele Innsbrucker ins Feld zogen.<\/p>\n<p>[\/et_pb_toggle][et_pb_toggle title=&#8220;Maria Theresia, Reformatorin und Landesmutter&#8220; open_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; open_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; closed_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; closed_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; icon_color=&#8220;#e09900&#8243; open_icon_color=&#8220;#e09900&#8243; admin_label=&#8220;Maria Theresia, Reformatorin und Landesmutter&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; title_text_color=&#8220;#e09900&#8243; title_font_size=&#8220;18px&#8220; border_radii=&#8220;on|5px|5px|5px|5px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; global_module=&#8220;53545&#8243; saved_tabs=&#8220;all&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p>Maria Theresia z\u00e4hlt zu den bedeutendsten Figuren der \u00f6sterreichischen Geschichte. Obwohl sie oft als Kaiserin tituliert wird, war sie offiziell &#8222;nur&#8220; unter anderem Erzherzogin von \u00d6sterreich, K\u00f6nigin von Ungarn und K\u00f6nigin von B\u00f6hmen. Bedeutend waren ihre innenpolitischen Reformen. Viele davon betrafen konkret auch den Alltag der Innsbrucker in merklichem Ausma\u00df. Gemeinsam mit ihren Beratern Friedrich Wilhelm von Haugwitz, Joseph von Sonnenfels und Wenzel Anton Kaunitz schaffte sie es aus den sogenannten <em>\u00d6sterreichischen Erblanden<\/em> einen modernen Staat zu basteln. Anstatt der Verwaltung ihrer Territorien durch den ans\u00e4ssigen Adel setzte sie auf eine moderne Verwaltung. Ihre Berater hatten ganz im Stil der Aufkl\u00e4rung erkannt, dass sich das Staatswohl aus der Gesundheit und Bildungsgrad seiner Einzelteile ergab. Eine fr\u00fche Krankenreform Maria Theresias aus dem Jahr 1742 verpflichtete die Professoren des Fachbereichs Medizin an der Universit\u00e4t Innsbruck auch den Betrieb des Stadtspitals in der Neustadt sicherzustellen. Eine Schulreform ver\u00e4nderte die Bildungslandschaft innerhalb der Stadtmauern nicht nur thematisch, sondern auch \u00f6rtlich. Untertanen sollten katholisch sein, ihre Treue aber sollte dem Staat gelten. Schulbildung wurde unter zentrale staatliche Verwaltung gestellt. Es sollten keine kritischen, humanistischen Geistesgr\u00f6\u00dfen, sondern Material f\u00fcr den staatlichen Verwaltungsapparat erzogen werden. \u00dcber Milit\u00e4r und Verwaltung konnten nun auch Nichtadlige in h\u00f6here staatliche Positionen aufsteigen. Gleichzeitig sollten Reformen im Staatsdienst und in der Wirtschaft nicht nur mehr M\u00f6glichkeiten f\u00fcr die Untertanen schaffen, sondern auch die Staatseinnahmen erh\u00f6hen. Gewichte und Ma\u00dfeinheiten wurden nominiert, um das Steuersystem undurchl\u00e4ssiger zu machen. F\u00fcr B\u00fcrger und Bauern hatte die Vereinheitlichung der Gesetze den Vorteil, dass das Leben weniger von Grundherren und deren Launen abhing. Auch der <em>Robot<\/em>, den Bauern auf den G\u00fctern des Grundherrn kostenfrei zu leisten hatten, wurde unter Maria Theresia abgeschafft. In Strafverfolgung und Justiz fand ein Umdenken statt. 1747 wurde in Innsbruck eine <em>kleine Polizei<\/em> eingesetzt, die sich um Angelegenheiten der Marktaufsicht, Gewerbeordnung, Fremdenkontrolle und \u00f6ffentliche Sittsamkeit k\u00fcmmerte. Das Strafgesetzbuch <em>Constitutio Criminalis Theresiana<\/em> schaffte die Folter zwar nicht ab, reglementierte aber deren Anwendung.