{"id":59760,"date":"2024-05-08T13:45:15","date_gmt":"2024-05-08T13:45:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/?p=59760"},"modified":"2025-12-11T13:06:35","modified_gmt":"2025-12-11T13:06:35","slug":"kunst-am-bau-die-nachkriegszeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/kunst-am-bau-die-nachkriegszeit\/","title":{"rendered":"Art in architecture: The post-war period"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; specialty=&#8220;on&#8220; _builder_version=&#8220;4.24.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; specialty_columns=&#8220;2&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_row_inner _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column_inner saved_specialty_column_type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_text admin_label=&#8220;Titel&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.3&#8243; text_text_color=&#8220;#000000&#8243; header_font=&#8220;|on|||&#8220; header_text_align=&#8220;center&#8220; header_text_color=&#8220;#e09900&#8243; header_font_size=&#8220;42px&#8220; header_line_height=&#8220;1.3em&#8220; header_2_text_color=&#8220;#e09900&#8243; background_color=&#8220;rgba(255,255,255,0.8)&#8220; background_layout=&#8220;dark&#8220; custom_padding=&#8220;20px|20px|20px|20px|true|true&#8220; header_font_size_last_edited=&#8220;off|desktop&#8220; border_radii=&#8220;on|10px|10px|10px|10px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; locked=&#8220;off&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h2>Kunst am Bau: die Nachkriegszeit<\/h2>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_gallery gallery_ids=&#8220;58600,56058,55859,66154,62884,60920,62883,64579,61187,61454,60608,56056,59512,60013,61456,64188,61455,61464,60844,61607,61608,61620,61619,61617,61616,61615,61613,60015,61610,61681,61765,61766,63852,62591,62704,63004,63003,63500,63535,64043,64137,64514,64186,64358,64458,66251,64688,64713,64730,64729,64728,64727,64726,64984,65007,65005,65008,64660,66110,66109,66107,66281,66427,67802,67868&#8243; fullwidth=&#8220;on&#8220; admin_label=&#8220;Galerie Kunst am Bau&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; pagination_text_color=&#8220;#E09900&#8243; border_radii=&#8220;on|5px|5px|5px|5px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; global_module=&#8220;62068&#8243; saved_tabs=&#8220;all&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_gallery][et_pb_toggle title=&#8220;Kunst am Bau: Die Nachkriegszeit in Innsbruck&#8220; open=&#8220;on&#8220; open_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; open_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; closed_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; closed_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; icon_color=&#8220;#e09900&#8243; open_icon_color=&#8220;#e09900&#8243; admin_label=&#8220;Kunst am Bau: Die Nachkriegszeit &#8220; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; title_text_color=&#8220;#e09900&#8243; title_font_size=&#8220;18px&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; border_radii=&#8220;on|5px|5px|5px|5px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; global_module=&#8220;59763&#8243; saved_tabs=&#8220;all&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]<\/p>\n<p>Wie nach dem Ersten Weltkrieg war auch nach 1945 die Wohnungsnot eines der dr\u00e4ngendsten Probleme. Innsbruck war bei den Luftangriffen stark in Mitleidenschaft gezogen worden und Geld f\u00fcr Neubauten war knapp. Als in den 1950er Jahren die ersten Wohnanlagen errichtet wurden, war Sparsamkeit das Gebot der Stunde. Viele der ab den 1950er Jahren errichteten Geb\u00e4ude sind zwar architektonisch wenig attraktiv, sie beherbergen aber durchaus interessante Kunstwerke. Ab 1949 gab es in \u00d6sterreich das Projekt <em>Kunst am Bau<\/em>. Bei staatlich durchgef\u00fchrten Bauten sollten 2% der