{"id":54655,"date":"2024-05-15T07:23:37","date_gmt":"2024-05-15T07:23:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/?p=54655"},"modified":"2026-04-15T08:36:02","modified_gmt":"2026-04-15T08:36:02","slug":"maximilian-i-und-seine-zeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/maximilian-i-und-seine-zeit\/","title":{"rendered":"Maximilian I: Tyrolean at heart, European in spirit"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; specialty=&#8220;on&#8220; _builder_version=&#8220;4.24.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; specialty_columns=&#8220;2&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_row_inner _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column_inner saved_specialty_column_type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_text admin_label=&#8220;Titel&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; text_text_color=&#8220;#000000&#8243; header_font=&#8220;|on|||&#8220; header_text_align=&#8220;center&#8220; header_text_color=&#8220;#e09900&#8243; header_font_size=&#8220;42px&#8220; header_line_height=&#8220;1.3em&#8220; header_2_text_color=&#8220;#e09900&#8243; background_color=&#8220;rgba(255,255,255,0.8)&#8220; background_layout=&#8220;dark&#8220; custom_padding=&#8220;20px|20px|20px|20px|true|true&#8220; header_font_size_last_edited=&#8220;off|desktop&#8220; border_radii=&#8220;on|10px|10px|10px|10px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; locked=&#8220;off&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h2>Maximilian I.: Tiroler im Herzen, Europ\u00e4er im Geiste<\/h2>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/IMG_3363-scaled.jpeg&#8220; alt=&#8220;Malerei Maximilian Hormayrstra\u00dfe&#8220; title_text=&#8220;Malerei Maximilian Hormayrstra\u00dfe&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; border_radii=&#8220;on|10px|10px|10px|10px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_image][et_pb_toggle title=&#8220;Maximilian I. und seine Zeit&#8220; open=&#8220;on&#8220; open_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; open_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; closed_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; closed_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; icon_color=&#8220;#e09900&#8243; open_icon_color=&#8220;#e09900&#8243; admin_label=&#8220;Maximilian I. und seine Zeit&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; title_text_color=&#8220;#e09900&#8243; title_font_size=&#8220;18px&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; border_radii=&#8220;on|5px|5px|5px|5px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; global_module=&#8220;53520&#8243; saved_tabs=&#8220;all&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]<\/p>\n<p>Maximilian z\u00e4hlt zu den bedeutendsten Pers\u00f6nlichkeiten nicht nur der Innsbrucker, sondern der europ\u00e4ischen Geschichte. \u00dcber das Land im Gebirge soll er gesagt haben: &#8222;<em>Tirol ist ein grober Bauernkittel, der aber gut w\u00e4rmt<\/em>.&#8220; Gr\u00fcnde f\u00fcr die besondere Zuneigung gab es viele. Sein Vater Friedrich III. hatte 1415 in Innsbruck das Licht der Welt erblickt noch bevor die Stadt landesf\u00fcrstliche Residenz wurde. Maximilian war wie viele seiner Kollegen aus der Hocharistokratie begeisterter J\u00e4ger, die Lage der Stadt inmitten der Auen, W\u00e4lder und Berge soll, \u00e4hnlich wie sie es heute bei deutschen Studenten tut, einen besonderen Reiz auf ihn ausge\u00fcbt haben. Trotz dieser \u00fcberzeugenden Soft Facts waren es aber wohl handfestere Gr\u00fcnde, die ihn dazu bewegten, einen betr\u00e4chtlichen Teil seiner Amtsgesch\u00e4fte hierher zu verfrachten. 