{"id":54611,"date":"2024-05-14T14:27:55","date_gmt":"2024-05-14T14:27:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/?p=54611"},"modified":"2026-04-20T14:17:38","modified_gmt":"2026-04-20T14:17:38","slug":"reform-und-revolution-jakob-hutter-und-michael-gaismair","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/reform-und-revolution-jakob-hutter-und-michael-gaismair\/","title":{"rendered":"Reform and rebellion: Jakob Hutter and Michael Gaismair"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; specialty=&#8220;on&#8220; _builder_version=&#8220;4.24.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; specialty_columns=&#8220;2&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_row_inner _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column_inner saved_specialty_column_type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_text admin_label=&#8220;Titel&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; text_text_color=&#8220;#000000&#8243; header_font=&#8220;|on|||&#8220; header_text_align=&#8220;center&#8220; header_text_color=&#8220;#e09900&#8243; header_font_size=&#8220;42px&#8220; header_line_height=&#8220;1.3em&#8220; header_2_text_color=&#8220;#e09900&#8243; background_color=&#8220;rgba(255,255,255,0.8)&#8220; background_layout=&#8220;dark&#8220; custom_padding=&#8220;20px|20px|20px|20px|true|true&#8220; header_font_size_last_edited=&#8220;off|desktop&#8220; border_radii=&#8220;on|10px|10px|10px|10px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; locked=&#8220;off&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h2>Reform und Revolution: Jakob Hutter und Michael Gaismair<\/h2>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/IMG_0385-scaled.jpeg&#8220; alt=&#8220;Malerei Michael Gaismair Pembaurstra\u00dfe&#8220; title_text=&#8220;Malerei Michael Gaismair Pembaurstra\u00dfe&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; border_radii=&#8220;on|10px|10px|10px|10px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_image][et_pb_toggle title=&#8220;Reform und Rebellion: Jakob Hutter und Michael Gaismair&#8220; open=&#8220;on&#8220; open_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; open_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; closed_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; closed_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; icon_color=&#8220;#e09900&#8243; open_icon_color=&#8220;#e09900&#8243; admin_label=&#8220;Reform und Revolution: Jakob Hutter und Michael Gaismair&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; title_text_color=&#8220;#e09900&#8243; title_font_size=&#8220;18px&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; border_radii=&#8220;on|5px|5px|5px|5px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; global_module=&#8220;53521&#8243; saved_tabs=&#8220;all&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]<\/p>\n<p>Die ersten Regierungsjahre des sp\u00e4teren Kaisers Ferdinand I. (1503 \u2013 1564) als Landesf\u00fcrst Tirols waren von Unruhen gekennzeichnet. Die aufw\u00e4ndige Hoff\u00fchrung Siegmunds und die Kriege Maximilians samt der Verpf\u00e4ndung eines gro\u00dfen Teils des Landesverm\u00f6gens an ausl\u00e4ndische Unternehmer und Finanziers hatte die finanzielle Lage Tirols in arge Schieflage gebracht. Unter dem spanischst\u00e4mmigen Ferdinand, der kaum Zeit am Hof in Innsbruck verbrachte, b\u00fc\u00dfte Innsbruck an Bedeutung ein. Viele Reichsbeamten verlie\u00dfen die Stadt wieder und mit ihnen das Kapital, das sie als gut besoldete Bedienstete und Angeh\u00f6rige der Aristokratie mitgebracht hatten. Das einzige, das sie hinterlie\u00dfen, so zumindest die subjektive und individuelle Auffassung vieler B\u00fcrger, waren Nachteile. Die gestiegenen Preise f\u00fcr das t\u00e4gliche Leben fielen nicht mehr, obwohl die Eink\u00fcnfte geringer wurden. Das neue Recht, das \u00fcber die von Maximilian eingef\u00fchrte Verwaltung eingef\u00fchrt worden war, stand dem alten Gewohnheitsrecht gegen\u00fcber. Die Jagd im Wald und das Suchen nach Feuerholz waren damit f\u00fcr einen Gro\u00dfteil der Bev\u00f6lkerung illegal geworden. Der Verlust dieser <em>Allmendrechte<\/em> und die immer h\u00f6her werdende Abgabenlast hatten f\u00fcr Kleinbauern, Tagel\u00f6hner, Knechte und anderen <em>Pofel<\/em> massive Auswirkungen. In Tirol traten zu dieser Zeit mit Jakob Hutter (1500 \u2013 1536) und Michael Gaismair (1490 \u2013 1532) zwei M\u00e4nner auf den Plan, die mehr soziale Gerechtigkeit forderten, die bestehende Ordnung bedrohten und daf\u00fcr mit dem Leben bezahlten.