{"id":54460,"date":"2024-05-14T07:41:46","date_gmt":"2024-05-14T07:41:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/?p=54460"},"modified":"2025-11-10T14:33:33","modified_gmt":"2025-11-10T14:33:33","slug":"der-erste-weltkrieg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/der-erste-weltkrieg\/","title":{"rendered":"The First World War"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; specialty=&#8220;on&#8220; _builder_version=&#8220;4.24.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; specialty_columns=&#8220;2&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_row_inner _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column_inner saved_specialty_column_type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_text admin_label=&#8220;Titel&#8220; _builder_version=&#8220;4.24.3&#8243; text_text_color=&#8220;#000000&#8243; header_font=&#8220;|on|||&#8220; header_text_align=&#8220;center&#8220; header_text_color=&#8220;#e09900&#8243; header_font_size=&#8220;42px&#8220; header_line_height=&#8220;1.3em&#8220; header_2_text_color=&#8220;#e09900&#8243; background_color=&#8220;rgba(255,255,255,0.8)&#8220; background_layout=&#8220;dark&#8220; custom_padding=&#8220;20px|20px|20px|20px|true|true&#8220; header_font_size_last_edited=&#8220;off|desktop&#8220; border_radii=&#8220;on|10px|10px|10px|10px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; locked=&#8220;off&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h2>Der Erste Weltkrieg und die Zeit danach<\/h2>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_gallery gallery_ids=&#8220;63331,57079,59575,5527,60618,61046&#8243; fullwidth=&#8220;on&#8220; admin_label=&#8220;Galerie Erster Weltkrieg&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; pagination_text_color=&#8220;#E09900&#8243; border_radii=&#8220;on|5px|5px|5px|5px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; global_module=&#8220;63358&#8243; saved_tabs=&#8220;all&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_gallery][et_pb_toggle title=&#8220;Der Erste Weltkrieg &#8220; open=&#8220;on&#8220; open_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; open_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; closed_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; closed_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; icon_color=&#8220;#e09900&#8243; open_icon_color=&#8220;#e09900&#8243; admin_label=&#8220;Der Erste Weltkrieg und die Zeit danach&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; title_text_color=&#8220;#e09900&#8243; title_font_size=&#8220;18px&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; border_radii=&#8220;on|5px|5px|5px|5px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; global_module=&#8220;53606&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]<\/p>\n<p>Beinahe h\u00e4tte nicht Gavrilo Princip, sondern ein Innsbrucker Student die Geschicke der Welt ver\u00e4ndert. Es ist dem Zufall zu verdanken, dass der 20 Jahre alte Serbe im Jahr 1913 gestoppt wurde, weil er mit dem geplanten Attentat auf den Thronfolger vor einer Kellnerin prahlte. Erst als es tats\u00e4chlich zu den die Welt ver\u00e4ndernden Sch\u00fcssen in Sarajevo kam, erschien ein Artikel in den Medien dazu. Welche Auswirkungen der daraufhin ausgebrochene Erste Weltkrieg auf die Welt und den Alltag der Menschen haben sollte, war nach dem tats\u00e4chlichen Attentat auf Franz Ferdinand am 28. Juni nicht absehbar. Zwei Tage nach der Ermordung des Habsburgers in Sarajewo war aber in den <em>Innsbrucker Nachrichten<\/em> bereits prophetisches zu lesen: \u201e<em>Wir sind an einem Wendepunkte \u2013 vielleicht an dem Wendepunkte\u201c \u2013 der Geschicke dieses Reiches angelangt<\/em>\u201c.