{"id":54324,"date":"2024-05-08T09:02:03","date_gmt":"2024-05-08T09:02:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/?p=54324"},"modified":"2026-03-25T14:18:10","modified_gmt":"2026-03-25T14:18:10","slug":"suedtirolersiedlung-wilten-west","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/suedtirolersiedlung-wilten-west\/","title":{"rendered":"South Tyrolean settlement Wilten West"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; specialty=&#8220;on&#8220; _builder_version=&#8220;4.24.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; specialty_columns=&#8220;2&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_row_inner _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column_inner saved_specialty_column_type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_text admin_label=&#8220;Titel und Adresse&#8220; _builder_version=&#8220;4.24.3&#8243; text_text_color=&#8220;#000000&#8243; header_font=&#8220;|on|||&#8220; header_text_align=&#8220;center&#8220; header_text_color=&#8220;#e09900&#8243; header_font_size=&#8220;42px&#8220; header_line_height=&#8220;1.3em&#8220; header_2_text_color=&#8220;#e09900&#8243; background_color=&#8220;rgba(255,255,255,0.8)&#8220; background_layout=&#8220;dark&#8220; custom_padding=&#8220;20px|20px|20px|20px|true|true&#8220; header_font_size_last_edited=&#8220;off|desktop&#8220; border_radii=&#8220;on|10px|10px|10px|10px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; locked=&#8220;off&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h2>S\u00fcdtirolersiedlung Wilten West<\/h2>\n<p>Speckbacherstra\u00dfe \/ Egger-Lienz-Stra\u00dfe<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/suedtirolersiedlung-wilten-west-innsbruck-scaled.jpg&#8220; alt=&#8220;Innbr\u00fccke Innsbruck klein&#8220; title_text=&#8220;s\u00fcdtirolersiedlung wilten west innsbruck&#8220; disabled_on=&#8220;on|on|on&#8220; _builder_version=&#8220;4.25.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; border_radii=&#8220;on|10px|10px|10px|10px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; disabled=&#8220;on&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_image][et_pb_gallery gallery_ids=&#8220;58771,55733,67636,68063&#8243; fullwidth=&#8220;on&#8220; admin_label=&#8220;Galerie S\u00fcdtirolersiedlung Wilten West&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; pagination_text_color=&#8220;#E09900&#8243; border_radii=&#8220;on|5px|5px|5px|5px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; global_module=&#8220;62046&#8243; saved_tabs=&#8220;all&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_gallery][\/et_pb_column_inner][\/et_pb_row_inner][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_toggle title=&#8220;Wissenswert&#8220; open=&#8220;on&#8220; open_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; open_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; closed_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; closed_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; icon_color=&#8220;#e09900&#8243; open_icon_color=&#8220;#e09900&#8243; admin_label=&#8220;S\u00fcdtirolersiedlung Wilten West&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; title_text_color=&#8220;#e09900&#8243; title_font_size=&#8220;18px&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; border_radii=&#8220;on|5px|5px|5px|5px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; global_module=&#8220;59551&#8243; saved_tabs=&#8220;all&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]<\/p>\n<p>1939 errichtete der Bautr\u00e4ger <em>Neue Heimat<\/em> (Anm.: die heutige Neue Heimat Tirol) in Wilten, Pradl, der Reichenau und dem Saggen Wohnanlagen, die bis heute als <em>S\u00fcdtirolersiedlungen<\/em> bekannt sind. Die imposanteste dieser Siedlungen entstand unter Leitung und Umsetzung Theodor Prachenskys und Jakob Alberts zwischen der Egger-Lienz-Stra\u00dfe und der Franz-Fischer-Stra\u00dfe. Die Architektur mag auf den ersten Blick eint\u00f6nig und wenig spektakul\u00e4r wirken, aus der st\u00e4dtebaulichen Sicht der 1930er und 40er Jahre, entstand hier nicht nur eine Wohnanlage, sondern ein ganzer Stadtteil. Um zu verstehen, welchen Kontrast Prachensky erzeugte, muss man sich in das Wilten der sp\u00e4ten 1930er zur\u00fcckdenken. Im Osten und Norden grenzten die b\u00fcrgerlichen Gr\u00fcnderzeith\u00e4user an die S\u00fcdtirolersiedlung, im S\u00fcden war der S\u00fcdring noch nicht gebaut und auch nach Westen hin zur Zollerstra\u00dfe war das Gel\u00e4nde noch mehr oder minder unbesiedelt und leer. Am besten erkennt man Dimension und Ausma\u00dfe der S\u00fcdtirolersiedlung von oben, zum Beispiel von der <em>Ferrarikurve<\/em> an der Brenner-Bundesstra\u00dfe aus. Die zwei- bis dreist\u00f6ckigen Geb\u00e4ude, seit der letzten Sanierung in kr\u00e4ftigem Rot und Gelb anstelle des originalen Grau, gruppieren sich um gro\u00dfz\u00fcgige, untereinander verbundene Innenh\u00f6fe. Die einzelnen Gr\u00fcnfl\u00e4chen werden von niedrigen, steinernen Mauern begrenzt, die dem gesamten Ensemble den Charakter einer innerst\u00e4dtischen Festung verleihen. Der Eingang in die Siedlung von der Stafflerstra\u00dfe zur Speckbacherstra\u00dfe stellt mit den neoromanischen S\u00e4ulen ein Stadttor dar, durch das man die Siedlung betritt. Wie beim <em>Pembaurblock<\/em> wollte Prachensky wohl auch hier mit dem dar\u00fcberliegenden Erker auf der Ostseite eine Verbindung zur Innsbrucker Geschichte darstellen, erinnert die Komposition doch sehr an das <em>Goldene Dachl<\/em> in der Altstadt. Als Baumaterial f\u00fcr den Durchgang wurde mit der <em>H\u00f6ttinger Breccie<\/em> ebenfalls eine Innsbrucker Besonderheit verwendet.