{"id":63072,"date":"1905-07-17T14:35:21","date_gmt":"1905-07-17T14:35:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/?p=63072"},"modified":"2025-03-27T14:46:13","modified_gmt":"2025-03-27T14:46:13","slug":"die-schlachthausbaufrage-in-innsbruck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/die-schlachthausbaufrage-in-innsbruck\/","title":{"rendered":"The slaughterhouse construction issue in Innsbruck"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; specialty=&#8220;on&#8220; _builder_version=&#8220;4.24.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; specialty_columns=&#8220;2&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_row_inner _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column_inner saved_specialty_column_type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_text admin_label=&#8220;Titel und Adresse&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; text_text_color=&#8220;#000000&#8243; header_font=&#8220;|on|||&#8220; header_text_align=&#8220;center&#8220; header_text_color=&#8220;#e09900&#8243; header_font_size=&#8220;42px&#8220; header_line_height=&#8220;1.3em&#8220; header_2_text_color=&#8220;#e09900&#8243; background_color=&#8220;rgba(255,255,255,0.8)&#8220; background_layout=&#8220;dark&#8220; custom_padding=&#8220;20px|20px|20px|20px|true|true&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; header_font_size_last_edited=&#8220;off|desktop&#8220; border_radii=&#8220;on|10px|10px|10px|10px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; locked=&#8220;off&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]<\/p>\n<h2>Die Schlachthausbaufrage in Innsbruck<\/h2>\n<p>Die Unzul\u00e4nglichkeit des Schlachthauses am Innrain<\/p>\n<p>Erschienen: Innsbrucker Nachrichten \/ 17. Juli 1905<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_toggle title=&#8220;\u00dcber diesen Text&#8230;&#8220; open_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; open_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; closed_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; closed_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; icon_color=&#8220;#e09900&#8243; open_icon_color=&#8220;#e09900&#8243; admin_label=&#8220;\u00dcber diesen Text&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; title_text_color=&#8220;#e09900&#8243; title_font_size=&#8220;18px&#8220; border_radii=&#8220;on|5px|5px|5px|5px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p>Wohnen und Lebensmittel waren immer schon die entscheidenden Fragen in St\u00e4dten. Mit dem rasanten Wachstum Innsbrucks nach 1850 wurde das Thema der Fleischversorgung dr\u00e4ngend. Die Fleischbank am Innrain, erst kurz vorher errichtet, entsprach in keinster Weise mehr modernen Anforderungen. Der Ruf nach einem neuen Schlachthaus wurde lauter, um dem Problem Herr zu werden. Bis zum Bau der Anlage im Saggen 1910 sollten aber noch einige Jahre vergehen.\u00a0<\/p>\n<p>[\/et_pb_toggle][\/et_pb_column_inner][\/et_pb_row_inner][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_toggle title=&#8220;Der Artikel&#8220; open=&#8220;on&#8220; open_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; open_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; closed_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; closed_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; icon_color=&#8220;#e09900&#8243; open_icon_color=&#8220;#e09900&#8243; admin_label=&#8220;Die Schlachthausbaufrage in Innsbruck&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; title_text_color=&#8220;#e09900&#8243; title_font_size=&#8220;18px&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; border_radii=&#8220;on|5px|5px|5px|5px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243; global_module=&#8220;63080&#8243; saved_tabs=&#8220;all&#8220;]<\/p>\n<p class=\"\" data-start=\"180\" data-end=\"591\">Es d\u00fcrfte wohl kein Zweifel herrschen: Die derzeitige Situation des Innsbrucker Schlachthauses ist unzureichend. Erst k\u00fcrzlich wurde ein Ungl\u00fccksfall, der auf die unzul\u00e4nglichen Schlachtr\u00e4ume zur\u00fcckzuf\u00fchren war, \u00f6ffentlich diskutiert. Auch die am meisten betroffenen Personen, insbesondere die Fleischhauer, haben wiederholt auf diese Missst\u00e4nde hingewiesen und dr\u00e4ngen auf den Bau eines neuen Schlachthauses.