<\/p>\n<p>Jakob Hutter war die Galionsfigur der in Tirol vor allem im Unterinntal und im Pustertal aktiven Wiedert\u00e4ufer. Die Zeit, in der er heranwuchs, war wie gemacht f\u00fcr einen apokalyptischen Prediger des Wandels. Die ersten Anzeichen der Kleinen Eiszeit verursachten vermehrt Missernten. Einige Menschen sahen darin eine Strafe Gottes f\u00fcr das s\u00fcndige Leben der Menschen. Sekten wie die Wiedert\u00e4ufer predigten die reine Lehre der Religion, um sich von dieser Schuld zu befreien und so die Ordnung wiederherzustellen. Menschen sollten frei erwachsene und m\u00fcndige B\u00fcrger dem Christentum beitreten anstatt direkt nach der Geburt getauft zu werden. Besonderen Unmut bei der R\u00f6mischen Kirche und Ferdinand I. erregte ihre Einstellung zu weltlichem Besitz, zur Kindstaufe und die offen zur Schau gestellte Abneigung gegen weltliche und kirchliche Obrigkeiten. F\u00fcr den streng gl\u00e4ubigen und papsttreuen Landesf\u00fcrsten stellten die Wiedert\u00e4ufer eine Bedrohung der \u00f6ffentlichen Ordnung dar. Einem guten Teil der Bev\u00f6lkerung waren die Sonderlinge als S\u00fcndenb\u00f6cke willkommen. Was dem 19. Jahrhundert Anarchisten und Kommunisten waren, stellten im Zeitalter der Konfessionsstreitigkeiten Gruppen wie die Hutterer dar. Dass die Schulden und die finanziellen Belastungen nicht vom gottlosen Leben der Wiedert\u00e4ufer sondern von der teuren Regentschaft und Politik der Habsburger kamen, interessierte kaum jemanden. Der Hexenwahn ging an Innsbruck vor\u00fcber, bereits 1524 wurden aber drei Wiedert\u00e4ufer in Innsbruck vor dem <em>Goldenen Dachl<\/em> wegen Ketzerei am Scheiterhaufen verbrannt. F\u00fcnf Jahre sp\u00e4ter wurden Tausende von ihnen des Landes verwiesen und wanderten nach M\u00e4hren, die heutige Tschechei, aus, wo sie geduldet wurden. Einer der Exilierten war Jakob Hutter. Aufgewachsen in S\u00fcdtirol f\u00fchrten ihn seine Lehr- und Gesellenjahre als Hutmacher nach Prag und K\u00e4rnten, wo er wahrscheinlich zum ersten Mal mit den Wiedert\u00e4ufern und ihren Lehren in Verbindung kam. Als die Religionsgemeinschaft 1535 auch aus M\u00e4hren vertrieben wurden, kam Hutter wieder zur\u00fcck nach Tirol. Die Bauernkriege, die gerade einmal zehn Jahre in der Vergangenheit lagen, steckten der Obrigkeit noch in den Knochen. Aufwieglern begegnete man mit aller H\u00e4rte. Hutter wurde gefangengenommen und nach Innsbruck gebracht. Im Kr\u00e4uterturm, einem in die Stadtmauern integrierten Verlie\u00df befragte man ihn nach den Sitten der Zeit unter Folter. Als Anf\u00fchrer der H\u00e4retiker f\u00fcr sein Wirken 1536 wurde er vor dem <em>Goldenen Dachl<\/em> am Scheiterhaufen verbrannt. Die nach ihm benannte Gemeinde der <em>Hutterischen Br\u00fcder<\/em> kam nach ihrer endg\u00fcltigen Vertreibung aus den deutschen L\u00e4ndern und langen Irrfahrten und Fluchten quer durch Europa im 19. Jahrhundert in Nordamerika an. Noch heute gibt es einige hundert Hutterer Kolonien in Kanada und den USA, die noch immer nach dem Gebot der Jerusalemer G\u00fctergemeinschaft in einer Art kommunistischem Urchristentum leben. Wie die Mennoniten und die Amisch leben die Hutterer meist isoliert von der Au\u00dfenwelt und haben sich eine eigene Form der an das Deutsche angelehnten Sprache erhalten. In Innsbruck erinnern eine kleine Tafel <em>am Goldenen Dachl<\/em> sowie eine Stra\u00dfe im Westen der Stadt an Jakob Hutter. 2008 hatten die Bisch\u00f6fe von Brixen und Innsbruck gemeinsam mit den Landeshauptleuten Nord- und S\u00fcdtirols in einem Brief an den \u00c4ltestenrat der <em>Hutterischen Br\u00fcder<\/em> das knapp 500 Jahre vergangene Unrecht an der T\u00e4ufergemeinschaft eingestanden. 2015 wurde im Saggen ein paar Schritte s\u00fcdwestlich des Panoramageb\u00e4udes der <em>Huttererpark<\/em> er\u00f6ffnet, in dem das Denkmal \u201e<em>\u00dcbrige Brocken<\/em>\u201c an das Schicksal und Leid der Verfolgten erinnert.