<\/p>\n<p>So sehr sich Maria Theresia auch als fromme Landesmutter inszenierte und heute als Aufkl\u00e4rerin bekannt ist, die streng katholische Regentin war nicht zimperlich in Fragen von Macht und Religion. Im Trend der Zeit der Aufkl\u00e4rung lie\u00df sie Aberglauben wie den Vampirismus, der in den \u00f6stlichen Teilen ihres Reiches weit verbreitet war, kritisch untersuchen und leitete das endg\u00fcltige Ende der Hexenprozesse ein. Gleichzeitig aber wurden Protestanten von ihr gnadenlos des Landes verwiesen. Viele Tiroler mussten ihr Heimatgebiet verlassen und sich in weiter vom Zentrum entfernten Teilen des Habsburgerreiches niederlassen.<\/p>\n<p>In Kronl\u00e4ndern wie Tirol stie\u00dfen die Reformen Maria Theresias auf wenig Gegenliebe. Mit Ausnahme von ein paar Liberalen sah man sich mehr als eigenst\u00e4ndiges und autonomes Land und weniger als Teil eines modernen Territorialstaates. Auch dem Klerus gefiel die neue, untergeordnete Rolle, die sich unter Josef II. nochmals versch\u00e4rfte, nicht. F\u00fcr den lokalen Adel bedeuteten die Reformen nicht nur den Verlust von Bedeutung und Autonomie, sondern auch h\u00f6here Steuern und Abgaben. Steuern, Abgaben und Z\u00f6lle, die der Stadt Innsbruck stets verl\u00e4ssliche Einnahmen gebracht hatten, wurden nun zentral eingehoben und \u00fcber einen Finanzausgleich nur zum Teil r\u00fcckgef\u00fchrt. Um die Fallh\u00f6he f\u00fcr S\u00f6hne aus verarmten Adelsfamilien abzuschw\u00e4chen und sie f\u00fcr den Staatsdienst auszubilden, gr\u00fcndete Maria Theresie das <em>Theresianum<\/em>, das ab 1775 auch in Innsbruck eine Niederlassung hatte. Wie so oft b\u00fcgelte die Zeit manche Falte aus und Innsbrucker sind mittlerweile stolz darauf, eine der bedeutendsten Herrscherpers\u00f6nlichkeiten der \u00f6sterreichischen Geschichte beherbergt zu haben. Heute erinnern die Triumphpfote und die Hofburg in Innsbruck an die Theresianische Zeit.<\/p>\n<p>[\/et_pb_toggle][et_pb_toggle title=&#8220;Adolf Pichler: vom Vorm\u00e4rz zum Mainstream&#8220; open_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; open_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; closed_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; closed_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; icon_color=&#8220;#e09900&#8243; open_icon_color=&#8220;#e09900&#8243; admin_label=&#8220;Adolf Pichler: vom Vorm\u00e4rz zum Mainstream&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; title_text_color=&#8220;#e09900&#8243; title_font_size=&#8220;18px&#8220; border_radii=&#8220;on|5px|5px|5px|5px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; global_module=&#8220;68592&#8243; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220;]<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Das 19. Jahrhundert ver\u00e4nderte Innsbruck in vielerlei Hinsicht. Politik, Verwaltung, Gesellschaft, Macht- und Verm\u00f6gensverh\u00e4ltnisse \u00e4nderten sich zwischen der ersten H\u00e4lfte, die noch stark von den Kriegsjahren bis 1815 gepr\u00e4gt waren, und der zweiten H\u00e4lfte, die als b\u00fcrgerliches Zeitalter in die Geschichte Europas einging. Neue Berufs- und Lebenswelten entstanden. Mit Flei\u00df, Geschick, Klugheit und Gl\u00fcck konnte man es dank dem staatlichen Schul- und Bildungswesen weiter bringen als je zuvor. Liberale Vordenker, die im System Metternichs unter dem Verdacht der Radikalit\u00e4t standen und deren Schriften oft genug der Zensur anheimfielen, konnten sich nach 1848 nach und nach zumindest etwas freier \u00e4u\u00dfern. Die 1860er Jahre brachten einen formalen Parlamentarismus, neue Gemeindestatuten, den Ausgleich mit Ungarn innerhalb der neuen k.u.k. Monarchie und das Ausscheiden \u00d6sterreichs aus dem Deutschen Bund. Der ehemals in den deutschen Staaten als Avantgarde einiger Liberaler und \u201eRadikaler\u201c geltende Nationalismus wurde zur Politik der Mitte.