1490 \u00fcbernahm er die Regierungsgesch\u00e4fte Tirols auf Bitten der Landst\u00e4nde von seinem Vorg\u00e4nger Siegmund. Der m\u00e4chtige Habsburger wollte die wichtigen Assets, die das Land zu bieten hatte, nicht aus dem habsburgischen Portfolio geben. Maximilian machte die ehemalige Handelssiedlung am Inn zu einem der wichtigsten Zentren des Heiligen R\u00f6mischen Reichs und ver\u00e4nderte damit ihre Geschicke nachhaltig. Auch die strategisch g\u00fcnstige Lage Innsbrucks nahe an den italienischen Kriegsschaupl\u00e4tzen machte die Stadt so interessant f\u00fcr den Kaiser. Viele Tiroler mussten auf den Schlachtfeldern den kaiserlichen Willen durchsetzen, anstatt die heimischen Felder zu bestellen. Das \u00e4nderte sich erst am Ende seiner Regierungszeit. Maximilian gestand 1511 den Tirolern im <em>Tiroler Landlibell<\/em>, einer Art Verfassung zu, dass sie als Soldaten nur f\u00fcr den Krieg zur Verteidigung des eigenen Landes herangezogen werden d\u00fcrfen. Was von Maximilian-Nostalgikern, die das Dokument gerne als Freiheitsbrief ansehen, gerne vergessen wird, sind die Verpflichtungen wie die Einhebung von Sondersteuern im Kriegsfall, die damit geregelt werden. F\u00fcr Innsbruck zahlte es sich auf jeden Fall aus, wenn nicht finanziell, so zumindest kulturell. \u201e<em>Wer immer sich im Leben kein Ged\u00e4chtnis macht, der hat nach seinem Tod kein Ged\u00e4chtnis und derselbe Mensch wird mit dem Glockenton vergessen.\u201c<\/em> Dieser Angst wirkte Maximilian h\u00f6chst erfolgreich aktiv durch die Errichtung gut sichtbarer Symbole kaiserlicher Macht wie dem <em>Goldenen Dachl<\/em> entgegen. Propaganda, Bild und Medien spielten eine immer st\u00e4rkere Rolle, bedingt auch durch den aufkeimenden Buchdruck. Maximilian nutzte Kunst und Kultur, um sich pr\u00e4sent zu halten. Er hielt sich eine Reichskantorei, eine Musikkapelle, die vor allem bei \u00f6ffentlichen Auftritten und Empf\u00e4ngen internationaler Gesandter zum Einsatz kam. Er lie\u00df einen wahren Personenkult mit M\u00fcnzen, B\u00fcchern, Druckschriften und Gem\u00e4lden rund um sich selbst veranstalten.<\/p>\n<p>Bei aller Romantik, die der Liebhaber h\u00f6fischer Traditionen und des klassischen Rittertums pflegte, war er ein k\u00fchler Machtpolitiker. Seine Kulturpolitik und Propaganda lehnte sich vielleicht an das Mittelalter an, realpolitisch war er aber vorw\u00e4rtsgewandt. Unter ihm entstanden politische Institutionen wie der Reichstag, Reichshofrat und das Reichskammergericht, die das Verh\u00e4ltnis von Untertanen, Landesherr und Monarchie streng regelten. Um 1500 hatte Tirol circa 300.000 Einwohner. Mehr als 80% der Menschen arbeiteten in der Landwirtschaft und lebten zum allergr\u00f6\u00dften Teil von den Ertr\u00e4gen der H\u00f6fe. Maximilian beschnitt in einem wahren Furor an neuen Gesetzen die b\u00e4uerlichen Rechte der Allmende. Holzschlag, Jagd und Fischerei wurden dem Landesherrn unterstellt und waren kein Allgemeingut mehr. Das hatte negative Auswirkungen auf die b\u00e4uerliche Selbstversorgung. Dank der neuen Gesetze wurden aus J\u00e4gern Wilderer. Fleisch und Fisch waren im Mittelalter f\u00fcr lange Zeit ein Teil des Speiseplans, nun wurde dieser Genuss zum Luxus, der oft nur illegal beschafft werden konnte. Bei einem gro\u00dfen Teil der Bev\u00f6lkerung war Maximilian zu Lebzeiten deshalb unbeliebt.