<\/p>\n<p>Auch in Innsbruck war die Begeisterung f\u00fcr den Krieg 1914 gro\u00df gewesen. Vom \u201e<em>Gott, Kaiser und Vaterland<\/em>\u201c der Zeit angetrieben, begr\u00fc\u00dften die Menschen den Angriff auf Serbien zum allergr\u00f6\u00dften Teil einhellig. Politiker, Klerus und Presse stimmten in den allgemeinen Jubel mit ein. Neben dem kaiserlichen Appell \u201eAn meine V\u00f6lker\u201c, der in allen Medien des Reiches erschien, druckten die <em>Innsbrucker Nachrichten<\/em> am 29. Juli, dem Tag nach der Kriegserkl\u00e4rung \u00d6sterreich-Ungarns an Serbien einen Artikel rund um die Einnahme Belgrads durch Prinz Eugen im Jahr 1717. Der Ton in den Medien war feierlich, wenn auch nicht ganz ohne b\u00f6se Vorahnung auf das, was kommen sollte.<\/p>\n<p><em>\u201eDer Appell des Kaisers an seine V\u00f6lker wird tief ergreifen. Der innere Hader ist verstummt und die Spekulationen unserer Feinde aus Unruhen und \u00e4hnliche Dinge sind j\u00e4mmerlich zu Schanden geworden. In alter und vielbew\u00e4hrter Treue stehen vor allem auch diesmal die Deutschen zu Kaiser und Reich: auch diesmal bereit, mit ihrem Blute f\u00fcr Dynastie und Vaterland einzustehen. Wir gehen schweren Tagen entgegen; niemand kann auch nur ahnen, was uns das Schicksal bescheiden wird, was es Europa, was es der Welt bescheiden wird. Wir k\u00f6nnen nur mit unserem alten Kaiser auf unsere Kraft und auf Gott vertrauen und die Zuversicht hegen, da\u00df, wenn wir einig find und zusammenhalten, uns der Sieg beschieden sein mu\u00df, denn wir wollten den Krieg nicht und unsere Sache ist die der Gerechtigkeit!\u201c<\/em><\/p>\n<p>Besonders \u201everdient\u201c machten sich bei der Kriegstreiberei Theologen wie Joseph Seeber (1856 \u2013 1919) und Anton M\u00fcllner alias <em>Bruder Willram<\/em> (1870 \u2013 1919) die mit ihren Predigten und Schriften wie \u201e<em>Das blutige Jahr<\/em>\u201c den Krieg zu einem Kreuzzug gegen Frankreich und Italien erhoben.<\/p>\n<p>Viele Innsbrucker meldeten sich freiwillig f\u00fcr den Feldzug gegen Serbien, von dem man dachte, er w\u00e4re eine Angelegenheit weniger Wochen oder Monate. Von au\u00dferhalb der Stadt kam eine so gro\u00dfe Anzahl an Freiwilligen zu den Stellungskommissionen, dass Innsbruck beinahe aus allen N\u00e4hten platzte. Wie anders es kommen sollte, konnte keiner ahnen. Schon nach den ersten Schlachten im fernen Galizien war klar, dass es keine Sache von Monaten werden w\u00fcrde. Kaiserj\u00e4ger und andere Tiroler Truppen wurden regelrecht verheizt. Schlechte Ausr\u00fcstung, mangelnder Nachschub und die katastrophale des Oberkommandos unter Konrad von H\u00f6tzendorf brachten Tausenden den Tod oder in Kriegsgefangenschaft, wo Hunger, Misshandlung und Zwangsarbeit warteten.