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">In Innsbruck kann das Leben Adolf Pichlers stellvertretend f\u00fcr diese Entwicklungen gelesen werden. Mit 12 Jahren kam der Sohn eines Zollbeamten von Erl bei Kufstein nach Innsbruck, um am Gymnasium seine akademische Karriere zu starten. Unter den Fittichen der Jesuiten, denen er sp\u00e4ter mit wenig Begeisterung begegnen sollte, startete er im Geiste des klassischen Humanismus seine akademische Karriere. Pichler lernte in dieser Zeit vor allem die antiken Schriftsteller und ihre Philosophien kennen. Bereits als Teenager gr\u00fcndete er mit jugendlichem Eifer den Verein \u201e<\/span><i><span style=\"font-weight: 400;\">Eiche und Buche<\/span><\/i><span style=\"font-weight: 400;\">\u201c und gab eine literarische Wochenschrift heraus. W\u00e4hrend seinen Philosophie-, Jus- und Medizinstudien in Innsbruck und Wien lernte las er die Werke damals moderner, teils aber unter Zensur stehender Denker wie Feuerbach, Hegel und Fichte. Er bediente sich aus der geheimen Bibliothek, liebevoll <\/span><i><span style=\"font-weight: 400;\">Giftbude<\/span><\/i><span style=\"font-weight: 400;\"> tituliert, von Johann Schuler, dem Redakteur des <\/span><i><span style=\"font-weight: 400;\">Tiroler Boten<\/span><\/i><span style=\"font-weight: 400;\">. Er lernte die liberalen deutschen Vork\u00e4mpfer Anastasius Gr\u00fcn und Heinrich Heine kennen. Sie vertraten den Gedanken einer geeinten deutschen Nation anstelle der Kleinstaatlichkeit des Deutschen Bundes. Unter der Beimengung des englischen Literaturexzentrikers Lord Byron und des mittelalterlichen Minnes\u00e4ngers Walther von der Vogelweide entstand sein Blick auf die Welt, der sich innerhalb der liberalen Schicht Innsbrucks gegen Ende des 19. Jahrhunderts durchsetzen sollte. Tirol sollte ein Teil der deutschen Kulturnation sein. 1845 geriet Pichler endg\u00fcltig ins Visier der geheimen Staatspolizei Metternichs. Gemeinsam mit anderen \u201eRadikalen\u201c, allen voran Hermann von Gilm, gab er den Lyrikband <\/span><i><span style=\"font-weight: 400;\">Fr\u00fchlingslieder aus Tirol<\/span><\/i><span style=\"font-weight: 400;\"> heraus, der trotz aller Harmlosigkeit nicht erschienen durfte. Pichler war durch die Sammlung der Gedichte als eine Art geistiger Vater zum Gr\u00fcnder der <\/span><i><span style=\"font-weight: 400;\">Jungtiroler<\/span><\/i><span style=\"font-weight: 400;\"> geworden, ohne selbst inhaltlich bemerkenswert beizutragen. Der junge Mann wurde nicht nur ein Teil der subversiven, national-liberalen Tiroler Literaturszene, sondern tauschte sich in Briefen und Zeitungsartikeln auch mit ausl\u00e4ndischen Autoren und Intellektuellen aus. Sein Kollegen- und Freundeskreis reichte von den Tirolern Adolf Flir, Johann Senn und Beda Weber \u00fcber Grillparzer und Stifter bis hin zu Alexander von Humboldt.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">1848, Pichler hatte gerade sein Medizinstudium in Wien abgeschlossen, beteiligte er sich an den K\u00e4mpfen an den Tiroler Landesgrenzen in den Italienischen Unabh\u00e4ngigkeitskriegen. Pichler stellte ein eigenes Corps, die <\/span><i><span style=\"font-weight: 400;\">Akademische Legion<\/span><\/i><span style=\"font-weight: 400;\"> auf. Obwohl die Studenten und Professoren gemeinsam mit den habsburgischen Truppen den Grenzschutz wahrnahmen, be\u00e4ugte die Obrigkeit das Treiben Pichlers und seiner Truppe argw\u00f6hnisch. Der Umgang mit subversiven Elementen und seine politisch motivierten Artikel, Gedichte und St\u00fccke verhinderten in der Donaumonarchie nach den Wirren von 1848 die akademische Karriere Pichlers. An der Universit\u00e4t abgelehnt musste er sich mit einem Posten am Gymnasium in Innsbruck zufriedengeben. Nebenbei verfolgte er seinen Weg als Literaturhistoriker weiter. Er schrieb \u00fcber die Geschichte der Tiroler Literatur, lie\u00df sich von seinen