<\/p>\n<p>Zur Einschr\u00e4nkung in der Selbstversorgung gesellten sich neue Abgaben. Es war immer schon \u00fcblich gewesen, dass Landesf\u00fcrsten im Kriegsfall die Bev\u00f6lkerung mit zus\u00e4tzlichen Steuern belasteten. Maximilians Kriegsf\u00fchrung unterschied sich zu den mittelalterlichen Konflikten. Die Hilfstruppen und ihre adeligen, ritterlich k\u00e4mpfenden Grundherren wurden durch S\u00f6ldner, die mit den modernen Feuerwaffen umzugehen verstanden, erg\u00e4nzt oder ganz ersetzt.<\/p>\n<p>Diese neue Art ins Feld zu ziehen, verschlang Unsummen. Als die Ertr\u00e4ge aus den landesf\u00fcrstlichen Besitzungen wie M\u00fcnz-, Markt-, Bergwerks-, und Zollregal nicht mehr ausreichten, wurden die einzelnen Bev\u00f6lkerungsgruppen je nach Stand und Verm\u00f6gen besteuert, jedoch war die Steuer noch weit entfernt von unserem heutigen ausdifferenzierten System und brachten dementsprechend Ungerechtigkeit und Unmut mit sich. Ein Beispiel f\u00fcr eine Abgabe war Maximilians <em>Gemeiner Pfennig<\/em>. Die Verm\u00f6genssteuer betrug zwischen 0,1 und 0,5% des Verm\u00f6gens, war aber mit 1 Gulden gedeckelt. Juden mussten unabh\u00e4ngig von ihrem Verm\u00f6gen eine Kopfsteuer von 1 Gulden bezahlen. Erstmals wurden auch F\u00fcrsten zur Kasse gebeten, bezahlten aber durch die Deckelung maximal gleich viel wie ein mittelst\u00e4ndischer Jude. Verk\u00fcndung und Exekution der Steuer unterlagen Pr\u00e4laten, Pfarrern und weltlichen Herrn. Pfarrer mussten an drei Sonntagen die Steuer von der Kanzel herunter verk\u00fcnden, die Beitr\u00e4ge gemeinsam mit Vertretern der Gerichte einsammeln und im Reichssteuerregister anlegen. Schnell begriff man, dass diese Art der Steuereinhebung nicht funktionierte. Es bedurfte eines modernen Systems und Steuermodells. Eine kollegiale Kammer, das Regiment, wachte zentral \u00fcber die L\u00e4nder Tirol und Vorder\u00f6sterreich nach dem modernen Vorbild der Burgunder Finanzwirtschaft, die Maximilian in seiner Zeit in den Niederlanden kennengelernt hatte. Innsbruck wurde zum Finanz- und Buchhaltungszentrum f\u00fcr die \u00f6sterreichischen L\u00e4nder. Die <em>Raitkammer<\/em> und die <em>Hauskammer<\/em> befanden sich im Neuhof, wo heute das <em>Goldene Dachl<\/em> \u00fcber die Altstadt residiert. 1496 wurden die finanziellen Mittel der \u00f6sterreichischen Erbl\u00e4nder in der Schatzkammer in Innsbruck geb\u00fcndelt. Vorsitzender der Hofkammer war der Brixner Bischof Melchior von Meckau, der mehr und mehr die Fugger als Kreditgeber miteinbezog. Beamten wie Jakob Villinger (1480 &#8211; 1529) wickelten in der italienisch gepr\u00e4gten Form der doppelten Buchhaltung den Geldverkehr mit Bankh\u00e4usern aus ganz Europa ab und probierten den kaiserlichen Finanzhaushalt in Zaum zu halten. Talentierte Kleinadelige und B\u00fcrger, studierte Juristen und ausgebildete Beamten l\u00f6sten den Hochadel in bestimmender Funktion ab. Finanzexperten aus Burgund hatten die kaufm\u00e4nnische Leiter des Regiments \u00fcber. Die \u00dcberg\u00e4nge zwischen Finanz- und anderen Feldern wie Kriegsplanung und Innenpolitik waren flie\u00dfend, was der neuen Beamtenschicht gro\u00dfe Macht verlieh. War es bisher \u00fcblich, dass das Gleichgewicht zwischen Landesf\u00fcrsten, Kirche, Grundherr und Untertan aus Beitrag und milit\u00e4rischem