{"id":2208,"date":"2020-10-03T11:50:08","date_gmt":"2020-10-03T11:50:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/?p=2208"},"modified":"2025-12-15T09:05:21","modified_gmt":"2025-12-15T09:05:21","slug":"innsbruck-altstadt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/innsbruck-altstadt\/","title":{"rendered":"Old Town"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; disabled_on=&#8220;on|off|off&#8220; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; background_image=&#8220;https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Goldenes-Dachl.jpg&#8220; custom_padding=&#8220;200px||200px||false|false&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.16&#8243; text_text_color=&#8220;#000000&#8243; header_font=&#8220;|on|||&#8220; header_text_align=&#8220;center&#8220; header_text_color=&#8220;#e09900&#8243; header_font_size=&#8220;42px&#8220; header_line_height=&#8220;1.3em&#8220; header_2_text_color=&#8220;#000000&#8243; background_color=&#8220;rgba(255,255,255,0.8)&#8220; background_layout=&#8220;dark&#8220; width=&#8220;50%&#8220; module_alignment=&#8220;center&#8220; custom_padding=&#8220;10px|10px|10px|10px|true|true&#8220; header_font_size_last_edited=&#8220;off|desktop&#8220; border_radii=&#8220;on|10px|10px|10px|10px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; locked=&#8220;off&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h1>Altstadt Innsbruck<\/h1>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section][et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_toggle title=&#8220;Wissenswertes zur Altstadt Innsbruck&#8220; open_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; open_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; closed_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; closed_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; icon_color=&#8220;#e09900&#8243; open_icon_color=&#8220;#e09900&#8243; admin_label=&#8220;Wissenswertes zur Altstadt&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; title_text_color=&#8220;#e09900&#8243; title_font_size=&#8220;18px&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; border_radii=&#8220;on|5px|5px|5px|5px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; global_module=&#8220;64323&#8243; saved_tabs=&#8220;all&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]<\/p>\n<p>Flaniert man heute durch die Altstadt ist es kaum zu glauben, dass in dieser engen Fu\u00dfg\u00e4ngerzone bis ins Jahr 1972 der Verkehr munter durchratterte. Man konnte mit dem Auto fast schnurgerade von der Brenner Bundesstra\u00dfe bis zur Kettenbr\u00fccke fahren, um die Stadt nach Osten oder Westen wieder zu verlassen. Auf alten Fotos sieht man die Herzog-Friedrich-Stra\u00dfe randvoll zugeparkt. Verkehr als ein \u00dcbel anzusehen, ist ein recht junges Ph\u00e4nomen. Heute Horror und Schreckgespenst, war er von der Antike bis zur Massentauglichkeit des Automobils ein Hauptgrund f\u00fcr die Bedeutung und den Wohlstand Innsbrucks. Die Stadt, an der sich Wipp- und Inntal trafen, war auch schon vor dem Bau der Brennerautobahn ein Knotenpunkt Europas. Die Herzog-Friedrich-Stra\u00dfe lag an der Hauptverkehrsroute zwischen Venedig und Augsburg. Die im 19. Jahrhundert nach\u00a0dem Tiroler Landesf\u00fcrsten benannte Durchfahrt durch Innsbruck war im Mittelalter als <em>Kramgasse<\/em> bekannt, benannt nach den hier ans\u00e4ssigen Kr\u00e4mern, die zum gro\u00dfen Teil f\u00fcr den Wohlstand der Stadt verantwortlich waren. Im 15. Jahrhundert kam es zu gro\u00dfen Ver\u00e4nderungen innerhalb der Stadtmauern. Nach und nach wurden die Stra\u00dfen gepflastert, um den Verkehr zu erleichtern. Wohlhabende H\u00e4ndler lie\u00dfen die Laubeng\u00e4nge, genannt <em>Chramen<\/em> als erste Shoppingmeile der Stadt