{"id":61577,"date":"1868-02-11T08:32:20","date_gmt":"1868-02-11T08:32:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/?p=61577"},"modified":"2025-04-17T13:20:42","modified_gmt":"2025-04-17T13:20:42","slug":"einflus-der-eisenbahn-auf-die-landwirtschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/einflus-der-eisenbahn-auf-die-landwirtschaft\/","title":{"rendered":"Influence of the railway on agriculture"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; specialty=&#8220;on&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; specialty_columns=&#8220;2&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_row_inner _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column_inner saved_specialty_column_type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_text admin_label=&#8220;Titel und Adresse&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; text_text_color=&#8220;#000000&#8243; header_font=&#8220;|on|||&#8220; header_text_align=&#8220;center&#8220; header_text_color=&#8220;#e09900&#8243; header_font_size=&#8220;42px&#8220; header_line_height=&#8220;1.3em&#8220; header_2_text_color=&#8220;#e09900&#8243; background_color=&#8220;rgba(255,255,255,0.8)&#8220; background_layout=&#8220;dark&#8220; custom_padding=&#8220;20px|20px|20px|20px|true|true&#8220; header_font_size_last_edited=&#8220;off|desktop&#8220; border_radii=&#8220;on|10px|10px|10px|10px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; locked=&#8220;off&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h2>Einflu\u00df der Eisenbahn auf die Landwirtschaft<\/h2>\n<p>Erschienen: Neue Tiroler Stimmen &#8211; F\u00fcr Gott, Kaiser und Vaterland \/ 11. Februar 1868<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_toggle title=&#8220;\u00dcber diesen Text&#8230;&#8220; open_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; open_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; closed_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; closed_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; icon_color=&#8220;#e09900&#8243; open_icon_color=&#8220;#e09900&#8243; admin_label=&#8220;\u00dcber diesen Text&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; title_text_color=&#8220;#e09900&#8243; title_font_size=&#8220;18px&#8220; border_radii=&#8220;on|5px|5px|5px|5px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p>Der Anschluss an das europ\u00e4ische Bahnnetz war eines der wichtigsten Ereignisse der Innsbrucker Stadtgeschichte. Wirtschaft und Mobilit\u00e4t profitierten von dieser technischen Neuerung. Bereits kurz nach der Anbindung wurden aber auch Stimmen laut, die vor den Gefahren f\u00fcr die lokale Wirtschaft warnte. Vor allem billige landwirtschaftliche Erzeugnisse aus dem Osten der Donaumonarchie wurden als Bedrohung f\u00fcr die heimischen Kleinbauern wahrgenommen.\u00a0<\/p>\n<p>[\/et_pb_toggle][\/et_pb_column_inner][\/et_pb_row_inner][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_toggle title=&#8220;Der Artikel&#8220; open=&#8220;on&#8220; open_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; open_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; closed_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; closed_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; icon_color=&#8220;#e09900&#8243; open_icon_color=&#8220;#e09900&#8243; admin_label=&#8220;Einflu\u00df der Eisenbahn auf die Landwirtschaft&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; title_text_color=&#8220;#e09900&#8243; title_font_size=&#8220;18px&#8220; border_radii=&#8220;on|5px|5px|5px|5px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; global_module=&#8220;61579&#8243; saved_tabs=&#8220;all&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p>Unl\u00e4ugbar ist die Thatsache, da\u00df den Tiroler praktischer Sinn f\u00fcr Alles, was er angreift und Arbeitseifer in hohem Grade auszeichnen. Auf allen Gebieten der Wissenschaft, der Kunst und der Industrie ragten Tiroler hervor, ebenso wie sich viele durch Unternehmensgeist und t\u00fcchtige Gesch\u00e4ftskenntni\u00df im Ausland ein gutes Fortkommen, eine achtbare Stellung errungen haben. Auch die Handwerker aus Tirol, die schaarenweise in die Fremde nach Arbeit ziehen, sind \u00fcberall gesch\u00e4tzt und gut entlohnt. Eine Eigenth\u00fcmlichkeite aber ist es, die den Tiroler vor allen auszeichnet, und die kaum anderswo zu solcher Geltung und Bedeutung gelangt, wie bei ihm, und das ist, &#8211; sein Streben nach Selbstst\u00e4ndigkeit in der eigenen Heimat. Die allermeisten Auswanderer zieht es wieder in die Berge zur\u00fcck. Hat sich der Tiroler Arbeiter mit M\u00fche und Schwei\u00df ein kleines Capital, sei es auch nur von wenigen hundert Gulden erworben, kauft er sich damit ein &#8222;Heimatl&#8220; oder wenigstens einen Acker. Das Merkw\u00fcrdigste dabei aber ist, da\u00df er nur aus Luft und Liebe zur Arbeit, seine Scholle bebaut &#8211; und Umstand, der sich leicht erweisen l\u00e4\u00dft.