{"id":65871,"date":"2024-05-15T08:30:28","date_gmt":"2024-05-15T08:30:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/?p=65871"},"modified":"2026-03-31T09:30:37","modified_gmt":"2026-03-31T09:30:37","slug":"thyrsus-haymon-und-die-bajuwaren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/thyrsus-haymon-und-die-bajuwaren\/","title":{"rendered":"Thyrsus, Haymon and the Bavarians"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; specialty=&#8220;on&#8220; _builder_version=&#8220;4.24.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; specialty_columns=&#8220;2&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_row_inner _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column_inner saved_specialty_column_type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_text admin_label=&#8220;Titel&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; text_text_color=&#8220;#000000&#8243; header_font=&#8220;|on|||&#8220; header_text_align=&#8220;center&#8220; header_text_color=&#8220;#e09900&#8243; header_font_size=&#8220;42px&#8220; header_line_height=&#8220;1.3em&#8220; header_2_text_color=&#8220;#e09900&#8243; background_color=&#8220;rgba(255,255,255,0.8)&#8220; background_layout=&#8220;dark&#8220; custom_padding=&#8220;20px|20px|20px|20px|true|true&#8220; header_font_size_last_edited=&#8220;off|desktop&#8220; border_radii=&#8220;on|10px|10px|10px|10px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; locked=&#8220;off&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h2>Thyrsus, Haymon und die Bajuwaren<\/h2>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_gallery gallery_ids=&#8220;65948,65946,65951,65903,65952&#8243; fullwidth=&#8220;on&#8220; admin_label=&#8220;Galerie Thyrsus, Haymon und die Bajuwaren&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; pagination_text_color=&#8220;#E09900&#8243; border_radii=&#8220;on|5px|5px|5px|5px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; global_module=&#8220;65905&#8243; saved_tabs=&#8220;all&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_gallery][et_pb_toggle title=&#8220;Thyrsus, Haymon und die Bajuwaren&#8220; open=&#8220;on&#8220; open_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; open_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; closed_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; closed_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; icon_color=&#8220;#e09900&#8243; open_icon_color=&#8220;#e09900&#8243; admin_label=&#8220;Thyrsus, Haymon und die Bajuwaren&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; title_text_color=&#8220;#e09900&#8243; title_font_size=&#8220;18px&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; border_radii=&#8220;on|5px|5px|5px|5px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; global_module=&#8220;65875&#8243; saved_tabs=&#8220;all&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]<\/p>\n<p>Nach dem Verschwinden des westr\u00f6mischen Reiches und der dazugeh\u00f6renden Verwaltung \u00fcbernahmen germanische St\u00e4mme die Kontrolle \u00fcber das Gebiet des heutigen Innsbrucks. In Nordtirol tummelten sich zwischen den Herrschaften des <em>Imperium Romanum<\/em> und Kaiser Karls (748 \u2013 814), in der Zeit also, die als V\u00f6lkerwanderung, Sp\u00e4tantike oder Fr\u00fchmittelalter bezeichnet wird, eine ganze Reihe von V\u00f6lkerschaften. Neben den romanisierten Breonen waren es Goten, Langobarden, Bajuwaren, Sueven und Slawen, die sich in den Landstrichen n\u00f6rdlich des Brenners neben-, hinter- und durcheinander ansiedelten. Im mittleren Inntal konnten sich die Bajuwaren als regionale Macht durchsetzen. Bei der Landnahme wurde zwar das r\u00f6mische <em>Castell Veldidena<\/em> zerst\u00f6rt, ansonsten war f\u00fcr die breonisch-romanisierte Bev\u00f6lkerung der \u00dcbergang wahrscheinlich aber weniger pl\u00f6tzlich und kriegerisch