<\/p>\n<p>1915 trat das K\u00f6nigreich Italien an der Seite Frankreichs und Englands in den Krieg ein. Damit ging die Front quer durch das damalige Tirol. Vom Ortler im Westen \u00fcber den n\u00f6rdlichen Gardasee bis zu den <em>Sextener Dolomiten<\/em> fanden die Gefechte des Gebirgskriegs statt. Innsbruck war nicht direkt von den Kampfhandlungen betroffen. Zumindest h\u00f6ren konnte man das Kriegsgeschehen aber bis in die Landeshauptstadt, wie in der Zeitung vom 7. Juli 1915 zu lesen war:<\/p>\n<p><em>\u201eBald nach Beginn der Feindseligkeiten der Italiener konnte man in der Gegend der Serlesspitze deutlich Kanonendonner wahrnehmen, der von einem der Kampfpl\u00e4tze im S\u00fcden Tirols kam, wahrscheinlich von der Vielgereuter Hochebene. In den letzten Tagen ist nun in Innsbruck selbst und im Nordosten der Stadt unzweifelhaft der Schall von Gesch\u00fctzdonner festgestellt worden, einzelne starke Schl\u00e4ge, die dumpf, nicht rollend und t\u00f6nend \u00fcber den Brenner her\u00fcberklangen. Eine T\u00e4uschung ist ausgeschlossen. In Innsbruck selbst ist der Donner der Kanonen schwerer festzustellen, weil hier der L\u00e4rm zu gro\u00df ist, es wurde aber doch einmal abends ungef\u00e4hr um 9 Uhr, als einigerma\u00dfen Ruhe herrschte, dieser unzweifelhafte von unseren M\u00f6rsern herr\u00fchrender Donner geh\u00f6rt.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Bis zur Verlegung regul\u00e4rer Truppen von der Ostfront an die Tiroler Landesgrenzen hing die Landesverteidigung an den Standsch\u00fctzen, einer Truppe, die aus M\u00e4nnern unter 21, \u00fcber 42 oder mit Untauglichkeit f\u00fcr den regul\u00e4ren Milit\u00e4rdienst bestand. Die Opferzahlen waren dementsprechend hoch.<\/p>\n<p>Die Front war zwar relativ weit von Innsbruck entfernt, der Krieg drang aber auch ins zivile Leben ein. Durch die Massenmobilmachung eines gro\u00dfen Teils der arbeitenden m\u00e4nnlichen Bev\u00f6lkerung kamen viele Betriebe zum vollkommenen Stillstand. Regale in Gesch\u00e4ften blieben leer, der \u00f6ffentliche Verkehr kam zum Erliegen, Handwerker und Arbeiter fehlten an allen Ecken und Enden. Oft fehlten Kohle und Brennholz. Hunger und K\u00e4lte wurden in der Stadt zu erbitterten Feinden von Frauen, Kindern, Verwundeten und nicht Kriegstauglichen. Diese Erfahrung der totalen Einbeziehung der gesamten Gesellschaft war f\u00fcr die Menschen neu. In der H\u00f6ttinger Au wurden Baracken zur Unterbringung von Kriegsgefangenen errichtet. Verwundetentransporte brachten eine so gro\u00dfe Zahl grauenhaft Verletzter, dass viele eigentlich zivile Geb\u00e4ude wie die sich gerade im Bau befindliche Universit\u00e4tsbibliothek oder Schloss Ambras in Milit\u00e4rspit\u00e4ler umfunktioniert wurden. Um der gro\u00dfen Zahl an Gefallenen Herr zu werden, wurde der Milit\u00e4rfriedhof Pradl angelegt. Ein Vorg\u00e4nger der Stra\u00dfenbahnlinie 3 wurde eingerichtet, um die Verwundeten vom Bahnhof ins neue Garnisonsspital, die heutige Conradkaserne in Pradl, bringen zu k\u00f6nnen. Die Unternehmen, die noch produzieren konnten, wurden der Kriegswirtshaft untergeordnet. Je l\u00e4nger der Krieg aber dauerte, desto weniger waren es. Im Winter 1917 war die Innsbrucker Wirtschaft beinahe g\u00e4nzlich zusammengebrochen.<\/p>\n<p>Mit dem Kriegsende r\u00fcckte auch die Front n\u00e4her. Im Februar 1918 schaffte es die italienische Luftwaffe, drei Bomben auf Innsbruck abzuwerfen. In diesem Winter, der als <em>Hungerwinter<\/em> in die europ\u00e4ische Geschichte einging, machte sich auch der Mangel bemerkbar. Die Versorgung erfolgte in den letzten Kriegsjahren \u00fcber Bezugsscheine. 