<\/p>\n<p>Die Entstehung der S\u00fcdtirolersiedlung spiegelt die Tiroler Geschichte der ersten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts wider. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde das historische Land Tirol an der Brennergrenze geteilt. Die deutschsprachige Bev\u00f6lkerung S\u00fcdtirols erfuhr unter dem faschistischen Regime Mussolinis mehr und mehr Repressalien. Das f\u00fchrte zu Uneinigkeiten zwischen Benito Mussolini und Adolf Hitler. Mussolini wollte die deutschsprachigen S\u00fcdtiroler italianisieren, Hitler hingegen hatte das Versprechen gegeben alle deutschsprachigen Volksgruppen zu vereinigen. 1939 kamen die beiden Diktatoren \u00fcberein, der deutschsprachigen Bev\u00f6lkerung S\u00fcdtirols die M\u00f6glichkeit einer Umsiedlung von Italien ins Deutsche Reich zu geben. Die deutsche Propaganda, die f\u00fcr die Umsiedlung unter dem Motto \u201e<em>Heim ins Reich<\/em>\u201c gemacht wurde, zeigte Wirkung.<\/p>\n<p><em>\u201eS\u00fcdtiroler, bekennt euch! Eine schwere, aber stolze Stunde ruft euch auf zum Bekenntnis f\u00fcr Blut und Volk zur Entscheidung, ob ihr f\u00fcr euch und eure Nachkommen endg\u00fcltig auf euer deutsches Volkstum verzichten oder ob ihr euch stolz und frei als Deutsche bekennen wollt. Ihr w\u00e4hlt nicht zwischen Heimat und Galizien sondern ihr w\u00e4hlt zwischen einem uns fremd gewordenen S\u00fcdtirol und zwischen dem Lande, das uns der F\u00fchrer im deutschen Reichsk\u00f6rper zuweisen wird. Schwer ist die Entscheidung, doch keinen Augenblick zweifelhaft, denn wir wissen, was wir dem Rufe unseres\u00a0deutschen Blutes des deutschen Volkes und unseres F\u00fchrers schulden. Die Scholle\u00a0opfern wir dem gro\u00dfen Ziele, dem gro\u00dfen, heiligen deutschen Reich.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Ein Gro\u00dfteil der deutschsprachigen S\u00fcdtiroler w\u00e4hlte die Auswanderung Richtung Norden. Innsbruck sollte als Hauptstadt des Reichsgaus viele der sogenannten <em>Optanten<\/em> aufnehmen. Es wurde mit 20.000-50.000 neuen B\u00fcrgern gerechnet. In vielen Randgebieten des damaligen Stadtgebietes wurde in vorauseilendem Gehorsam bereits im August 1939 mit dem Bau der Siedlungen begonnen. Um die <em>R\u00fccksiedler<\/em> m\u00f6glichst schnell \u201enach Hause\u201c holen zu k\u00f6nnen, wurden trotz des Krieges alle Hebel innerhalb des immense Mittel freigemacht. Die DAF, die <em>Deutsche Arbeitsfront<\/em>, \u00fcbernahm die Organisation und gr\u00fcndete daf\u00fcr die Wohnbaugesellschaft <em>Neue Heimat<\/em>. In einer ersten Bauphase der <em>Sonderma\u00dfnahme S\u00fcdtirol<\/em> projektierte die Stadt Innsbruck 1000 Wohnungen, knapp 2000 weitere sollten bis 1944 errichtet werden. Neben Wohnungen sollten Gesch\u00e4fte, Gastst\u00e4tten, Schulen, Kinderg\u00e4rten und Amtsr\u00e4umlichkeiten entstehen. Mit Fortdauer des Krieges wurden Geld, Baumaterial und Arbeitskraft rar, trotzdem konnten \u00fcber die Stadt verteilt etwas mehr als 2100 Wohnungen fertiggestellt werden. Als die Bl\u00f6cke zwischen Egger-Lienz-Stra\u00dfe und Franz-Fischer-Stra\u00dfe 1942 bezugsbereit waren, stellte sich die Situation vollkommen anders dar als zum Zeitpunkt der Volksbefragung wenige Jahre zuvor. Das Kriegsgl\u00fcck hatte sich gewandt und damit auch die Begeisterung f\u00fcr die <em>Heim-ins-Reich-Bewegung<\/em>. Nun hatte man zu viele Wohnungen f\u00fcr zu wenige \u201eHeimkehrer\u201c, die den Schritt von der italienischen Heimat nach Norden wagten. \u00dcber 40% der Wohnungen wurden deshalb nicht an S\u00fcdtiroler, sondern an \u201everdiente\u201c Untertanen des NS-Systems vergeben.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend alliierter Luftangriffe zwischen Dezember 1943 und Dezember 1944 wurden einige der H\u00e4user in der Speckbacherstra\u00dfe getroffen. Abgerissen musste keines davon werden, die Bausubstanz blieb im Grunde erhalten. In den 1960er Jahren wurden die H\u00e4user um 2 Stockwerke erh\u00f6ht, sp\u00e4ter folgten Renovierungen und eine Umf\u00e4rbung von tristem Grau in unterschiedliche lebendigere Farben. Zwischen den Bl\u00f6cken liegt der Verkehrspark, wo Innsbrucker Kinder unter dem wachsamen Auge der Polizei den Fahrradf\u00fchrerschein machen. An der Ecke Speckbacherstra\u00dfe zur Franz-Fischer-Stra\u00dfe \u00fcberlebte ein stummes Zeugnis des Baus der <em>S\u00fcdtirolersiedlung<\/em>. Auf der H\u00f6he des ersten Stockwerkes befindet sich eine Steinfigur. Sie stammt vom S\u00fcdtiroler Bildhauer Alexander Lanner, der in Innsbruck auch die F\u00fchrerb\u00fcste im Trausaal im Goldenen Dachl und die <em>Prinzessin mit Froschk\u00f6nig<\/em> im Brunnen im Hofgarten anfertigte. Der stramm und entschlossen Richtung Norden ins <em>Altreich<\/em> blickende Mann soll einen typischen S\u00fcdtiroler in Meraner Tracht darstellen, ein Symbol f\u00fcr die Optanten, die sich zur <em>Blut- und Bodenideologie<\/em> des deutschen Volkes bekannten und daf\u00fcr ihre Heimat verlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Wie auch in den anderen S\u00fcdtirolersiedlungen Innsbrucks, folgte nach Nationalsozialismus und den Kriegsjahren die <em>Reconquista<\/em> der katholischen Kirche. Zwischen Wohnbl\u00f6cken und dem Westfriedhof entstand mit 50 Jahren Versp\u00e4tung nach einer ersten Planungsphase um die Jahrhundertwende die <em>Pfarre zur Heiligen Familie<\/em>, um dem Stadtwachstum auch seelsorgerisch nachzukommen. Jahrzehntelang mussten die Wiltener, die nicht zur Pfarrgemeinde Herz Jesu in der Maximilianstra\u00dfe oder der Basilika geh\u00f6rten, Gottesdiente in diversen Notkirchen feiern. 