{"id":54496,"date":"2024-05-14T08:07:13","date_gmt":"2024-05-14T08:07:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/?p=54496"},"modified":"2025-10-15T13:00:36","modified_gmt":"2025-10-15T13:00:36","slug":"sportliches-innsbruck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/sportliches-innsbruck\/","title":{"rendered":"Sporty Innsbruck"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; specialty=&#8220;on&#8220; _builder_version=&#8220;4.24.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; specialty_columns=&#8220;2&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_row_inner _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column_inner saved_specialty_column_type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_text admin_label=&#8220;Titel&#8220; _builder_version=&#8220;4.24.3&#8243; text_text_color=&#8220;#000000&#8243; header_font=&#8220;|on|||&#8220; header_text_align=&#8220;center&#8220; header_text_color=&#8220;#e09900&#8243; header_font_size=&#8220;42px&#8220; header_line_height=&#8220;1.3em&#8220; header_2_text_color=&#8220;#e09900&#8243; background_color=&#8220;rgba(255,255,255,0.8)&#8220; background_layout=&#8220;dark&#8220; custom_padding=&#8220;20px|20px|20px|20px|true|true&#8220; header_font_size_last_edited=&#8220;off|desktop&#8220; border_radii=&#8220;on|10px|10px|10px|10px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; locked=&#8220;off&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h2>Sportliches Innsbruck<\/h2>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/IMG_0019-scaled.jpeg&#8220; alt=&#8220;Olympiahalle Innsbruck&#8220; title_text=&#8220;Olympiahalle Innsbruck&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; border_radii=&#8220;on|10px|10px|10px|10px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_image][et_pb_toggle title=&#8220;Sportliches Innsbruck&#8220; open=&#8220;on&#8220; open_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; open_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; closed_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; closed_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; icon_color=&#8220;#e09900&#8243; open_icon_color=&#8220;#e09900&#8243; admin_label=&#8220;Sportliches Innsbruck&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; title_text_color=&#8220;#e09900&#8243; title_font_size=&#8220;18px&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; border_radii=&#8220;on|5px|5px|5px|5px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; global_module=&#8220;53748&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]<\/p>\n<p>Wer den Beweis ben\u00f6tigt, dass die Innsbrucker stets ein aktives V\u00f6lkchen waren, k\u00f6nnte das Bild \u201e<em>Winterlandschaft\u201c <\/em>des niederl\u00e4ndischen Malers Pieter Bruegel (circa 1525 \u2013 1569) aus dem 16. Jahrhundert bem\u00fchen. Auf seiner R\u00fcckreise von Italien gen Norden hielt der Meister wohl auch in Innsbruck und beobachtete dabei die Bev\u00f6lkerung beim Eislaufen auf dem zugefrorenen Amraser See. Beda Weber beschrieb in seinem <em>Handbuch f\u00fcr Reisende in Tirol <\/em>1851 die Freizeitgewohnheiten der Innsbrucker, darunter auch das Eislaufen am Amraser See. \u201e<em>Der unweit davon (Anm.: Amras) liegende See, eine Lache in der Moosgegend, wird im Winter von den Schlittschuhl\u00e4ufern ben\u00fctzt.