{"id":54570,"date":"2024-05-14T12:13:30","date_gmt":"2024-05-14T12:13:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/?p=54570"},"modified":"2026-04-24T08:27:42","modified_gmt":"2026-04-24T08:27:42","slug":"barock-kunstrichtung-und-lebenskunst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/barock-kunstrichtung-und-lebenskunst\/","title":{"rendered":"Baroque: art movement and art of living"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; specialty=&#8220;on&#8220; _builder_version=&#8220;4.24.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; specialty_columns=&#8220;2&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_row_inner _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column_inner saved_specialty_column_type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_text admin_label=&#8220;Titel&#8220; _builder_version=&#8220;4.24.3&#8243; text_text_color=&#8220;#000000&#8243; header_font=&#8220;|on|||&#8220; header_text_align=&#8220;center&#8220; header_text_color=&#8220;#e09900&#8243; header_font_size=&#8220;42px&#8220; header_line_height=&#8220;1.3em&#8220; header_2_text_color=&#8220;#e09900&#8243; background_color=&#8220;rgba(255,255,255,0.8)&#8220; background_layout=&#8220;dark&#8220; custom_padding=&#8220;20px|20px|20px|20px|true|true&#8220; header_font_size_last_edited=&#8220;off|desktop&#8220; border_radii=&#8220;on|10px|10px|10px|10px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; locked=&#8220;off&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h2>Barock: Kunstrichtung und Lebenskunst<\/h2>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Johanneskirche-Innsbruck.jpg&#8220; alt=&#8220;Johanneskirche Innsbruck&#8220; title_text=&#8220;Johanneskirche Innsbruck&#8220; disabled_on=&#8220;on|on|on&#8220; _builder_version=&#8220;4.24.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; border_radii=&#8220;on|10px|10px|10px|10px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; disabled=&#8220;on&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_image][et_pb_gallery gallery_ids=&#8220;56035,57937,60413,58304,58259,57071,58179,58157,57984,56034,58010,57666,56033,55736,55447,55446,5523,61521,61526&#8243; fullwidth=&#8220;on&#8220; admin_label=&#8220;Galerie Barock&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; pagination_text_color=&#8220;#E09900&#8243; border_radii=&#8220;on|5px|5px|5px|5px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; global_module=&#8220;62071&#8243; saved_tabs=&#8220;all&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_gallery][et_pb_toggle title=&#8220;Barock: Kunstrichtung und Lebenskunst&#8220; open=&#8220;on&#8220; open_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; open_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; closed_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; closed_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; icon_color=&#8220;#e09900&#8243; open_icon_color=&#8220;#e09900&#8243; admin_label=&#8220;Barock: Kunstrichtung und Lebenskunst&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; title_text_color=&#8220;#e09900&#8243; title_font_size=&#8220;18px&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; border_radii=&#8220;on|5px|5px|5px|5px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; global_module=&#8220;53500&#8243; saved_tabs=&#8220;all&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]<\/p>\n<p>Wer in \u00d6sterreich unterwegs ist, kennt die Kuppeln und Zwiebelt\u00fcrme der Kirchen in D\u00f6rfern und St\u00e4dten. Sie sind das typische Kennzeichen des Architekturstils Barock, der in der Zeit der Gegenreformation seine Bl\u00fctezeit erlebte und pr\u00e4gen das Innsbrucker Stadtbild bis heute. Die bekanntesten Gottesh\u00e4user wie der Dom, die Johanneskirche oder die Jesuitenkirche, sind im Stile des Barocks gehalten. Prachtvoll und prunkvoll sollten Gottesh\u00e4user sein, ein Symbol des Sieges des rechten Glaubens. Die \u00fcberbordende, alles durchdringende Fr\u00f6mmigket von Eliten und Untertanen spiegelte sich in Kunst und Kultur wider: Gro\u00dfes Drama, Pathos, Leiden, Glanz und Herrlichkeit vereinten sich zum Barock, der den gesamten katholisch orientierten Einflussbereich der Habsburger und ihrer Verb\u00fcndeten zwischen Spanien und Ungarn nachhaltig pr\u00e4gte. Die Baumeisterfamilie Gumpp und Johann Georg Fischer ver\u00e4nderten Innsbrucks Stadtbild ab dem 17. Jahrhundert nachhaltig. Das Alte Landhaus in der Altstadt, das Neue Landhaus in der Maria-Theresien-Stra\u00dfe, die unz\u00e4hligen Palazzi, Bilder, Figuren \u2013 der Barock war im 17. und 18. Jahrhundert das stilbildende Element des Hauses Habsburg und brannte sich in den Alltag ein. Das B\u00fcrgertum wollte den Adeligen und F\u00fcrsten nicht nachstehen und lie\u00dfen ihre Privath\u00e4user im Stile des Barocks errichten. Auf Bauernh\u00e4usern prangen Heiligenbilder, Darstellungen der Mutter Gottes und des Herzen Jesu.<\/p>\n<p>Barock war aber mehr als eine architektonische Stilrichtung, es war ein Lebensgef\u00fchl, das seinen Ausgang nach dem Ende des Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieges nahm. Die T\u00fcrkengefahr aus dem Osten, die in der zweimaligen Belagerung Wiens gipfelte, bestimmte die Au\u00dfenpolitik des Reiches, w\u00e4hrend die Reformation die Innenpolitik dominierte. Die Barockkultur war ein zentrales Element des Katholizismus und der politischen Darstellung derselben in der \u00d6ffentlichkeit, das Gegenmodell zum spr\u00f6den und strengen Lebensentwurf Calvins und Luthers. Feiertage mit christlichem Hintergrund wurden eingef\u00fchrt, um den Alltag der Menschen aufzuhellen. Architektur, Musik und Malerei waren reich, f\u00fcllig und \u00fcppig. In Theaterh\u00e4usern wie dem <em>Comedihaus<\/em> in Innsbruck wurden Dramen mit religi\u00f6sem Hintergrund aufgef\u00fchrt. Kreuzwege mit Kapellen und Darstellungen des gekreuzigten Jesus durchzogen die Landschaft. Die Volksfr\u00f6mmigkeit in Form der Wallfahrten, Marien- und Heiligenverehrung hielt Einzug in den Kirchenalltag. Multiple Krisen pr\u00e4gten den Alltag der Menschen. Neben Krieg und Hunger brach die Pest im 17. Jahrhundert besonders h\u00e4ufig aus. Die<em> Barockfr\u00f6mmigkeit<\/em> wurde zur Erziehung der Untertanen eingesetzt, um diese Plagen als Ausdruck der Unzufriedenheit Gottes durch einen gef\u00e4lligen Lebenswandel auszumerzen. Auch wenn der Ablasshandel in der Zeit nach dem 16. Jahrhundert keine g\u00e4ngige Praxis mehr in der katholischen Kirche war, so gab es doch noch eine rege Vorstellung von Himmel und H\u00f6lle. Durch ein tugendhaftes Leben, sprich ein Leben im Einklang mit katholischen Werten und gutem Verhalten als Untertan gegen\u00fcber der g\u00f6ttlichen Ordnung, konnte man dem Paradies einen gro\u00dfen Schritt n\u00e4herkommen. Die sogenannte <em>Christliche Erbauungsliteratur<\/em> war nach der Schulreformation des 18. Jahrhunderts und der Zunahme der Lesef\u00e4higkeit in der Bev\u00f6lkerung die beliebteste Lekt\u00fcre. Das Leiden des Gekreuzigten f\u00fcr die Menschheit galt als Symbol f\u00fcr die M\u00fchsal der Untertanen auf Erden innerhalb des Feudalsystems. Mit Votivbildern baten Menschen um Beistand in schweren Zeiten oder bedankten sich vor allem bei der Mutter Gottes f\u00fcr \u00fcberstandene Gefahren und Krankheiten. Besonders eindrucksvolle Votivbilder kann man in der Wiltener Basilika bewundern. Der Historiker Ernst Hanisch beschrieb den Barock und den Einfluss, den er auf die \u00f6sterreichische Lebensart hatte, so:<\/p>\n<p>\u201e<em>\u00d6sterreich entstand in seiner modernen Form als Kreuzzugsimperialismus gegen die T\u00fcrken und im Inneren gegen die Reformatoren. Das brachte B\u00fcrokratie und Milit\u00e4r, im \u00c4u\u00dferen aber Multiethnien. Staat und Kirche probierten den intimen Lebensbereich der B\u00fcrger zu kontrollieren. Jeder musste sich durch den Beichtstuhl reformieren, die Sexualit\u00e4t wurde eingeschr\u00e4nkt, die normengerechte Sexualit\u00e4t wurden erzwungen. Menschen wurden systematisch zum Heucheln angeleitet.