<\/p>\n<p>Der gr\u00f6\u00dfte Aufruhr im Zuge der Reformation in Tirol war der Bauernaufstand von 1525, der eng mit dem Namen Michael Gaismairs verbunden ist. Anders als Hutter, der vor allem eine spirituelle Erneuerung forderte, wollte Gaismair auch soziale Ver\u00e4nderungen vorantreiben. Der Tiroler Aufstand war ein Teil dessen, was als <em>Deutscher Bauernkrieg<\/em> gro\u00dfe Teile des <em>Heiligen R\u00f6mischen Reiches<\/em> ersch\u00fctterte. Es war zum Teil reformatorischer, theologischer Eifer, zum Teil Unzufriedenheit mit der sozialen Lage und G\u00fcterverteilung, was die Aufst\u00e4ndischen antrieb. Gaismair war kein Theologe. Als Sohn eines Bergwerksunternehmers entstammte er einem Haushalt, den man heute wohl als b\u00fcrgerliche Oberschicht bezeichnen w\u00fcrde. Wahrscheinlich studierte er Jus an einer italienischen Universit\u00e4t, bevor er Grubenschreiber im Bergwerk Schwaz wurde. 1518 begab er sich in den Dienst des Tiroler Landeshauptmanns Leonhard von V\u00f6ls, wo er milit\u00e4rische und administrative Erfahrungen sammelte. 1524 wechselte er, vermutlich nach einer Art Korruptionsskandal, in den Dienst des Bischofs von Brixen. Der Bischof war gleichzeitig kirchlicher und weltlicher F\u00fcrst seines Bistums. Bei seinen Untertanen war er sehr unbeliebt, galt er doch als strenger Landesherr und verlangte mehr Robot und Fronarbeit als der Tiroler Landesf\u00fcrst. Hier sah Gaismair aus erster Hand, wie die landesherrschaftliche Verwaltung des Klerus mit strenger Rechtsprechung die Untertanen knechtete.<\/p>\n<p>Im Mai 1525 kam es nach langem Brodeln zum \u00dcberkochen des Volkszornes. Die Nachrichten von Bauernaufst\u00e4nden aus S\u00fcddeutschland hatten auch die Tiroler Untertanen aufgestachelt. Viele von ihnen hatten in den Italienkriegen Maximilians als Kriegsknechte gedient und besa\u00dfen milit\u00e4rische Erfahrung. Dazu gesellten sich unzufriedene Stadtb\u00fcrger, Handerker und sonstiger <em>Pofel<\/em>. Einer dieser <em>Bauernhaufen<\/em> drang in das Kloster Neustift ein. Nicht nur bisch\u00f6fliches Eigentum und die Weinvorr\u00e4te wurden gepl\u00fcndert, auch die Urbare, die Aufzeichnungen rund um Gerichtsbarkeit, Besitz, Schulden und Verpflichtungen der Bauern gegen\u00fcber dem Grundherrn, wurden vernichtet. Mit von der Partie war auch Michael Gaismair, der eigentlich auf der Seite des Bischofs h\u00e4tte stehen sollen. Am Tag nach der Einnahme des Klosters w\u00e4hlten die Aufst\u00e4ndischen Gaismair zu ihrem Hauptmann. Es waren wohl seine milit\u00e4rische Erfahrung, seine Bildung und auch sein Wissen um milit\u00e4rische St\u00e4rken und Schw\u00e4chen sowohl des Landeshauptmann von Tirol wie auch der Bisch\u00f6fe von Brixen und Trient, die ihm das Vertrauen einbrachten. Die Aufstandsbewegung nahm in den n\u00e4chsten Tagen unkoordiniert Fahrt auf und breitete sich \u00fcber gro\u00dfe Teile Tirols aus. Es kam zu \u00dcbergriffen auf Einrichtungen der Kirche und der verhassten fremden Handelsinstitute wie den Fuggern. W\u00e4hrend einige der Abteilungen und Gruppen ernsthafte Forderungen stellten und eine echte Gefahr f\u00fcr die Obrigkeit waren, waren andere auf den Spa\u00df an der Sache der Rebellion und Pl\u00fcnderungen aus. In Innsbruck wurde das Stift Wilten als grundherrschaftlicher Sitz belagert, die Bauern lie\u00dfen aber schnell von ihrem Vorhaben ab, nachdem sie Wein und Fleisch aus den Vorratskammern des Abtes erhalten hatten.<\/p>\n<p>Um Zeit zu gewinnen und sich zu sammeln, berief die Regierung unter Ferdinand einen Landtag in Innsbruck ein. Die Anliegen der Untertanen wurden in einem Beschwerdekatalog, den <em>62 Meraner Artikeln<\/em> gesammelt, die sp\u00e4ter auf <em>96 Innsbrucker Artikel<\/em> erweitert wurden. W\u00e4hrend der Verhandlungen zwischen Landesf\u00fcrsten, Adel, Klerus, B\u00fcrgern und Bauern residierte Gaismair weiterhin in Brixen und probierte im Gebiet an der Eisack sein Regiment zu etablieren. Erst im Laufe des Sommers begab er sich zu Verhandlungen mit Ferdinand nach Innsbruck. Obwohl ihm freies Geleit versprochen wurde, nahm man ihn als R\u00e4delsf\u00fchrer fest. Dass er tats\u00e4chlich im <em>Kr\u00e4uterturm<\/em> eingekerkert war, scheint nach seiner recht unspektakul\u00e4ren