als viel mehr flie\u00dfend. Die Bajuwaren waren keine barbarischen Zerst\u00f6rer, sondern standen seit Jahrhunderten mit der r\u00f6mischen Welt in der einen oder anderen Form im Austausch. Kampfhandlungen waren wohl die Ausnahme. Die Kulturen vermischten sich nach und nach in einer Zeit, in der das Herrschaftsgef\u00fcge eher von loser Natur war. Die Alltagssprache der Menschen war eine Form des Germanischen, schon fr\u00fch hatte sich als Schriftsprache aber Latein durchgesetzt. Das wichtigste \u00dcberbleibsel der R\u00f6mer und bald schon verbindendes Element war aber das Christentum. Ab dem 8. Jahrhundert waren die Bajuwaren christianisiert. Unter Kaiser Karl wurde aus den \u201ebarbarischen\u201c Bajuwaren die christlichen Herz\u00f6ge von Bayern und mit ihnen das Inntal zu einem Teil des <em>Heiligen R\u00f6mischen Reiches<\/em>, das sich \u00fcber weite Teile Zentraleuropas und Norditaliens erstreckte. Sie st\u00fctzten sich in der Verwaltung auf die kirchlichen Strukturen der R\u00f6mer, waren Kleriker doch vielfach die einzigen Schriftgelehrten. Anstatt die regionalen Magistrate der R\u00f6mischen Kaiser herrschte nun eine geharnischte Aristokratie als Lehensm\u00e4nner des vom Papst gesalbten Frankenk\u00f6nigs Karl im Namen Gottes \u00fcber die Untertanen, die davon unbehelligt weiterhin in er Landwirtschaft malochen mussten. Der christliche Kirchenvater Paulus hatte in seinem <em>R\u00f6merbrief <\/em>die theologische Basis f\u00fcr dieses System gelegt:<\/p>\n<p><em>Jedermann sei untertan der Obrigkeit, die Gewalt \u00fcber ihn hat. Denn es ist keine Obrigkeit au\u00dfer von Gott; wo aber Obrigkeit ist, ist sie von Gott angeordnet. Darum: Wer sich der Obrigkeit widersetzt, der widerstrebt Gottes Anordnung; die ihr aber widerstreben, werden ihr Urteil empfangen.\u00a0Denn die Gewalt haben, muss man nicht f\u00fcrchten wegen guter, sondern wegen b\u00f6ser Werke. Willst du dich aber nicht f\u00fcrchten vor der Obrigkeit, so tue Gutes, dann wirst du Lob von ihr erhalten. Denn sie ist Gottes Dienerin, dir zugut. Tust du aber B\u00f6ses, so f\u00fcrchte dich; denn sie tr\u00e4gt das Schwert nicht umsonst. Sie ist Gottes Dienerin und vollzieht die Strafe an dem, der B\u00f6ses tut. Darum ist es notwendig, sich unterzuordnen, nicht allein um der Strafe, sondern auch um des Gewissens willen. Deshalb zahlt ihr ja auch Steuer; denn sie sind Gottes Diener, auf diesen Dienst best\u00e4ndig bedacht.<\/em><\/p>\n<p>Kulturell zeigte sich das Christentum auch im alpinen Raum anpassungsf\u00e4hig an Traditionen und Br\u00e4uche. Die M\u00e4rtyrer und Heiligen des Christentums ersetzten die heidnische Vielg\u00f6tterei. Alte Feste wie die Wintersonnwende, Erntedank oder der Fr\u00fchlingsbeginn wurden in den christlichen Kalender integriert und von Weihnachten, Allerheiligen und Ostern ersetzt. Beliebte Legenden um wunderkr\u00e4ftige Pflanzen, unheilbringende Berggipfel, zauberkundige Wesen wie die <em>Saligen Fr\u00e4ulein<\/em>, verwunschene K\u00f6nige und andere Sagengestalten konnten problemlos parallel zum Christentum verehrt werden.<\/p>\n<p>Zwei der bis heute in Innsbruck popul\u00e4rsten unter ihnen spielen die Hauptrolle im Gr\u00fcndungsmythos des Stiftes Wilten. Ein au\u00dferordentlich kr\u00e4ftiger Ritter, bekannt als Riese Haymon begab sich irgendwann zwischen Sp\u00e4tantike und fr\u00fchem Mittelalter nach Tirol. Hier traf er auf den alteingesessenen Riesen Thyrsus von Seefeld. W\u00e4hrend der germanische Haymon modern mit Schwert und Schild ausgestattet war, hatte Thyrsus, der zwar einen romanisierten Namen trug, in der Legende aber als wilder Alpenbewohner dargestellt wird, nur einen Baumstamm als Waffe zur Verf\u00fcgung. Es kam, wie es kommen musste, das Schwert schlug die h\u00f6lzerne Keule und Thyrsus lag in seinem Blut erschlagen am Boden. In Reue \u00fcber seine Tat trat Haymon zum Christentum \u00fcber und lie\u00df sich vom Bischof von Chur taufen. Anstatt wie geplant eine milit\u00e4rische Burganlage zu bauen, errichtete der Gel\u00e4uterte auf den Ruinen der r\u00f6mischen Festung Veldidena ein Kloster. Trotz der neu gefundenen Fr\u00f6mmigkeit war die Zeit der Heldentaten f\u00fcr ihn aber noch nicht vorbei. In der nahen Sillschlucht aber hauste ein furchterregender Drache, der nicht nur jede Nacht den Neubau verw\u00fcstete, sondern auch eine sinnvolle Besiedlung des Landstrichs unm\u00f6glich machte. Haymon t\u00f6tete das Untier, schnitt ihm die Zunge ab und vermachte sie seiner eigenen Stiftung. Nach seiner Karriere als Drachent\u00f6ter \u00fcbergab Haymon das Kloster den Benediktinerm\u00f6nchen vom Tegernsee und trat als Laienbruder selbst dem Orden bei. Die Menschen der Region waren dem Riesen f\u00fcr die Befreiung vom Drachen so dankbar, dass sie sich gerne in die abgabenpflichtige Obhut des Stiftes Wilten begaben, um das einst wilde Land als Bauern fruchtbar zu bestellen. Und die Moral von der Geschichte? Haymon steht f\u00fcr die anfangs gewaltbereiten, sp\u00e4ter aber edlen und wohlt\u00e4tigen germanischen Besiedler, Thyrsus f\u00fcr die mutigen und wilden, am Ende aber doch unterlegenen Bewohner der Region zwischen Seefelder Plateau und Brenner. Der Drache symbolisiert das b\u00f6se, zerst\u00f6rerische und unchristliche Heidentum, das vom konvertierten Germanen ausgemerzt wird. Die Klosterbr\u00fcder, reich beschenkt vom tapferen Ritter, sind die ordnende Hand, ohne die nichts funktionieren w\u00fcrde. Die <em>Haymonsage<\/em> und ihre Moral zeigten sich im Laufe der Jahrhunderte je nach Zeitgeist ebenso flexibel wie das Christentum bei seiner Einf\u00fchrung in der Sp\u00e4tantike. Einmal war Haymon ein Adliger vom Rhein, der nach dem Tod Karls des Gro\u00dfen nach Tirol kam, ein anderes Mal unterwegs zwischen Ravenna und Deutschland als Gefolgsmann des ostgotischen K\u00f6nigs Theoderich, besser bekannt als Dietrich von Bern. Vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert standen die Konvertierung <em>Haymons<\/em>, der Schutz der b\u00e4uerlichen Untertanen durch das christliche Rittertum und die Klostergr\u00fcndung im Mittelpunkt, um das segensreiche Feudalwesen zu untermauern. In einem Artikel in den <em>Innsbrucker Nachrichten<\/em> vom 2. Oktober hingegen lie\u00df der Autor Dr. Franz W\u00f6\u00df das katholische Element des Klosterbaus fast komplett beiseite und betonte das heldenhafte Deutsche, bevor er sich der heilt\u00e4tigen Wirkung des Thyrsus\u00f6ls widmete, das die Seefelder Bauern seit dem Mittelalter aus den \u00f6lhaltigen Schiefersteinen gewannen. In dieser Version der Sage zog sich Haymon nach seinen Heldentaten in die Wildnis in Seefeld als Einsiedler zur\u00fcck anstatt als Kleriker sein Leben im Stift Wilten zu beenden. Nach dem Zweiten Weltkrieg wiederum wollte man sich vom Germanentum so weit als m\u00f6glich distanzieren. Die 1956 an der Fassade des \u201e<em>Gasthauses Zum Riesen Haymon<\/em>\u201c entstandene Wandmalerei zeigt den unterlegenen Thyrsus, mit \u00f6sterreichischem Wappenschild, ganz im Sinne des Opfermythos der Nachkriegszeit.<\/p>\n<p>[\/et_pb_toggle][et_pb_toggle title=&#8220;Vom heilkr\u00e4ftigen Dirschen\u00f6l&#8220; open_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; open_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; closed_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; closed_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; icon_color=&#8220;#e09900&#8243; open_icon_color=&#8220;#e09900&#8243; admin_label=&#8220;Vom heilkr\u00e4ftigen Dirschen\u00f6l&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; title_text_color=&#8220;#e09900&#8243; title_font_size=&#8220;18px&#8220; border_radii=&#8220;on|5px|5px|5px|5px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; global_module=&#8220;65862&#8243; saved_tabs=&#8220;all&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p>Wie