Schutz bestand, wurde dieses System nun durch Zwang von der Obrigkeit durchgesetzt. Maximilian argumentierte, dass es Pflicht jedes Christenmenschen, egal welchen Standes, sei, das <em>Heilige R\u00f6mische Reich<\/em> gegen \u00e4u\u00dfere Feinde zu verteidigen. Die Aufzeichnungen rund um die Streitereien zwischen K\u00f6nig, Adel, Klerus, Bauern und St\u00e4dten um die Abgabenleistung erinnerten schon vor Maximilian stark an heutige politische Diskussion um das Thema der Macht- und Verm\u00f6gensverteilung. Der gro\u00dfe Unterschied zwischen dem ausgehenden 15. Jahrhundert und den vorhergegangenen Jahrhunderten entstand dadurch, dass dank des modernen Beamtenapparats diese Steuern nun auch exekutiert und eingetrieben werden konnten. Der Vergleich mit der Registrierkassenpflicht, der Besteuerung von Trinkgeldern in der Gastronomie und der Diskussion um die Abschaffung des Bargeldes dr\u00e4ngt sich auf. Das Kapital folgte der politischen Bedeutung ebenfalls nach Innsbruck. W\u00e4hrend seiner Regentschaft besch\u00e4ftigte Maximilian 350 R\u00e4te, die ihm zur Seite standen. Knapp ein Viertel dieser hochbezahlten R\u00e4te stammte aus Tirol. Gesandte und Politiker aus ganz Europa bis zum osmanischen Reich sowie Adelige lie\u00dfen sich ihren Wohnsitz in Innsbruck bauen oder \u00fcbernachteten in den Wirtsh\u00e4usern der Stadt. \u00c4hnlich wie <em>Big Money<\/em> aus \u00d6lgesch\u00e4ften heute Fachkr\u00e4fte aller Art nach Dubai lockt, zogen das Schwazer Silber und die daran h\u00e4ngende Finanzwirtschaft damals Experten aller Art nach Innsbruck, einer kleinen Stadt inmitten der unwirtlichen Alpen.<\/p>\n<p>Innsbruck ver\u00e4nderte sich unter Maximilian Regentschaft baulich und infrastrukturell wie nie zuvor. Neben dem repr\u00e4sentativen <em>Goldenen Dachl<\/em> lie\u00df er die Hofburg umgestalten, begann mit dem Bau der Hofkirche und erschuf mit dem Innsbrucker Zeughaus Europas f\u00fchrende Waffenschmiede. Die Stra\u00dfen durch die Altstadt wurden f\u00fcr die feinen Leute des Hofstaats befestigt und gepflastert. Als frommer Christ im Sinne der Ritterlichkeit half der Kaiser auch den \u00c4rmsten. 1499 lie\u00df Maximilian die <em>Salvatorikapelle<\/em>, ein Spital f\u00fcr notleidende Innsbrucker, die keinen Anspruch auf einen Platz im Stadtspital hatten, renovieren und erweitern. 1509 wurde der innerst\u00e4dtische Friedhof vom heutigen Domplatz hinter das Stadtspital an den heutigen Adolf-Pichler-Platz umgesiedelt. Maximilian lie\u00df den Handelsweg im heutigen Mariahilf verlegen und verbesserte die Wasserversorgung der Stadt. Eine Feuerordnung f\u00fcr die Stadt Innsbruck folgte 1510. Maximilian begann auch an den Privilegien des Stiftes Wilten, dem gr\u00f6\u00dften Grundherrn im heutigen Stadtgebiet, zu s\u00e4gen. Infrastruktur im Besitz des Klosters wie M\u00fchle, S\u00e4ge und Sillkanal sollten st\u00e4rker unter landesf\u00fcrstliche Kontrolle kommen.<\/p>\n<p>Der kaiserliche Hof und die wohlhabende Beamtenschaft, die in Innsbruck ans\u00e4ssig waren, transformierte Aussehen und Attit\u00fcde Innsbrucks. Maximilian hatte die distinguierte h\u00f6fische Kultur Burgunds seiner ersten Ehefrau nach Mitteleuropa eingef\u00fchrt. Kulturell war es vor allem seine zweite Ehefrau Bianca Maria Sforza, die Innsbruck f\u00f6rderte. Nicht nur die k\u00f6nigliche Hochzeit fand hier statt, sie residierte auch lange Zeit hier, war die Stadt doch n\u00e4her an ihrer Heimat Mailand als die anderen Residenzen Maximilians. Sie brachte ihren gesamten Hofstaat aus der Renaissancemetropole mit in die deutschen L\u00e4nder n\u00f6rdlich der Alpen. Kunst Unterhaltung in allen Formen bl\u00fchten auf.