1957 konnte Bischof Paulus Rusch die erste Kirche in wirklich moderner Architektur einweihen.<\/p>\n<p>[\/et_pb_toggle][et_pb_toggle title=&#8220;Theodor Prachensky: Beamter zwischen Kaiser und Republik&#8220; open_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; open_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; closed_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; closed_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; icon_color=&#8220;#e09900&#8243; open_icon_color=&#8220;#e09900&#8243; admin_label=&#8220;Theodor Prachensky: Beamter zwischen Kaiser und Republik&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; title_text_color=&#8220;#e09900&#8243; title_font_size=&#8220;18px&#8220; border_radii=&#8220;on|5px|5px|5px|5px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; global_module=&#8220;53752&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p>Ab der zweiten H\u00e4lfte der 1920er Jahre wurden gro\u00dfe Wohnbauprojekte umgesetzt, um die gr\u00f6\u00dfte Not der vielen Innsbrucker, die in Baracken oder bei Verwandten auf engstem Raum wohnten, zu lindern. Ganze Stadtviertel entstanden neu mit Kinderg\u00e4rten und Schulen. Sport- und Freizeitst\u00e4tten wie das Tivoli oder das St\u00e4dtische Hallenbad entstanden. Einer der Baumeister, der Innsbruck in dieser Zeit nachhaltig ver\u00e4nderte war Theodor Prachensky (1888 \u2013 1970).<\/p>\n<p>Als Mitarbeiter des Bauamtes Innsbruck zwischen 1913 und 1953 war er f\u00fcr Wohnbau- und Infrastrukturprojekte verantwortlich. Die von ihm umgesetzten Projekte sind nicht so spektakul\u00e4r wie die Bergstationen seines Schwagers Baumann. Prachenskys Bauten, die die Zeit \u00fcberdauerten, wirken vielfach n\u00fcchtern und rein funktionell. Sieht man sich aber seine Zeichnungen im Archiv f\u00fcr Baukunst der Universit\u00e4t Innsbruck an, erkennt man, dass Prachensky mehr K\u00fcnstler als Techniker war, wie auch seine Malereien beweisen. Viele seiner spektakul\u00e4ren Entw\u00fcrfe wie das <em>Sozialdemokratische Volkshaus<\/em> in der Salurnerstra\u00dfe, sein <em>Kaisersch\u00fctzendenkmal<\/em> oder die <em>Friedens- und Heldenkirche<\/em> wurden nicht umgesetzt. Innsbruck beherbergt mit den gro\u00dfen Wohnanlagen der 1920er und 30er Jahre, der <em>Krieger-Ged\u00e4chtniskapelle<\/em> am Pradler Friedhof und dem alten Arbeitsamt (<em>Anm.: heute eine Au\u00dfenstelle Universit\u00e4t Innsbruck hinter dem aktuellen AMS-Geb\u00e4ude in Wilten<\/em>) viele Geb\u00e4ude Prachenskys, die die Zeitgeschichte der Zwischenkriegszeit und die wechselhaften politischen und staatlichen Einfl\u00fcsse, unter denen er selbst als Person stand, dokumentieren.<\/p>\n<p>Seine Biografie liest sich wie ein Abriss der \u00f6sterreichischen Geschichte des fr\u00fchen 20. Jahrhunderts. Prachensky war als Architekt und Beamter unter f\u00fcnf unterschiedlichen Staatsmodellen t\u00e4tig. Der K.u.K. Monarchie folgte die Erste Republik, die vom autorit\u00e4ren St\u00e4ndestaat abgel\u00f6st wurde. 1938 kam es zum Anschluss an Nazideutschland. 1945 wurde mit Kriegsende die Zweite Republik ausgerufen.<\/p>\n<p>1908 schloss Prachensky die baugewerbliche Abteilung der Gewerbeschule Innsbruck, heute die HTL, ab. Von 1909 arbeitete er teilweise gemeinsam mit Franz Baumann, dessen Schwester Maria er 1913 heiraten sollte, beim renommierten Architekturb\u00fcro Musch &amp; Lun in Meran, damals ebenfalls noch Teil der K.u.K. Monarchie. Privat war das Jahr 1913 f\u00fcr ihn wegweisend: Theodor und Maria heirateten, starteten das private Bauprojekt des Eigenheims <em>Haus Prachensky<\/em> am Berg Isel Weg 20 und der frischgebackene Familienvater trat seinen Dienst beim Stadtmagistrat Innsbruck unter Oberbaurat Jakob Albert an. Anstatt sich nach dem Krieg in der schwierigen wirtschaftlichen Lage in der Privatwirtschaft durchschlagen zu m\u00fcssen, stand Prachensky im \u00f6ffentlichen Dienst. Die wichtigen, vom sozialdemokratischen Gedanken beeinflussten Projekte konnten erst nach den ersten und schwierigsten, von der Inflation und der Versorgungsknappheit charakterisierten Nachkriegsjahren begonnen werden. Den Anfang machte der <em>Schlachthausblock<\/em> im Saggen zwischen 1922 und 1925. Es folgten mehrere Infrastrukturprojekte wie der <em>Mandelsbergerblock<\/em>, der P<em>embaurblock<\/em> und der Kindergarten und die Hauptschule in der Pembaurstra\u00dfe, die vor allem f\u00fcr die sozial Schw\u00e4cheren und die vom Krieg und der Nachkriegszeit betroffenen Arbeiterschicht gedacht waren. Auch das 1931 entworfene Arbeitsamt war eine wichtige Neuerung im Sozialwesen. Seit der Republikgr\u00fcndung 1918 half das Arbeitsamt bei der Vermittlung von Arbeitssuchenden und Arbeitgebern und der Eind\u00e4mmung der Arbeitslosigkeit.