500 g Fleisch, 60 g Butter und 2 kg Kartoffel waren die Basiskost pro Person \u2013 pro Woche, wohlgemerkt. Auf Archivbildern kann man die langen Schlangen verzweifelter und hungriger Menschen vor den Lebensmittell\u00e4den sehen. Immer wieder kam es zu Protesten und Streiks. Politiker, Gewerkschafter, Arbeiter und Kriegsheimkehrer sahen ihre Chance auf Umbruch gekommen. Unter dem Motto <em>Friede, Brot und Wahlrecht <\/em>vereinten sich unterschiedlichste Parteien im Widerstand gegen den Krieg. Zu dieser Zeit war den meisten Menschen schon klar, dass der Krieg verloren war, und welches Schicksal Tirol erwarten w\u00fcrde, wie dieser Artikel vom 6. Oktober 1918 zeigt:<\/p>\n<p>\u00a0\u201e<em>Aeu\u00dfere und innere Feinde w\u00fcrfeln heute um das Land Andreas Hofers. Der letzte Wurf ist noch grausamer; sch\u00e4ndlicher ist noch nie ein freies Land geschachert worden. Das Blut unserer V\u00e4ter, S\u00f6hne und Br\u00fcder ist umsonst geflossen, wenn dieser sch\u00e4ndliche Plan Wirklichkeit werden soll. Der letzte Wurf ist noch nicht getan. Darum auf Tiroler, zum Tiroler Volkstag in Brixen am 13. Oktober 1918 (n\u00e4chsten Sonntag). Deutscher Boden mu\u00df deutsch bleiben, Tiroler Boden mu\u00df tirolisch bleiben. Tiroler entscheidet selbst \u00fcber Eure Zukunft!<\/em>\u201c<\/p>\n<p>Am 4. November vereinbarten \u00d6sterreich-Ungarn und das K\u00f6nigreich Italien schlie\u00dflich einen Waffenstillstand. Damit verbunden war das Recht der Alliierten Gebiete der Monarchie zu besetzen. Bereits am n\u00e4chsten Tag r\u00fcckten bayerische Truppen in Innsbruck ein. Der \u00f6sterreichische Verb\u00fcndete Deutschland befand sich noch im Krieg mit Italien und hatte Angst, die Front k\u00f6nnte nach Nordtirol n\u00e4her an das Deutsche Reich verlegt werden. Zum gro\u00dfen Gl\u00fcck f\u00fcr Innsbruck und die Umgebung kapitulierte aber auch Deutschland eine Woche sp\u00e4ter am 11. November. So blieben die gro\u00dfen Kampfhandlungen zwischen regul\u00e4ren Armeen au\u00dfen vor.<\/p>\n<p>Trotzdem war Innsbruck in Gefahr. Gewaltige Kolonnen an milit\u00e4rischen Kraftfahrzeugen, Z\u00fcge voller Soldaten und tausende ausgezehrte Soldaten, die sich zu Fu\u00df auf den Heimweg von der Front machten, passierten die Stadt. Wer konnte, sprang auf einen der \u00fcberf\u00fcllten Z\u00fcge oder auf ein Auto, um den Brenner hinter sich zu lassen, um nach Hause zu kommen. Im November 1918 kamen mehr als 270 Soldaten bei diesen waghalsigen Man\u00f6vern ums Leben oder mussten in eines der Lazarette der Stadt eingeliefert werden. Die Stadt musste nicht nur die eigenen B\u00fcrger in Zaum halten, die Verpflegung garantieren, sondern sich auch vor Pl\u00fcnderungen sch\u00fctzen. Um die \u00f6ffentliche Ordnung aufrecht zu erhalten, bildete der Tiroler Nationalrat am 5. November eine Volkswehr aus Sch\u00fclern, Studenten, Arbeitern und B\u00fcrgern. Am 23. November 1918 besetzten italienische Truppen die Stadt und das Umland. Der beschwichtigende Aufruf an die Innsbrucker von B\u00fcrgermeister Greil, die Stadt ohne Aufruhr zu \u00fcbergeben, hatte Erfolg. 5000 Mann mussten Unterschlupf in der ausgehungerten und elenden Stadt finden. Schulen wurden zu Kasernen. Es kam zwar zu vereinzelten Ausschreitungen, Hungerkrawallen und Pl\u00fcnderungen, bewaffnete Auseinandersetzungen mit den Besatzungstruppen oder gar eine bolschewistische Revolution wie in M\u00fcnchen gab es aber nicht.