die Sage vermeldet, zog mit Dietrich von Bern, der auf der alten R\u00f6merstra\u00dfe vom S\u00fcden nach Tirol kam, auch der <strong>Riese Haymon<\/strong>, ein Edler aus rheinischem Geschlechte, der \u201ewas sehr fromm\u201c. Er erschlug im Streit einen andern Riesen, den Wildenmann, der die Felder verw\u00fcstete und die Bauern baten ihn, er m\u00f6ge sie auch weiterhin als ihr Herr besch\u00fctzen. Haymons junge Herrschaft wollte aber ein einheimischer Riese aus der Seefelder Gegend, <strong>Thyrsus<\/strong>, nicht dulden.<\/p>\n<p>Wo heute das D\u00f6rfchen Zirl an der Oberinntalstra\u00dfe liegt, kam es zum Kampf zwischen den beiden Riesen. Sie trafen einander in der Reschenfuhrung, wie sie das sch\u00f6ne Gem\u00e4lde der Wiltener Stiftskirche in Innsbruck zeigt. <strong>Haymon<\/strong>, der christliche Ritter mit Schwert und Schild, <strong>Thyrsus<\/strong>, der heidnische Unmensch, mit einem ungeheuren, scharf gezahnten <strong>Zirbelnussholz<\/strong>. Haymon siegte. Thyrsus, der zu Tode getroffen, in die Berge vor Seefeld fl\u00fcchtete, wo er sterbend sein Blut in das Gestein flie\u00dfen lie\u00df, damit seine Bauern daraus Heilkraft sch\u00f6pfen k\u00f6nnten:<\/p>\n<p>\u201eGeh\u2019 hin, unfl\u00fcssiges Blut,<br \/>Das sei f\u00fcr Tier und Menschen gut!\u201c<\/p>\n<p>Mit diesem letzten Worte verehrte Thyrsus den Seefeldern und Reither Bauern ein wertvolles Gut, das <strong>\u201eThyrsusblut\u201c<\/strong> oder <strong>Dirschen\u00f6l<\/strong>, das sp\u00e4tere <strong>Ichthyol<\/strong>.<\/p>\n<p><strong>Haymon<\/strong> bereute seine Untat und erbaute zur S\u00fchne das heilige stille Wirken an der Stelle seines Kampfes: das Stift Wilten. Dann lebte er als B\u00fc\u00dfer weiter in einer H\u00f6hle am Bergkegel. Beim Tode seines Walles entbl\u00f6\u00dfte er einmal, wie auch der vers\u00f6hnte Ort prophezeite, das wertvolle \u00d6l.<\/p>\n<p>Die Bauern der Seefelder Gegend verwendeten dieses Thyrsusmittel durch obiges Deifikationswort als ein \u201eEinheimisches\u201c. Die h\u00e4ufigen Schiefergeschiebe mit ihren \u00f6lhaltigen Dirschenfl\u00fcssigkeitsgef\u00e4\u00dfen auf einen Herd gebracht und dort durch Ausd\u00fcnstung- und Schwitzprozess <strong>Ichthyol<\/strong> gewonnen, wie auch heute wieder \u2013 der Seefelder Oelfischer durch Jahrhunderte das heilkr\u00e4ftige Oel geliefert hatte, verwendeten man als Heil\u00f6l, zu Heizungssalben, wie den <strong>Maximilianischen Zimmern<\/strong> zu Brixen oder auch im Wiener Krankenhaus verbrachte Salben und Rollen. Doch das seiner feinen Erd\u00f6l und harzigen R\u00fcckst\u00e4nde ent\u00f6lte Ichthyol entfesselt das innerste Urwesen.<\/p>\n<p>Dass aus <strong>Dirschen\u00f6l<\/strong> das Blut des erschlagenen Riesen Thyrsus sei, das noch wohl nun die Seefelder Bauern geglaubt haben, die das Mittel m\u00fchsam aus dem Stein gewannen, hoch \u00fcber dem Inntal, wie es der Kampf der kulturbringenden, bergfahrigen Germanenst\u00e4mme mit der Urbev\u00f6lkerung versinnbildlicht, ist kaum der Wirklichkeit nachzuf\u00fchlen. <strong>Ichthyol<\/strong> \u2013 nach der griechischen Schrift \u00fcber das Fisch\u00f6l \u2013 erteilt keinen giftigen oder s\u00fc\u00dfs\u00e4uerlichen Reiz, der bei den Stink\u00f6len h\u00e4ufig auftritt.<\/p>\n<p>Ebenso wie bei der Darstellung, da\u00df dieses wertvolle Heil\u00f6l von einem christlichen Riesen sei, das ihm der Riesen Thyrsus hinterlie\u00df, herrscht auch bei der Namensnennung Ichthyol die Vorstellung, da\u00df organisches Leben die Grundlage dieses Lebenssaftes, die Fische und andere Wasserwesen, entlie\u00dfen im Schieferkitt f\u00fcr den Menschen zur Verwendung. Nun finden sich solche Fischreste allerdings meist nicht im eigentlichen Ichthyolschiefer, sondern nur im Gestein; man kann den Namen Ichthyol daher nicht als so berechtigt ansehen, weil dieser Gesteinsschiefer und Erd\u00f6l zweifellos besonders schwefelreich sind. Der Seefelder Schiefer enth\u00e4lt bis zu 10 % Roh\u00f6l und trotz viel Harz und Fett wenig Schwefel. Der Schwefel soll die Heilwirkung abgeschlossen haben.