Flucht im Oktober 1525 unwahrscheinlich. \u00dcber Sterzing fl\u00fcchtete er in die Schweiz. In Z\u00fcrich lernte er Huldyrich Zwingli kennen. Wohl von ihm inspiriert schrieb Gaismair einen Entwurf f\u00fcr eine Tiroler Landesverfassung. Der Klerus sollte sich um das Seelenheil der Untertanen statt um Politik k\u00fcmmern. Land und G\u00fcter wie Bergwerksertr\u00e4ge sollten sozial gerecht verteilt, Zinsen abgeschafft werden. Die Einschr\u00e4nkungen von Jagd und Fischerei, die Ferdinands Vorg\u00e4nger Maximilian I. den Tirolern auferlegte, sollten wieder aufgehoben werden. Einer der Artikel lautete:<\/p>\n<p>\u201e<em>Was den Zehent betriff, so soll ihn jeder geben nach dem Gebot Gottes, und er soll wie folgt verwendet werden: Jede Pfarre habe einen Priester nach der Lehre des Apostels Paulus, den den Menschen das Wort Gottes verk\u00fcndet\u2026 was \u00fcbrig bleibt, ist den Armen zu geben.\u201c<\/em><\/p>\n<p>W\u00e4hrenddessen waren die Rebellionen in der Grafschaft Tirol und den F\u00fcrstbist\u00fcmern Brixen und Trient zusammengebrochen. Die R\u00e4delsf\u00fchrer der Aufst\u00e4nde waren teils gefl\u00fcchtet, teils grausam und demonstrativ hingerichtet worden. Einige der Punkte aus den Beschwerdekatalogen wurden vom F\u00fcrsten in die Landesordnung aufgenommen, um die Bev\u00f6lkerung zu befrieden. F\u00fcr Gaismair gab es kein Zur\u00fcck mehr. Der radikalisierte Ex-Beamte zog mit einigen seiner M\u00e4nner von Graub\u00fcnden in den s\u00fcdlichen Teil Salzburgs und nahm am <em>Salzburger Bauernaufstand<\/em> 1526 teil. Der Ruf seiner milit\u00e4rischen Erfolge erreichte die Republik Venedig, die sich seit dem Krieg 1477 mit Siegmund dem M\u00fcnzreichen in st\u00e4ndigem Konflikt mit den Habsburgern befand. Gaismair wurde als <em>Condottiere<\/em>, als Heerf\u00fchrer, engagiert, wahrscheinlich auch, weil sich die Venezianer des Wissens des ehemaligen Beamten des Bischofs von Brixen und des Landeshauptmanns bem\u00e4chtigen \u00fcber die Zust\u00e4nde im Land des Feindes wollten. Bald fiel er aber auch hier in Ungnade. Nicht nur schloss der Doge von Venedig Frieden mit den Habsburgern, auch seine antikatholische Haltung und seine unangepasste Lebensweise erregten Missgunst und Neid. 1532 wurde auf seinem Landsitz bei Venedig mit mehr als 40 Messerstichen ermordet. Welche der vielen M\u00e4chte, die er gegen sich aufgebracht hatte, dahintersteckte, ist nicht gekl\u00e4rt, wahrscheinlich wurden die Auftragsm\u00f6rder aber vom landesf\u00fcrstlichen Hof in Innsbruck beauftragt.<\/p>\n<p>Nicht weniger interessant als sein Leben ist sein Werdegang post mortem. Gaismair schaffte es nie zum allgemeinen Ruhm Andreas Hofers in Tirol. Anders als Hofer, der sich als braver Katholik gegen eine fremde Macht erhob, war Gaismair ein Aufst\u00e4ndischer gegen die eigene Obrigkeit, ein Unangenehmer und Querdenker. 1899 war ein Theaterst\u00fcck \u00fcber den Bauernf\u00fchrer von Franz Kranewitter erschienen. Im 20. Jahrhundert wurde Gaismair je nach Bedarf als K\u00e4mpfer gegen Monarchie und Klerus, von den Nationalsozialisten als deutscher Held und Befreier der Bauern oder von der Linken als fr\u00fcher Kommunist gedeutet. Die 68er Generation feierte den eigentlich frommen und gottesf\u00fcrchtigen Revolution\u00e4r f\u00fcr seine Ideen zur Vergemeinschaftung von Eigentum. Der Tiroler Journalist und Historiker Claus Gatterer schrieb zur st\u00e4ndigen Umdeutung der Figur Gaismairs:<\/p>\n<p>\u00a0\u201e<em>Wieviel Wahrheit darf ein Volk \u00fcber seine Vergangenheit, \u00fcber Wachsen und Werden seiner Gegenwart erfahren?&#8230; Der jeweiligen Ideologie entsprechend, werden altverdiente Helden und Heilige von den Sockeln gest\u00fcrzt, und durch andere, bis dahin missachtet, ersetzt; oder es wird einem etablierten Heiligen kurzerhand eine neue Biographie verpasst, die namentlich in der Motivation des Handelns sich mit aktuellen Erfordernissen passt.<\/em>\u201c<\/p>\n<p>F\u00fcr Michael Gaismair und den Bauernaufstand von 1525 gibt es kaum Erinnerungsorte oder gar Denkm\u00e4ler in Innsbruck. In Wilten erinnern eine Stra\u00dfe und eine nach ihm benannte Hauptschule an ihn.