<\/p>\n<p>\u00dcber 1200 Innsbrucker verloren auf den Schlachtfeldern und in Lazaretten ihr Leben, \u00fcber 600 wurden verwundet. Erinnerungsorte an den Ersten Weltkrieg und seine Opfer finden sich in Innsbruck vor allem an Kirchen und Friedh\u00f6fen. Das Kaiserj\u00e4germuseum am Berg Isel zeigt Uniformen, Waffen und Bilder des Schlachtgeschehens. Den beiden Theologen Anton M\u00fcllner und Josef Seeber sind in Innsbruck Stra\u00dfennamen gewidmet. Auch nach dem Oberbefehlshaber der k.u.k Armee an der S\u00fcdfront, Erzherzog Eugen, wurde eine Stra\u00dfe benannt. Vor dem Hofgarten befindet sich ein Denkmal f\u00fcr den erfolglosen Feldherren. An die italienische Besatzung erinnert der \u00f6stliche Teil des Amraser Milit\u00e4rfriedhofs.<\/p>\n<p>[\/et_pb_toggle][et_pb_toggle title=&#8220;%22Das Attentat seit Jahren geplant%22&#8243; open_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; open_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; closed_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; closed_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; icon_color=&#8220;#e09900&#8243; open_icon_color=&#8220;#e09900&#8243; admin_label=&#8220;Das Attentat seit Jahren geplant&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; title_text_color=&#8220;#e09900&#8243; title_font_size=&#8220;18px&#8220; border_radii=&#8220;on|5px|5px|5px|5px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; global_module=&#8220;63421&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p data-start=\"100\" data-end=\"380\">Erschienen: Innsbrucker Nachrichten, 30. Juni 1914<\/p>\n<p class=\"\" data-start=\"100\" data-end=\"380\"><strong data-start=\"100\" data-end=\"380\">Dass sich die gro\u00dfserbischen Agitationshetzer schon seit Jahren mit dem Plane einer Ermor\u00addung des Thronfolgers besch\u00e4ftigten, beweist am besten eine Episode, die sich vor ungef\u00e4hr anderthalb Jahren in Frankfurt zutrug und im vorigen Sommer ihr gerichtliches Nachspiel hatte.<\/strong><\/p>\n<p class=\"\" data-start=\"382\" data-end=\"892\">Die an der hiesigen medizinischen Fakult\u00e4t inskribierten s\u00fcdslawischen Studierenden versammel\u00adten sich damals regelm\u00e4\u00dfig in einem Lokale im Zentrum der Stadt. Unter den G\u00e4sten, der 20\u00adj\u00e4hrige Weichsel Serbanovic aus Belgrad, behauptete in die Gunst der dort anwesenden sch\u00f6nen M\u00e4dchen zu kommen und sich der Beliebtheit zu erfreuen. Um bei ihr Eindruck zu machen, erz\u00e4hlte er ihr, dass er einem geheimen Bunde angeh\u00f6re, der es sich zur Aufgabe gemacht habe, nach Wien zu reisen und dort den Erzherzog zu t\u00f6ten.<\/p>\n<p class=\"\" data-start=\"894\" data-end=\"1640\">Als das M\u00e4dchen ihm erschrocken fragte, ob er sichere Kenntnis von dem Vorhaben, verfassten nicht nur Serbanovic, sondern auch noch zehn seiner Freunde. Die Haussuchungen, die bei Folge, dass der Zahl der inskribierten Serben der dem Eingang jeglichen Antispartenprotokolls unfreiwillig herausgefischten jungen Leute vorgenommen wurden, hatten zum Ergebnis, dass jenes gelang es, beim Hauptbeteiligten den scharf geladenen Browning, eine serbische Fahne und viele Z\u00fcnder zu finden. Bei der Einvernahme versuchte Serbanovic an, nur H\u00f6rensagen gesprochen zu haben, doch gab es untermauerten, mit der das Wort von Bondentrat und aus geschrien zu sein, weil er ein guter Gymnasiast, (Tonkovi\u0107 oder ein serb. Ge\u00admeiner), diese Fertigkeit erlernt habe.