<\/p>\n<p>In den Jahren der Wirtschaftskrise in den 1930ern nahm seine Bedeutung nochmal zu. Eine weitere Z\u00e4sur in Prachenskys Werdegang stellten die n\u00e4chsten Wechsel der Regierungsform \u00d6sterreichs dar. Trotz dem Rechtsruck unter Dollfu\u00df samt Verbot der Sozialdemokratischen Partei 1933 und dem Anschluss von 1938 konnte er als leitender Beamter im \u00f6ffentlichen Dienst bleiben. Prachensky setzte gemeinsam mit Jakob Albert ab 1939 die als S\u00fcdtiroler Siedlungen bekannt gewordenen Wohnbl\u00f6cke unter den Nationalsozialisten um. Er selbst war, anders als mehrere Mitglieder seiner Familie, niemals Mitglied oder Unterst\u00fctzer der NSDAP.<\/p>\n<p>Gro\u00dfen Einfluss auf sein Wirken als Architekt und Stadtplaner gem\u00e4\u00df der internationalen sozialdemokratisch orientierten Architektur hatte wohl sein Vater Josef Prachensky, der als einer der Gr\u00fcnder der Sozialdemokratie in Tirol in die Landesgeschichte einging.<\/p>\n<p>Neben der politischen Gesinnung des Vaters hatten auch die verschwundene Habsburgermonarchie und die Eindr\u00fccke des Milit\u00e4rdienstes im Ersten Weltkrieg Einfluss auf Prachensky. Obwohl er laut Eigenaussage Kriegsgegner war, meldete er sich 1915 als Einj\u00e4hrig-Freiwilliger bei den Tiroler Kaiserj\u00e4gern zum Kriegsdienst. Vielleicht waren es die Erwartungen, die w\u00e4hrend des Krieges an ihn als Beamten herangetragen wurden, vielleicht die allgemeine Begeisterung, die ihn zu diesem Schritt bewogen, die Aussagen und die Tat sind widerspr\u00fcchlich. Die Kriegerged\u00e4chtnis-Kapelle am Pradler Friedhof und das gemeinsam mit Clemens Holzmeister entworfene Kaisersch\u00fctzenkapelle am Tummelplatz sowie seine nicht umgesetzten Entw\u00fcrfe f\u00fcr ein Kaiserj\u00e4ger Denkmal und die <em>Friedens- und Heldenkirche Innsbruck<\/em>, sind wohl Produkte der Lebenserfahrung Prachenskys.<\/p>\n<p>Nach dem Zweiten Weltkrieg blieb er acht weitere Jahre als Oberbaurat der Stadt Innsbruck t\u00e4tig. Neben seiner T\u00e4tigkeit als Bauplaner und Architekt war Prachensky begeisterter Maler. Er starb mit 82 Jahren in Innsbruck. Seine S\u00f6hne, Enkel und Urenkel f\u00fchrten sein kreatives Erbe als Architekten, Designer, Fotografen und Maler in verschiedenen Disziplinen fort. 2017 wurden Teile des generationen\u00fcbergreifenden Werks der K\u00fcnstlerfamilie Prachensky in der ehemaligen Bierbrauerei <em>Adambr\u00e4u<\/em> mit einer Ausstellung gezeigt.<\/p>\n<p>[\/et_pb_toggle][et_pb_toggle title=&#8220;Operation Greenup &#8211; Innsbrooklyns Wiedergeburt&#8220; open_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; open_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; closed_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; closed_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; icon_color=&#8220;#e09900&#8243; open_icon_color=&#8220;#e09900&#8243; admin_label=&#8220;Operation Greenup &#8211; Innsbrooklyns Wiedergeburt&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; title_text_color=&#8220;#e09900&#8243; title_font_size=&#8220;18px&#8220; border_radii=&#8220;on|5px|5px|5px|5px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; global_module=&#8220;60323&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p>Nach kleineren Gefechten im Au\u00dferfern und an der Porta Claudia in Scharnitz bei Seefeld stand die Cactus-Division der US-Streitkr\u00e4fte am 3. Mai 1945 in Zirl vor den Toren der Gauhauptstadt Innsbrucks. Eine Handvoll Widerstandsk\u00e4mpfer um Fritz Molden und dem sp\u00e4teren Tiroler Landeshauptmann Karl Gruber hatten in Innsbruck Kasernen und offizielle Einrichtungen besetzt, nachdem Gauleitung, Gestapo und SS sich aus dem Staub gemacht hatten. Trotzdem wussten die GI\u00b4s nicht was sie in Innsbruck erwarten w\u00fcrde, hatte doch Adolf Hitler Tirol zum Teil der Alpenfestung erkl\u00e4rt, dem R\u00fcckzugsort, der bis zum letzten Mann verteidigt werden sollte. W\u00fcrde Innsbruck zum Gefechtsort, wie es in vielen St\u00e4dten der Fall gewesen war, h\u00e4tte das die Zerst\u00f6rung der Stadt zur Folge. Dass es nicht so weit kam und Innsbruck kampflos \u00fcbergeben wurde, ist einer Gruppe junger Menschen, die im Rahmen der US-Spionageaktion <em>Operation Greenup<\/em> die Weichen f\u00fcr die friedliche Kapitulation legten.<\/p>\n<p>Die m\u00e4nnlichen Hauptdarsteller dieses filmreifen Coups waren Friedrich \u201e<em>Fred<\/em>\u201c Mayer, Hans Wijnberg, Franz Weber und Anna Niederkircher. Die beiden Juden Mayer und Wijnberg waren auf der Flucht vor dem Nationalsozialismus in New York gelandet. Sie hatten sich freiwillig zum Einsatz in Europa gemeldet und waren beim OSS, dem milit\u00e4rischen US-Geheimdienst, im Einsatz. Weber war als Deserteur der Wehrmacht in einem Gefangenenlager in S\u00fcditalien gestrandet. Der \u00fcberzeugte Katholik wollte nach seinen Kriegserfahrungen dabei helfen, das Nazi-Regime in seiner Tiroler Heimat zu st\u00fcrzen. Gemeinsam sollten sie von Innsbruck aus die Versorgungslinie \u00fcber den Brenner sowie kriegsrelevante Infrastruktur und Industrie wie die Messeschmitt-Werke in Kematen ausspionieren.