<\/p>\n<p>[\/et_pb_toggle][et_pb_toggle title=&#8220;Landesordnung Michael Gaismairs von 1526&#8243; open_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; open_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; closed_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; closed_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; icon_color=&#8220;#e09900&#8243; open_icon_color=&#8220;#e09900&#8243; admin_label=&#8220;Landesordnung Michael Gaismairs von 1526&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; title_text_color=&#8220;#e09900&#8243; title_font_size=&#8220;18px&#8220; border_radii=&#8220;on|5px|5px|5px|5px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; global_module=&#8220;65027&#8243; saved_tabs=&#8220;all&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p>Michael Gaismair verfasste auf seiner Flucht in Klosters einen Entwurf f\u00fcr eine Tiroler Landesordnung mit 28 Artikeln:<\/p>\n<p><em>Anfenklich so werd ir geloben und schw\u00f6rn, Leib und Guet zusamen setzen, von einander nit weichen, sonder mitainander heben und legen, doch alzeit nach Rat ze handlen, eur furgesetzten \u00d6brigkait treu und gehorsam ze sein und in allen Sachen nit aignen Nuz, sonder zum ersten die Eer Gottes und darnach den gemainen Nuz zu suechen, auf daz uns der almechtig Gott (wie er dann allen denen, so im in sein Gebotten gehorsam sein, vilfeltig gehaisen hat) Gnad und Beistand tue. Darauf wir genzlich vertrauen sollen, dann er ganz wahrhaft ist und niemand betruegt.<\/em><\/p>\n<p><em>Daz ir alle gotlosen Menschen, die daz ewig Wort Gottes vervolgen, den gemain armen Man beschw\u00e4ren und den gemainen Nuz verhindern, ausreiten und von dannen tuen wellet.<\/em><\/p>\n<p><em>Daz ir daran sein w\u00f6llet und ain ganz christenliche Satzung, die allein in allen Dingen aus dem heiligen Wort Gottes gegr\u00fcndt ist, aufrichten und daran genzlichen geleben wellet.<\/em><\/p>\n<p><em>Sollen alle Freihaiten abgetan, dann si wider daz Wort Gottes seind und daz Recht v\u00f6lschen, darin niemand fur den andern gevortailt werden soll.<\/em><\/p>\n<p><em>Sollen alle Rinkmauren an den Stetten, dergleichen alle Geschl\u00f6sser und Bevestigung im Land niderprochen werden und hinfur nimer St\u00f6tt, sonder Dorfer sein, damit kain Underschaid der Menschen, also daz ainer h\u00f6cher oder p\u00f6sser weder der ander sein w\u00f6lle, werde, daraus dann im ganzen Land Zerrugtligkait, auch Hoffart und Aufruer entsteen mag, sonder ain ganze Glaichait im Land sei.<\/em><\/p>\n<p><em>Sollen alle Pilder, Pildstock, die Capellen, so nit Pfarrkirchen sein, und die Me\u00df im ganzen Land abgetan werden, dann es ain Greul vor Gott ist und ganz uncristlich ist.<\/em><\/p>\n<p><em>Soll man daz Wort Gottes treulich und wahrhaftiglich ins Gaismairs Land allenthalben predigen und alle Sophisterei und Juristerei ausreiten und dieselben Puecher verprennen.<\/em><\/p>\n<p><em>Sollen die Gericht allenthalben im Land auf daz gelegenlichest, desgleichen die Pfarren ausgezellt werden, also daz man die mit wenigstem Costen versechen mag.<\/em><\/p>\n<p><em>Soll ain jede ganze Gmair ains jeden Gericht alle Jar ain Richter und acht Geschworen erw\u00f6llen, die sollen daselbig Jar den Gerichtzwang versehen.<\/em><\/p>\n<p><em>Soll alle Montag Recht gehalten werden und alle Sachen nicht \u00fcber das ander Recht aufgezogen werden, sonder zu End bracht auf den anderen Tag, sollen die Richter, Geschworn, Schreiber, Redner und Gerichtsleut, Potten sollen in den Gerichtsh\u00e4ndlen von niemant nicht nemen, sonder vom Land besoldt werden und demnach in irem Costen alle Montag bei der Gerichtstatt erscheinen und dem Gericht gewertig sein.<\/em><\/p>\n<p><em>soll ain Regiment im Land besetzt werden, darzue Brichsen der gelegentlichst Platz wer, au\u00dferdem vill Pfaffenheuser und andere Notturft und mitten im Land were; und solten die Regenten aus allen Viertailen des Lands, auch etlich vom Pergwerch erkuest werden.<\/em><\/p>\n<p><em>s\u00f6ll die Apellation von Stund an fur die Regierung und nimmer gen Meran, dann es ain Uncosten und kain Nutz ist darin, gepraucht worden und von Stund an dasselb erledigt und zu End an ferrer W\u00e4gerung gen.