{"id":62979,"date":"1937-06-05T14:43:19","date_gmt":"1937-06-05T14:43:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/?p=62979"},"modified":"2025-03-25T15:48:16","modified_gmt":"2025-03-25T15:48:16","slug":"die-tirolischen-grafen-v-ferrari-zu-occhieppo-und-chiavazza","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/die-tirolischen-grafen-v-ferrari-zu-occhieppo-und-chiavazza\/","title":{"rendered":"The Tyrolean Counts v. Ferrari of Occhieppo and Chiavazza"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; specialty=&#8220;on&#8220; _builder_version=&#8220;4.24.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; specialty_columns=&#8220;2&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_row_inner _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column_inner saved_specialty_column_type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_text admin_label=&#8220;Titel und Adresse&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; text_text_color=&#8220;#000000&#8243; header_font=&#8220;|on|||&#8220; header_text_align=&#8220;center&#8220; header_text_color=&#8220;#e09900&#8243; header_font_size=&#8220;42px&#8220; header_line_height=&#8220;1.3em&#8220; header_2_text_color=&#8220;#e09900&#8243; background_color=&#8220;rgba(255,255,255,0.8)&#8220; background_layout=&#8220;dark&#8220; custom_padding=&#8220;20px|20px|20px|20px|true|true&#8220; header_font_size_last_edited=&#8220;off|desktop&#8220; border_radii=&#8220;on|10px|10px|10px|10px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; locked=&#8220;off&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h2>Die tirolischen Grafen v. Ferrari zu Occhieppo und Chiavazza<\/h2>\n<p>von Dr. Hans Bruner<\/p>\n<p>Erschienen: Tiroler Anzeiger \/ 5. Juni 1937<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_toggle title=&#8220;\u00dcber diesen Text&#8230;&#8220; open_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; open_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; closed_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; closed_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; icon_color=&#8220;#e09900&#8243; open_icon_color=&#8220;#e09900&#8243; admin_label=&#8220;\u00dcber diesen Text&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; title_text_color=&#8220;#e09900&#8243; title_font_size=&#8220;18px&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; border_radii=&#8220;on|5px|5px|5px|5px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]<\/p>\n<p>Nostalgische Artikel aus der guten alten Zeit der Monarchie waren in \u00f6sterreichischen Zeitungen der 1930er Jahre der gro\u00dfe Renner. Der <em>Tiroler Anzeiger<\/em> lie\u00df seine Leser allw\u00f6chentlich an den Abenteuern der besseren Gesellschaft vergangener Tage teilhaben. Besonders interessant ist die Diffamierung der liderlichen Sitten der Ferraris als &#8222;wellsch&#8220;, also italienisch. Piemont war zwar im 19. Jahrhundert die Keimzelle des politischen Gebildes Italiens, jedoch kulturell franz\u00f6sisch.\u00a0<\/p>\n<p>[\/et_pb_toggle][\/et_pb_column_inner][\/et_pb_row_inner][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_toggle title=&#8220;Der Artikel&#8220; open=&#8220;on&#8220; open_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; open_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; closed_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; closed_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; icon_color=&#8220;#e09900&#8243; open_icon_color=&#8220;#e09900&#8243; admin_label=&#8220;Die tirolischen Grafen v. Ferrari zu Occhieppo und