<\/p>\n<p>Am 26. Februar wurden die drei M\u00e4nner samt Ausr\u00fcstung per Flugzeug \u00fcber den \u00d6tztaler Alpen im winterlichen Hochgebirge abgeworfen. Per Schlitten und \u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln schlugen sie sich mitten im Feindesland samt Ausr\u00fcstung nach Oberperfu\u00df, dem Heimatdorf Franz Webers, durch. Hier trafen sie nicht auf die bef\u00fcrchtete Alpenfestung Hitlers, sondern Unterst\u00fctzung der Gemeinschaft des stets schon streng katholisch-konservativen und regimekritischen Oberperfu\u00df. Vor allem die aus Webers Umfeld, seine Schwestern Eva, Margarete und Luise, seine Nachbarin Maria H\u00f6rtnagl, vor allem aber seine Verlobte Anni Niederkircher und deren Mutter Anna, die Wirtin des Gasthofs zur Krone, \u00fcbernahmen bei Versorgung, Tarnung und Unterkunft Rollen von unsch\u00e4tzbarem Wert.<\/p>\n<p>Franz Weber war der Local Guide der Gruppe. Fred Mayer mischte sich in Oberperfu\u00df, Innsbruck und Kematen unter verschiedenen Identit\u00e4ten, als Wehrmachtssoldat im Offizierskasino, als Arbeiter der Messerschmittwerke oder als franz\u00f6sischer Zwangsarbeiter unter die Bev\u00f6lkerung. Er kn\u00fcpfte Verbindungen mit anderen Widerstandsgruppen und sammelte Informationen. Webers Schwestern beherbergten ihn und versorgten ihn mit allem M\u00f6glichem wie gef\u00e4lschten Papieren oder einer gestohlenen Wehrmachtsuniform. Anni Niederkircher war das Verbindungselement zwischen Oberperfu\u00df und Innsbruck. Hans Wijnberg hielt als Funker die Kommunikation mit dem St\u00fctzpunkt der US-Streitkr\u00e4fte in Bari aufrecht.<\/p>\n<p>Alle wussten, w\u00fcrde ihre riskante Operation auffliegen, w\u00e4ren sie und ihre Familien dem Tod geweiht. Ende April trat dieser Fall ein. Robert Moser, der Radioh\u00e4ndler und Widerst\u00e4ndler, der Fred Mayer in seinem Gesch\u00e4ft angestellt hatte, flog auf. Im Gestapo-Hauptquartier in der Innsbrucker Herrengasse wurde er verh\u00f6rt, gefoltert und schlie\u00dflich zu Tode gepr\u00fcgelt und gepeitscht. Am 20. April wurde auch Fred Mayer festgenommen und in der Herrengasse gefoltert. Er hielt aber dicht, mehr noch: Nachdem er sich als Angeh\u00f6riger des US-Geheimdienstes zu erkennen gegeben hatte, konnte er in Verhandlungen mit Gauleiter Hofer erwirken, dass Innsbruck kampflos als freie Stadt \u00fcbergeben wird. Gegen die Versicherung Mayers, als Kriegsgefangener behandelt zu werden, gab Hofer am 2. Mai in einer Radioansprache an die Bev\u00f6lkerung Order, von jeglicher Kampfhandlung abzusehen.<\/p>\n<p>Am 3. Mai um 14 Uhr erreichte der von der Behandlung durch die Gestapo noch gezeichnete Fred Mayer die US-Truppen bei Zirl mit dieser Meldung. Wenige Stunden sp\u00e4ter trat der Waffenstillstand in Kraft. Die Fahrzeuge und Soldaten konnten ohne weiteres Blutvergie\u00dfen und Zerst\u00f6rung in die Stadt einr\u00fccken.<\/p>\n<p>Die Erinnerung an die <em>Operation Greenup<\/em> und das heldenhafte Handeln aller Beteiligten unter h\u00f6chster Gefahr blieb lange Zeit zu Gunsten der Erz\u00e4hlung der Selbstbefreiung durch die tapfere Tiroler Bev\u00f6lkerung ohne Erinnerung. Erst 2010 wurde Fred Mayer, der mit dem <em>Purple Heart<\/em> den h\u00f6chsten Tapferkeitsorden des US-Milit\u00e4rs erhalten hatte, mit fast 90 Jahren vom Land Tirol sp\u00e4t, aber doch geehrt. Hans Wijnberg erhielt zehn Jahre nach seinem Tod eine Verdienstmedaille der Stadt Innsbruck. Franz Weber, der nach dem Krieg in Land- und Nationalrat als Abgeordneter t\u00e4tig war, erhielt das <em>Ehrenzeichen des Landes Tirol<\/em> und das <em>Goldene Ehrenzeichen der Republik \u00d6sterreich<\/em>. An den zu Tode gefolterten Robert Moser erinnert eine schwer auffindbare Bronzetafel am ehemaligen Hauptquartier der Gestapo in der Herrengasse. Am Haus Anichstra\u00dfe 19, in dem Mayer w\u00e4hrend seines Aufenthalts in Innsbruck untergekommen war, befindet sich eine kleine Infotafel. Erst mit dem Erscheinen des packenden Buches \u201eCodename Brooklyn\u201c von Peter Pirker, das viel internationale Aufmerksamkeit erhielt, wurde diese vielleicht beeindruckendste Episode der Innsbrucker Stadtgeschichte einem breiten Publikum bekannt. Das vielleicht bleibendste Verm\u00e4chtnis verdankt Innsbruck aber vielleicht den Funkspr\u00fcchen Wijnbergs: Der Codename f\u00fcr die Stadt lautete nach dem New Yorker Stadtteil, in dem Mayer und er sich lange aufhielten, <em>Brooklyn<\/em>. Innsbruck war nach dem Nationalsozialismus als Innsbrooklyn wiedergeboren.<\/p>\n<p>[\/et_pb_toggle][et_pb_toggle title=&#8220;Innsbruck und der Nationalsozialismus&#8220; open_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; open_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; closed_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; closed_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; icon_color=&#8220;#e09900&#8243; open_icon_color=&#8220;#e09900&#8243; admin_label=&#8220;Innsbruck und der Nationalsozialismus&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; title_text_color=&#8220;#e09900&#8243; title_font_size=&#8220;18px&#8220; border_radii=&#8220;on|5px|5px|5px|5px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; global_module=&#8220;53649&#8243; saved_tabs=&#8220;all&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p>In den 1920er und 30er wuchs und gedieh die NSDAP auch in Tirol. Die erste Ortsgruppe der NSDAP in Innsbruck wurde bereits 1923 gegr\u00fcndet. Mit \u201e<em>Der Nationalsozialist \u2013 Kampfblatt f\u00fcr Tirol und Vorarlberg<\/em>\u201c erschien ein eigenes Wochenblatt. 