<\/em><\/p>\n<p><em>sol an dem Ort, da die Regierung des Lands ist, ain hoche Schuel aufgericht werden, da man allain daz Wort Gottes innen lernen soll und sollen albeg drei gelerte M\u00e4nner von der Hochenschuel, die daz Wort Gottes kundig und der g\u00f6ttlichen Geschrift (aus welcher die Gerechtigkeit Gottes allain erleutert werden mag) wol erfaren sein, in der Regierung sitzen und alle Sachen nach dem Bevelch Gottes, als eristenlich Volk zugeh\u00f6rent, richten und urtailen.<\/em><\/p>\n<p><em>Der Zins halben sol ain ganze Landschaft nach Rat mitainander beschlie\u00dfen, ob dieselben von Stund an ab sein sollen, oder ob man ain frei Jar nach dem Gesatz Gottes beruefen w\u00f6lle und die Zins mitlerweil zu gemainer Landsnotturft einziehen, dann es ist zu bedenken, daz gmaine Landschaft ains Kriegscostung ain Zeit lang prauchen wurd.<\/em><\/p>\n<p><em>Der Z\u00f6ll halben, sech mich dem gmain Man Nutz sein [f\u00fcr] guet an, man tet dieselben im Land allenthalben ab, aber an Confinen richtet man si auf und hielts also, was im Land gieng, daz zollet nicht, was aber aus dem Land gieng, daz zollet.<\/em><\/p>\n<p><em>Zechends halben, den soll jedermann geben nach dem Gepott Gottes und sol also verpracht werden: in jeder Pfarr sol ain Priester sein nach der Leer Pauli, der daz Wort Gottes verkundt, der soll mit erberer Notturft vom Zechend underhalten werden und der ubrig Zechend sol armen Leuten geben werden; aber ain solche Ordnung sol mit den Armen gehalten werden, es sol niemant von Haus zu Haus pettlen gen, damit Lotterei, vil unnutz Volk, daz wol arbeiten mag, abkhert werd.<\/em><\/p>\n<p><em>Die Kl\u00f6ster und teutschen Heuser sollen in Spit\u00e4ler gmacht werden. In etlichen sollen die Kranker beiainander sein, den mit aller Zaff und Erznei wol gewart werden soll, in den anderen die alten Personen, so eltershalben nimer arbeiten mugen, und die armen, unerzogen Kinder, die man lernen und zu Eeren ziechen soll. Und wo aber hausarm Leut weren, den sol man nach Rat ains jeden Richters in seiner Verwaltung, da si am pasten erkannt werden, nach Gelegenhait ierer Notturft vom Zechend oder Almuesen Hulf tuen. Wo aber der Zechend zu Underhaltung der Pfarrer und Armen nit erklecken m\u00f6chte, so soll meniglich sein Almuesen nach seinem Vermuegen treulichen darzuegeben. Und wo uber daz Mangel wer, so solt vom Einkomen v\u00f6llige Erstattung geben werden. Und soll in einem jeden Spital ain Spitalmaister sein und darzue ein \u00f6brister Vogt oder Ambtmann \u00fcber alle Spiteler und Armen gesetzt werden, der nicht anders tue, dann fur und fur alle Spit\u00e4ler bereit und Fursorg uber die Armen trag und inen Fursechung tue; darzue in alle Richter, ain jeder in seiner Verwaltung, mit ainer Hulf der Zechenden und Almuesen auch Anzaigung und Underrichtung der auch hausarmen Leuten h\u00fclflich sein sollt. Es sollen auch die Armen nit allain mit Essen und Trinken, sonder mit Klaidung und aller Notturft versechen werden.<\/em><\/p>\n<p><em>Item, damit guete Ordnung im Land allenthalben in allen Dingen gehalten werde, so sollen auch vier Hauptleut und darzue ain obrister Hauptman uber das ganz Land gesetzt werden, die in Kriegsleufen und allen Dingen fur und fur des Lands Notturft und Fursorg tragen mit Bereitung des Lands, der Refier, der P\u00e4\u00df, Weg, Pruggen, Wasserpei, Lantstra\u00dfen und alles handlen, was in dem Land Notturft ist und dem Land alle Notturft in allen Dingen treulich zu dienen; doch si sollen alle M\u00e4ngel nach der Besichtigung und Erkundigung zuvor der Regierung anzaigen und nach Rat derselben albeg handlen.<\/em><\/p>\n<p><em>Man sol auch M\u00f6ser und Auen und ander unfruchtpare Ort im Land fruchtbar machen und den gemain Nutz um etlich aigennutzigen Personen willen nit unterwegen lassen. Man m\u00f6cht die M\u00f6ser von Meran unz gen Trient alle auftrucknen und merklich Vich und Kue und Schaf darauf halten, auch viel mer Traid an vil Orten zuglen, also daz Land mit Fleisch versehen war. Man m\u00f6cht auch au vil Orten \u00d6lpam setzen, auch Saffran zuglen, auch die Poden-Weingarten sol man zu Glafuren* machen, rott Lagrein darin anlegen und verjeren, Wein machen wie im W\u00e4lschland und darzwischen Traid anpauen, dann daz Land Mangel an Traid hat. Daraus volget, daz die p\u00f6sen T\u00e4mpf von den M\u00f6sern vergiengen und daz Land frischer wurd. Es wurden vil Krankhaiten aufh\u00f6ren, die von den sw\u00e4ren Poden Wein komen, der Wein und Traid wurd wolfail und mit ringer Costung ze arbaiten. Aber die Pergweingarten, die man mit Korn nicht anpauen, die lie\u00df man bleiben.