{"id":53905,"date":"2024-04-24T09:41:38","date_gmt":"2024-04-24T09:41:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/?p=53905"},"modified":"2026-02-11T12:41:11","modified_gmt":"2026-02-11T12:41:11","slug":"amras-pradl","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/amras-pradl\/","title":{"rendered":"Amras, Pradl &amp; Patscherkofel"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; disabled_on=&#8220;on|off|off&#8220; _builder_version=&#8220;4.25.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; background_image=&#8220;https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/IMG_6050-scaled.jpg&#8220; custom_padding=&#8220;200px||200px||false|false&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.24.3&#8243; text_text_color=&#8220;#000000&#8243; header_font=&#8220;|on|||&#8220; header_text_align=&#8220;center&#8220; header_text_color=&#8220;#e09900&#8243; header_font_size=&#8220;42px&#8220; header_line_height=&#8220;1.3em&#8220; header_2_text_color=&#8220;#000000&#8243; background_color=&#8220;rgba(255,255,255,0.8)&#8220; background_layout=&#8220;dark&#8220; width=&#8220;50%&#8220; module_alignment=&#8220;center&#8220; custom_padding=&#8220;10px|10px|10px|10px|true|true&#8220; header_font_size_last_edited=&#8220;off|desktop&#8220; border_radii=&#8220;on|10px|10px|10px|10px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; locked=&#8220;off&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h1>Pradl &amp; Amras<\/h1>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section][et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_toggle title=&#8220;Wissenswertes zu Pradl&#8220; open_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; open_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; closed_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; closed_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; icon_color=&#8220;#e09900&#8243; open_icon_color=&#8220;#e09900&#8243; admin_label=&#8220;Wissenswertes Pradl&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; title_text_color=&#8220;#e09900&#8243; title_font_size=&#8220;18px&#8220; border_radii=&#8220;on|5px|5px|5px|5px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; global_module=&#8220;63605&#8243; saved_tabs=&#8220;all&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p>Der Name Pradl geht wohl auf den lateinischen Ausdruck <em>Pratellum<\/em>, kleine Wiese, zur\u00fcck, was auf eine r\u00f6mische Besiedlung des Gebiets hinweist. Laut der Innsbrucker Stadtchronik wurde der Name Pradl 1178 zum ersten Mal urkundlich erw\u00e4hnt. Bis zur Industrialisierung des 19. Jahrhunderts war Pradl eine Ansammlung von Bauernh\u00f6fen \u00f6stlich Innsbrucks. Als sich im 19. Jahrhundert die Baumwollspinnerei <em>Herrburger und Rhomberg<\/em> (1839), die Seifenfabrik Epp (1885) und das st\u00e4dtische Gaswerk (1859) ansiedelten, wuchs das Dorf schnell. 1900 hatte der heute gr\u00f6\u00dfte Stadtteil Innsbrucks bereits um die 2000 Einwohner. Die Stadt war sp\u00e4testens mit der Errichtung des Bahnhofes bis an ihre Grenzen gewachsen und aus dem Dorf Pradl war der wichtigste Standort f\u00fcr Energie und Infrastruktur geworden. Das Gaswerk am Gel\u00e4nde des heutigen Rapoldipark ver\u00e4nderte nicht nur das ehemalige Dorf, sondern die ganze Stadt. 