{"id":54576,"date":"2024-05-14T12:34:52","date_gmt":"2024-05-14T12:34:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/?p=54576"},"modified":"2025-07-16T12:57:43","modified_gmt":"2025-07-16T12:57:43","slug":"der-deutsche-orden-maximilian-iii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/der-deutsche-orden-maximilian-iii\/","title":{"rendered":"The Teutonic Order &amp; Maximilian III."},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; specialty=&#8220;on&#8220; _builder_version=&#8220;4.24.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; specialty_columns=&#8220;2&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_row_inner _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column_inner saved_specialty_column_type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_text admin_label=&#8220;Titel&#8220; _builder_version=&#8220;4.24.3&#8243; text_text_color=&#8220;#000000&#8243; header_font=&#8220;|on|||&#8220; header_text_align=&#8220;center&#8220; header_text_color=&#8220;#e09900&#8243; header_font_size=&#8220;42px&#8220; header_line_height=&#8220;1.3em&#8220; header_2_text_color=&#8220;#e09900&#8243; background_color=&#8220;rgba(255,255,255,0.8)&#8220; background_layout=&#8220;dark&#8220; custom_padding=&#8220;20px|20px|20px|20px|true|true&#8220; header_font_size_last_edited=&#8220;off|desktop&#8220; border_radii=&#8220;on|10px|10px|10px|10px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; locked=&#8220;off&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h2>Der Deutsche Orden &amp; Maximilian III.<\/h2>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Deutschordenshaus-Innsbruck.jpg&#8220; alt=&#8220;Deutschordenshaus Innsbruck&#8220; title_text=&#8220;Deutschordenshaus Innsbruck&#8220; _builder_version=&#8220;4.24.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; border_radii=&#8220;on|10px|10px|10px|10px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_image][et_pb_toggle title=&#8220;Der Deutsche Orden &#038; Maximilian III.&#8220; open=&#8220;on&#8220; open_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; open_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; closed_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; closed_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; icon_color=&#8220;#e09900&#8243; open_icon_color=&#8220;#e09900&#8243; admin_label=&#8220;Der Deutsche Orden &#038; Maximilian III.&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; title_text_color=&#8220;#e09900&#8243; title_font_size=&#8220;18px&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; border_radii=&#8220;on|5px|5px|5px|5px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; global_module=&#8220;53496&#8243; saved_tabs=&#8220;all&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]<\/p>\n<p>Maximilian der <em>Deutschmeister<\/em> (1558 \u2013 1618) trat seinen Posten als Gubernator von Tirol und Vorder\u00f6sterreich offiziell 1602 an. Anders als seine Vorg\u00e4nger war er Verwalter des Landes, und nicht dessen Eigent\u00fcmer. Das spiegelte sich in seinem Auftreten wider. Er war ein frommer und tiefgl\u00e4ubiger Mensch, der die christliche N\u00e4chstenliebe auf eigenartige Weise mit dem politischen Amt des Regenten unter einen Hut bringen musste. Er zog sich regelm\u00e4\u00dfig f\u00fcr lange Perioden in die Abgeschiedenheit seiner Studierstube ins 1594 gestifteten Kapuzinerkloster zur\u00fcck, um dort unter bescheidensten Verh\u00e4ltnissen und enthaltsam zu leben. Er veranstaltete keine rauschenden Feste. Der aufgebl\u00e4hte Hofstaat Ferdinands wurde fast um die H\u00e4lfte geschrumpft. Unter ihm zogen in Innsbruck strenge Sitten ein. Erz\u00e4hlungen nach soll Kindern das Spielen auf der Stra\u00dfe verboten worden sein. Als eifriger Vertreter der Gegenreformation war ihm die Durchsetzung des katholischen Glaubens ein besonderes Anliegen. Anders als seine Vorg\u00e4nger wollte er das durch Sittenstrenge anstatt mit protzigen Bauprojekten erreichen. Er beschr\u00e4nkte sich auf die Vollendung bereits begonnener Gottesh\u00e4user wie der Servitenkirche oder der Jesuitenkirche. Auch der Innsbrucker Stadtteil St. Nikolaus erhielt einen eigenen Pfarrer, der \u00fcber das Seelenheil der weniger beg\u00fcterten Untertanen wachte. Maximilian veranstaltete keine prunkvollen Konzerte in Theatern, sondern f\u00f6rderte gemeinsam mit der Witwe seines Vorg\u00e4ngers, Anna Katharina Gonzaga, den kirchlichen Gesang. Weihnachtskrippen und Ostergr\u00e4ber begannen sich als Ausdruck des Volksglaubens zu etablieren. Ob es sein Vorbild als frommer Landesf\u00fcrst, seine ma\u00dfvolle und umsichtige Glaubenspolitik oder gegenreformatorische Unterdr\u00fcckung war, das protestantische Gedankengut starb im Heiligen Land Tirol unter Maximilians Regentschaft einen stillen Tod w\u00e4hrend es in vielen deutschen F\u00fcrstent\u00fcmern weiterhin brodelte.