{"id":54729,"date":"2024-05-15T08:19:02","date_gmt":"2024-05-15T08:19:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/?p=54729"},"modified":"2026-04-01T11:58:21","modified_gmt":"2026-04-01T11:58:21","slug":"das-heilige-roemische-reich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/das-heilige-roemische-reich\/","title":{"rendered":"Holy Roman Empire"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; specialty=&#8220;on&#8220; _builder_version=&#8220;4.24.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; specialty_columns=&#8220;2&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_row_inner _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column_inner saved_specialty_column_type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_text admin_label=&#8220;Titel&#8220; _builder_version=&#8220;4.24.3&#8243; text_text_color=&#8220;#000000&#8243; header_font=&#8220;|on|||&#8220; header_text_align=&#8220;center&#8220; header_text_color=&#8220;#e09900&#8243; header_font_size=&#8220;42px&#8220; header_line_height=&#8220;1.3em&#8220; header_2_text_color=&#8220;#e09900&#8243; background_color=&#8220;rgba(255,255,255,0.8)&#8220; background_layout=&#8220;dark&#8220; custom_padding=&#8220;20px|20px|20px|20px|true|true&#8220; header_font_size_last_edited=&#8220;off|desktop&#8220; border_radii=&#8220;on|10px|10px|10px|10px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; locked=&#8220;off&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h2>Das Heilige R\u00f6mische Reich<\/h2>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/IMG_2791.jpg&#8220; alt=&#8220;Quaternionenadler Innsbruck&#8220; title_text=&#8220;Quaternionenadler Innsbruck&#8220; _builder_version=&#8220;4.24.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; border_radii=&#8220;on|10px|10px|10px|10px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_image][et_pb_toggle title=&#8220;Das Heilige R\u00f6mische Reich&#8220; open=&#8220;on&#8220; open_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; open_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; closed_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; closed_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; icon_color=&#8220;#e09900&#8243; open_icon_color=&#8220;#e09900&#8243; admin_label=&#8220;Das Heilige R\u00f6mische Reich&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; title_text_color=&#8220;#e09900&#8243; title_font_size=&#8220;18px&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; border_radii=&#8220;on|5px|5px|5px|5px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; global_module=&#8220;53558&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]<\/p>\n<p>Der Staat \u00d6sterreich ist eine recht junge Erfindung, ebenso die Staatsb\u00fcrgerschaft. \u00dcber mehr als 1000 Jahre war Innsbruck ein Land des <em>Heiligen R\u00f6mischen Reiches<\/em>. Innsbrucker waren Untertanen des Kaisers. Und Untertanen des Tiroler Landesf\u00fcrsten. Und ihres Grundherrn. Falls sie das B\u00fcrgerrecht hatten, waren sie auch Innsbrucker. Und sehr wahrscheinlich auch Christen. Was sie nicht waren, zumindest nicht bis 1806, war \u00d6sterreicher. Was aber war dieses Heilige R\u00f6mische Reich. Und wer war der Kaiser? Und war er wirklich m\u00e4chtiger als der K\u00f6nig? Der franz\u00f6sische Philosoph Voltaire soll 1761 mit den Worten gesp\u00f6ttelt haben: \u201e<em>Das Heilige R\u00f6mische Reich war weder heilig, noch r\u00f6misch, noch ein Reich<\/em>.\u201c Ganz unrecht hatte er damit wohl nicht. Tats\u00e4chlich war es ein Zusammenschluss einzelner L\u00e4nder, gepr\u00e4gt von Konflikten und Zankereien um Macht, sowohl zwischen den F\u00fcrsten des Reiches untereinander wie auch zwischen den F\u00fcrsten und dem Kaiser. Es hatte keine Hauptstadt. Das Zentrum des Reiches war dort, wo der Kaiser war, der seine Residenzen immer wieder \u00e4nderte. Kaiser Maximilian I. machte Innsbruck zu einer seiner Residenzst\u00e4dte, was einem Turbo f\u00fcr die Entwicklung der Stadt gleichkam. Nationalit\u00e4t und gef\u00fchlte Zugeh\u00f6rigkeit spielte f\u00fcr die Staatszugeh\u00f6rigkeit, bis