<\/em><\/p>\n<p><em>Item man sol in jedem Gericht alle Jar zu gelegener Zeit ain ganze Gmain in den Velden und Gemainden robudden, dieselbigen raumen und guet Waid machen und also daz Land fur und fur p\u00f6sseren. Es sol im Land niemant Kaufmanschaft treiben, auf daz sich mit der Sund des Wuchers niemant befleck. Aber damit in solchem nicht Mangel erschein und guet Ordnung gehalten werd, auch niemant \u00fcbersch\u00e4tz und betrogen, sunder alle Ding in aim rechten Kauf und guet Waar gefunden werden mug, so soll anf\u00e4nklichen ain Ort im Land furgenomen werden, darzue Trient der Wolfail halben und in miden Weg gelegen w\u00e4re, dahin man alle Handwerch anrichten und vom Land verlegen solle als Seidentuech, Pirett, M\u00f6ssingzeug, Samat, Schuech und anders zu machen. Und sol ongevar ain Generalambtman, der alle Ding verrait, dar\u00fcber gesetzt werden. Und was im Land als Gewurz und ander nicht erlangt werden mag, daz soll au\u00dferhalb bestellt werden. Darauf an etlichen Orten, der Gelegenhait nach im Land Laden gehalten, darin allerlei faigehapt; und sol auf nichte kain Gwin darauf schlahen, sonder allein der Costung, so dar\u00fcber get, darauf gerechnet werden. Damit wurde verhuet aller Betrug und Falsch und man mocht alle Ding im rechten Wert gehaben, und bleibt daz Gelt im Land und k\u00e4m dem gemainen Man zu gar gro\u00dfem Nutz. Diesen Ambtman \u00fcber den Handl und seinen Dienern geb man bestimmte Besoldung.<\/em><\/p>\n<p><em>Man soll ain guete schw\u00e4re Munz, wie bei Herzog Sigmund Zeiten widerumb aufrichten und die jetzig Munz aus dem Land tuen und vertreiben und ferrer kein auswendig Munz, weder vil noch wenig nemen, damit daz Gelt sol probiert werden und sol valuirt werden und was gegen Landnutz wert ist, also sols genumen werden.<\/em><\/p>\n<p><em>Man soll von allen Kirchen und Gotsheuseren alle Kelch und Klainet nemen und vermunzen und zu gemainer Landnotturft prauchen.<\/em><\/p>\n<p><em>Man sol auch guete Verst\u00e4ndnus zu ansto\u00dfenden L\u00e4nderen machen. Man sol den Zafairen im Land zu hausieren nit gestatten. Man sol hinfuran ain Markt im Etschland und ainen im Inntal halten. Man sol ain dapfere Summa Gelts zum Forat machen, ob daz Land ain unverschener Krieg anfiel. Und der vertriben Edelleit oder ander Paugueter sol man zu Underhaltung des Gerichts Costung halten.<\/em><\/p>\n<p><em>Des Pergwerchs: Erstlichen sollen alle Schm\u00f6lzh\u00fctten, Tailpergwerch, Arz, Silber, Kupfer und was darzue geh\u00f6rt und im Land betreten werden mag, so dem Adel und auslendischen Kaufleuten und Gesellschaften als Fuckerisch, H\u00f6chstetterisch, Paumgarterisch, Pumblisch und dergleichen zugeh\u00f6rt, zu gmain Landshanden einziehen; dann si solches billich verwurkt haben, dann si haben sollich ir Gerechtigkait mit unrechtem Wuecher erlangt: Gelt zu vergie\u00dfen menschlichs Pluets, desgleichen gmainen Man und Arbaiter mit Betrug und p\u00f6ser War in hohem Gelt, zwier mer, weders beswert gwesen, seins Lidlons bezalt, auch daz Gwurz und andre War durch ieren Furkauf vertaurt und Ursach ringer Munz gwesen; und alle Munzherren, die Silber von inen kaufen, nach irn solch erdacht Taten bezallen muessen, oder die Munz entgegen der Armen genumen, sein Lidlon auch dem Armen abgeprochen, so si mit Schm\u00e4lzherren in irem Erzkauf nicht erstatt; aber alle Kaufmanswar, aus dem sis alle in ire Hend bracht, in ainem h\u00f6cheren Kauf gestaigert. Und also die ganz Welt mit ierem uncristenlichen Wuecher beschw\u00e4rt und sich dardurch ir furstliche Vermugen gericht, das dann billich gestraft und abgest\u00f6lt werden solt.<\/em><\/p>\n<p><em>Demnach sol vom Land ain obrister Factor \u00fcber all Perkwerchsachen gesetzt werden, der alle Ding handl und jahrlichen verrait. Und sol niemant zu schm\u00f6lzen gestatt werden, sonder daz Land sol durch iren gesetzten Factor alle \u00c4rz schm\u00f6lzen lassen die \u00c4rzkeuf der Pillichait nach bestimbt und dargegen dem Arbaiter alle Raitung mit parem Gelt und mit kainem Pfenwert hinfuran Bezalung tuen, damit furan die Landleut und Perkleut in guetem Frieden beiainander bleiben mugen.