<\/p>\n<p>Seine Fr\u00f6mmigkeit schloss wissenschaftliches Interesse und daraus abgeleitete praktische Ma\u00dfnahmen zum Wohl der Stadt aber nicht aus. Das 17. Jahrhundert war die Zeit, in der sich aufgeschlossene Aristokraten an Alchemisten wandten, um die Staatskassen aufzuf\u00fcllen und sich von Wissenschaftlern wie Johannes Keppler Horoskope legen lie\u00dfen, w\u00e4hrend sie gegen das \u201eKetzertum\u201c der Protestanten gewaltsam zu Felde zogen. Der Jesuit, Physiker und Astronom Christoph Scheiner, einer der Entdecker der Sonnenflecken neben Galileo Galilei, war drei Jahre lang am Innsbrucker Hof Maximilians und erforschte am Inn die Funktion des menschlichen Auges. Maximilian lie\u00df sich von ihm ein Fernrohr einrichten und stellte gemeinsam mit Scheiner astronomische Forschungen an. Auch Bildungsinstitute profitierten von ihm. Die Jesuiten erweiterten unter seiner Regentschaft ihren Bildungsauftrag durch ein Studium der Theologie und Dialektik, was einen ersten Schritt Richtung Universit\u00e4t darstellte.<\/p>\n<p>Die beginnende Aufkl\u00e4rung war aber keine reine Angelegenheit der landesf\u00fcrstlichen Studierstube, sondern schlug sich auch im Alltag der B\u00fcrger Innsbrucks nieder. Das st\u00e4dtische Feuerl\u00f6schwesen und die Hygiene der <em>Ritschen<\/em>, die als Kanalisation und Wasserquelle innerhalb der Stadtmauern dienten, wurden unter Maximilian nach neuesten Erkenntnissen der Zeit verbessert. Besonders die zweite Ma\u00dfnahme sollte die Stadt zuk\u00fcnftig vor einer Wiederholung der gro\u00dfen Katastrophe unter Maximilians \u00c4gide bewahren. W\u00e4hrend seiner Regierungszeit hatte er mit dem Ausbruch einer Pestepidemie zu k\u00e4mpfen. Die Dreiheiligenkirche in der Kohlstatt, dem Arbeiterviertel der Fr\u00fchen Neuzeit beim Zeughaus, entstand unter seiner Patronanz, um neben dem Schutz durch bessere Hygiene auch himmlische Patronanz sicherzustellen.<\/p>\n<p>Im Jahr Maximilians Ablebens 1618 begann in Europa die Zeit des Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieges. So langweilig seine fromme und friedliche Regierungszeit ohne Protz und Drama heute erscheint, waren die Jahre des Friedens f\u00fcr seine Zeitgenossen wohl ein Segen. Der sittenstrenge Habsburger nahm zwischen den Exzentrikern Ferdinand II. und Leopold V. den undankbaren Mittelstuhl ein und konnte sich kaum ins Ged\u00e4chtnis der Stadt einpr\u00e4gen. Neben der Dreiheiligenkirche ist seine letzte Ruhest\u00e4tte seine auff\u00e4lligste Hinterlassenschaft. Maximiliens Grab im Innsbrucker Dom z\u00e4hlt zu den sehenswertesten Gr\u00e4bern der Barockzeit.<\/p>\n<p>Es erz\u00e4hlt auch die interessante Geschichte des <em>Deutschen Ordens<\/em>. Maximilian war nicht nur Gubernator von Tirol und Vorder\u00f6sterreich, sondern auch Erzherzog von \u00d6sterreich, Administrator von Preu\u00dfen und Hochmeister des Deutschen Ordens. Neben ihm begraben liegt auch ein anderer Hochmeister des Deutschen Ordens aus dem Haus Habsburg mit Bezug zu Innsbruck. Erzherzog Eugen war der oberste Befehlshaber der \u00f6sterreichisch-ungarischen Armee an der Italienfront im Ersten Weltkrieg. Der <em>Deutsche Orden<\/em> zeigt die theologische Denkweise und die Verbundenheit von frommem Glauben und weltlicher Macht der Fr\u00fchen Neuzeit anschaulich. Ergebene Fr\u00f6mmigkeit und Gottesfurcht traf in der Zeit bis 1500 h\u00e4ufig auf die Aus\u00fcbung von weltlicher Macht.