Chiavazza&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; title_text_color=&#8220;#e09900&#8243; title_font_size=&#8220;18px&#8220; border_radii=&#8220;on|5px|5px|5px|5px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; global_module=&#8220;62982&#8243; saved_tabs=&#8220;all&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<article class=\"group\/turn w-full text-token-text-primary focus-visible:outline-none\" dir=\"auto\" tabindex=\"-1\" data-testid=\"conversation-turn-3\" data-scroll-anchor=\"false\">\n<div class=\"text-base my-auto mx-auto py-5 px-6\">\n<div class=\"mx-auto flex flex-1 text-base gap-4 md:gap-5 lg:gap-6 md:max-w-3xl lg:max-w-[40rem] xl:max-w-[48rem]\">\n<div class=\"group\/conversation-turn relative flex w-full min-w-0 flex-col @xs\/thread:px-0 @sm\/thread:px-1.5 @md\/thread:px-4\">\n<div class=\"relative flex-col gap-1 md:gap-3\">\n<div class=\"flex max-w-full flex-col flex-grow\">\n<div class=\"min-h-8 text-message relative flex w-full flex-col items-end gap-2 whitespace-normal break-words text-start [.text-message+&amp;]:mt-5\" dir=\"auto\" data-message-author-role=\"user\" data-message-id=\"980d7c94-2cc3-44f4-88b8-27391e65e893\">\n<div class=\"w-full\">\n<div class=\"flex w-full flex-col gap-1 empty:hidden items-end rtl:items-start\">\n<div class=\"relative max-w-[var(--user-chat-width,70%)] rounded-3xl bg-token-message-surface px-5 py-2.5\">\n<div class=\"whitespace-pre-wrap\">1. Im Jahre 1657 tauchte in Innsbruck, der Haupt- und Residenzstadt von Tirol und der ober- und vorder\u00f6sterreichischen Lande es regierte Erzherzog Ferdinand Karl (1646\u20141662) mit seiner Gemahlin Anna, einer Tochter des reichen und m\u00e4chtigen Cosimo II., Gro\u00dfherzogs von Toskana, aus dem Haufe Medici ein piemontesischer Edelmann, namens Girolamo Bernardo Ferrari, Conte d&#8217;O cchieppo, auf, der vorher als Gesandter des Herzogs von Savoyen nach Wien gekommen und dort in die Dienste des Hauses Oesterreich getreten war. Der damalige herzoglich savoyische K\u00e4mmerer und Ritter des St. Mauritius- und Lazarusordens ward anfangs des 17. Jahrhunderts in Biella, einem kleinen St\u00e4dtchen in Piemont, Provinz Novara, geboren, wo feine Familie, dem Stadtadel angeh\u00f6rig, H\u00e4user und G\u00fcter besa\u00df, darunter die Lehensherrschaften Occhieppo und sp\u00e4ter Chiavazza, mit denen der Grafentitel verbunden war und nach denen sich die Familie zubenannte. Am Innsbrucker Hofe \u00fcbten zu jener Zeit die Italiener den gr\u00f6\u00dften Einflu\u00df aus. Sie f\u00f6rderten zwar einerseits K\u00fcnste und Wissenschaften, n\u00e4hrten aber andererseits den Hang zur Prunk- und Verschwendungssucht. Dieser Hieronymus Bernhard Ferrari Graf v. Occhieppo, wie er sich sp\u00e4ter auf deutsch nannte, gelangte daher bald zu den h\u00f6chsten Stellen und W\u00fcrden bei Hof und Regierung: er wurde Obersthofmeister bei Ihrer f\u00fcrstlich Durchlaucht der Erzherzogin Anna, die ihm bei ihrem Tode (1676) wegen der vielen Jahre hindurch gehorsamst und ersprie\u00dflichst geleisteten Dienste ein Legat von 80.000 Gulden vermacht hatte; er war kaiserlicher K\u00e4mmerer, dann o. \u00f6. und Sr. Majest\u00e4t wirklicher Geheimer Rat. Als Herzog Karl v. Lothringen, der ber\u00fchmte T\u00fcrkenbezwinger, Tirol und die o. und v. \u00f6. Lande 1678\u20141690 als Gubernator verwaltete, wurde er auch noch zum Obersthofmeister dessen Gemahlin, einer geborenen Eleonora Erzherzogin v. Oesterreich, einer Schwester Kaisers Leopold, erw\u00e4hlt. Da diese in erster Ehe mit dem polnischen Wahlk\u00f6nig Michael Wisnowiecki (1669 1673) verm\u00e4hlt war, wird sie auch immer\u201epolnische K\u00f6nigin&#8220; genannt. Durch seine Gemahlin, eine geborene Anna Dorothea , war endlich Hieronymus Bernhard Graf Ferrari, wenn auch auf unehelichem Wege, mit dem Hause Habsburg weitschichtig verwandt, denn ihr Gro\u00dfvater m\u00fctterlicherseits war Karl Markgraf v. Burgau, der j\u00fcngere Sohn des Erzherzogs Ferdinand v. Tirol und der Philippine Welser. Den durch seine Stellung und seine Verbindungen erworbenen Reichtum verwendete Graf Ferrari noch in seinen alten Tagen zu gro\u00dfen Unternehmungen. 