1861 begann die Beleuchtung Innsbrucks. \u00dcber 500 Gaslichter erhellten Innsbruck um die Jahrhundertwende. Auch wurden mehr und mehr K\u00fcchen mit Gas betrieben. Das Hauptproblem an der Gasgewinnung war, dass sie \u00fcber das Verbrennen von Kohle erfolgte. Rauch und Staub verpesteten die Luft direkt neben den Wohnh\u00e4usern und Bauernh\u00f6fen. W\u00e4hrend Innsbruck von der Industrialisierung profitierte, bekam Pradl vor allem die negativen Aspekte davon zu sp\u00fcren: \u00dcberbev\u00f6lkerung, rasante Umwandlung des Sozialgef\u00fcges und Schmutz waren die Folgen dieser Entwicklung. Die positiven Seiten der Modernisierung konnten die Pradler nicht genie\u00dfen. Trotz des Wachstums fehlte das Geld, um die Infrastruktur nachzuziehen. Kanalisation, Stra\u00dfen, Schulen, Krankenversorgung oder gar \u00f6ffentlicher Verkehr waren kaum vorhanden. Das Trinkwasser in Pradl verbreitete noch im 20. Jahrhundert Typhus, von Modernisierung war wenig bis nichts zu sp\u00fcren. Das \u00e4nderte sich erst mit der Eingemeindung. 1904 wurde aus dem Dorf ein Teil Innsbrucks. Pradl und sein s\u00fcdlicher Nachbar Amras bildeten bis dahin eine Gemeinde. Bei einer B\u00fcrgerversammlung 1902 stimmte eine erhebliche Mehrheit der Pradler f\u00fcr den Zusammenschluss. In Amras hingegen war die Mehrheit gegen die Eingemeindung, weshalb sich Pradl zuerst von Amras abspalten musste, um ein Teil Innsbrucks werden zu k\u00f6nnen. Ab 1912 verband die Stra\u00dfenbahn Pradl mit der Innenstadt.<\/p>\n<p>Im 20. Jahrhundert wurde Pradl immer mehr zum Wohnviertel. Vom ehemaligen Ortskern beim <em>Florianibrunnen<\/em> entstanden nach S\u00fcden hin Zinsh\u00e4user im Heimatstil oder dem klassizistischen Historismus als Wohnst\u00e4tten f\u00fcr die Arbeiter und Angestellten der Betriebe. Neben den sch\u00f6nen Exemplaren in der Pradlerstra\u00dfe finden sich einige weniger prunkvolle an der Sill und in der Gabelsbergerstra\u00dfe. Die Fabriksarbeiter hatten, obwohl sie immer noch zu den \u00e4rmeren Bev\u00f6lkerungsteilen z\u00e4hlten, nicht das Los der Verelendung zu teilen, das dem Proletariat in anderen gro\u00dfen St\u00e4dten durch den ungez\u00fcgelten Kapitalismus zugemutet wurde. Das war wohl neben der kirchlichen Dominanz mit ein Grund, warum Kommunismus und Sozialismus in Tirol nur gebremst Fahrt aufnahmen. 1927 wurde, um \u00e4rgsten der sozialen Not der Nachkriegszeit ein wenig entgegenzuwirken, das Obdachlosenheim in der Hunoldstra\u00dfe er\u00f6ffnet, nur wenige Schritte lud der <em>Rapoldipark<\/em> zur aktiven Freizeitgestaltung ein. Zur selben Zeit entstanden zwischen Pradl und Amras die unter Einheimischen als \u201e<em>Stalingrad<\/em>\u201c bekannten <em>Kaufmannbl\u00f6cke<\/em> im <em>Internationalen Stil<\/em>, die mit ihren Innenh\u00f6fen und der kubischen Form heute unter Denkmalschutz stehen. Auch der Pembaurblock wurde in den 1920er Jahren gebaut, allerdings in einer schon progressiveren Bauart. Zwischen 1939 und 1945 schossen unter der Regie der Nationalsozialisten die <em>S\u00fcdtirolersiedlungen<\/em> im Osten Pradls im Blitztempo aus dem Boden. <em>Eichhof, Ahornhof<\/em> und <em>Lindenhof<\/em> pr\u00e4gen mit ihren gro\u00dfen Innenh\u00f6fen noch heute das Bild Pradls. Die vielleicht gr\u00f6\u00dfte Ver\u00e4nderung erfuhr Pradl aber mit der Umgestaltung des Tivoliareals seit dem Jahr 2000. Wo einst die Fans und Spieler der Innsbrucker Fu\u00dfballvereine fieberten und feierten, entstand ein komplett neues Stadtviertel mit \u00fcber 400 Wohnungen, Altersheim, Kindergarten, Spielplatz, Superm\u00e4rkten, B\u00fcrogeb\u00e4ude und Skateboardpark.