<\/em><\/p>\n<p><em>Dergleichen sol im Pfannhaus guete Ordnung gehalten werden und sol dem Land ain zimblich Einkumen vom Perkwerch machen, dann es am pasten geschechen mag, damit die Regierung des Lands mit allen \u00c4mberen und Versicherung darvon underhalten werden mugen, wo aber in s\u00f6lchem dem Land Mangel erschin und gennegsam Einkumen zu Versehung des Lands darin nicht erlangt werden m\u00f6cht, so muest man ain Steur oder ain Zinsphenning aufl\u00f6gen, damit ain gleiche Purd im Land getragen wurd. Man sol auch allen Flei\u00df darzue tuen und die Costung vom Land daran l\u00f6gen, damit im Land an mer Orten Perkwerch erweckt und erpaut werden m\u00fcgen, dann durch die Perkwerch mag das Land an meniglich Beschwerung daz maist Einkumen erlangen.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>[\/et_pb_toggle][\/et_pb_column_inner][\/et_pb_row_inner][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_text admin_label=&#8220;\u00dcberschrift (nicht \u00e4ndern)&#8220; _builder_version=&#8220;4.24.3&#8243; text_text_color=&#8220;#000000&#8243; header_font=&#8220;|on|||&#8220; header_text_align=&#8220;center&#8220; header_text_color=&#8220;#e09900&#8243; header_font_size=&#8220;42px&#8220; header_line_height=&#8220;1.3em&#8220; header_2_text_color=&#8220;#e09900&#8243; background_color=&#8220;rgba(255,255,255,0.8)&#8220; background_layout=&#8220;dark&#8220; custom_padding=&#8220;20px|20px|20px|20px|true|true&#8220; header_font_size_last_edited=&#8220;off|desktop&#8220; border_radii=&#8220;on|10px|10px|10px|10px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; locked=&#8220;off&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h2>Sehensw\u00fcrdigkeiten dazu&#8230;<\/h2>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_blog fullwidth=&#8220;off&#8220; posts_number=&#8220;50&#8243; include_categories=&#8220;53&#8243; show_thumbnail=&#8220;off&#8220; use_manual_excerpt=&#8220;off&#8220; show_author=&#8220;off&#8220; show_date=&#8220;off&#8220; show_categories=&#8220;off&#8220; show_excerpt=&#8220;off&#8220; show_pagination=&#8220;off&#8220; admin_label=&#8220;Sehensw\u00fcrdigkeiten dieser Kategorie&#8220; _builder_version=&#8220;4.24.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; custom_padding=&#8220;10px|10px|10px|10px|true|true&#8220; border_radii=&#8220;on|10px|10px|10px|10px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_blog][et_pb_text admin_label=&#8220;\u00dcbersicht der Stadtgeschichte (nicht \u00e4ndern)&#8220; _builder_version=&#8220;4.24.3&#8243; text_text_color=&#8220;#000000&#8243; header_font=&#8220;|on|||&#8220; header_text_align=&#8220;center&#8220; header_text_color=&#8220;#e09900&#8243; header_font_size=&#8220;42px&#8220; header_line_height=&#8220;1.3em&#8220; header_2_text_color=&#8220;#e09900&#8243; background_color=&#8220;rgba(255,255,255,0.8)&#8220; background_layout=&#8220;dark&#8220; custom_padding=&#8220;20px|20px|20px|20px|true|true&#8220; header_font_size_last_edited=&#8220;off|desktop&#8220; border_radii=&#8220;on|10px|10px|10px|10px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; locked=&#8220;off&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/geschichte-der-stadt-innsbruck\/\">\u00dcbersicht der Stadtgeschichte<\/a><\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jakob Hutter and Michael Gaismair acted as theological and social reformers and revolutionaries.<\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":1757,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","wds_primary_category":0,"footnotes":""},"categories":[89,95],"tags":[],"class_list":["post-54611","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-wissenswertes","category-wissenswertes-16-jahrhundert"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/54611","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=54611"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/54611\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1757"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=54611"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=54611"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=54611"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}