1682 erwarb er um die Pfandsumme von 60.000 Gulden die Gerichtsherrschaft Imst im Oberinntal, 1685 um 70.000 Gulden jene von Taufers im Pustertal, begann im selben Jahre den Bau des gro\u00dfartigen Barockpalastes auf der Kohlstatt (Dreiheiligen) und bestimmte ein Stiftungskapital von 30.000 Gulden f\u00fcr die Einf\u00fchrung des Ursulinenordens in Innsbruck. 1678 ist er zugleich mit seinem Brudersohn (Neffen) Johann Baptist Graf Ferrari in die tirolische Adelsmatrikel aufgenommen worden, so da\u00df die m\u00e4nnlichen Familienmitglieder die Titel \u201eGerichtsherr von Imst und Taufers, Herr und Landmann von Tirol&#8220; f\u00fchren durften. Aus allen seinen Besitzungen in Piemont und Tirol errichtete er letztwillig 1687 ein Familiendynastie mit Primogenitur, um das Ansehen und den Glanz der Familie zu erhalten. Hieronymus Bernhard starb zu Innsbruck am 3. J\u00e4nner 1691, fast 90 Jahre alt, seine Frau ein Jahr sp\u00e4ter am 15. J\u00e4nner 1692 im 80. Lebensjahre. Beide wurden in der von ihm gew\u00e4hlten Familiengrabst\u00e4tte in der Stiftskirche der Pr\u00e4monstratenser zu Wilten begraben. F\u00fcr fein und seiner Familie Seelenheil machte er au\u00dferdem noch gro\u00dfe fromme Stiftungen. Der alte Graf hatte allen Grund, seinen Neffen Ioh. Bapt. Ferrari Graf v. Occhieppo (geboren noch in Biella um 1650), vom\u00a0Erbe des Fideikommisses auszuschlie\u00dfen; denn nicht nur da\u00df dieser unwirtschaftlich war, sondern sein hei\u00dfes, italienisches Blut verf\u00fchrte ihn immer wieder zu Ausschreitungen und Verletzungen von Recht und Sitte, zu einem Lebenswandel, der unvereinbar war mit seinem Stande und hohem Berufe, war er doch kaiserlicher K\u00e4mmerer und o. \u00f6. Regimentsrat. Schon als junger Student \u00fcberfiel er in einer Nacht des Monates April 1676 mit seinen nach welscher Art vermummten Kumpanen die ebenfalls an der Universit\u00e4t Innsbruck studierenden Br\u00fcder Ferdinand und Alexander Grafen von Arco, wobei letzterem au\u00dfer einer Gesichtsverletzung durch eine Pistolenkugel ein Glied des rechten Daumes abgeschossen worden war 3 . Da er seine durch eine un gl\u00fcckselige Naturanlage und ein hitziges Temperament bedingte Lebensf\u00fchrung nicht aufgab und ein unstetes Wanderleben noch f\u00fchrte, wurde er auf Befehl des Kaisers 1695 zuerst auf dem Schlosse Rattenberg, dann auf der Festung Kufstein Jahre hin durch in\u201eArrest&#8220; gesetzt. Als der bayerisch-franz\u00f6sische Einfall im Juni 1703 drohte, wurde er zun\u00e4chst von Kufstein nach Innsbruck gebracht und sollte dann im Herbste zur Wiederherstellung seiner gebrochenen Gesundheit unter Aufsicht nach Meran \u00fcber f\u00fchrt werden. Aus der Reise dorthin entwich er in der N\u00e4chtigungsstation Brixen nach Italien. Von da ab ist jede Spur von ihm und seiner Familie in Tirol verschwunden mit Ausnahme von zweien seiner S\u00f6hne, die nacheinander zur Fideikommi\u00dferb folge berufen wurden. 2. Johann Baptist Graf Ferrari war zweimal verheiratet. Seine erste Frau war eine Nichte der Gemahlin seines Oheims Hieronymus Bernhard, namens Anna Adelheid Ferrero Marchesa della Marmora, die nach der Geburt eines S\u00f6hnchens bald daraus starb. Diesen Gro\u00dfneffen Karl Josef Graf Ferrari (geboren 1681, gestorben 1705) setzte nun der alte Graf in seinem Testamente vom Jahre 1687 zum Universalerben in das Fideikommi\u00df ein, w\u00e4hrend er seinen Neffen, den oft erw\u00e4hnten Ioh. Baptist, also den Vater des Karl Josef, nur mit einem Jahreslegat von 1500 Gulden bedachte. 