<\/em>\u201c Bis heute ist sportliche Kleidung in jeder Lebenslage f\u00fcr Innsbrucker das Normalste der Welt. W\u00e4hrend man in anderen St\u00e4dten \u00fcber Funktionskleidung oder Wander- und Sportschuhe in Restaurants oder B\u00fcros die Nase r\u00fcmpft, f\u00e4llt man am Fu\u00df der Nordkette damit nicht auf.<\/p>\n<p>Das war nicht immer so. Der Weg vom eislaufenden Bauern zum aktiven B\u00fcrger war weit. Muse und frei verf\u00fcgbare Zeit, f\u00fcr Sport wie der Jagd oder Reiten war im Mittelalter und der Fr\u00fchen Neuzeit aber vor allem ein Privileg des Adels. Erst durch die ge\u00e4nderten Lebensumst\u00e4nde des 19. Jahrhunderts hatte ein guter Teil der Bev\u00f6lkerung, vor allem in den St\u00e4dten, zum ersten Mal so etwas wie Freizeit. Mehr und mehr arbeiteten Menschen nicht mehr in der Landwirtschaft, sondern als Arbeiter und Angestellte in B\u00fcros, Werkst\u00e4tten und Fabriken nach geregelten Zeitpl\u00e4nen.<\/p>\n<p>Vorreiter war das bereits fr\u00fch industrialisierte England, wo sich Arbeiter und Angestellte langsam vom Turbokapitalismus der fr\u00fchen Industrialisierung zu befreien begannen. 16-Stunden-Tage waren nicht nur gesundheitlich bedenklich f\u00fcr den Arbeiter, auch Unternehmer merkten, dass eine \u00dcberbelastung unrentabel war. Gesunde und gl\u00fcckliche Arbeiter waren besser f\u00fcr die Produktivit\u00e4t. Seit den 1860er Jahren gab es Bestrebungen, einen 8-Stunden-Tag einzuf\u00fchren. 1873 setzten die \u00f6sterreichischen Buchdrucker eine Arbeitszeit von zehn Stunden pro Tag durch. 1918 stellt man in \u00d6sterreich auf eine 48-Stunden-Woche um. Ab 1930 galten in Industriebetrieben 40 Stunden pro Woche als Normalarbeitszeit. Menschen jeder Schicht, nicht mehr nur die Aristokratie, hatten nun Zeit und Geist f\u00fcr Hobbies, Vereinsleben und sportliche Bet\u00e4tigung.<\/p>\n<p>Es waren vielfach auch englische Touristen, die sportliche Trends, Disziplinen und Ausr\u00fcstung mitbrachten. Der finanzielle Aufwand f\u00fcr das ben\u00f6tigte Equipment bestimmte, ob die Disziplin dem B\u00fcrgertum vorbehalten blieb oder auch Arbeiter sich das Vergn\u00fcgen leisten konnten. Zum Beispiel war das Rodeln bereits um die Jahrhundertweite weit verbreitet w\u00e4hrend Bob und Skeleton elit\u00e4re Sportarten blieben. Der Sport war nicht nur Freizeitbesch\u00e4ftigung, sondern eine Abgrenzung zwischen den einzelnen sozialen Schichten. Arbeiterschaft, B\u00fcrgertum und Aristokratie n\u00e4hrten ihre Identit\u00e4t auch \u00fcber die Sportarten, die sie betrieben. Adelige ritten und jagten in alter W\u00fcrde, B\u00fcrgerliche zeigten ihre Individualit\u00e4t, ihren Wohlstand und ihre Unabh\u00e4ngigkeit durch teure Sportger\u00e4te wie die modernen Fahrr\u00e4der und die Arbeiterschaft jagte in Elferteams B\u00e4llen hinterher oder rangelte. Die Trennung mag nicht mehr bewusst passieren, bis heute kann man aber diese Identifikation der Menschen mit \u201eihrer\u201c Sportart beobachten.