{"id":61543,"date":"1848-06-02T13:05:21","date_gmt":"1848-06-02T13:05:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/?p=61543"},"modified":"2025-02-10T14:48:59","modified_gmt":"2025-02-10T14:48:59","slug":"osterreich-und-deutschland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/osterreich-und-deutschland\/","title":{"rendered":"Austria and Germany"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; specialty=&#8220;on&#8220; _builder_version=&#8220;4.24.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; specialty_columns=&#8220;2&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_row_inner _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column_inner saved_specialty_column_type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_text admin_label=&#8220;Titel und Adresse&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; text_text_color=&#8220;#000000&#8243; header_font=&#8220;|on|||&#8220; header_text_align=&#8220;center&#8220; header_text_color=&#8220;#e09900&#8243; header_font_size=&#8220;42px&#8220; header_line_height=&#8220;1.3em&#8220; header_2_text_color=&#8220;#e09900&#8243; background_color=&#8220;rgba(255,255,255,0.8)&#8220; background_layout=&#8220;dark&#8220; custom_padding=&#8220;20px|20px|20px|20px|true|true&#8220; header_font_size_last_edited=&#8220;off|desktop&#8220; border_radii=&#8220;on|10px|10px|10px|10px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; locked=&#8220;off&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h2>\u00d6sterreich und Deutschland<\/h2>\n<p>Tirols politische Stellung und Beruf<\/p>\n<p>Erschienen: Innsbrucker Zeitung \/ 2. Juni 1848<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_toggle title=&#8220;\u00dcber diesen Text&#8230;&#8220; open_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; open_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; closed_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; closed_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; icon_color=&#8220;#e09900&#8243; open_icon_color=&#8220;#e09900&#8243; admin_label=&#8220;\u00dcber diesen Text&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; title_text_color=&#8220;#e09900&#8243; title_font_size=&#8220;18px&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; border_radii=&#8220;on|5px|5px|5px|5px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]<\/p>\n<p>Mit diesem Text, der die Bedeutung des Landes Tirol f\u00fcr die deutsche Nation hervorhob, erschien die erste Ausgabe der frisch gegr\u00fcndeten Innsbrucker Zeitung im Juni des Revolutionsjahres 1848. Damit traf Herausgeber Joseph Ennemoser zwar nicht den Geschmack der Regierung in Wien, umso mehr aber den Zeitgeist des gro\u00dfdeutsch-nationalistisch gesinnten B\u00fcrgertums und der Studentenschaft Innsbrucks.\u00a0<\/p>\n<p>[\/et_pb_toggle][\/et_pb_column_inner][\/et_pb_row_inner][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_toggle title=&#8220;Der Artikel&#8220; open=&#8220;on&#8220; open_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; open_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; closed_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; closed_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; icon_color=&#8220;#e09900&#8243; open_icon_color=&#8220;#e09900&#8243; admin_label=&#8220;\u00d6sterreich und Deutschland&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; title_text_color=&#8220;#e09900&#8243; title_font_size=&#8220;18px&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; border_radii=&#8220;on|5px|5px|5px|5px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243; global_module=&#8220;61550&#8243; saved_tabs=&#8220;all&#8220;]<\/p>\n<p>Wie alles Leben von physischen Ortsverh\u00e4ltnissen und von geistigen Einfl\u00fcssen abh\u00e4ngig ist, so wird auch die politische Stellung Tirols von seiner geographischen Lage, und von dem historischen Geiste bedingt, der im\u00a0 Volke lebt. Das ziemlich weit ausgebreitete sch\u00f6ne Gebirgsland wird mit einem gr\u00f6\u00dferen Bogen nordwestlich und \u00f6stlich von Deutschland umgeben, und nur der kleinere s\u00fcdliche Theil streckt sich wie ein Keil nach dem romanischen Italien hinein. Die zwei gr\u00f6\u00dften und sch\u00f6nsten Th\u00e4ler der Welt, das Inn- und Etschtal leiten nach Nordosten und S\u00fcden, nach Deutschland und in die Lombardie, und deuten dadurch den von der Natur angewiesenen Ausgang und Hauptverkehr des Landes an. Diesen r\u00e4umlichen Verh\u00e4ltnissen vollkommen entsprechend, offenbaret sich der Geist des tirolischen Volkes; bei weiten der gr\u00f6\u00dfere Theil des urspr\u00fcnglichen deutschen, eingewanderten Volksstammes ist noch gegenw\u00e4rtig ganz deutsch, und nur der kleinere romanisierte Theil von S\u00fcdtirol hat italienisches Leben und Sitte angenommen.