Gesamtausgaben in die k\u00fcnstlerische Gestaltung flie\u00dfen. Die Umsetzung des Baurechts und somit auch die Verwaltung der Budgets oblag damals wie heute den Bundesl\u00e4ndern. \u00dcber diese \u00f6ffentliche Auftragsvergabe sollten K\u00fcnstler finanziell unterst\u00fctzt werden. In den kargen Nachkriegsjahren waren auch erfolgreiche und praktisch veranlagte K\u00fcnstler wie Oswald Haller (1908 \u2013 1981), der sein Geld mit Gebrauchsgraphiken und Plakaten f\u00fcr den Tourismus verdiente, in die Bredouille gekommen. Erstmals tauchte die Idee 1919 in der Weimarer Republik auf und wurde ab 1934 von den Nationalsozialisten fortgesetzt. \u00d6sterreich griff Kunst am Bau nach dem Krieg auf, um den \u00f6ffentlichen Raum im Rahmen des Wiederaufbaus zu gestalten. Die \u00f6ffentliche Hand, die Aristokratie und B\u00fcrgertum als Bautr\u00e4ger vergangener Jahrhunderte abl\u00f6ste, stand unter massivem finanziellem Druck. Trotzdem sollten die vor allem auf Funktion ausgerichteten Wohnbauprojekte nicht ganz schmucklos daherkommen. Die mit der Gestaltung der Kunstwerke betrauten Tiroler K\u00fcnstler wurden in ausgeschriebenen Wettbewerben ermittelt. Der bekannteste unter ihnen war Max Weiler, der vielleicht prominenteste K\u00fcnstler im Tirol der Nachkriegszeit, der in Innsbruck unter anderem f\u00fcr die Fresken in der Theresienkirche auf der Hungerburg verantwortlich war. Weitere prominente Namen sind Helmut Rehm (1911 \u2013 1991), Walter Honeder (1906 \u2013 2006), Fritz Berger (1916 \u2013 2002) und Emmerich Kerle (1916 \u2013 2010). Viele dieser K\u00fcnstler wurden nicht nur von der <em>Bundesgewerbeschule Innsbruck<\/em>, der heutigen HTL, und der Akademie der Bildenden K\u00fcnste in Wien, sondern auch von der kollektiven Erfahrung w\u00e4hrend der Zeit des Nationalsozialismus und dem Krieg gepr\u00e4gt. Fritz Berger hatte seinen rechten Arm und ein Auge verloren und musste lernen, mit der linken Hand zu arbeiten. Kerle diente in Finnland als Kriegsmaler. Er wurde an der Akademie der Bildenden K\u00fcnste in Wien unter anderem von Josef M\u00fcllner unterrichtet, einem K\u00fcnstler, der sich mit B\u00fcsten Adolf Hitlers, Siegfrieds aus der Nibelungensage und dem bis heute umstrittenen Karl-Lueger-Denkmal in Wien in die Kunstgeschichte eingetragen hatte. Wie ein gro\u00dfer Teil der Tiroler Bev\u00f6lkerung wollten diese K\u00fcnstler wie auch Politiker und Beamte nach den harten und leidvollen Kriegsjahren Ruhe und Frieden, um Gras \u00fcber das Geschehen der letzten Jahrzehnte wachsen zu lassen. Die im Rahmen von Kunst am Bau entstandenen Werke reflektieren diese Haltung nach einem neuen Sittenbild. Es war das erste Mal, dass abstrakte, gestaltlose Kunst Eingang in den \u00f6ffentlichen Raum Innsbrucks fand, wenn auch nur in unkritischem Rahmen. M\u00e4rchen, Sagen, religi\u00f6se Symbole waren beliebte Motive, die auf den Sgraffitos, Mosaiken, Wandbildern und Statuen verewigt wurden. Man k\u00f6nnte von einer Art zweiter Welle der Biedermaierkunst sprechen, die den kleinb\u00fcrgerlichen Lebensstil der Menschen nach dem Krieg symbolisierte. Die Kunst sollte auch ein neues Bewusstsein und Bild dessen schaffen, was als typisch \u00d6sterreichisch galt. Noch 1955 betrachtete sich jeder zweite \u00d6sterreicher als Deutscher. Die unterschiedlich ausgef\u00fchrten Motive zeigen Freizeitaktivit\u00e4ten, Kleidungsstile und Vorstellungen der sozialen Ordnung und gesellschaftlichen Normen der Nachkriegszeit. Frauen wurden h\u00e4ufig in Tracht und Dirndl, M\u00e4nner in Lederhosen dargestellt. Die konservative Idealvorstellung der Geschlechterrollen wurden in der Kunst verarbeitet. Flei\u00dfig arbeitende V\u00e4ter, brave Ehefrauen, die sich um Haus und Herd k\u00fcmmerten und Kinder, die in der Schule eifrig lernen waren das Idealbild bis weit in die 1970er Jahre. Ein Leben wie aus einem Film mit Peter Alexander. Wer aufmerksam durch die Stadt geht, findet viele der noch heute sichtbaren Kunstwerke auf H\u00e4usern in Pradl und Wilten. Die Mischung aus reizloser Architektur und zeitgen\u00f6ssischen Kunstwerken der gerne verdr\u00e4ngten, in Filmen und Erz\u00e4hlungen lange idealisierten und verkl\u00e4rten Nachkriegszeit, ist sehenswert. Besonders sch\u00f6ne Beispiele finden sich an den Fassaden in der Pacherstra\u00dfe, der Hunoldstra\u00dfe, der Ing.