3. Die zweite Gemahlin, eine geborene Maria Katharina Gr\u00e4fin v. Kuenburg aus Graz, erkor sich Ioh. Baptist Graf Ferrari auf etwas eigent\u00fcmliche und ungew\u00f6hnliche Weise. Er entf\u00fchrte sie, die am Hofe des Herzogs Karl o. Lothringen zu Innsbruck Hoffr\u00e4ulein war, kurzer Hand in einer sch\u00f6nen Sommernacht des August 1682 in die Schweiz. Nat\u00fcrlich wurde der Herr kaiserliche, ober\u00f6sterr. Regimentsrat ob dieses Frevels seiner Stellung entsetzt, aber auf Verwendung des F\u00fcrsterzbischofs von Salzburg, Max Gandolf Graf v. Kuenburg, eines nahen Verwandten der Entf\u00fchrten, vom Kaiser wieder in Gnaden aus genommen. Dieses Ehepaar wurden nun die Stammeltern dertirolischenGrafenv. Ferrari. Ihrer Ehe entspros sen in den Jahren 1683 bis 1692 sieben Kinder, von denen Leo pold Ignaz Graf Ferrari (geboren 1687, gestorben 1764), feinem ohne m\u00e4nnliche Nachkommen verstorbenen Stiefbruder Karl Josef (aus der ersten Ehe seines Paters) 1705 als n\u00e4chst berufener Fideikommi\u00dferbe folgte. Aber \u00fcber ihm schwebte wie \u00fcber seinem Vater, von dem er das hei\u00dfbl\u00fctige Naturell geerbt hatte, gleichfalls ein Unstern. Seine Verschwendungssucht hielt er doch oft bis zu 10 Bedienstete zerr\u00fcttete seine Hauswirtschaft. Fortw\u00e4hrend steht er im Kampfe mit den kirchlichen und weltlichen Obrigkeiten. Man versucht ihn mit den verschiedensten Zwangsmitteln zur Einkehr zu bewegen. So wird eine ihm auferlegte Kirchenstrafe von 200 Gulden zur Anschaffung einer Orgel in Ahrn (Tauferertal) be timmt. Ein anderes Mal vergleicht er sich mit der Regierung zur\u201eWiederherstellung seiner Ehre&#8220; auf eine Geldstrafe von 4500 Gulden, die bei der Erbauung eines Zucht- und Strafhauses in Innsbruck (heute Einquartierungs-Turnusvereinshaus, Inn stra\u00dfe 2) verwendet wurde. Bu\u00df\u00fcbungen\u201ezur Rettung seines Seelenheiles&#8220; in den Kapuzinerkl\u00f6stern zu M\u00fcnster in der Schweiz und Innsbruck wechseln mit Hausarrest ab. Er entflieht auch \u00f6fters ins Ausland. Endlich wird der immer wieder R\u00fcckf\u00e4llige wie fein Vater auf dem Schlosse Rattenberg \u201everarrestiert&#8220;, bis ihm schlie\u00dflich das St\u00e4dtchen Hall als Zwangsaufenthalt angewiesen wird. Die letzten Lebensjahre verbrachte der alternde Graf, der ebenfalls kaiserlicher K\u00e4mmerer und o. \u00f6. Regiments rat war, in beschaulicher Weise in seinem Palais zu Dreiheiligen.<\/div>\n<div class=\"whitespace-pre-wrap\">4. Graf Leopold Ignaz war zweimal verm\u00e4hlt. Die erste Ehe Mit Maria Franziska Gr\u00e4fin Truchse\u00df v. Waldburg-Zeil (gestorben 1730) blieb kinderlos. Die zweite Gemahlin, eine geborene Sidonia Wenzl v. Ragen und Kirchegg* schenkte ihm vier Kinder, von denen Josef Graf Ferrari (geboren in Hall 1735, gestorben 1794) Fideikommi\u00dferbe wurde. Er war k. k. K\u00e4mmerer und der letzte o. \u00f6. Regimentsrat in dieser Familie. 5. Nur Josefs erste Ehe mit Maria Iofepha Gr\u00e4fin v. Wolkenstein-Trostburg war mit vier Kindern gesegnet. Von ihnen ward Johann von Gott Graf Ferrari (geb. 1764, gestorben 1834), k. k. K\u00e4mmerer, der letzte Inhaber der Fideikommi\u00df- und Lehensg\u00fcter in ihrem alten Umfange, die von den bei den letzten Besitzern wieder gut bewirtschaftet wurden. Die napoleonischen Umw\u00e4lzungen brachten aber den wirtschaftlichen Zusammenbruch. Infolge der Eroberungen Napoleons in Oberitalien gingen 1805 die dortigen Besitzungen verloren. W\u00e4hrend der baye rischen Regierung (1806\u20141813) wurde ein Teil des tirolischen Fideikommi\u00df- und Lehenbesitzes in freies Eigentum verwandelt und dann nach und nach ver\u00e4u\u00dfert. Die