ins 19. Jahrhundert weniger eine Rolle als heute. Das Band, das vieles zusammenhielt, war das Christentum. Institutionen wie das Reichskammergericht oder der Reichstag wurden erst im sp\u00e4ten Mittelalter und der Fr\u00fchen Neuzeit eingef\u00fchrt, um die Verwaltung zu erleichtern und Streitigkeiten unter den einzelnen Landesf\u00fcrsten beizulegen. Die <em>Goldene Bulle<\/em>, die unter anderem die Wahl des Kaisers regelten, war eine sehr einfache Form einer fr\u00fchen Verfassung. Drei geistliche und 4 weltliche Kurf\u00fcrsten w\u00e4hlten ihr Oberhaupt. Im Reichstag hatten die F\u00fcrsten Sitz und Stimme, der Kaiser war von ihnen abh\u00e4ngig. Um sich durchzusetzen, bedurfte er einer starken Hausmacht. Die Habsburger konnten dabei unter anderem auf Tirol zur\u00fcckgreifen. Tirol war immer wieder Zankapfel zwischen den Habsburgern und den Herz\u00f6gen von Bayern, obwohl beide dem <em>Heiligen R\u00f6mischen Reich<\/em> angeh\u00f6rten. Innsbruck stand mehrmals unter der Verwaltung bayerische F\u00fcrstengeschlechter.<\/p>\n<p>Die Hierarchie innerhalb des feudalen Lehensystems war streng geordnet vom Kaiser bis zum Bauern. Kaiser und K\u00f6nige erhielten Macht und Legitimation direkt von Gott. Das Feudalsystem war gottgewollt. Bauern, mehr als 90% der mittelalterlichen Bev\u00f6lkerung, arbeiteten in der Landwirtschaft, um den f\u00fcr das Seelenheil betenden Klerus und die f\u00fcr die Schutzlosen k\u00e4mpfenden und den Klerus besch\u00fctzende Aristokratie zu ern\u00e4hren. Es war eine Dreierbeziehung in der eine Seite Ordnung und Gebete f\u00fcr das Seelenheil der Menschheit, eine Seite Schutz, Leib und Leben und die dritte Seite Gehorsam, Treue und Arbeit einbrachten. Dieses Treueverst\u00e4ndnis mag uns Staatsb\u00fcrgern moderner Pr\u00e4gung fremd erscheinen, sind die Pflichten heutzutage \u00fcber Steuern, der Einhaltung von Gesetzen, Wahlen oder Pr\u00e4senzdienst abstrakter und wesentlich weniger pers\u00f6nlich. Bis ins 20. Jahrhundert hinein baute das Feudalsystem aber genau darauf auf. Treue basierte nicht wie die heutige Staatsb\u00fcrgerschaft auf einem Geburtsrecht. Der \u201e\u00f6sterreichische\u201c Milit\u00e4r Prinz Eugen mag franz\u00f6sischer Abstammung gewesen sein, trotzdem k\u00e4mpfte er in der Armee Leopolds I., des Kaisers des <em>Heiligen R\u00f6mischen Reiches<\/em> gegen Frankreich. Er war ein Untertan des Erzherzogs von \u00d6sterreich mit Wohnsitzen in Wien und Ungarn. W\u00e4hrend man heute geb\u00fcrtiger US-Amerikaner sein muss, um US Pr\u00e4sident werden zu k\u00f6nnen, war aber auch umgekehrt der Herrscher nicht an eine angeborene Nationalit\u00e4t gebunden. Kaiser Karl V. wurde im heute belgischen Gent geboren, wuchs am burgundischen Hof auf, wurde spanischer K\u00f6nig, bevor er das Erzherzogtum \u00d6sterreich erbte und sp\u00e4ter zum Kaiser gew\u00e4hlt wurde. <em>Germanicus<\/em> zu sein bedeutete nicht, Deutscher zu sein, es bezog sich meist auf die Alltagssprache, die eine Person verwendete.<\/p>\n<p>Das R\u00f6mische im Deutschen war ein jahrhundertealtes Konzept. Als Karl der Gro\u00dfe im Jahr 800 in Rom zum R\u00f6misch-Deutschen Kaiser gekr\u00f6nt wurde, trat er das Erbe der r\u00f6mischen Kaiser mit g\u00f6ttlicher Legitimation durch die Salbung des Papstes an. und gleichzeitig als weltlicher Schutzherr des Papstes an. Der Kaiser war im Gegenzug die Schutzmacht des Heiligen Vaters auf Erden.\u00a0 Das <em>Heilige R\u00f6mische Reich<\/em> unter dem Mantel des Kaisers h\u00f6rte erst 1806 zu Zeiten der Napoleonischen Kriege auf zu existieren. Zentraleuropa begann sich ab dieser Zeit langsam in eine Ansammlung von Nationalstaaten nach dem Vorbild Frankreichs und Englands zu verwandeln. Die Idee des <em>R\u00f6mischen Reiches<\/em> ging auf die abenteuerliche, antike Vorstellung zur\u00fcck, dass das antike Rom weiter Bestand haben musste. F\u00fcr gl\u00e4ubige Christen war es laut der <em>Lehre der Vier Weltreiche<\/em> von enormer Wichtigkeit, dass das Kaisertum fortbestand. Grundlage der <em>Lehre der Vier Weltreiche<\/em> war das Buch Daniel des Alten Testaments. Laut dieser Geschichte tr\u00e4umte