-Thommenstra\u00dfe, am Innrain, der Landesberufsschule Mandelsbergerstra\u00dfe oder im Innenhof zwischen Landhausplatz und Maria-Theresienstra\u00dfe.<\/p>\n<p>[\/et_pb_toggle][et_pb_toggle title=&#8220;Verzeichnis Kunst am Bau 1950er und 1960er Jahre&#8220; open_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; open_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; closed_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; closed_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; icon_color=&#8220;#e09900&#8243; open_icon_color=&#8220;#e09900&#8243; admin_label=&#8220;Liste Kunst am Bau&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; title_text_color=&#8220;#e09900&#8243; title_font_size=&#8220;18px&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; border_radii=&#8220;on|5px|5px|5px|5px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]<\/p>\n<p>Sollten Sie ein Kunstwerk vermissen, so freuen wir uns \u00fcber die Zuschrift an info@discover-innsbruck.at<\/p>\n<p><strong>Wilten &amp; H\u00f6ttinger Au<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Egger-Lienz-Stra\u00dfe 48 und 119<\/li>\n<li>Innrain 87, 91, 109, 119 und 135<\/li>\n<li>Landesberufsschule Mandelsbergerstra\u00dfe<\/li>\n<li>Doktor-Karl-von-Grabmayer-Stra\u00dfe<\/li>\n<li>Karmelitergasse 6<\/li>\n<li>Andreas Hofer-Stra\u00dfe 24 &#8211; 28<\/li>\n<li>Ing.-Thommen-Stra\u00dfe 4 und 5<\/li>\n<li>Hormayrstra\u00dfe 15<\/li>\n<li>Noldinstra\u00dfe 2 und 4<\/li>\n<li>Leopoldstra\u00dfe 41 a<\/li>\n<li>Leopoldstra\u00dfe 43 (Kindergarten Pechepark)<\/li>\n<li>Freisingstra\u00dfe 8<\/li>\n<li>Andreas-Hofer-Stra\u00dfe 47<\/li>\n<li>Innerkoflerstra\u00dfe \/ Sch\u00f6pfstra\u00dfe<\/li>\n<li>Lehrlingsheim Bauakademie WIFI<\/li>\n<li>Klinik Innsbruck<\/li>\n<li>Pferdebrunnen Pfarre Wilten West<\/li>\n<li>Bachlechnerstra\u00dfe 24<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Pradl<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Hunoldstra\u00dfe 20<\/li>\n<li>Knollerstra\u00dfe 1 (Durchgang)<\/li>\n<li>Amraserstra\u00dfe 23 a<\/li>\n<li>Pacherstra\u00dfe 16 und 18<\/li>\n<li>Gumppstra\u00dfe 3<\/li>\n<li>Dr.-Glatz-Stra\u00dfe 16<\/li>\n<li>Kindergarten L\u00f6nsstra\u00dfe<\/li>\n<li>Siegmairschule Pradl Ost<\/li>\n<li>Roseggerstra\u00dfe 23<\/li>\n<li>Grenzstra\u00dfe 24<\/li>\n<li>Amraserstra\u00dfe 77<\/li>\n<li>Gerhard-Hauptmann-Stra\u00dfe 7<\/li>\n<li>Amraserstra\u00dfe 88<\/li>\n<li>Gabelsbergerstra\u00dfe 3<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Altstadt<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Riesengasse 3 \/ 5 \/ 8<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Innenstadt<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Landhauspassage (zwischen Maria-Theresien-Stra\u00dfe und Landhaus)<\/li>\n<li>Landhausplatz<\/li>\n<li>Blasius-Hueber-Stra\u00dfe 8<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Saggen<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Hotel Clima Zeughausgasse 3<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>St. Nikolaus \/ Mariahilf \/ H\u00f6tting<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Innstra\u00dfe 63<\/li>\n<li>H\u00f6ttingergasse 39<\/li>\n<li>Bachgasse<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>[\/et_pb_toggle][\/et_pb_column_inner][\/et_pb_row_inner][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; 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