Sch\u00fclern Theaterst\u00fccke aus deren jeweiliger Heimatregionen zusammentragen, um diese <\/span><i><span style=\"font-weight: 400;\">Tirolensien<\/span><\/i><span style=\"font-weight: 400;\"> zu sammeln. Pichler war im Geiste von 1848 ein eifriger Archivar Tiroler Traditionen und \u00dcberlieferungen, um die Vergangenheit und Althergebrachtes zu einem nationalen, germanisch gef\u00e4rbten Narrativ zu b\u00fcndeln. Seine eigenen, von nationalem Pathos triefenden literarischen Gehversuche bestehend waren nur von \u00fcberschaubarem Erfolg gekr\u00f6nt. Pichlers Dramen schafften es mit Ausnahme des St\u00fcckes <\/span><i><span style=\"font-weight: 400;\">Rodrigo<\/span><\/i><span style=\"font-weight: 400;\">, ein im Innsbrucker Stadttheater aufgef\u00fchrter Historienschinken nicht an die breite \u00d6ffentlichkeit. Die Handlung spielt zur Zeit des Untergangs des Westgotenreichs in Spanien im 8. Jahrhundert und ist eine Anspielung auf die politische Situation in \u00d6sterreich der Zeit nach dem Ausscheiden der Monarchie aus dem Deutschen Bund. Rodrigo verschwindet der nach einer Niederlage in der Entscheidungsschlacht am spanischen Rio Guadalete, dem \u00c4quivalent zu K\u00f6niggr\u00e4tz, aus der Geschichte.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Wohl ein wenig desillusioniert nach der in \u00d6sterreich wenig revolution\u00e4ren <\/span><i><span style=\"font-weight: 400;\">M\u00e4rzrevolution<\/span><\/i><span style=\"font-weight: 400;\"> und dem Ausscheiden \u00d6sterreichs aus dem deutschen Bund 1866, wandte sich der vom offen Aufs\u00e4ssigen zum still Widerspenstigen gewandelte Intellektuelle der Geologie zu. Auf langen Wanderungen durch die Alpen sammelte er Erkenntnisse \u00fcber die geliebte Heimat und konnte so zumindest ein wenig in die Fu\u00dfstapfen Alexanders von Humboldt treten. 1867 wurde er zum Universit\u00e4tsprofessor f\u00fcr Geologie in Innsbruck berufen und konnte so seine akademische Karriere im Alter von knapp 50 Jahren doch noch kr\u00f6nen, ohne selbst je ein naturwissenschaftliches Studium absolviert zu haben. Den Posten als Rektor lehnte der unangepasste Pichler ab, zu hoch w\u00e4re wohl der Preis daf\u00fcr gewesen. Liest man heute die Artikel und Gedichte Pichlers, f\u00fchlt man sich in Ausdruck und Thematik rund um Deutschtum, Wahrheit, Kampfeslust und Heldenverehrung stark an die Diktion der v\u00f6lkischen Presse der fr\u00fchen Nationalsozialisten erinnert. Als Intellektueller, Kritiker und Kommentator des Zeitgeschehens beeinflusste Pichler den Zeitgeist der Innsbrucker Politik merklich. Viel ist in seinen Schriften die Rede von den Nibelungen, Walhalla, Wotan, Aufopferung und Erl\u00f6sung. Bis an sein Lebensende verfasste er Gedichte, Theaterst\u00fccke und schmalzige Hymnen wie seinen sp\u00e4ten <\/span><i><span style=\"font-weight: 400;\">Dietrich von Bern<\/span><\/i><span style=\"font-weight: 400;\"> aus dem Jahr 1898.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><i><span style=\"font-weight: 400;\">Kennt den Dietrich Ihr den Berner?<\/span><\/i><i><span style=\"font-weight: 400;\"><br \/><\/span><\/i><i><span style=\"font-weight: 400;\">Den man einst in Fesseln schloss \u2013<\/span><\/i><i><span style=\"font-weight: 400;\"><br \/><\/span><\/i><i><span style=\"font-weight: 400;\">Flammen atmet er im Zorne \u2013<\/span><\/i><i><span style=\"font-weight: 400;\"><br \/><\/span><\/i><i><span style=\"font-weight: 400;\">dass wie Wachs das Eisen floss,<\/span><\/i><i><span style=\"font-weight: 400;\"><br \/><\/span><\/i><i><span style=\"font-weight: 400;\">folgt dem Beispiel Eures Helden \u2013<\/span><\/i><i><span style=\"font-weight: 400;\"><br \/><\/span><\/i><i><span style=\"font-weight: 400;\">duldet nie ein fremdes Joch \u2013<\/span><\/i><i><span style=\"font-weight: 400;\"><br \/><\/span><\/i><i><span style=\"font-weight: 400;\">duldet nie als Herrn den Sklaven \u2013<\/span><\/i><i><span style=\"font-weight: 400;\"><br \/><\/span><\/i><i><span style=\"font-weight: 400;\">der am Boden vor Euch kroch.