<\/p>\n<p>Der deutsche Arzneialmanach empfiehlt Ichthyol gegen entz\u00fcndliche Vorg\u00e4nge an Haut und Glied. Ebenso geh\u00f6rt es zu einem edlen Bestand der Urotropintherapie, aber auch in der Tierheilkunde findet Ichthyol viel Verwendung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>[\/et_pb_toggle][\/et_pb_column_inner][\/et_pb_row_inner][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_text admin_label=&#8220;\u00dcberschrift (nicht \u00e4ndern)&#8220; _builder_version=&#8220;4.24.3&#8243; text_text_color=&#8220;#000000&#8243; header_font=&#8220;|on|||&#8220; header_text_align=&#8220;center&#8220; header_text_color=&#8220;#e09900&#8243; header_font_size=&#8220;42px&#8220; header_line_height=&#8220;1.3em&#8220; header_2_text_color=&#8220;#e09900&#8243; background_color=&#8220;rgba(255,255,255,0.8)&#8220; background_layout=&#8220;dark&#8220; custom_padding=&#8220;20px|20px|20px|20px|true|true&#8220; header_font_size_last_edited=&#8220;off|desktop&#8220; border_radii=&#8220;on|10px|10px|10px|10px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; locked=&#8220;off&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h2>Sehensw\u00fcrdigkeiten dazu&#8230;<\/h2>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_blog fullwidth=&#8220;off&#8220; posts_number=&#8220;50&#8243; include_categories=&#8220;164&#8243; show_thumbnail=&#8220;off&#8220; use_manual_excerpt=&#8220;off&#8220; show_author=&#8220;off&#8220; show_date=&#8220;off&#8220; show_categories=&#8220;off&#8220; show_excerpt=&#8220;off&#8220; show_pagination=&#8220;off&#8220; admin_label=&#8220;Sehensw\u00fcrdigkeiten dieser Kategorie&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; custom_padding=&#8220;10px|10px|10px|10px|true|true&#8220; border_radii=&#8220;on|10px|10px|10px|10px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_blog][et_pb_text admin_label=&#8220;\u00dcbersicht der Stadtgeschichte (nicht \u00e4ndern)&#8220; _builder_version=&#8220;4.24.3&#8243; text_text_color=&#8220;#000000&#8243; header_font=&#8220;|on|||&#8220; header_text_align=&#8220;center&#8220; header_text_color=&#8220;#e09900&#8243; header_font_size=&#8220;42px&#8220; header_line_height=&#8220;1.3em&#8220; header_2_text_color=&#8220;#e09900&#8243; background_color=&#8220;rgba(255,255,255,0.8)&#8220; background_layout=&#8220;dark&#8220; custom_padding=&#8220;20px|20px|20px|20px|true|true&#8220; header_font_size_last_edited=&#8220;off|desktop&#8220; border_radii=&#8220;on|10px|10px|10px|10px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; locked=&#8220;off&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/geschichte-der-stadt-innsbruck\/\">\u00dcbersicht der Stadtgeschichte<\/a><\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Of giants, the foundation of Wilten Abbey and the Bavarian conquest of land after the end of the Roman Empire.<\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":65445,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","wds_primary_category":0,"footnotes":""},"categories":[89],"tags":[],"class_list":["post-65871","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-wissenswertes"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/65871","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=65871"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/65871\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/65445"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=65871"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=65871"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=65871"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}