<\/p>\n<p>[\/et_pb_toggle][et_pb_toggle title=&#8220;Wissenswertes zu Amras&#8220; open_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; open_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; closed_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; closed_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; icon_color=&#8220;#e09900&#8243; open_icon_color=&#8220;#e09900&#8243; admin_label=&#8220;Wissenswertes Amras&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; title_text_color=&#8220;#e09900&#8243; title_font_size=&#8220;18px&#8220; border_radii=&#8220;on|5px|5px|5px|5px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; global_module=&#8220;63606&#8243; saved_tabs=&#8220;all&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p>Der Nachbarstadtteil Amras l\u00e4sst sich noch weiter zur\u00fcckverfolgen als Pradl. Kirchlich geh\u00f6rte Amras bis 1256 nicht zum Stift Wilten, sondern zum dar\u00fcberliegenden Dorf Ampass, was auch eine administrative und gedankliche Eigenheit f\u00f6rderte, die bis heute sp\u00fcrbar ist. Ur-Amraser f\u00fchlen sich bis heute noch vielfach als Bewohner eines eigenen Dorfes, Innsbrucker ist man nur im zweiten Rang. Erstmals erw\u00e4hnt wurden die ersten Bauernh\u00e4user schriftlich bereits im Jahr 837 als \u201e<em>locus omeras<\/em>\u201c. \u00a0Die Grafen von Andechs erbauten oberhalb wenig sp\u00e4ter ihre gleichnamige Burg. Der Name geht wohl auf die schattige Lage am Fu\u00df des Patscherkofels zur\u00fcck. Das Lateinische <em>Ad umbras<\/em> bedeutet nichts anderes als \u201ebei den Schatten\u201c. Einen Gro\u00dfteil dieses heute dicht besiedelten Landstriches w\u00fcrde man nicht wiedererkennen. Wo heute der S\u00fcdring als Hauptverkehrsader der Stadt die Landschaft durchschneidet und das Einkaufszentrum DEZ an den verbliebenen Rest des alten Dorfkernes anschlie\u00dft, befand sich bis ins 19. Jahrhundert der Amraser See, der nach und nach vermoorte und heute nur noch auf alten Bildern existiert. Kaiser Maximilian lie\u00df hier Fische z\u00fcchten, um sich und seinem Hofstaat auch an christlichen Fastentagen das Darben zu erleichtern. Bis in die 1960er Jahre konnte man am <em>Campingplatz Seewirt<\/em> seinen Urlaub verbringen, bevor in der typischen Art und Weise des autozentrierten Stadtbaus der wirtschaftlichen Boomphase der Nachkriegszeit die Wiesen und Freifl\u00e4chen zum Wohle des Konsums versiegelt wurden. Einen Eindruck vom fr\u00fchneuzeitlichen Amras gibt laut einer kunsthistorischen Untersuchung von Wilhelm Fischer aus dem Jahr 1951 das ber\u00fchmte Gem\u00e4lde <em>Winterlandschaft<\/em> des niederl\u00e4ndischen Malers Pieter Bruegel (circa 1525 \u2013 1569), das im Wiener Kunsthistorischen Museum h\u00e4ngt. Bruegel war neben dem apokalyptisch veranlagten Hieronymus Bosch der bekannteste Vertreter der fl\u00e4mischen Malerei des 16. Jahrhunderts. Zwischen 1552 und 1555 hatte er sich nach seiner Ausbildung in Antwerpen nach Italien begeben, um sich dort im Geist der Zeit mit der Renaissancekunst zu besch\u00e4ftigen. Diese Zeit ging als Anfang der<em> Kleinen Eiszeit<\/em>, die sich vom 15. Jahrhundert in unterschiedlicher lokaler Auspr\u00e4gung bis ins 19. Jahrhundert zog, in die Geschichte ein. Auch in Tirol sorgte dieser kleine Klimawandel f\u00fcr eine \u00fcberdurchschnittlich hohe Anzahl an Ernteausf\u00e4llen und zu gro\u00dfen wirtschaftlichen Verwerfungen und Versorgungsengp\u00e4ssen. Auf seiner R\u00fcckreise nach Nordeuropa machte Bruegel in Innsbruck Halt und lie\u00df sich von Landschaft und Menschen inspirieren. Anders als wenige Jahre zuvor Albrecht D\u00fcrer auf seinem bekannten Aquarell, das eine Stadtansicht Innsbrucks zeigt, hielt er wie auf den meisten seiner Bilder eine Alltagsszene fest. Zwar siedelte er die Szene in den Niederlanden an, wie man an einigen Details wie dem Schild des Gasthofes erkennen kann, die