<\/em>\u201c<\/p>\n<p>Die Rituale und das untert\u00e4nige Verhalten gegen\u00fcber der Obrigkeit hinterlie\u00dfen ihre Spuren in der Alltagskultur, die katholische L\u00e4nder wie \u00d6sterreich und Italien bis heute von protestantisch gepr\u00e4gten Regionen wie Deutschland, England oder Skandinavien unterscheiden. Die Leidenschaft f\u00fcr akademische Titel der \u00d6sterreicher hat ihren Ursprung in den barocken Hierarchien. Der Ausdruck <em>Barockf\u00fcrst<\/em> bezeichnet einen besonders patriarchal-g\u00f6nnerhaften Politiker, der mit gro\u00dfen Gesten sein Publikum zu becircen wei\u00df. W\u00e4hrend man in Deutschland politische Sachlichkeit sch\u00e4tzt, ist der Stil von \u00f6sterreichischen Politikern theatralisch, ganz nach dem \u00f6sterreichischen Bonmot des \u201e<em>Schaumamal<\/em>\u201c.<\/p>\n<p>[\/et_pb_toggle][\/et_pb_column_inner][\/et_pb_row_inner][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_text admin_label=&#8220;\u00dcberschrift (nicht \u00e4ndern)&#8220; _builder_version=&#8220;4.24.3&#8243; text_text_color=&#8220;#000000&#8243; header_font=&#8220;|on|||&#8220; header_text_align=&#8220;center&#8220; header_text_color=&#8220;#e09900&#8243; header_font_size=&#8220;42px&#8220; header_line_height=&#8220;1.3em&#8220; header_2_text_color=&#8220;#e09900&#8243; background_color=&#8220;rgba(255,255,255,0.8)&#8220; background_layout=&#8220;dark&#8220; custom_padding=&#8220;20px|20px|20px|20px|true|true&#8220; header_font_size_last_edited=&#8220;off|desktop&#8220; border_radii=&#8220;on|10px|10px|10px|10px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; locked=&#8220;off&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h2>Sehensw\u00fcrdigkeiten dazu&#8230;<\/h2>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_blog fullwidth=&#8220;off&#8220; posts_number=&#8220;50&#8243; include_categories=&#8220;16&#8243; show_thumbnail=&#8220;off&#8220; use_manual_excerpt=&#8220;off&#8220; show_author=&#8220;off&#8220; show_date=&#8220;off&#8220; show_categories=&#8220;off&#8220; show_excerpt=&#8220;off&#8220; show_pagination=&#8220;off&#8220; admin_label=&#8220;Sehensw\u00fcrdigkeiten dieser Kategorie&#8220; _builder_version=&#8220;4.24.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; custom_padding=&#8220;10px|10px|10px|10px|true|true&#8220; border_radii=&#8220;on|10px|10px|10px|10px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_blog][et_pb_text admin_label=&#8220;\u00dcbersicht der Stadtgeschichte (nicht \u00e4ndern)&#8220; _builder_version=&#8220;4.24.3&#8243; text_text_color=&#8220;#000000&#8243; header_font=&#8220;|on|||&#8220; header_text_align=&#8220;center&#8220; header_text_color=&#8220;#e09900&#8243; header_font_size=&#8220;42px&#8220; header_line_height=&#8220;1.3em&#8220; header_2_text_color=&#8220;#e09900&#8243; background_color=&#8220;rgba(255,255,255,0.8)&#8220; background_layout=&#8220;dark&#8220; custom_padding=&#8220;20px|20px|20px|20px|true|true&#8220; header_font_size_last_edited=&#8220;off|desktop&#8220; border_radii=&#8220;on|10px|10px|10px|10px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; locked=&#8220;off&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/geschichte-der-stadt-innsbruck\/\">\u00dcbersicht der Stadtgeschichte<\/a><\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Baroque was not just a style, it was an attitude to life that began in the middle of the 17th century. <\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":61526,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","wds_primary_category":0,"footnotes":""},"categories":[89],"tags":[],"class_list":["post-54570","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-wissenswertes"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/54570","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=54570"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/54570\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/61526"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=54570"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=54570"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=54570"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}