<\/p>\n<p>Zur Mitte des 19. Jahrhunderts gesellten sich auch die Sportler \u00e4hnlich den S\u00e4ngern, Museums- und Theaterfreunden, Wissenschaftlern und Literaturfans zueinander. Den Anfang des organisierten Vereinssports in Innsbruck machte der ITV, der <em>Innsbrucker Turnverein<\/em>, der sich 1849 gr\u00fcndete. Das Turnen war der Inbegriff des Sports im deutschsprachigen Raum. Der Wettkampfgedanke stand dabei nicht im Vordergrund. Die meisten Vereine hatten einen politischen Hintergrund. Es gab christliche, sozialistische, und gro\u00dfdeutsche Sportvereine. Sie dienten als Vorfeldorganisation politischer Parteien und Organe. Mehr oder minder alle Vereine hatten Arierparagraphen in ihren Statuten. Juden gr\u00fcndeten deshalb ihre eigenen Sportvereine gr\u00fcndeten. Aus den deutschen Turnvereinen ging, \u00e4hnlich wie aus den Studentenverbindungen, die Nationalbewegung hervor. Die Mitglieder sollten sich k\u00f6rperlich ert\u00fcchtigen, um dem <em>nationalen Volksk\u00f6rper<\/em> im Kriegsfall bestm\u00f6glich zu dienen. Sitzende Berufe, vor allem die akademischen, wurden mehr, Turnen diente als Ausgleich. Sieht man die Turner auf alten Bildern ihre \u00dcbungen und Vorf\u00fchrungen abhalten, f\u00e4llt der stramm milit\u00e4rische Charakter dieser Veranstaltungen auf. Der gro\u00dfdeutsche Agitator Friedrich Ludwig Jahn (1778 \u2013 1852), landl\u00e4ufig bekannt als <em>Turnvater Jahn<\/em>, war nicht nur Vorturner der Nation, sondern auch geistiger Vater des <em>L\u00fctzow\u00b4schen Freikorps<\/em> das gegen Napoleon als eine Art gesamtdeutsches Freiwilligenheer ins Feld zog. Eines der bekanntesten Bonmots, das diesem leidenschaftlichen Antisemiten zugeschrieben wird, lautet \u201e<em>Hass alles Fremden ist des Deutschen Pflicht<\/em>\u201c. Im Saggen erinnern die Jahnstra\u00dfe und ein kleiner Park mit Denkmal an Friedrich Ludwig Jahn.<\/p>\n<p>Zu den ersten Sportanlagen geh\u00f6rten Schwimmb\u00e4der. Die erste Badeanstalt empfing Schwimmer ab 1833 in der H\u00f6ttinger im Freibad am Gie\u00dfen. Weitere B\u00e4der beim Schloss B\u00fcchsenhausen oder die in Frauen- und Herren-Badeanstalt getrennte Anlage neben dem heutigen Sillparkgel\u00e4nde folgten bald. Besonders sch\u00f6n gelegen war das Freischwimmbad <em>Sch\u00f6nruh<\/em> oberhalb des Schloss Ambras, das 1929 kurz nach der Erbauung des Hallenbades in Pradl er\u00f6ffnete. Die Bev\u00f6lkerung war ebenso stark gewachsen wie ihre Lust am Schwimmen als Freizeitbesch\u00e4ftigung. 1961 wurde das Sportangebot am Tivoli um das <em>Freischwimmbad Tivoli<\/em> erweitert.<\/p>\n<p>1883 gr\u00fcndeten die Radfahrer den Verein <em>Bicycle Club<\/em>. Die ersten Radrennen in Frankreich und Gro\u00dfbritannien hatten ab 1869 stattgefunden. Die englische Stadt Coventry war auch Vorreiter bei der Produktion der eleganten Stahlr\u00f6sser, die ein Verm\u00f6gen kosteten. Bereits im selben Jahre hatte die Innsbrucker Presse von den modernen Mitteln des Individualverkehrs berichtet, als sich \u201e<em>einige Herren mit mehreren von der Firma Peterlongo bestellten Velocipedes auf die Stra\u00dfe wagten\u201c<\/em>. 