winterliche, alpine Landschaft passt aber recht genau in die Perspektive, die man vom heutigen Ortsteil mit Blick nach Norden hat. Im Vordergrund sieht man eine Jagdgesellschaft, die mutma\u00dflich vom damals noch nicht ummauerten Schloss Ambras ins Inntal zur\u00fcckkehrt. Im Hintergrund tummeln sich Erwachsene und Kinder beim Eislaufen und Spielen am See vor der Kulisse des Karwendels und des Inntals. Das b\u00e4uerliche Dorf Amras und das Treiben darin scheinen den Meister nachhaltig genug beeindruckt zu haben, dass er das Erlebte zw\u00f6lf Jahre sp\u00e4ter in \u00d6l festhielt.<\/p>\n<p>34 Jahre nach Pradl wurde Amras im Rahmen der reichsweiten Eingliederungen unter den Nationalsozialsten 1938 gegen den Willen der Mehrzahl der B\u00fcrger an die Stadt Innsbruck angeschlossen. Der Bau von gr\u00f6\u00dferen urbanen Wohnh\u00e4usern nahm somit erst sp\u00e4ter seinen Anfang, was sich im bis heute dominierenden Baustil niederschl\u00e4gt. W\u00e4hrend in Pradl viele H\u00e4user aus der Zeit um die Jahrhundertwende stammen, werden die Wohnbl\u00f6cke in Amras von der oft wenig ansehnlichen Nachkriegsarchitektur dominiert. In einigen Ecken wie der Philippine-Welser-Stra\u00dfe befinden sich aber noch einige der sch\u00f6nen Bauernh\u00e4user, die den Stadtteil im Amraser Selbstverst\u00e4ndnis ebenso darstellen wie den Wohlstand, zu dem die Landwirte mittlerweile gekommen sind.<\/p>\n<p>[\/et_pb_toggle][et_pb_toggle title=&#8220;Wissenswertes Igls &#038; Patscherkofel&#8220; open_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; open_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; closed_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; closed_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; icon_color=&#8220;#e09900&#8243; open_icon_color=&#8220;#e09900&#8243; admin_label=&#8220;Wissenswertes Igls &#038; Vill&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; title_text_color=&#8220;#e09900&#8243; title_font_size=&#8220;18px&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; border_radii=&#8220;on|5px|5px|5px|5px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; global_module=&#8220;67843&#8243; saved_tabs=&#8220;all&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]<\/p>\n<p>Das Mittelgebirge s\u00fcdlich von Amras an den H\u00e4ngen des olympischen Hausbergs Patscherkofel beheimatet mit Vill und Igls zwei ehemals eigenst\u00e4ndige D\u00f6rfer, die seit 1942 politisch Teil Innsbrucks sind. Wenn man so will, lebten hier \u00fcber dem Talgrund die allerersten Innsbrucker, die ihre Spuren hinterlie\u00dfen. Knapp oberhalb von Igls befindet sich die Ausgrabungsst\u00e4tte Goldb\u00fchel. Viel ist nicht mehr \u00fcbrig von der Kultst\u00e4tte, die 15 v. Chr. bei der r\u00f6mischen Landnahme zerst\u00f6rt wurde, Hinweistafeln vermitteln Interessantes rund um die Kultur der Breonen kurz und knackig. Auch im Tourismus war Igls vorne mit dabei. W\u00e4hrend Vill bis heute einen sehr l\u00e4ndlichen Charakter hat, f\u00fchlt man sich im Ortszentrum von Igls in die Zeit der <em>Sommerfrischler<\/em> des sp\u00e4ten 19. Jahrhunderts zur\u00fcckversetzt. Das Dorf auf 950 m Seeh\u00f6he war gleicherma\u00dfen bei Innsbruckern wie auch ausw\u00e4rtigen Touristen als Ausflugs- und Urlaubsziel beliebt. Michael Obexer war einer der Pioniere die fr\u00fch das Potential des Fremdenverkehrs in Tirol erkannten. Er machte 1870 aus dem kleinen <em>Gasthof Neuwirth<\/em> das <em>Hotel Igler Hof<\/em> und erm\u00f6glichte damit dem Ort einen rasanten Aufstieg in die Erste Liga der Tourismusorte. Die Fassade des <em>Sporthotel