Patrimonialgerichte Imst und T\u00e4ufers wurden vom Staate \u00fcbernommen. Graf Johann von Gott war ebenfalls zweimal verheiratet. Die Tochter Katharina aus der zweiten Ehe (1810) mit Msria Anna Freiin v. Zech zu Deybach und Sulz war die Gattin Ferdinands Freiherrn Fenner von und zum Fennberg<\/div>\n<div class=\"whitespace-pre-wrap\">5 . Die erste Frau, Kreszenzia Gr\u00e4fin v. Sarnthein, hatte ihrem Gatten acht Kinder geboren. Sein \u00e4ltester Sohn Josef (gestorben 1869) war k. k. Tabak und Stempelverschlei\u00df-Magazinsverwalter. Das Magazin befand sich in seinem Palais in Dreiheiligen. Diese Linie ist mit dessen gleichnamigen Enkel Josef 1918 ausgestorben. Johannes v. Gott zweiter Sahn Friedrich (gestorben 1872) war Zollamtskontrollor in Vorarlberg. Seine Nachkommen leben in S\u00fcdtirol, Ungarn und Deutschem Reich. Ignaz (gestorben 1858) der dritte Sohn Johanns von Gott, war Finanzbezirks-Direktionsassistent. Seine Tochter 4 Ein altes, jetzt ausgestorbenes Pustertaler Geschlecht, dessen j\u00fcngere Linie in den heutigen Freiherren v. Sternbach zu Stock und Luttach noch fortlebt. 5 Dieser, ein Sohn des ber\u00fchmten Tiroler Freiheitsk\u00e4mpfers, sp\u00e4teren Feldmarschalleutnants und Maria-Therefien-Ritters Phi lipp Freiherr v. Fenner, schlo\u00df sich der revolution\u00e4ren Bewegung der Jahre 1848 und 1849 an, mu\u00dfte nach Amerika fl\u00fcchten, wurde aber sp\u00e4ter amnestiert. Seine Tochter Ada, eine im hohen Alter stehende, aber noch geistreiche und geistesfrische Frau von Energie, ist die heutige Oberin des gr\u00e4fl. Wolkenfteinischen adeligen Damenstiftes in Innsbruck. Rosa war mit dem Universit\u00e4tsprofessor und ber\u00fchmten \u00f6ster reichischen Geschichtsforscher Dr. Alfons Huber verm\u00e4hlt. Die \u00fcbrigen Nachkommen dieser Linie leben in Innsbruck und Steiermark.<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"flex absolute left-0 right-0 flex justify-end\">\n<div class=\"-me-1 -ms-2.5 flex select-none items-center p-1 touch:-me-2 touch:-ms-3.5 transition-[mask-position] [mask-image:linear-gradient(to_var(--mask-direction),black_33%,transparent_66%)] [mask-position:var(--mask-from-pos)] [mask-size:300%_100%] [--mask-direction:left] [--mask-from-pos:0_0] [--mask-to-pos:100%_0] pointer-events-none duration-300 group-hover\/turn:pointer-events-auto group-hover\/turn:delay-100 group-hover\/turn:[mask-position:var(--mask-to-pos)] group-focus-within\/turn:pointer-events-auto group-focus-within\/turn:[mask-position:var(--mask-to-pos)] has-[[data-state=open]]:pointer-events-auto has-[[data-state=open]]:[mask-position:var(--mask-to-pos)]\">\u00a0<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/article>\n<article class=\"group\/turn w-full text-token-text-primary focus-visible:outline-none\" dir=\"auto\" tabindex=\"-1\" data-testid=\"conversation-turn-4\" data-scroll-anchor=\"true\">\n<h6 class=\"sr-only\">\u00a0<\/h6>\n<\/article>\n<p>[\/et_pb_toggle][\/et_pb_column][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tiroler Anzeiger \/ 5 June 1937<\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","wds_primary_category":0,"footnotes":""},"categories":[143,138],"tags":[],"class_list":["post-62979","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemeiner-tiroler-anzeiger","category-geschichte-presse"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62979","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=62979"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62979\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=62979"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=62979"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=62979"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}