<\/span><\/i><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Sein Hausblatt war der zwischen 1899 und 1906 erscheinenden, bissige politische, antiklerikale <\/span><i><span style=\"font-weight: 400;\">Scherer<\/span><\/i><span style=\"font-weight: 400;\">. Das Logo des selbsternannten Satireblattes war ein l\u00e4chelnder \u00e4lterer Tiroler, der dem Betrachter einen toten Maulwurf, dem Symbol f\u00fcr den oft als Sch\u00e4dling bezeichneten Klerus entgegenstreckt. Auch in \u00fcberregionalen Magazinen und Zeitungen wie <\/span><i><span style=\"font-weight: 400;\">Presse, Wiener Zeitung, Augsburger Allgemeine, Gartenlaube, Odin <\/span><\/i><span style=\"font-weight: 400;\">und <\/span><i><span style=\"font-weight: 400;\">Germania <\/span><\/i><span style=\"font-weight: 400;\">schrieb der stramm deutschnationale Pichler gegen Klerus und Obrigkeit an. Der volkst\u00fcmlich schwelende Antisemitismus hingegen war ihm fremd und zuwider. Anders als sp\u00e4ter den Faschisten und Nationalsozialisten sprach sich Pichler auch gegen jegliche Form des Imperialismus aus, sei es britischer, franz\u00f6sischer oder deutscher. Alle V\u00f6lker und Nationen sollten sich selbst verwalten, Kultur und Traditionen sollten geachtet werden.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Als der ehemals als \u201eRadikaler\u201c angesehene <\/span><i><span style=\"font-weight: 400;\">Public Intellectual<\/span><\/i><span style=\"font-weight: 400;\"> 1900 seine Augen f\u00fcr immer schloss, war aus ihm ein geachteter B\u00fcrger geworden. Seine politischen Ansichten waren dieselben geblieben, entsprachen mittlerweile aber dem Mainstream und wurden nicht mehr zensuriert, sondern ganz besonders im Innsbrucker Gemeinderat unter Wilhelm Greil hochgesch\u00e4tzt. Die liberale Presse \u00fcberschlug sich in Lobeshymnen und Wehklagen. Karl Habermann, Herausgeber des <\/span><i><span style=\"font-weight: 400;\">Scherer<\/span><\/i><span style=\"font-weight: 400;\">, verbrannte bei einem Fackelzug zu Ehren des hochverehrten Adolf Pichlers einen gegen seine Zeitung gerichteten offenen Brief des F\u00fcrstbischofs von Brixen, wof\u00fcr er sich vor Gericht verantworten musste im <\/span><i><span style=\"font-weight: 400;\">Hirtenbriefproce\u00df<\/span><\/i><span style=\"font-weight: 400;\"> verantworten musste. In einer eigenen Heftnummer voll mit Gedichten und Artikel literarischer Weggef\u00e4hrten und Bewunderer konnte man im Scherer einen letzten, von Pichler selbst verfassten <\/span><i><span style=\"font-weight: 400;\">Abschied<\/span><\/i><span style=\"font-weight: 400;\">, in dem er seine Schreibfeder mit dem Schwerte K\u00f6nig Arthurs verglich, lesen. In einem Nachruf ehrte man den \u201e<\/span><i><span style=\"font-weight: 400;\">Alten<\/span><\/i><span style=\"font-weight: 400;\">\u201c mit den Worten:<\/span><\/p>\n<p><i><span style=\"font-weight: 400;\">\u201eTirol, das schwarze Pfaffenland, es ward durch Pichler zum neuen Flammenherde geistiger Emp\u00f6rung, von dem sich tausende von Volksgenossen in allen deutschen Gauen die Brandfackel holen, um auch in ihrem Heim die heilige Flamme zu entz\u00fcnden.