Igls<\/em> und der Kurpark samt Pavillon erinnern noch an diese Zeit des gehobenen Kuraufenthaltes der <em>Belle Epoque<\/em>. Zwei Weltkriege und knapp 100 Jahre sp\u00e4ter kehrte Igls nach einigen weniger rosigen Jahren endg\u00fcltig wieder zur\u00fcck auf die Weltb\u00fchne. Die Bobbahn und der Patscherkofel waren Austragungsst\u00e4tten w\u00e4hrend der Spiele. Erste Pl\u00e4ne, eine Schwebebahn auf den Patscherkofel zu errichten, um mit den gro\u00dfen Tourismusorten in der Schweiz auf Remis zu stellen, gediehen bereits um die Jahrhundertwende unter der \u00c4gide des Innsbrucker Gemeinderates und Max Obexers. Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges unterbrach die Unternehmung als die Stra\u00dfe hinauf nach Heiligwasser asphaltiert war. 1924 wurden die Pl\u00e4ne wieder aufgegriffen. Die Euphorie rund um eine erste Version, die vom Berg Isel bis hinauf zum Schutzhaus knapp unter dem Gipfel gef\u00fchrt h\u00e4tte, wurde von der Hyperinflation der Ersten Republik unterbrochen. Erst nach der Einf\u00fchrung des Schillings als W\u00e4hrung konnte man das Projekt angehen, wenn auch in abgespeckter Variante. Die Talstation entstand nahe zum Bahnhof der kriselnden Mittelgebirgsbahn, der heutigen Stra\u00dfenbahnlinie 6. Die Planungs- und Finanzierungsphase geriet zum Fiasko. Das Budget wurde um etwa 50% gesprengt. Trotzdem konnte die Bahn 1928 er\u00f6ffnet werden. Nach mehreren Besitzerwechseln wurde die Bahn, erneut unter blamabler Finanzplanung seitens der Stadt, 2017 durch eine neue, moderne Bergbahn mit Start direkt an der Skipiste anstatt im Ortszentrum ersetzt. Einen kleinen Spaziergang oberhalb der Talstation, auf \u00fcber 1200 m Seeh\u00f6he laden der Alpengasthof und die Wallfahrtskirche Heiligwasser zur Rast ein. Gastgeber sind die Praemonstratenser, die die Alm verpachten. Das barocke kleine Gotteshaus wurde 1651 errichtet, nachdem der Legende nach ein taubstummes Kind an der Quelle auf wundersame Weise geheilt wurde. Von der Terrasse des Gasthofs aus kann man bei einer St\u00e4rkung nach dem Spaziergang den steilen Weg hinauf einen tollen Panoramablick \u00fcber die Stadt genie\u00dfen und sich wie Kaiser Franz Josef I. f\u00fchlen, der 1848 bei seiner Patscherkofelbesteigung in Heiligwasser n\u00e4chtigte.<\/p>\n<p>[\/et_pb_toggle][et_pb_blog fullwidth=&#8220;off&#8220; posts_number=&#8220;50&#8243; include_categories=&#8220;82&#8243; show_author=&#8220;off&#8220; show_date=&#8220;off&#8220; show_categories=&#8220;off&#8220; show_pagination=&#8220;off&#8220; _builder_version=&#8220;4.24.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; border_radii=&#8220;on|5px|5px|5px|5px&#8220; border_width_all=&#8220;0px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_blog][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pradl's nobility and Innsbruck's village<\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":55422,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","wds_primary_category":0,"footnotes":""},"categories":[59],"tags":[],"class_list":["post-53905","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-stadtteile-innsbruck"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/53905","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=53905"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/53905\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/55422"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=53905"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=53905"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=53905"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}