der babylonische K\u00f6nig Nebukadnezar von vier aufeinanderfolgenden Weltreichen. Mit dem Ende des vierten Weltreiches ginge dem Propheten nach auch die Welt unter. Der christliche Kirchenvater Hieronymus deutete diese vier Reiche um 400 nach Christus als die Abfolge Babylon, Persien, Griechenland und eben dem R\u00f6mischen Kaiserreich. Das Ende der r\u00f6mischen Herrschaft bedeutete im Glauben des Mittelalters gleichzeitig das Ende der Welt und somit durfte Rom nicht untergehen. \u00dcber diese sogenannte <em>Translatio Imperii<\/em>, also die \u00dcbertragung des Rechtsanspruchs des Imperium Romanum der Antike auf die R\u00f6misch Deutschen Kaiser nach Karl dem Gro\u00dfen, wurde die Best\u00e4ndigkeit Roms formell gewahrt und die Erde konnte fortbestehen. Dem Kaiser sei Dank, dass es uns heute noch gibt.<\/p>\n<p>[\/et_pb_toggle][\/et_pb_column_inner][\/et_pb_row_inner][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_text admin_label=&#8220;\u00dcberschrift (nicht \u00e4ndern)&#8220; _builder_version=&#8220;4.24.3&#8243; text_text_color=&#8220;#000000&#8243; header_font=&#8220;|on|||&#8220; header_text_align=&#8220;center&#8220; header_text_color=&#8220;#e09900&#8243; header_font_size=&#8220;42px&#8220; header_line_height=&#8220;1.3em&#8220; header_2_text_color=&#8220;#e09900&#8243; background_color=&#8220;rgba(255,255,255,0.8)&#8220; background_layout=&#8220;dark&#8220; custom_padding=&#8220;20px|20px|20px|20px|true|true&#8220; header_font_size_last_edited=&#8220;off|desktop&#8220; border_radii=&#8220;on|10px|10px|10px|10px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; locked=&#8220;off&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h2>Sehensw\u00fcrdigkeiten dazu&#8230;<\/h2>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_blog fullwidth=&#8220;off&#8220; posts_number=&#8220;50&#8243; include_categories=&#8220;58&#8243; show_thumbnail=&#8220;off&#8220; use_manual_excerpt=&#8220;off&#8220; show_author=&#8220;off&#8220; show_date=&#8220;off&#8220; show_categories=&#8220;off&#8220; show_excerpt=&#8220;off&#8220; show_pagination=&#8220;off&#8220; admin_label=&#8220;Sehensw\u00fcrdigkeiten dieser Kategorie&#8220; _builder_version=&#8220;4.24.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; custom_padding=&#8220;10px|10px|10px|10px|true|true&#8220; border_radii=&#8220;on|10px|10px|10px|10px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_blog][et_pb_text admin_label=&#8220;\u00dcbersicht der Stadtgeschichte (nicht \u00e4ndern)&#8220; _builder_version=&#8220;4.24.3&#8243; text_text_color=&#8220;#000000&#8243; header_font=&#8220;|on|||&#8220; header_text_align=&#8220;center&#8220; header_text_color=&#8220;#e09900&#8243; header_font_size=&#8220;42px&#8220; header_line_height=&#8220;1.3em&#8220; header_2_text_color=&#8220;#e09900&#8243; background_color=&#8220;rgba(255,255,255,0.8)&#8220; background_layout=&#8220;dark&#8220; custom_padding=&#8220;20px|20px|20px|20px|true|true&#8220; header_font_size_last_edited=&#8220;off|desktop&#8220; border_radii=&#8220;on|10px|10px|10px|10px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; locked=&#8220;off&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/geschichte-der-stadt-innsbruck\/\">\u00dcbersicht der Stadtgeschichte<\/a><\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>So what exactly is this Holy Roman Empire of the German Nation?<\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":278,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","wds_primary_category":0,"footnotes":""},"categories":[89],"tags":[],"class_list":["post-54729","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-wissenswertes"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/54729","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=54729"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/54729\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/278"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=54729"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=54729"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=54729"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}