anlegen. Aus ihrem Stand bildeten sich die Kaufmannsdynastien heraus, aus denen sich das regierende Patriziat Innsbrucks bis hin zu B\u00fcrgermeister Wilhelm Greil speiste. Wo heute Touristenfallen ihren Tand anbieten, wurde jahrhundertelang nicht nur der lokale Handel, sondern vor allem der ertragreiche Fernhandel abgewickelt. Das Wappen der Firma <em>Kolonialwaren Unterberger <\/em>gegen\u00fcber dem <em>Gasthof Weisses Kreuz<\/em> zeugt bis heute von der Vergangenheit Innsbrucks als Teil einer der wichtigsten europ\u00e4ischen Handelsrouten. Die Fassadenmalereien, Schilder und Reliefs waren nicht nur Werbung f\u00fcr die Unternehmen, sondern dienten bis zur Nummerierung der H\u00e4user im 18. Jahrhundert unter Maria-Theresia zur Orientierung. Der wirtschaftliche Aufschwung verhalf der Stadt auch zu mehr Hygiene und Komfort. Kleine Kan\u00e4le, die durch die Stadt f\u00fchrten, dienten der Abwasser- und Unratentsorgung. Das sollte nicht nur f\u00fcr saubere Gassen sorgen, sondern auch Krankheitserreger m\u00f6glichst aus der Stadt schwemmen. Vor dem Dom kann man noch heute eine dieser <em>Ritschn<\/em> bewundern, die vor der Pflasterung um 1500 Innsbruck durchzogen. Auch in vergangenen Zeiten war den Menschen Sauberkeit und Wohlgeruch ein Anliegen. F\u00fcr die Reinigung der Kan\u00e4le wurde vom Stadtrat der Totengr\u00e4ber bestimmt. Nachtt\u00f6pfe der Stadtbewohner wie auch Tierf\u00e4kalien der Nutztiere wurden in den Inn gesp\u00fclt. Die Siedlungen flussabw\u00e4rts \u00f6stlich von Innsbruck kamen bis zur Regulierung des Inns h\u00e4ufig in den Genuss dieser exklusiven Mischung.<\/p>\n<p>Auch am Hochbausektor ver\u00e4nderte sich in der Innsbrucker Renaissance einiges. 1340 wurden Holzaufbauten ohne Genehmigung des Stadtrates vom landesf\u00fcrstlichen Gesetz verboten. Nach und nach verschwanden die alten Fachwerkh\u00e4user. Die neuen, in Stein errichteten H\u00e4user waren nicht nur w\u00e4rmender und stattlicher als die vorhergegangenen Holzh\u00e4user, sondern hatten auch den Vorteil weniger leicht Beute der Flammen zu. Der Kern vieler der bis heute bestehenden Geb\u00e4ude reicht bis ins 15. und 16. Jahrhundert zur\u00fcck. Sie wurden renoviert, ohne die gotische Struktur zu zerst\u00f6ren. Heute dank der liebevoll restaurierten Fassaden beliebte Sehensw\u00fcrdigkeiten, waren es eigentlich reine Wohn- und Gesch\u00e4ftsgeb\u00e4ude. Die schmalen Geb\u00e4ude zogen sich nach hinten in die L\u00e4nge. Bei Kaufleuten befand sich im Erdgescho\u00df nach vorne hinaus der Verkaufsraum. Dahinter war der <em>Steingaden<\/em>, ein meist gemauerter Vorratsraum mit Keller. In den oberen Stockwerken der Steinh\u00e4user waren die Wohnungen, eingeteilt in einzelne Stuben und Zimmer. In den Hinterh\u00f6fen befanden sich oft kleine G\u00e4rten oder gar St\u00e4lle. Zu verdanken ist die Modernisierung nicht nur dem K\u00f6nnen der Baumeister, dem finanziellen Wohlstand durch den Handel und der Anziehungskraft der in der Stadt ans\u00e4ssigen Verwaltung und Aristokratie, sondern auch dem f\u00fcr Innsbruck charakteristischen Baumaterial. Es war die <em>H\u00f6ttinger Nagelfluhe<\/em>, genannt <em>Breccie<\/em>, die nach den beiden gro\u00dfen Erdbeben von 1670 und 1689 viele der B\u00fcrgerh\u00e4user verst\u00e4rkte und festigte. Seit 1357 war es B\u00fcrgern der Stadt erlaubt, dass sie \u201e<em>Tuft hauen, brechen und nehmen d\u00fcrfen in allen Tuftgruben, die sie finden, und zu ihrer Stadt f\u00fchren d\u00fcrfen<\/em>.\u201c Mit dieser M\u00f6glichkeit des g\u00fcnstigen Baumaterials f\u00f6rderte der Landesf\u00fcrst die Modernisierung seiner Residenzstadt, ohne daf\u00fcr selbst Mittel aufbringen zu m\u00fcsssen. Br\u00e4nde, Erdbeben, Fliegerbomben \u2013 nichts konnte der Altstadt dauerhaft etwas anhaben. W\u00e4hrend der Luftangriffe des zweiten Weltkrieges wurden nur das <em>Winklerhaus<\/em> und das <em>Kapfererhaus<\/em> und einige Geb\u00e4ude in der Seilergasse mitgenommen. Der widerstandsf\u00e4higen H\u00f6ttinger Breccie sei Dank.