1933 erlebte die NSDAP mit dem R\u00fcckenwind aus Deutschland auch in Innsbruck einen kometenhaften Aufstieg. Die allgemeine Unzufriedenheit und Politikverdrossenheit der B\u00fcrger und theatralisch inszenierte Fackelz\u00fcge durch die Stadt samt hakenkreuzf\u00f6rmiger Bergfeuer auf der Nordkette im Wahlkampf verhalfen der Partei zu einem gro\u00dfen Zugewinn. \u00dcber 1800 Innsbrucker waren Mitglied der SA, die ihr Quartier in der B\u00fcrgerstra\u00dfe 10 hatte. Konnten die Nationalsozialisten bei ihrem ersten Antreten bei einer Gemeinderatswahl 1921 nur 2,8% der Stimmen erringen, waren es bei den Wahlen 1933 bereits 41%. Neun Mandatare, darunter der sp\u00e4tere B\u00fcrgermeister Egon Denz und der Gauleiter Tirols Franz Hofer, zogen in den Gemeinderat ein. Nicht nur die Wahl Hitlers zum Reichskanzler in Deutschland, auch Kampagnen und Manifestationen in Innsbruck verhalfen der ab 1934 in \u00d6sterreich verbotenen Partei zu diesem Ergebnis. Wie \u00fcberall waren es auch in Innsbruck vor allem junge Menschen, die sich f\u00fcr den Nationalsozialismus begeisterten. Das Neue, das Aufr\u00e4umen mit alten Hierarchien und Strukturen wie der katholischen Kirche, der Umbruch und der noch nie dagewesene Stil zogen sie an. Besonders unter den gro\u00dfdeutsch gesinnten Burschen der Studentenverbindungen und vielfach auch unter Professoren war der Nationalsozialismus beliebt.<\/p>\n<p>Als der Anschluss \u00d6sterreichs an Deutschland im M\u00e4rz 1938 erfolgte, kam es zu b\u00fcrgerkriegs\u00e4hnlichen Szenen. Bereits im Vorfeld des Einmarsches war es immer wieder zu Aufm\u00e4rschen und Kundgebungen der Nationalsozialisten gekommen, nachdem das Verbot der Partei aufgehoben worden war. Noch bevor Bundeskanzler Schuschnigg seine letzte Rede an das Volk vor der Macht\u00fcbergabe an die Nationalsozialisten mit den Worten \u201e<em>Gott sch\u00fctze \u00d6sterreich<\/em>\u201c am 11. M\u00e4rz 1938 geschlossen hatte, rotteten sich bereits die Nationalsozialisten in der Innenstadt zusammen um den Einmarsch der deutschen Truppen vorzufeiern. Die Polizei des St\u00e4ndestaates war dem Aufruhr der organisierten Manifestationen teils gewogen, teils stand sie dem Treiben machtlos gegen\u00fcber. Landhaus und Maria-Theresien-Stra\u00dfe wurden zwar abgeriegelt und mit Maschinengewehrst\u00e4nden gesichert, an ein Durchgreifen seitens der Exekutive war aber nicht zu denken. \u201e<em>Ein Volk \u2013 ein Reich \u2013 ein F\u00fchrer<\/em>\u201c hallte durch die Stadt. Die Bedrohung des deutschen Milit\u00e4rs und der Aufmarsch von SA-Truppen beseitigten die letzten Zweifel. Mehr und mehr schloss sich die begeisterte Bev\u00f6lkerung an. Am Tiroler Landhaus, damals noch in der Maria-Theresienstra\u00dfe, sowie im provisorischen Hauptquartier der Nationalsozialisten im Gasthaus <em>Alt-Innsprugg<\/em>, wurde die Hakenkreuzfahne gehisst.<\/p>\n<p>Am 12. M\u00e4rz empfingen die Innsbrucker das deutsche Milit\u00e4r frenetisch. Um die Gastfreundschaft gegen\u00fcber den Nationalsozialisten sicherzustellen, lie\u00df B\u00fcrgermeister Egon Denz jedem Arbeiter einen Wochenlohn auszahlen. Am 5. April besuchte Adolf Hitler pers\u00f6nlich Innsbruck, um sich von der Menge feiern zu lassen. Archivbilder zeigen eine euphorische Menschenmenge in Erwartung des F\u00fchrers, des Heilsversprechers. Auf der Nordkette wurden Bergfeuer in Hakenkreuzform entz\u00fcndet. Die Volksbefragung am 10. April ergab eine Zustimmung von \u00fcber 99% zum Anschluss \u00d6sterreichs an Deutschland. Die Menschen waren nach der wirtschaftlichen Not der Zwischenkriegszeit, der Wirtschaftskrise und den Regierungen unter Dollfu\u00df und Schuschnigg m\u00fcde und wollten Ver\u00e4nderung. Welche Art von Ver\u00e4nderung, war im ersten Moment weniger wichtig als die Ver\u00e4nderung an und f\u00fcr sich. \u201e<em>Es denen da oben zu zeigen<\/em>\u201c, das war Hitlers Versprechen. Wehrmacht und Industrie boten jungen Menschen eine Perspektive, auch denen, die mit der Ideologie des Nationalsozialismus an und f\u00fcr sich wenig anfangen konnten. Dass es immer wieder zu Gewaltausbr\u00fcchen kam, war f\u00fcr die Zwischenkriegszeit in \u00d6sterreich ohnehin nicht un\u00fcblich. Anders als heute war Demokratie nichts, woran sich jemand in der kurzen, von politischen Extremen gepr\u00e4gten Zeit zwischen der Monarchie 1918 bis zur Ausschaltung des Parlaments unter Dollfu\u00df 1933 h\u00e4tte gew\u00f6hnen k\u00f6nnen. Was faktisch nicht in den K\u00f6pfen der Bev\u00f6lkerung existiert, muss man nicht abschaffen.<\/p>\n<p>Tirol und Vorarlberg wurden in einem Reichsgau zusammengefasst mit Innsbruck als Hauptstadt. Auch wenn der Nationalsozialismus von einem guten Teil der Bev\u00f6lkerung skeptisch gesehen wurde, gab es kaum organisierten oder gar bewaffneten Widerstand, dazu waren der katholische Widerstand OE5 und die Linke in Tirol nicht stark genug. Unorganisiertes subversives Verhalten der Bev\u00f6lkerung, vor allem in den erzkatholischen Landgemeinden rund um Innsbruck gab es vereinzelt. Zu allumfassend dominierte der Machtapparat den Alltag der Menschen. Viele Arbeitsstellen und sonstige Annehmlichkeiten des Lebens waren an eine zumindest \u00e4u\u00dferlich parteitreue Gesinnung gebunden. Eine Inhaftierung blieb dem gr\u00f6\u00dften Teil der Bev\u00f6lkerung zwar erspart, die Angst davor war aber allgegenw\u00e4rtig.