1876 kam es zu einem kurzzeitigen Verbot des Radverkehrs in Innsbruck, da es immer wieder zu Unf\u00e4llen gekommen war. Auch das Radfahren wurde recht z\u00fcgig von staatlicher Seite als Ert\u00fcchtigung erkannt, die man f\u00fcr milit\u00e4rische Zwecke nutzen konnte. Ein Reichs-Kriegsministerialerlass dazu ist in der Presse zu finden:<\/p>\n<p>\u201e<em>Es ist beabsichtigt, wie in den Vorjahren, auch heuer bei den Uebungen mit vereinigten Waffen Radfahrer zu verwenden\u2026 Die Commanden der Infanterie- und Tiroler J\u00e4gerregimenter sowie der Feldj\u00e4ger-Bataillone haben jene Personen, welche als Radfahrer in Evidenz stehen und heuer zur Waffen\u00fcbung verpflichtet sind, zum Einr\u00fccken mit ihrem Fahrrade aufzufordern.<\/em>\u201c<\/p>\n<p>Unter der Regie des M\u00fcnchners Anton Schlumpeter entwickelte sich die Szene vor der Jahrhundertwende weiter. Schlumpeter deckte mit einer Fahrschule, einem Gesch\u00e4ft f\u00fcr Fahrr\u00e4der samt Werkstatt und schlie\u00dflich mit den in seiner Wiltener Fabrik produzierten Fahrradmarke Veldidena die Wertsch\u00f6pfungskette komplett ab. Die <em>Velocipedisten<\/em> siedelten sich 1896 im Rahmen der \u201e<em>Internationalen Ausstellung f\u00fcr k\u00f6rperliche Erziehung, Gesundheitspflege und Sport<\/em>\u201c im Saggen nahe der Viaduktb\u00f6gen mit einer Radrennbahn samt Trib\u00fcne an. Die Innsbrucker Nachrichten berichteten begeistert von dieser Neuerung, war doch der Radsport bis zu den ersten Autorennen europaweit die beliebteste Sportdisziplin:<\/p>\n<p>\u201e<em>Die Innsbrucker Rennbahn, welche in Verbindung mit der internationalen Ausstellung noch im Laufe der n\u00e4chsten Wochen er\u00f6ffnet wird, erh\u00e4lt einen Umfang von 400 Metern bei einer Breite von 6 Metern\u2026 Die Velociped-Rennbahn, um deren Errichtung sich der Pr\u00e4sident des Tiroler Radfahrer-Verbandes Herr Staatsbahn-Oberingenieur R. v. Weinong, das Hauptverdienst erworben hat, wird eine der hervorragendsten und besteingerichteten Radfahrbahnen des Continents sein. Am. 29. d. M<\/em>. (Anm.: Juni 1896)<em> wird auf der Innsbrucker Rennbahn zum erstenmale ein gro\u00dfes internationales Radwettfahren abgehalten, welchem dann in der Zukunft allj\u00e4hrlich regelm\u00e4\u00dfig Velociped-Preisrennen folgen sollen, was der F\u00f6rderung des Radfahr-Sports wie auch des Fremdenverkehrs in Innsbruck sicher in bedeutendem Ma\u00dfe n\u00fctzlich sein wird<\/em>.\u201c<\/p>\n<p>Auf der Zementbahn konnte in der warmen Jahreszeit t\u00e4glich trainiert werden. Die rauchgeschw\u00e4ngerte Luft, w\u00e4hrend die Lokomotiven vorbeifuhren, war f\u00fcr die Lungen wohl nicht zutr\u00e4glich. Nach anf\u00e4nglicher Begeisterung musste Schlumpeter einspringen, um die Radbahn zu retten. Der t\u00fcchtige Unternehmer erkannte, dass die Radfahrer nicht f\u00fcr gen\u00fcgend Betrieb sorgten und begann auf eigene Initiative eine Art Vorg\u00e4nger der heutigen Olympiaworld am Tivoli mit mehreren Einrichtungen f\u00fcr den Sport zu errichten. Neben Radrennen konnten sich die Boxer im Ring messen. Auch Tennispl\u00e4tze lie\u00df er im Saggen errichten. Trotz aller Bem\u00fchungen wurde die Anlage 1901 wieder abgerissen.<\/p>\n<p>Nachhaltiger als der Radsport konnte sich der Fu\u00dfballsport in Innsbruck etablieren. Die Fu\u00dfballer waren wegen des Arierparagraphen, der Matches mit Mannschaften mit j\u00fcdischen Spielern verbot, aus dem Dachverein ITV ausgetreten und gr\u00fcndeten mehrere eigene Vereine. 