<\/p>\n<p class=\"\" data-start=\"1642\" data-end=\"1981\">Der Prozess Serbanovic, der als Minderj\u00e4hriger das sp\u00e4tere Ereignis der Untersuchung nur noch teilweise zugef\u00fchrt wurde, hatte durch die Sensation wenig Wert, er endete mit einer Freisprache, weil es der Verteidigung gelang nachzuweisen, dass die Kronzeugen ein damals besonders verhetzter Studenten schlecht verstande\u00adnen Scherz ausgaben.<\/p>\n<p class=\"\" data-start=\"1983\" data-end=\"2213\">Die beh\u00f6rdlichen Organe blieben trotzdem bei der Ansicht, dass Serbanovic doch kein harmloser Phantast, sondern ein gef\u00e4hrlicher Agent sei, und veranlassten seine Ausweisung aus \u00d6sterreich. Die ungarischen Beh\u00f6rden taten dasselbe.<\/p>\n<p class=\"\" data-start=\"2215\" data-end=\"2553\">Scheine zweifelt wohl kein Mensch daran, dass die jungen Studenten wirklich in einer serbischen Organisation standen, der die Mordtat in Sarajevo geplant wurde. Es ist auch bezeichnend, dass Serbanovic, trotz seines jungen Alters, sofort wieder Anschluss an einen revolution\u00e4ren Bund fand, der die gesamte s\u00fcdslawische Jugend um\u00adfasst.<\/p>\n<p>[\/et_pb_toggle][et_pb_toggle title=&#8220;An meine V\u00f6lker&#8220; open_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; open_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; closed_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; closed_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; icon_color=&#8220;#e09900&#8243; open_icon_color=&#8220;#e09900&#8243; admin_label=&#8220;An meine V\u00f6lker&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; title_text_color=&#8220;#e09900&#8243; title_font_size=&#8220;18px&#8220; border_radii=&#8220;on|5px|5px|5px|5px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; global_module=&#8220;63459&#8243; saved_tabs=&#8220;all&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<div>\n<p><b>Diese Verlautbarung Kaiser Franz Josef I. erschien am 29. Juli 1914, am Tag nach dem Kriegsbeginn in allen Zeitungen des Reiches.\u00a0<\/b><\/p>\n<p>Es war Mein sehnlichster Wunsch, die Jahre, die Mir durch Gottes Gnade noch beschieden sind, Werken des Friedens zu weihen und Meine V\u00f6lker vor den schweren Opfern und Lasten des Krieges zu bewahren.<\/p>\n<p>Im Rate der Vorsehung ward es anders beschlossen.<\/p>\n<p>Die Umtriebe eines ha\u00dferf\u00fcllten Gegners zwingen Mich, zur Wahrung der Ehre Meiner Monarchie, zum Schutze ihres Ansehens und ihrer Machtstellung, zur Sicherung ihres Besitzstandes nach langen Jahren des Friedens zum Schwerte zu greifen.<\/p>\n<p>Mit rasch vergessendem Undank hat das K\u00f6nigreich Serbien, das von den ersten Anf\u00e4ngen seiner staatlichen Selbst\u00e4ndigkeit bis in die neueste Zeit von Meinen Vorfahren und Mir gest\u00fctzt und gef\u00f6rdert worden war, schon vor Jahren den Weg offener Feindseligkeit gegen \u00d6sterreich-Ungarn betreten.<\/p>\n<p>Als Ich nach drei Jahrzehnten segensvoller Friedensarbeit in Bosnien und der Hercegovina Meine Herrscherrechte auf diese L\u00e4nder erstreckte, hat diese Meine Verf\u00fcgung im K\u00f6nigreiche Serbien, dessen Rechte in keiner Weise verletzt wurden, Ausbr\u00fcche z\u00fcgelloser Leidenschaft und erbittertsten Hasses hervorgerufen. Meine Regierung hat damals von dem sch\u00f6nen Vorrechte des St\u00e4rkeren Gebrauch gemacht und in \u00e4u\u00dferster Nachsicht und Milde von Serbien nur die Herabsetzung seines Heeres auf den Friedensstand und das Versprechen verlangt, in Hinkunft die Bahn des Friedens und der Freundschaft zu gehen.