<\/p>\n<p>Das Regime unter Hofer und Gestapochef Werner Hilliges leistete auch ganze Arbeit bei der Unterdr\u00fcckung. InTirol war die Kirche das gr\u00f6\u00dfte Hindernis. W\u00e4hrend des Nationalsozialismus wurde die katholische Kirche systematisch bek\u00e4mpft. Katholische Schulen wurden umfunktioniert, Jugendorganisationen und Vereine verboten, Kl\u00f6ster geschlossen, der Religionsunterricht abgeschafft und eine Kirchensteuer eingef\u00fchrt. Besonders hartn\u00e4ckige Pfarrer wie Otto Neururer wurden in Konzentrationslager gebracht. Auch Lokalpolitiker wie die sp\u00e4teren Innsbrucker B\u00fcrgermeister Anton Melzer und Franz Greiter mussten fl\u00fcchten oder worden verhaftet. Gewalt und die Verbrechen an der j\u00fcdischen Bev\u00f6lkerung, dem Klerus, politisch Verd\u00e4chtigen, Zivilpersonen und Kriegsgefangenen auch nur \u00fcberblicksm\u00e4\u00dfig zusammenzufassen w\u00fcrde den Rahmen sprengen. Das Hauptquartier der Gestapo befand sich in der Herrengasse 1. Hier wurden Verd\u00e4chtige schwer misshandelt und teils mit F\u00e4usten zu Tode gepr\u00fcgelt. 1941 wurde in der Rossau in der N\u00e4he des Bauhofs Innsbruck das Arbeitslager Reichenau errichtet. Verd\u00e4chtige Personen aller Art wurden hier zu Zwangsarbeiten in sch\u00e4bigen Baracken verwahrt. \u00dcber 130 Personen fanden in diesem Lager bestehend aus 20 Baracken den Tod durch Krankheit, die schlechten Bedingungen, Arbeitsunf\u00e4lle oder Hinrichtungen. Auch im 10 km von Innsbruck entfernten Dorf Kematen kamen im Messerschmitt Werk Gefangene zum Zwangseinsatz. Darunter waren politische H\u00e4ftlinge, russische Kriegsgefangene und Juden. Zu den Zwangsarbeiten geh\u00f6rten unter anderem die Errichtung der <em>S\u00fcdtiroler Siedlungen<\/em> in der Endphase oder die Stollen zum Schutz vor den Luftangriffen im S\u00fcden Innsbrucks. In der Klinik Innsbruck wurden Behinderte und vom System als nicht genehm empfundene Menschen wie Homosexuelle zwangssterilisiert.<\/p>\n<p>Die Erinnerungsorte an die Zeit des Nationalsozialismus sind rar ges\u00e4t. Das Tiroler Landhaus mit dem Befreiungsdenkmal und das Geb\u00e4ude der Alten Universit\u00e4t sind die beiden auff\u00e4lligsten Denkm\u00e4ler. Der Vorplatz der Universit\u00e4t und eine kleine S\u00e4ule am s\u00fcdlichen Eingang der Klinik wurden ebenfalls im Gedenken an das wohl dunkelste Kapitel \u00d6sterreichs Geschichte gestaltet.<\/p>\n<p>[\/et_pb_toggle][et_pb_toggle title=&#8220;Luftangriffe auf Innsbruck&#8220; open_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; open_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; closed_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; closed_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; icon_color=&#8220;#e09900&#8243; open_icon_color=&#8220;#e09900&#8243; admin_label=&#8220;Luftangriffe auf Innsbruck&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; title_text_color=&#8220;#e09900&#8243; title_font_size=&#8220;18px&#8220; border_radii=&#8220;on|5px|5px|5px|5px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; global_module=&#8220;53501&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p>Wie der Lauf der Geschichte der Stadt unterliegt auch ihr Aussehen einem st\u00e4ndigen Wandel. Besonders gut sichtbare Ver\u00e4nderungen im Stadtbild erzeugten die Jahre rund um 1500 und zwischen 1850 bis 1900, als sich politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Ver\u00e4nderungen in besonders schnellem Tempo abspielten. Das einschneidendste Ereignis mit den gr\u00f6\u00dften Auswirkungen auf das Stadtbild waren aber wohl die Luftangriffe auf die Stadt im Zweiten Weltkrieg, als aus der \u201e<em>Heimatfront<\/em>\u201c der Nationalsozialisten ein tats\u00e4chlicher Kriegsschauplatz wurde. Die Lage am Fu\u00dfe des Brenners war \u00fcber Jahrhunderte ein Segen f\u00fcr die Stadt gewesen, nun wurde sie zum Verh\u00e4ngnis. Innsbruck war ein wichtiger Versorgungsbahnhof f\u00fcr den Nachschub an der Italienfront. In der Nacht vom 15. auf den 16. Dezember 1943 erfolgte der erste alliierte Luftangriff auf die schlecht vorbereitete Stadt. 269 Menschen fielen den Bomben zum Opfer, 500 wurden verletzt und mehr als 1500 obdachlos. \u00dcber 300 Geb\u00e4ude, vor allem in Wilten und der Innenstadt, wurden zerst\u00f6rt und besch\u00e4digt. Am Montag, den 18. Dezember fanden sich in den <em>Innsbrucker Nachrichten<\/em>, dem Vorg\u00e4nger der <em>Tiroler Tageszeitung<\/em>, auf der Titelseite allerhand propagandistische Meldungen vom erfolgreichen und heroischen Abwehrkampf der Deutschen Wehrmacht an allen Fronten gegen\u00fcber dem B\u00fcndnis aus <em>Anglo-Amerikanern<\/em> und <em>dem Russen<\/em>, nicht aber vom Bombenangriff auf Innsbruck.