\u201c<\/span><\/i><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Auch in anderen einschl\u00e4gigen Magazinen wie <\/span><i><span style=\"font-weight: 400;\">Odin \u2013 ein Kampfblatt f\u00fcr die alldeutsche Bewegung auf unbedingt v\u00f6lkischem Standpunkte<\/span><\/i><span style=\"font-weight: 400;\"> und der <\/span><i><span style=\"font-weight: 400;\">Ostdeutschen Rundschau<\/span><\/i><span style=\"font-weight: 400;\">, dem \u201e<\/span><i><span style=\"font-weight: 400;\">nationalen Kampfblatt der Deutschen in \u00d6sterreich<\/span><\/i><span style=\"font-weight: 400;\">\u201c lie\u00df man den Tiroler Heros hochleben. Schriftsteller wie Franz Kranewitter (1860 \u2013 1938), Rudolf Greinz (1866 &#8211; 1942), Heinrich von Schullern (1865 \u2013 1955) und Arthur von Wallpach (1866 \u2013 1946) trugen die literarische Flamme Pichlers als <\/span><i><span style=\"font-weight: 400;\">Jung-Tirol<\/span><\/i><span style=\"font-weight: 400;\"> weiter, zuerst im Scherer und sp\u00e4ter in Der F\u00f6hn. Sie alle einte die Erfahrung des Ausscheidens \u00d6sterreichs aus dem Deutschen Bund, der Machtverlust der K.u.K. Monarchie sowie der Verlust der s\u00fcdlichen Landesteile des historischen Tirols. Ihre Form des teils antiklerikalen, teils kriegsverherrlichenden Liberalismus bei gleichzeitiger Lobpreisung der Heimatverbundenheit und des Tiroler Volksgeistes erfreuten sich sowohl nach dem ersten Weltkrieg wie auch w\u00e4hrend des Nationalsozialismus gro\u00dfer Beliebtheit. St\u00fccke wie der <\/span><i><span style=\"font-weight: 400;\">Andreas Hofer<\/span><\/i><span style=\"font-weight: 400;\"> Kranewitters und die Gedichtb\u00e4nde Wallpachs mit klingenden Namen wie <\/span><i><span style=\"font-weight: 400;\">Tiroler Blut<\/span><\/i><span style=\"font-weight: 400;\"> oder <\/span><i><span style=\"font-weight: 400;\">Wir brechen durch den Tod! \u2013 Gedichte aus dem Felde<\/span><\/i><span style=\"font-weight: 400;\"> erm\u00f6glichten es fast jeder politischen Richtung ihr Programm darin auf die eine oder andere Weise wiederzufinden. Bereits ein Jahr nach Adolf Pichlers Tod wurde ein Komitee ins Leben gerufen, um ihm ein Denkmal zu errichten. Den Vorstand \u00fcbernahm B\u00fcrgermeister Greil, der seinen <\/span><i><span style=\"font-weight: 400;\">Spiritus Rector<\/span><\/i><span style=\"font-weight: 400;\"> nur zu gerne im \u00f6ffentlichen Raum platzieren lie\u00df. Seit 1930 ist der Adolf-Pichler-Platz, auf dem die Bronzestatue steht, nach ihm benannt. Auch seinen nachfolgenden Jung-Tirolern Greinz, Schullern, Kranewitter und Renk wurden in Amras und Pradl Stra\u00dfen gewidmet. Pichlers Wohnhaus in der M\u00fcllerstra\u00dfe schm\u00fcckt eine Erinnerungstafel mit Tiroler Adler, Lorbeerkranz und Eichellaub: <\/span><i><span style=\"font-weight: 400;\">\u201eDEM DEUTSCHEN DICHTER ADOLF PICHLER \u2013 DAS LAND TIROL\u201c.\u00a0<\/span><\/i><\/p>\n<p><br style=\"font-weight: 400;\" \/><br style=\"font-weight: 400;\" \/><\/p>\n<p>[\/et_pb_toggle][\/et_pb_column][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Innrain 1<\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":60447,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","wds_primary_category":0,"footnotes":""},"categories":[36,170,20,33,35],"tags":[],"class_list":["post-1863","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-1796-1866-vom-herzen-jesu-bis-koeniggraetz","category-adolf-pichler-vom-vormarz-zum-mainstream","category-altstadt","category-die-grafen-von-andechs-und-die-gruendung-innsbrucks","category-maria-theresia-landesmutter-und-reformatorin"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1863","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1863"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1863\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/60447"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1863"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1863"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1863"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}