<\/p>\n<p>Innsbruck wurde unter Maximilian aber nicht nur kulturell zu einem Zentrum des Reiches, auch wirtschaftlich brummte die Stadt. Unter anderem war Innsbruck Zentrale des Postdienstes im Kaiserreich. In der Waffenherstellung konnte Maximilian auf das Fachwissen der B\u00fcchsenmeister aufbauen, die sich bereits unter seinem Vorg\u00e4nger Siegmund in den Gie\u00dfereien in H\u00f6tting etabliert hatten. Plattner, Gussh\u00fcttenbetreiber, Pulverstampfer und Messerschmiede siedelten sich in der Neustadt, in St. Nikolaus, M\u00fchlau, H\u00f6tting und entlang des Sillkanals an. Die Kaufmannsdynastie Fugger unterhielt eine Kontorei in Innsbruck. Neben seiner ihm gerne unterstellten Liebe f\u00fcr die Tiroler Natur waren ihm die Kostbarkeiten wie das Haller Salz und das Schwazer Silber mindestens ebenso teuer und n\u00fctzlich. Seinen aufw\u00e4ndigen Hofstaat, die Wahl zum K\u00f6nig durch die Kurf\u00fcrsten und den acht Jahre dauernden Krieg gegen die Republik Venedig finanzierte sich Maximilian unter anderem durch Verpf\u00e4ndung der Bodensch\u00e4tze des Landes.<\/p>\n<p>Maximilians Wirken in Innsbruck zu fassen, ist schwierig. Liebesbekundungen eines Kaisers schmeicheln nat\u00fcrlich der Volksseele bis heute. Seine materielle Hinterlassenschaft mit den vielen Prunkbauten verst\u00e4rken dieses positive Image. Er machte Innsbruck zu einer kaiserlichen Residenzstadt und trieb die Modernisierung der Infrastruktur voran. Innsbruck wurde dank dem Zeughaus zum Zentrum der R\u00fcstungsindustrie, die Schatzkammer des Reiches und wuchs wirtschaftlich und r\u00e4umlich. Die Schulden, die er daf\u00fcr aufnahm und das Landesverm\u00f6gen, das er an die Fugger verpf\u00e4ndete, pr\u00e4gten Tirol nach seinem Tod mindestens ebenso wie die strengen Gesetze, die er der einfachen Bev\u00f6lkerung verordnete. 5 Millionen Gulden soll er an Schulden hinterlassen haben, einen Betrag, den seine \u00f6sterreichischen Besitzungen in 20 Jahren erwirtschaften konnten. Die ausst\u00e4ndigen Zahlungen ruinierten nach seinem Tod viele Betriebe und Dienstleute, die auf den kaiserlichen Versprechungen sitzen blieben. Fr\u00fchneuzeitliche Herrscher waren nicht an die Verbindlichkeiten ihrer Vorg\u00e4nger gebunden. Eine Ausnahme bildeten die Vereinbarungen mit den Fuggern, hingen daran doch Pfandrechte. In den Legenden \u00fcber den Kaiser sind die harten Zeiten nicht so pr\u00e4sent wie das <em>Goldene Dachl<\/em> und die in der Schule gelernten Soft Facts. 2019 \u00fcberschlug man sich mit den Feierlichkeiten zum 500. Todestag des f\u00fcr Innsbruck wohl wichtigsten Habsburgers unter dem Motto \u201e<em>Tiroler im Herzen, Europ\u00e4er im Geiste<\/em>\u201c. Der Wiener wurde wohlwollend eingeb\u00fcrgert. Salzburg hat Mozart, Innsbruck Maximilian, einen Kaiser, den Tiroler passend zur gew\u00fcnschten Identit\u00e4t Innsbrucks als rauen Gesellen, der am liebsten in den Bergen ist, angepasst haben. Sein markantes Gesicht prangt heute auf allerhand Konsumartikeln, vom K\u00e4se bis zum Skilift steht der Kaiser f\u00fcr allerhand Profanes Pate. Lediglich f\u00fcr politische Agenden l\u00e4sst er sich weniger gut vor den Karren spannen als Andreas Hofer. Wahrscheinlich ist es f\u00fcr den Durchschnittsb\u00fcrger einfacher, sich mit einem revolution\u00e4ren Wirt zu identifizieren als mit einem Kaiser.