1903 gr\u00fcndete sich der <em>Verein Fu\u00dfball Innsbruck<\/em>, der sp\u00e4ter zum SVI werden sollte. Zu diesem Zeitpunkt gab es bereits \u00fcberregionale Fu\u00dfballspiele, zum Beispiel ein 1:1 Unentschieden der Mannschaft des ITV gegen Bayern M\u00fcnchen. Die Spiele wurden auf einem Fu\u00dfballplatz vor dem Sieberer Waisenheim ausgetragen. In Wilten, mittlerweile ein Teil Innsbrucks, entstand 1910 der <em>SK Wilten<\/em>. Der bis heute neben dem Westfriedhof existierende Fu\u00dfballplatz Besele wurde mit Trib\u00fcnen ausgestattet, um der Zuschauermassen Herr werden zu k\u00f6nnen. 1913 gr\u00fcndete sich mit <em>Wacker Innsbruck<\/em> der bis heute erfolgreichste Tiroler Fu\u00dfballverein, der insgesamt unter verschiedenen Namen zehn Mal \u00f6sterreichischer Meister wurde und auch international Erfolge feiern konnte.<\/p>\n<p>Neben den diversen Sommersportarten wurde auch der Wintersport immer popul\u00e4rer. Rodeln war schon zur Mitte des 19. Jahrhunderts eine beliebte Freizeitbesch\u00e4ftigung auf den H\u00fcgeln rund um Innsbruck. Der erste Eislaufplatz er\u00f6ffnete 1870 als winterliche Alternative zum Schwimmen am Gel\u00e4nde des Freibades in der H\u00f6ttinger Au. Ander als der Wassersport war Eislaufen ein Vergn\u00fcgen, das von Damen und Herren gemeinsam genossen werden konnte. Anstatt sich beim Sonntagsspaziergang zu treffen, konnten junge Paare sich am Eislaufplatz ohne elterliches Beisein verabreden. 1884 gr\u00fcndete sich der Eislaufverein und nutzte das Ausstellungsgel\u00e4nde als Eisbahn. Mit dem Eislaufplatz vor dem <em>k.u.k. Schie\u00dfstand<\/em> in Mariahilf, dem Lansersee, dem Amraser See, der Schwimmanlage H\u00f6ttinger Au und dem Sillkanal in der Kohlstatt standen den Innsbruckern viele M\u00f6glichkeiten zum Eislaufen zur Verf\u00fcgung. Bereits 1908 entstand mit dem IEV auch der erste Eishockeyverein.<\/p>\n<p>Der Skisport, anfangs ein nordisches Vergn\u00fcgen im Tal, breitete sich bald auch als Abfahrtsdisziplin aus. Der Akademische Alpenclub Innsbruck gr\u00fcndete sich 1893 und veranstaltete zwei Jahre sp\u00e4ter das erste Skirennen auf Tiroler Boden von Sistrans zum Schloss Ambras. Das 1867 gegr\u00fcndete <em>Sporthaus Witting<\/em> in der Maria-Theresien-Stra\u00dfe bewies Gesch\u00e4ftssinn und verkaufte noch vor 1900 Ausr\u00fcstung f\u00fcr das gut betuchte Publikum der Skisportler. Nach St. Anton und Kitzb\u00fchel gr\u00fcndete sich 1906 der erste <em>Innsbrucker Skiverein<\/em>. Die Ausr\u00fcstung war einfach und erm\u00f6glichte lange Zeit nur das Fahren auf verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig flachen H\u00e4ngen mit einer Mischung aus alpinem und nordischem Stil \u00e4hnlich dem Langlaufen. Trotzdem wagte man sich in Mutters oder auf der Ferrariwiese die Pisten hinabzud\u00fcsen. Seit 1928 f\u00fchrten zwei Seilschwebebahnen sowohl auf die Nordkette und den Patscherkofel, was den Skisport bedeutend attraktiver machte. Den Durchbruch zum Nationalsport erlangte das Skifahren mit der Ski-WM im Februar 1933 in Innsbruck. Auf nicht abgesteckter Strecke mussten 10 Kilometer und 1500 H\u00f6henmeter zwischen dem Glungezer und Tulfes bew\u00e4ltigt werden. Die beiden Lokalmatadoren Gustav Lantschner und Inge Wersin-Lantschner gewannen bei den Rennen mehrere Medaillen und befeuerten damit den Hype rund um den alpinen Wintersport in Innsbruck.