<\/p>\n<p>Nehmen wir z.B. einen Acker aus der Umgebung Innsbrucks, wo 1 Jauch in den besseren Lagen sammt Gerichtsunkosten 1500 fl. kostet. Davon betragen die (nur 5%) Zinsen 75 fl., dazu rechnen wir zu T\u00fcrkenfeld 8 Doppelfuhren D\u00fcnger auf das Feld gestellt zu 48 fl. Eggen und Bauen sammt Saamen 10 fl., &#8222;Becken&#8220;, &#8222;H\u00e4ufeln&#8220; 8 fl., Abnehmen, Einf\u00fchren, Abmachen und &#8222;Abnehmen&#8220; 12 fl., Steiern 8 fl., so ergibt sich die Summe von 161 fl. als Auslage. Rechnet man nun durchschnittlich 60 Staar T\u00fcrken a 2 fl., Stroh und Kolben 20 fl., so betr\u00e4gt die Einnahme 140 fl. &#8211; Es bearbeitet demnach der Besitzer ein solches Feld umsonst und weil er hiezu nicht gezwungen ist, so bleibt kein andererer Erkl\u00e4rungsgrund \u00fcbrig, als der, da\u00df er es aus Vergn\u00fcgen thut.\u00a0<\/p>\n<p>Allerdings geschieht die meiste Arbeit nebenher &#8211; wie man sagt &#8211; &#8222;man rechnet&#8220; die eigene Arbeit nicht&#8220; und bekommt dabei doch etwas in\u00b4s Haus, was f\u00fcr Arbeiter, die im Winter vielfach ohne Brsch\u00e4ftigung sind, wie Maurer, Zimmerleute u.s.w. von gr\u00f6\u00dferer oder geringerer Ausdehnung in der j\u00fcngsten Zeit immer h\u00e4ufiger werden, und ein solcher Besitzer, der obendrein oft kaum die H\u00e4lfte des Ankaufs-Capitales seines &#8222;Ackerles&#8220; selbst besitzt und das \u00fcbrige darauf schuldig ist, wird, wenn nicht ruinirt, so doch auf viele Jahre empfindlich ber\u00fchrt sein. So lange das Korn noch die jetzigen Preise h\u00e4lt, wird man sich wohl durch M\u00fchen und harte Entbehrungen durchzuschlagen verm\u00f6gen, was aber dann, wenn die Kornpreise sinken? Wenn die Pusterthaler Bahn den Weg, den das ungarische Korn bis zu uns jetzt macht, fast um die H\u00e4lfte verk\u00fcrzt? Was dann, wenn in Ungarn selbst durch Zweigbahnen und gute Strassen die Zufuhr des Korns zu den Stationspl\u00e4tzen (was bisher das meiste kostet) erleichtert und endlich die Bahnverwaltungen selbst einsehen werden, da\u00df sie durch Herabsetzung des Fahr-Tarifes nicht nur den allgemeinen, sondern auch ihren eigenen Wohlstand f\u00f6rdern? Wenn man dann z.B. den Weizen in Ungarn um 2 fl. kauft und die Fracht ebenfalls 2 fl. betr\u00e4gt. Welche R\u00fcckwirkung wird das auf unsere eigenen Erzeugnisse, auf unsere ganze Bodenkultur haben?<\/p>\n<p>Es ist hohe Zeit,\u00a0 da\u00df sich die Landwirthe mit dieser Frage allen Ernstes besch\u00e4ftigen. Denn wenn es einmal durch weitere Ausbreitung des Bahnnetzes im Osten (auch auf die an Ungarn grenzenden L\u00e4nder) m\u00f6glich wird, da\u00df wir das Staar Weizen nur um 2 1\/2 fl. kaufen, wird die hier herum meist gezogene Fruchte &#8211; der T\u00fcrken im Preise um die H\u00e4lfte herabgedr\u00fcckt, und dadurch der jetzige enorme Werth der Felder selbst nat\u00fcrlich gemindert. Die Bedeutung der Frage ist einleuchtend und verdient unsere Beachtung im h\u00f6chsten Grade. Zwar ist die Eisenbahn schon deshalb f\u00fcr unser Land von ungeheurem Nutzen, weil wir bei 1\/3 unserer Bed\u00fcrfnisse von Au\u00dfen beziehen m\u00fcssen, weshalb es auf der Hand liegt, da\u00df sich das Gesamtverm\u00f6gen steigern mu\u00df, wenn wir diesen Mehrbedarf billiger als es durch Are m\u00f6glich ist, beziehen und f\u00fcr unsere eigenen Ausfuhr-Artikel weitere Absatz Quellen suchen k\u00f6nnen. Nichtsdestoweniger werden durch die Vervollst\u00e4ndigung des Bahnnetzes manche tiefgehende Umgestaltungen in unseren landwirthschaftlichen Verh\u00e4ltnissen eintreten m\u00fcssen, um die einzelnen nachtheiligen Folgen durch zeitgem\u00e4\u00dfere Ausn\u00fctzung des Bodens m\u00f6glichst auszugleichen. In erster Linie d\u00fcrfen hierzug wohl die Hebung der Viehzucht und folgerichtig bessere Kultivierung der Futterkr\u00e4uter und vorz\u00fcglich der Alpen liegen.\u00a0<\/p>\n<p>[\/et_pb_toggle][\/et_pb_column][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>New Tyrolean Voices \/ 11 February 1868<\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","wds_primary_category":0,"footnotes":""},"categories":[138,144],"tags":[],"class_list":["post-61577","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-geschichte-presse","category-neue-tiroler-stimmen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/61577","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=61577"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/61577\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=61577"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=61577"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=61577"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}