<\/p>\n<p class=\"\" data-start=\"593\" data-end=\"996\">Die Notwendigkeit eines solchen ist umso dringender, als durch die Eingemeindung der Vororte den dortigen Metzgern aufgrund des begrenzten Platzes in der derzeitigen Anlage die Nutzung nahezu unm\u00f6glich gemacht wird. Zudem lassen die Schlachtanlagen in den Vororten in sanit\u00e4ren Belangen viel zu w\u00fcnschen \u00fcbrig. Man sieht gezwungenerma\u00dfen \u00fcber Missst\u00e4nde hinweg, weil es derzeit keine Alternative gibt.<\/p>\n<p class=\"\" data-start=\"998\" data-end=\"1865\">Der Veterin\u00e4rbericht der Stadt f\u00fcr das Jahr 1905 \u00e4u\u00dfert sich folgenderma\u00dfen zum Schlachthaus:<br data-start=\"1091\" data-end=\"1094\" \/><em>\u201eIn baulicher Hinsicht muss erw\u00e4hnt werden, dass im Berichtsjahr eine geradezu gef\u00e4hrliche \u00dcberf\u00fcllung der Schlachthalle herrschte. Auf einer Bodenfl\u00e4che von 340,61 Quadratmetern sind 79 Gro\u00dfvieh-Schlachtpl\u00e4tze verteilt, sodass auf jeden Platz lediglich 4,3 Quadratmeter entfallen. Wenn man bedenkt, dass f\u00fcr die Schlachtung eines Ochsen zwei Gehilfen erforderlich sind und dass f\u00fcr die notwendigen Ger\u00e4te mindestens zwei Quadratmeter Bodenfl\u00e4che ben\u00f6tigt werden, ist klar, dass kein Fleischhauer \u00fcber ausreichend Platz verf\u00fcgt. Besonders an den gro\u00dfen Schlachttagen f\u00fchrt diese Enge dazu, dass die Sicherheit der Personen nicht gew\u00e4hrleistet ist. Ebenso stellt der Wagenverkehr im Schlachthof ein gro\u00dfes Problem dar, da er den Betriebsablauf erheblich beeintr\u00e4chtigt.\u201c<\/em><\/p>\n<p class=\"\" data-start=\"1867\" data-end=\"2090\">Angesichts dieser unhaltbaren Zust\u00e4nde ist der Neubau einer Gro\u00dfvieh-Schlachthalle nicht l\u00e4nger aufzuschieben. Er ist ein Gebot der Sicherheit f\u00fcr all jene, die t\u00e4glich dort arbeiten und sich permanent in Gefahr befinden.<\/p>\n<p class=\"\" data-start=\"2092\" data-end=\"2455\">Ein weiteres Problem stellt der Viehtrieb vom Markt und den Bahnh\u00f6fen zum Schlachthaus dar. Immer wieder gibt es Beschwerden \u00fcber tierqu\u00e4lerische Handlungen, Menschenansammlungen aufgrund liegengebliebener Rinder auf den Stra\u00dfen sowie untragbare Transportbedingungen f\u00fcr verungl\u00fcckte Tiere. Diese Zust\u00e4nde sind f\u00fcr eine Landeshauptstadt nicht l\u00e4nger hinnehmbar.<\/p>\n<h3 class=\"\" data-start=\"2457\" data-end=\"2491\">Standortfrage f\u00fcr den Neubau<\/h3>\n<p class=\"\" data-start=\"2493\" data-end=\"2619\">Bei der Errichtung eines modernen Schlachthauses spielt die Standortfrage die zentrale Rolle. Doch wo soll es gebaut werden?<\/p>\n<p class=\"\" data-start=\"2621\" data-end=\"3050\">Ein Vorschlag war die \u00f6stliche Seite des S\u00fcdbahn-Viadukts, am Zusammenfluss von Inn und Sill. Dieses Projekt scheint jedoch verworfen worden zu sein \u2013 und das zu Recht. Denn eine direkte Anbindung an die Bahn w\u00e4re dort nur mit enormen Kosten m\u00f6glich, obwohl genau diese Anbindung unabdingbar ist. Innsbruck ist auf den Bahntransport von Schlachtvieh angewiesen, da das lokal verf\u00fcgbare Vieh nur in minimaler Zahl vorhanden ist.<\/p>\n<p class=\"\" data-start=\"3052\" data-end=\"3470\">Ein neuer Vorschlag sieht die Errichtung eines Schlachthauses in Pradl oder oberhalb der Staatsbahnstation Wilten vor. Doch auch Pradl erscheint ungeeignet, da es keine direkte Bahnanbindung gibt. Selbst wenn eine solche technisch machbar w\u00e4re, w\u00e4ren die Kosten wohl zu hoch. Zudem gibt es dort kein flie\u00dfendes Wasser \u2013 die Sill f\u00fchrt nicht immer ausreichend Wasser, und Grundwasser w\u00e4re nur im Hochsommer verf\u00fcgbar.