<\/p>\n<p>[\/et_pb_toggle][\/et_pb_column_inner][\/et_pb_row_inner][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_text admin_label=&#8220;\u00dcberschrift (nicht \u00e4ndern)&#8220; _builder_version=&#8220;4.24.3&#8243; text_text_color=&#8220;#000000&#8243; header_font=&#8220;|on|||&#8220; header_text_align=&#8220;center&#8220; header_text_color=&#8220;#e09900&#8243; header_font_size=&#8220;42px&#8220; header_line_height=&#8220;1.3em&#8220; header_2_text_color=&#8220;#e09900&#8243; background_color=&#8220;rgba(255,255,255,0.8)&#8220; background_layout=&#8220;dark&#8220; custom_padding=&#8220;20px|20px|20px|20px|true|true&#8220; header_font_size_last_edited=&#8220;off|desktop&#8220; border_radii=&#8220;on|10px|10px|10px|10px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; locked=&#8220;off&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h2>Sehensw\u00fcrdigkeiten dazu&#8230;<\/h2>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_blog fullwidth=&#8220;off&#8220; posts_number=&#8220;50&#8243; include_categories=&#8220;52&#8243; show_thumbnail=&#8220;off&#8220; use_manual_excerpt=&#8220;off&#8220; show_author=&#8220;off&#8220; show_date=&#8220;off&#8220; show_categories=&#8220;off&#8220; show_excerpt=&#8220;off&#8220; show_pagination=&#8220;off&#8220; admin_label=&#8220;Sehensw\u00fcrdigkeiten dieser Kategorie&#8220; _builder_version=&#8220;4.24.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; custom_padding=&#8220;10px|10px|10px|10px|true|true&#8220; border_radii=&#8220;on|10px|10px|10px|10px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_blog][et_pb_text admin_label=&#8220;\u00dcbersicht der Stadtgeschichte (nicht \u00e4ndern)&#8220; _builder_version=&#8220;4.24.3&#8243; text_text_color=&#8220;#000000&#8243; header_font=&#8220;|on|||&#8220; header_text_align=&#8220;center&#8220; header_text_color=&#8220;#e09900&#8243; header_font_size=&#8220;42px&#8220; header_line_height=&#8220;1.3em&#8220; header_2_text_color=&#8220;#e09900&#8243; background_color=&#8220;rgba(255,255,255,0.8)&#8220; background_layout=&#8220;dark&#8220; custom_padding=&#8220;20px|20px|20px|20px|true|true&#8220; header_font_size_last_edited=&#8220;off|desktop&#8220; border_radii=&#8220;on|10px|10px|10px|10px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; locked=&#8220;off&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/geschichte-der-stadt-innsbruck\/\">\u00dcbersicht der Stadtgeschichte<\/a><\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Maximilian I is perhaps the most popular figure in Innsbruck's history.<\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":67985,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","wds_primary_category":0,"footnotes":""},"categories":[89,95],"tags":[],"class_list":["post-54655","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-wissenswertes","category-wissenswertes-16-jahrhundert"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/54655","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=54655"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/54655\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/67985"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=54655"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=54655"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=54655"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}