\u00a0<\/p>\n<p>Wie ganz Tirol seit bald zwei tausend Jahren ein deutsches Stammland ist, so bildet auch das deutsche Bwwu\u00dftsein, der Wille und das Gewissen bei weiten den vorherrschenden geistigen Schwerpunkt des Volkes, und wenn einige S\u00fcdtiroler sich als Italiener geberden, so haben sie so wohl die Geschichte vergessen, als wie sie ihr eigenes Interesse verkennen. Abgesehen davon, da\u00df die Longobarden ein deutscher Volksstamm waren, so haben die in den Gebirgsausl\u00e4ufen angesiedelten Anwohner den deutschen Charakter und Wechselverkehr fortw\u00e4hrend erhalten, und diese mehr deutsch als r\u00f6mische Bev\u00f6lkerung ist nicht innerhalb der heutigen Grenzen von Tirol eingeschlossen, sie erstreckt sich weit \u00fcber sie hinaus bis in die Gegenden von Belluno und Vicenza hinab, und in einigen Gegenden S\u00fcdtirols gab es vor nicht gar langer Zeit noch deutsche Volksschulen.\u00a0<\/p>\n<p>Von der fr\u00fchesten Zeit der V\u00f6lkerz\u00fcge an, und namentlich im Mittelalter w\u00e4hrend des langen Streits der deutschen Kaiser und P\u00e4bste um die Oberherrschaft der Guelven und Gibellinen, war Tirol nicht blo\u00df eine Heerstra\u00dfe zwischen Deutschland und Italien, sondern es erlangte sogar eine hervorragende Geschichte mit eigenen F\u00fcrsten und mit einer eigenen Landesverfassung.\u00a0<\/p>\n<p>Allein wie immer nur ein loses Band die deutschen L\u00e4nder verband, welches selbst der hochherzige Kaiser Maximilian durch seine Reichsverfassung nicht enger zu einer dauernden Bereinigung der getrennten Glieder zu kn\u00fcpfen vermochte, so blieb Tirol auch nur in einem negativen Verbande mit seinen Nachbarl\u00e4ndern, aber immer deutsch in Gesinnung und in der That. Eng verbunden in den letzten Jahrhunderten mit dem Haus Oesterreich machte sich das in seinen stillen Th\u00e4lern mit gewissen Vorrechten begabte Volk in unverwandter treuer Anh\u00e4nglichkeit an das Kaiserhaus, vorz\u00fcglich durch die franz\u00f6sische Revolution herausgefordert, in seiner frischen Lebenskraft bemerklich. Seitdem aber durch den Wiener Kongre\u00df nach den Freiheitskriegen alle deutschen L\u00e4nder nur durch ein nominelles Band verbunden, bei geheimen Sitzungen in Frankfurt repr\u00e4sentirt waren, blieb auch Tirol in einem beinahe isolirten Zustande, und seine Stellung ohne Bedeutung; eine Vertretung und innigere Ber\u00fchrung mit dem Auslande hat es ohnehin nie gehabt. Die hohe Bedeutung der Stellung und des Berufes von Tirol wird sich erst in der Zukunft ergeben, wenn einmal die Ketten des Bandes gel\u00f6st sein werden, welches statt die V\u00f6lker unfrei zu binden, sie zu einer gemeinsamen Familieneinheit und freier Lebensbewegung verbinden soll. Die Stunde zu einer solchen bessern Zukunft hat geschlagen, und der gegenw\u00e4rtige Kampf der Geister ist nicht anders, als der Scheidungsproze\u00df einer neu aufbrechenden Zukunft zu einer allgemeinen gesetzlichen Freiheit aus den letzten Zwangsformen des Mittelalters. Deutschland insbesondere ist jetzt in einem gro\u00dfen Organisationsprozesse begriffen, welches in der Mitte von Europa und damit in der Mitte der gesitteten Welt die hohe Bestimmung hat, nicht nur alle seine bisher nur locker zusammenh\u00e4ngenden oder getrennten Glieder zu einem lebenskr\u00e4ftigen K\u00f6rper zu verbinden, wozu Tirol insbesondere ein wichtiges Glied bilden wird, sondern Deutschlands Beruf ist ein noch viel h\u00f6herer, nemlich die Nationen und V\u00f6lker als eine geschlossene, geisteskr\u00e4ftige Macht zu einem allgemeinen Frieden zu vereinigen. Eine weitere Er\u00f6rterung dieser Andeutungen soll in k\u00fcnftigen Artikeln ausgef\u00fchrt werden.\u00a0<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>[\/et_pb_toggle][\/et_pb_column][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Innsbrucker Zeitung \/ 2 June 1848<\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","wds_primary_category":0,"footnotes":""},"categories":[138,146],"tags":[],"class_list":["post-61543","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-geschichte-presse","category-innsbrucker-zeitung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/61543","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=61543"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/61543\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=61543"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=61543"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=61543"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}