<\/p>\n<p><strong><em>Bombenterror \u00fcber Innsbruck<\/em><\/strong><\/p>\n<p><em>Innsbruck, 17. Dez. Der 16. Dezember wird in der Geschichte Innsbrucks als der Tag vermerkt bleiben, an dem der Luftterror der Anglo-Amerikaner die Gauhauptstadt mit der ganzen Schwere dieser gemeinen und brutalen Kampfweise, die man nicht mehr Kriegf\u00fchrung nennen kann, getroffen hat. In mehreren Wellen flogen feindliche Kampfverb\u00e4nde die Stadt an und richteten ihre Angriffe mit zahlreichen Spreng- und Brandbomben gegen die Wohngebiete. Schwerste Sch\u00e4den an Wohngeb\u00e4uden, an Krankenh\u00e4usern und anderen Gemeinschaftseinrichtungen waren das traurige, alle bisherigen Sch\u00e4den \u00fcbersteigende Ergebnis dieses verbrecherischen \u00dcberfalles, der \u00fcber zahlreiche Familien unserer Stadt schwerste Leiden und empfindliche Belastung der Lebensf\u00fchrung, das bittere Los der Vernichtung liebgewordenen Besitzes, der Zerst\u00f6rung von Heim und Herd und der Heimatlosigkeit gebracht hat. Grenzenloser Ha\u00df und das gl\u00fchende Verlangen diese unmenschliche Untat mit schonungsloser Sch\u00e4rfe zu vergelten, sind die einzige Empfindung, die au\u00dfer der Auseinandersetzung mit den eigenen und den Gemeinschaftssorgen alle Gem\u00fcter bewegt. Wir alle blicken voll Vertrauen auf unsere Soldaten und erwarten mit Zuversicht den Tag, an dem der F\u00fchrer den Befehl geben wird, ihre geballte Kraft mit neuen Waffen gegen den Feind im Westen einzusetzen, der durch seinen Mord- und Brandterror gegen Wehrlose neuerdings bewiesen hat, da\u00df er sich von den asiatischen Bestien im Osten durch nichts unterscheidet \u2013 es w\u00e4re denn durch gr\u00f6\u00dfere Feigheit. Die Luftschutzeinrichtungen der Stadt haben sich ebenso bew\u00e4hrt, wie die Luftschutzdisziplin der Bev\u00f6lkerung. Bis zur Stunde sind 26 Gefallene gemeldet, deren Zahl sich aller Voraussicht nach nicht wesentlich erh\u00f6hen d\u00fcrfte. Die Hilfsma\u00dfnahmen haben unter F\u00fchrung der Partei und tatkr\u00e4ftigen Mitarbeit der Wehrmacht sofort und wirkungsvoll eingesetzt. <\/em><\/p>\n<p>Diese durch Zensur und Gleichschaltung der Medien fantasievoll gestaltete Nachricht schaffte es gerade mal auf Seite 3. Prominenter wollte man die schlechte Vorbereitung der Stadt auf das absehbare Bombardement wohl nicht dem Volksk\u00f6rper pr\u00e4sentieren. Ganz so gro\u00df wie 1938 nach dem Anschluss, als Hitler am 5. April von 100.000 Menschen in Innsbruck begeistert empfangen worden war, war die Begeisterung f\u00fcr den Nationalsozialismus nicht mehr. Zu gro\u00df waren die Sch\u00e4den an der Stadt und die pers\u00f6nlichen, tragischen Verluste in der Bev\u00f6lkerung. Dass die sterblichen \u00dcberreste der Opfer des Luftangriffes vom 15. Dezember 1943 am heutigen Landhausplatz vor dem neu errichteten Gauhaus als Symbol nationalsozialistischer Macht im Stadtbild aufgebahrt wurden, zeugt von trauriger Ironie des Schicksals.<\/p>\n<p>Im J\u00e4nner 1944 begann man Luftschutzstollen und andere Schutzma\u00dfnahmen zu errichten. Die Arbeiten wurden zu einem gro\u00dfen Teil von Gefangenen des Konzentrationslagers Reichenau durchgef\u00fchrt. Insgesamt wurde Innsbruck zwischen 1943 und 1945 zweiundzwanzig Mal angegriffen. Dabei wurden knapp 3833, also knapp 50%, der Geb\u00e4ude in der Stadt besch\u00e4digt und 504 Menschen starben. In den letzten Kriegsmonaten war an Normalit\u00e4t nicht mehr zu denken. Die Bev\u00f6lkerung lebte in dauerhafter Angst. Die Schulen wurden bereits vormittags geschlossen. An einen geregelten Alltag war nicht mehr zu denken. Die Stadt wurde zum Gl\u00fcck nur Opfer gezielter Angriffe. Deutsche St\u00e4dte wie Hamburg oder Dresden wurden von den Alliierten mit Feuerst\u00fcrmen mit Zehntausenden Toten innerhalb weniger Stunden komplett dem Erdboden gleichgemacht. Viele Geb\u00e4ude wie die Jesuitenkirche, das Stift Wilten, die Servitenkirche, der Dom, das Hallenbad in der Amraserstra\u00dfe wurden getroffen. Besondere Behandlung erfuhren w\u00e4hrend der Angriffe historische Geb\u00e4ude und Denkm\u00e4ler. Das <em>Goldene Dachl<\/em> wurde mit einer speziellen Konstruktion ebenso gesch\u00fctzt wie der Sarkophag Maximilians in der Hofkirche. Die Figuren der Hofkirche, die <em>Schwarzen Mannder<\/em>, wurden nach Kundl gebracht. Die Madonna Lucas Cranachs aus dem Innsbrucker Dom wurde w\u00e4hrend des Krieges ins \u00d6tztal \u00fcberf\u00fchrt.<\/p>\n<p>Der Luftschutzstollen s\u00fcdlich von Innsbruck an der Brennerstra\u00dfe und die Kennzeichnungen von H\u00e4usern mit Luftschutzkellern mit ihren schwarzen Vierecken und den wei\u00dfen Kreisen und Pfeilen kann man heute noch begutachten. Zwei der Stellungen der Flugabwehrgesch\u00fctze, mittlerweile nur noch zugewachsene Mauerreste, k\u00f6nnen am Lanser K\u00f6pfl oberhalb von Innsbruck besichtigt werden. In Pradl, wo neben Wilten die meisten Geb\u00e4ude besch\u00e4digt wurden, weisen an den betroffenen H\u00e4usern Bronzetafeln mit dem Hinweis auf den Wiederaufbau auf einen Bombentreffer hin.<\/p>\n<p>[\/et_pb_toggle][\/et_pb_column][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Speckbacherstrasse<\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":55733,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","wds_primary_category":0,"footnotes":""},"categories":[153,67,47,136,84,87],"tags":[],"class_list":["post-54324","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-eine-erste-republik-entsteht","category-innsbruck-und-der-nationalsozialismus","category-luftangriffe-auf-innsbruck","category-operation-greenup","category-theodorf-prachensky-beamter-zwischen-kaiser-und-republik","category-wilten-sieglanger"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/54324","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=54324"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/54324\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/55733"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=54324"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=54324"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=54324"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}