<\/p>\n<p>Der Orden wurde als Ritterorden um 1120 im Rahmen der Kreuzz\u00fcge in Jerusalem gegr\u00fcndet. Kirche und Rittertum vereinten sich, um Pilgern den Besuch der Heiligen St\u00e4dten, vor allem der Grabeskirche, gefahrlos zu erm\u00f6glichen. Nach der Vertreibung aus Pal\u00e4stina engagierten sich die Ritter des Deutschen Ordens auf Seiten christlicher Magyaren in Siebenb\u00fcrgen im heutigen Rum\u00e4nien gegen heidnische St\u00e4mme. Im 13. Jahrhundert konnte der Orden unter Hermann von Salza im Baltikum im Kampf gegen die heidnischen Pru\u00dfen viel Land gewinnen und den <em>Deutschordensstaat<\/em> errichten. Diese Bruderschaft trat als eine Art Staatlichkeit auf, die sich \u00e4hnlich den religi\u00f6sen Fundamentalisten heute, auf Gott berief und dessen Ordnung auch auf Erden herstellen wollte. Es waren die Ideale wie christliche N\u00e4chstenliebe und der Schutz der Armen und Hilflosen, die auch den <em>Deutschen Orden<\/em> in seinem Kern antrieben. Damit passte er ideal zum Herrscherhaus Habsburg. Nach dem Niedergang des Ordens im 15. Jahrhundert in Nordosteuropa behielt der Orden durch geschickte Verbindung zum Adel und zum Milit\u00e4r vor allem im Habsburgerreich noch Besitzungen und Macht.<\/p>\n<p>[\/et_pb_toggle][\/et_pb_column_inner][\/et_pb_row_inner][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_text admin_label=&#8220;\u00dcberschrift (nicht \u00e4ndern)&#8220; _builder_version=&#8220;4.24.3&#8243; text_text_color=&#8220;#000000&#8243; header_font=&#8220;|on|||&#8220; header_text_align=&#8220;center&#8220; header_text_color=&#8220;#e09900&#8243; header_font_size=&#8220;42px&#8220; header_line_height=&#8220;1.3em&#8220; header_2_text_color=&#8220;#e09900&#8243; background_color=&#8220;rgba(255,255,255,0.8)&#8220; background_layout=&#8220;dark&#8220; custom_padding=&#8220;20px|20px|20px|20px|true|true&#8220; header_font_size_last_edited=&#8220;off|desktop&#8220; border_radii=&#8220;on|10px|10px|10px|10px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; locked=&#8220;off&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h2>Sehensw\u00fcrdigkeiten dazu&#8230;<\/h2>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_blog fullwidth=&#8220;off&#8220; posts_number=&#8220;50&#8243; include_categories=&#8220;46&#8243; show_thumbnail=&#8220;off&#8220; use_manual_excerpt=&#8220;off&#8220; show_author=&#8220;off&#8220; show_date=&#8220;off&#8220; show_categories=&#8220;off&#8220; show_excerpt=&#8220;off&#8220; show_pagination=&#8220;off&#8220; admin_label=&#8220;Sehensw\u00fcrdigkeiten dieser Kategorie&#8220; _builder_version=&#8220;4.24.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; custom_padding=&#8220;10px|10px|10px|10px|true|true&#8220; border_radii=&#8220;on|10px|10px|10px|10px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_blog][et_pb_text admin_label=&#8220;\u00dcbersicht der Stadtgeschichte (nicht \u00e4ndern)&#8220; _builder_version=&#8220;4.24.3&#8243; text_text_color=&#8220;#000000&#8243; header_font=&#8220;|on|||&#8220; header_text_align=&#8220;center&#8220; header_text_color=&#8220;#e09900&#8243; header_font_size=&#8220;42px&#8220; header_line_height=&#8220;1.3em&#8220; header_2_text_color=&#8220;#e09900&#8243; background_color=&#8220;rgba(255,255,255,0.8)&#8220; background_layout=&#8220;dark&#8220; custom_padding=&#8220;20px|20px|20px|20px|true|true&#8220; header_font_size_last_edited=&#8220;off|desktop&#8220; border_radii=&#8220;on|10px|10px|10px|10px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; locked=&#8220;off&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/geschichte-der-stadt-innsbruck\/\">\u00dcbersicht der Stadtgeschichte<\/a><\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Two influential Grand Masters of the Teutonic Order have a strong connection to Innsbruck. <\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":2597,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","wds_primary_category":0,"footnotes":""},"categories":[89,94],"tags":[],"class_list":["post-54576","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-wissenswertes","category-wissenswertes-17-jahrhundert"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/54576","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=54576"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/54576\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2597"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=54576"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=54576"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=54576"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}