<\/p>\n<p>Innsbruck identifiziert sich bis heute sehr stark mit dem Sport. Mit der Fu\u00dfball-EM 2008, der Radsport-WM 2018 und der Kletter-WM 2018 konnte man an die glorreichen 1930er Jahre mit zwei Skiweltmeisterschaften und die beiden Olympiaden von 1964 und 1976 auch im Spitzensportbereich wieder an die Goldenen Zeiten ankn\u00fcpfen. Trotzdem ist es weniger der Spitzen- als vielmehr der Breitensport, der dazu beitr\u00e4gt, aus Innsbruck die selbsternannte Sporthauptstadt \u00d6sterreichs zu machen. Es gibt kaum einen Innsbrucker, der nicht zumindest den Alpinski anschnallt. Mountainbiken auf den zahlreichen Almen rund um Innsbruck, Skibergsteigen, Sportklettern und Wandern sind \u00fcberdurchschnittlich popul\u00e4r in der Bev\u00f6lkerung und fest im Alltag verankert.<\/p>\n<p>[\/et_pb_toggle][et_pb_toggle title=&#8220;Die Innsbrucker Rennbahn&#8220; open_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; open_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; closed_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; closed_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; icon_color=&#8220;#e09900&#8243; open_icon_color=&#8220;#e09900&#8243; admin_label=&#8220;Die Innsbrucker Rennbahn&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; title_text_color=&#8220;#e09900&#8243; title_font_size=&#8220;18px&#8220; border_radii=&#8220;on|5px|5px|5px|5px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; global_module=&#8220;63773&#8243; saved_tabs=&#8220;all&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p>Erschienen: Innsbrucker Nachrichten \/ 5. Juni 1896<\/p>\n<p>(Die Innsbrucker Rennbahn), welche in Verbindung mit der internationalen Ausstellung noch im Laufe der n\u00e4chsten Wochen er\u00f6ffnet wird, erh\u00e4lt einen Umfang von 400 Metern bei einer Breite von 6 Metern; sie besteht aus zwei Ellipsen, die durch zwei gerade Strecken verbunden sind. Die Bahn, welche cementiert wird, ist f\u00fcr eine Geschwindigkeit von 16 Metern per Secunde berechnet und erh\u00e4lt in den sch\u00e4rfsten Bogen eine Ueberh\u00f6hung von\u00a0 \u00b02 Metern. Die Velociped-Rennbahn, um deren\u00a0 Errichtung sich der Pr\u00e4sident des Tiroler Radfahrer &#8211; Verbandes, Herr Staatsbahn-Oberingenieur R. v. Meinong, das Hauptverdienst erworben hat, wird eine der hervorragendsten und besteingerichteten Radfahr-Bahnen des Continents sein. Am 29. d. M. wird auf der Innsbrucker Rennbahn zum ersten male ein gro\u00dfes internationales Radwettfahren abgehalten, welchem dann in der Zukunft\u00a0 allj\u00e4hrlich regelm\u00e4\u00dfige Velociped &#8211; Preisrennen folgen sollen, was der F\u00f6rderung des Radfahr-Sports wie auch des Fremdenverkehrs in Innsbruck sicher in bedeutendem Ma\u00dfe n\u00fctzlich sein wird<\/p>\n<p>[\/et_pb_toggle][\/et_pb_column_inner][\/et_pb_row_inner][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_text admin_label=&#8220;\u00dcberschrift (nicht \u00e4ndern)&#8220; _builder_version=&#8220;4.24.3&#8243; text_text_color=&#8220;#000000&#8243; header_font=&#8220;|on|||&#8220; header_text_align=&#8220;center&#8220; header_text_color=&#8220;#e09900&#8243; header_font_size=&#8220;42px&#8220; header_line_height=&#8220;1.3em&#8220; header_2_text_color=&#8220;#e09900&#8243; 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