<\/p>\n<p>Von demselben Geiste der M\u00e4\u00dfigung geleitet, hat sich Meine Regierung, als Serbien vor zwei Jahren im Kampfe mit dem t\u00fcrkischen Reiche begriffen war, auf die Wahrung der wichtigsten Lebensbedingungen der Monarchie beschr\u00e4nkt. Dieser Haltung hatte Serbien in erster Linie die Erreichung des Kriegszweckes zu verdanken.<\/p>\n<p>Die Hoffnung, da\u00df das serbische K\u00f6nigreich die Langmut und Friedensliebe Meiner Regierung w\u00fcrdigen und sein Wort einl\u00f6sen werde, hat sich nicht erf\u00fcllt.<\/p>\n<p>Immer h\u00f6her lodert der Ha\u00df gegen Mich und Mein Haus empor, immer unverh\u00fcllter tritt das Streben zutage, untrennbare Gebiete \u00d6sterreich-Ungarns gewaltsam loszurei\u00dfen.<\/p>\n<p>Ein verbrecherisches Treiben greift \u00fcber die Grenze, um im S\u00fcdosten der Monarchie die Grundlagen staatlicher Ordnung zu untergraben, das Volk, dem Ich in landesv\u00e4terlicher Liebe Meine volle F\u00fcrsorge zuwende, in seiner Treue zum Herrscherhaus und zum Vaterlande wankend zu machen, die heranwachsende Jugend irrezuleiten und zu frevelhaften Taten des Wahnwitzes und des Hochverrates aufzureizen. Eine Reihe von Mordanschl\u00e4gen, eine planm\u00e4\u00dfig vorbereitete und durchgef\u00fchrte Verschw\u00f6rung, deren furchtbares Gelingen Mich und Meine V\u00f6lker ins Herz getroffen hat, bildet die weithin sichtbare blutige Spur jener geheimen Machenschaften, die von Serbien aus ins Werk gesetzt und geleitet wurden.<\/p>\n<p>Diesem unertr\u00e4glichen Treiben mu\u00df Einhalt geboten, den unaufh\u00f6rlichen Herausforderungen Serbiens ein Ende bereitet werden, soll die Ehre und W\u00fcrde Meiner Monarchie unverletzt erhalten und ihre staatliche, wirtschaftliche und milit\u00e4rische Entwicklung vor best\u00e4ndigen Ersch\u00fctterungen bewahrt bleiben.<\/p>\n<p>Vergebens hat Meine Regierung noch einen letzten Versuch unternommen, dieses Ziel mit friedlichen Mitteln zu erreichen, Serbien durch eine ernste Mahnung zur Umkehr zu bewegen.<\/p>\n<p>Serbien hat die ma\u00dfvollen und gerechten Forderungen Meiner Regierung zur\u00fcckgewiesen und es abgelehnt, jenen Pflichten nachzukommen, deren Erf\u00fcllung im Leben der V\u00f6lker und Staaten die nat\u00fcrliche und notwendige Grundlage des Friedens bildet.<\/p>\n<p>So mu\u00df Ich denn daran schreiten, mit Waffengewalt die unerl\u00e4\u00dflichen B\u00fcrgschaften zu schaffen, die Meinen Staaten die Ruhe im Inneren und den dauernden Frieden nach au\u00dfen sichern sollen.<\/p>\n<p>In dieser ernsten Stunde bin Ich Mir der ganzen Tragweite Meines Entschlusses und Meiner Verantwortung vor dem Allm\u00e4chtigen voll bewu\u00dft.<\/p>\n<p>Ich habe alles gepr\u00fcft und erwogen.<\/p>\n<p>Mit ruhigem Gewissen betrete Ich den Weg, den die Pflicht Mir weist.<\/p>\n<p>Ich vertraue auf Meine V\u00f6lker, die sich in allen St\u00fcrmen stets in Einigkeit und Treue um Meinen Thron geschart haben und f\u00fcr die Ehre, Gr\u00f6\u00dfe und Macht des Vaterlandes zu schwersten Opfern immer bereit waren.<\/p>\n<p>Ich vertraue auf \u00d6sterreich-Ungarns tapfere und von hingebungsvoller Begeisterung erf\u00fcllte Wehrmacht.<\/p>\n<p>Und Ich vertraue auf den Allm\u00e4chtigen, da\u00df Er Meinen Waffen den Sieg verleihen werde.<\/p>\n<\/div>\n<div align=\"center\"><b>Franz Joseph<\/b>\u00a0m. p.<\/div>\n<p>[\/et_pb_toggle][\/et_pb_column_inner][\/et_pb_row_inner][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; 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