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die Errichtung der heutigen Altstadt am Aufstieg hing, ist ihre Konservierung dem Bedeutungsverlust Innsbrucks ab dem 17. Jahrhundert zu verdanken. Als 1665 mit Erzherzog Sigmund Franz der letzte Habsburger der Tiroler Linie kinderlos starb, wurde Tirol von Gubernatoren verwaltet. Innsbruck verlor seinen Status als Residenzstadt. Die Stadt blieb zwar das Zentrum des Landes und auch die Statthalter brachten ihren Hofstaat und Beamten mit, die Zeit privater Prestigebauten war aber f\u00fcrs erste vorbei. Was f\u00fcr die Menschen damals wenig erbaulich war, ist aus heutiger Sicht ein Gl\u00fccksfall: Die stadtbauliche Entwicklung stagnierte mit Ausnahme von Kirchenbauten au\u00dferhalb der mittelalterlichen Stadtmauern, was den fr\u00fchneuzeitlichen gotischen Renaissance-Charakter der Altstadt bewahrte. Anders als heute entsprachen alte, geschichtstr\u00e4chtige Geb\u00e4ude nicht dem Publikumsgeschmack, sondern galten als \u00fcberholt. Nur zu gerne h\u00e4tte man im 19. Jahrhundert die Altstadt vollkommen umgebaut. Weichen musste zum Gl\u00fcck nur die Stadtmauer mit ihren T\u00fcrmen und Stadttoren. Die neue Art mit schwerer Artillerie Krieg zu f\u00fchren, machten die mittelalterlichen Verteidigungsanlagen obsolet. Die Umwidmung vom milit\u00e4rischen Zweck zum Wohnbau begann bereits Mitte des 16. Jahrhunderts. Die \u00e4u\u00dferen Geb\u00e4ude der Altstadt bauen noch heute auf der alten Stadtmauer auf. Der letzte Wehrturm, der sogenannte <em>Kr\u00e4uterturm<\/em> an der Nordwestecke am Herzog-Otto-Ufer, der auch als Stadtgef\u00e4ngnis diente, wurde 1890 abgerissen. Nur das Fundament des <em>Kolbentums<\/em>, der heute den Durchgang von der Herzog-Friedrich-Stra\u00dfe zur Schlossergasse bildet, blieb erhalten. Die Verzierungen im typischen Stil der Renaissance weisen noch auf die alten Strukturen hin. Direkt daneben befand sich bis weit ins 18. Jahrhundert das <em>Vorstadttor<\/em>. Mit dem <em>Pickentor<\/em>, dem <em>Inntor<\/em>, dem <em>Rumer Tor<\/em> und dem <em>Tr\u00e4nkert\u00f6rl<\/em> war es eines der f\u00fcnf Stadttore. Heute erinnern nur noch Abbildungen an den urspr\u00fcnglichen Standorten an die alten Eing\u00e4nge Innsbrucks.<\/p>\n<p>[\/et_pb_toggle][et_pb_blog fullwidth=&#8220;off&#8220; posts_number=&#8220;50&#8243; include_categories=&#8220;20&#8243; show_author=&#8220;off&#8220; show_date=&#8220;off&#8220; show_categories=&#8220;off&#8220; show_pagination=&#8220;off&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; border_radii=&#8220;on|5px|5px|5px|5px&#8220; border_width_all=&#8220;0px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_blog][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Innsbruck's historic city centre offers many sights<\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":1757,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","wds_primary_category":0,"footnotes":""},"categories":[59,23],"tags":[],"class_list":["post-2208","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-stadtteile-innsbruck","category-top-10"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2208","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2208"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2208\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1757"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2208"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2208"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2208"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}