<\/p>\n<p class=\"\" data-start=\"3472\" data-end=\"4052\">Die zweite Option, das Gel\u00e4nde oberhalb der Staatsbahnstation Wilten, bietet zwar eine leichtere Anbindung an die Bahn, ist aber ebenfalls problematisch. Die Zufahrten sind stark eingeschr\u00e4nkt und f\u00fchren entweder \u00fcber die Neuhauserstra\u00dfe oder \u00fcber eine Stra\u00dfe beim \u201eTschurtscherthaler Keller\u201c. Letztere weist bereits jetzt erhebliche Verkehrsprobleme auf, die sich durch die Errichtung eines Schlachthauses noch versch\u00e4rfen w\u00fcrden. Hinzu kommt, dass das Gel\u00e4nde durch die Bahn und die umliegenden Berge stark begrenzt ist und wenig Spielraum f\u00fcr eine sp\u00e4tere Erweiterung bietet.<\/p>\n<h3 class=\"\" data-start=\"4054\" data-end=\"4087\">Die beste L\u00f6sung: Siglanger<\/h3>\n<p class=\"\" data-start=\"4089\" data-end=\"4364\">Ein Schlachthaus in Innsbruck muss gro\u00dfz\u00fcgig angelegt werden, um auch k\u00fcnftigen Anforderungen gerecht zu werden. Daher sollte ein Standort gew\u00e4hlt werden, der eine sp\u00e4tere Erweiterung erlaubt, \u00fcber eine direkte Bahnanbindung verf\u00fcgt und ausreichend Wasserressourcen bietet.<\/p>\n<p class=\"\" data-start=\"4366\" data-end=\"4646\">All diese Bedingungen erf\u00fcllt das sogenannte Siglanger-Gebiet, das sich unterhalb von Peterbr\u00fcndl und zwischen den Figgenh\u00f6fen erstreckt. Es gibt eine direkte Verbindung zur Bahn, die V\u00f6lserstra\u00dfe f\u00fchrt dorthin, und auch der Inn sowie der Geroldsbach sind in unmittelbarer N\u00e4he.<\/p>\n<p class=\"\" data-start=\"4648\" data-end=\"5039\">Durch die Eingemeindung der Vororte hat Innsbruck nun insgesamt acht Jahresm\u00e4rkte und 52 Wochenm\u00e4rkte. Es w\u00e4re daher sinnvoll, diese M\u00e4rkte in die N\u00e4he des neuen Schlachthauses zu verlegen. Die daf\u00fcr n\u00f6tige Fl\u00e4che ist im Siglanger-Gebiet ausreichend vorhanden. Dies w\u00fcrde nicht nur den Verkehr in der Stadt entlasten, sondern auch die wirtschaftliche Entwicklung dieses Stadtteils f\u00f6rdern.<\/p>\n<p class=\"\" data-start=\"5041\" data-end=\"5374\">Die Anbindung an das st\u00e4dtische Verkehrsnetz k\u00f6nnte ebenfalls leicht verbessert werden. Eine Verl\u00e4ngerung der Stadtbahn \u00fcber den Innrain bis in dieses Gebiet w\u00fcrde die Entfernung zur Innenstadt kaum sp\u00fcrbar machen. Zudem befinden sich in der N\u00e4he mehrere Bahnh\u00f6fe, darunter jene der Staatsbahn, der Lokalbahn und der Stubaitalbahn.<\/p>\n<p class=\"\" data-start=\"5376\" data-end=\"5689\">Nat\u00fcrlich mag es sein, dass einzelne Gesch\u00e4ftsleute oder Stadtviertel durch eine Verlegung des Schlachthauses Nachteile erleiden. Doch letztlich sind hier die Interessen der Allgemeinheit entscheidend. Die Steuerkraft dieses neuen Wirtschaftsraums w\u00fcrde sich langfristig positiv auf die gesamte Stadt auswirken.<\/p>\n<h3 class=\"\" data-start=\"5691\" data-end=\"5702\">Fazit<\/h3>\n<p class=\"\" data-start=\"5704\" data-end=\"6074\">Der Bau eines neuen Schlachthauses und die Verlegung der M\u00e4rkte sind unabdingbar. Die Bev\u00f6lkerung sollte sich aktiv an der Diskussion beteiligen und ihre Meinung \u00e4u\u00dfern. Nur so k\u00f6nnen die verantwortlichen Stellen die besten Entscheidungen im Sinne der Stadt treffen. Schweigen und sp\u00e4ter Kritik \u00fcben, wenn die Entscheidung l\u00e4ngst gefallen ist, bringt niemanden weiter.<\/p>\n<p class=\"\" data-start=\"6076\" data-end=\"6226\">Die Zukunft Innsbrucks liegt in vorausschauender Planung \u2013 und dazu geh\u00f6rt ein modernes, gut erreichbares und hygienisch einwandfreies Schlachthaus.<\/p>\n<p>[\/et_pb_toggle][\/et_pb_column][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Innsbrucker Nachrichten \/ 17 July 1905<\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","wds_primary_category":0,"footnotes":""},"categories":[138,142],"tags":[],"class_list":["post-63072","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-geschichte-presse","category-innsbrucker-nachrichten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63072","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=63072"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63072\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=63072"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=63072"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=63072"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}