{"id":57276,"date":"2024-07-29T08:19:30","date_gmt":"2024-07-29T08:19:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/?post_type=project&#038;p=57276"},"modified":"2024-07-29T08:19:33","modified_gmt":"2024-07-29T08:19:33","slug":"schiesstand-berg-isel","status":"publish","type":"project","link":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/project\/schiesstand-berg-isel\/","title":{"rendered":"Schie\u00dfstand Berg Isel"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.25.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220;][et_pb_row column_structure=&#8220;1_2,1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.25.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220;][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.25.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220;][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/1F0F74FA-B6C1-441F-A19C-10C5B75EEDB5-scaled.jpeg&#8220; title_text=&#8220;1F0F74FA-B6C1-441F-A19C-10C5B75EEDB5&#8243; admin_label=&#8220;Bild (\u00e4ndern)&#8220; _builder_version=&#8220;4.26.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; border_radii=&#8220;on|10px|10px|10px|10px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;][\/et_pb_image][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.25.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220;][et_pb_post_title meta=&#8220;off&#8220; featured_image=&#8220;off&#8220; admin_label=&#8220;Posttitel (nicht \u00e4ndern)&#8220; _builder_version=&#8220;4.25.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; title_font_size=&#8220;28px&#8220; custom_padding=&#8220;10px|10px|10px|10px|true|true&#8220; border_radii=&#8220;on|10px|10px|10px|10px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220;][\/et_pb_post_title][et_pb_icon font_icon=&#8220;&#xe09a;||divi||400&#8243; icon_width=&#8220;64px&#8220; url=&#8220;https:\/\/www.instagram.com\/discoverinnsbrooklyn\/&#8220; url_new_window=&#8220;on&#8220; admin_label=&#8220;Instagram (nicht \u00e4ndern)&#8220; _builder_version=&#8220;4.25.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_module=&#8220;55501&#8243; saved_tabs=&#8220;all&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220;][\/et_pb_icon][et_pb_text admin_label=&#8220;\u00dcberschrift (nicht \u00e4ndern)&#8220; _builder_version=&#8220;4.26.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; header_2_font_size=&#8220;24px&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]<\/p>\n<h2>Wissenswert dazu&#8230;<\/h2>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_toggle title=&#8220;Andreas Hofer und die Tiroler Erhebung von 1809&#8243; open_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; open_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; closed_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; closed_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; icon_color=&#8220;#e09900&#8243; open_icon_color=&#8220;#e09900&#8243; admin_label=&#8220;Andreas Hofer und die Tiroler Erhebung von 1809&#8243; _builder_version=&#8220;4.24.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; title_text_color=&#8220;#e09900&#8243; title_font_size=&#8220;18px&#8220; border_radii=&#8220;on|5px|5px|5px|5px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; global_module=&#8220;53390&#8243; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220;]<\/p>\n<p>Die Zeit der napoleonischen Kriege bescherte dem Land Tirol ein nationales Epos und einen Helden, dessen Glanz bis in die heutige Zeit strahlt. Grund daf\u00fcr war nach 1703 einmal mehr eine Auseinandersetzung mit dem n\u00f6rdlichen Nachbarn und dessen Verb\u00fcndeten. Das K\u00f6nigreich Bayern war w\u00e4hrend der Napoleonischen Kriege, wie schon w\u00e4hrend des <em>Spanischen Erbfolgekrieges<\/em> (96) mit Frankreich verb\u00fcndet und konnte in mehreren Etappen des Kriegs zwischen 1796 und 1805 Tirol erobern. Innsbruck war nicht mehr Landeshauptstadt Tirols, sondern nur noch eine von vielen Kreishauptst\u00e4dten der Verwaltungseinheit <em>Innkreis<\/em>. Das Land hing von bayerischem Wohlwollen ab. Steuern wurden erh\u00f6ht, Befugnisse verringert. Prozessionen und religi\u00f6se Feste der konservativen und frommen Tiroler fielen dem aufkl\u00e4rerischen Programm der von der franz\u00f6sischen Revolution gepr\u00e4gten neuen Landesherren zum Opfer. Strengen Katholiken wie dem sp\u00e4ter als Kriegstreiber auftretenden Pater Haspinger waren auch Ma\u00dfnahmen wie die von den Bayern verordneten Pockenimpfungen zuwider. Das und die Aushebung zum Dienst in der bayrisch-napoleonischen Armee, obwohl Tiroler seit dem <em>Landlibell<\/em>, einem Gesetz Kaiser Maximilians (83), nur f\u00fcr die Verteidigung der eigenen Grenzen herangezogen werden durften, f\u00fchrte zu ersten Unruhen. Am 10. April kam es bei einer Aushebung in Axams bei Innsbruck zu einem Tumult, der schlie\u00dflich zu einem Aufstand f\u00fchrte. <em>F\u00fcr Gott, Kaiser und Vaterland<\/em> kamen Abteilungen der Tiroler Landesverteidigung zusammen, um den kleinen Armeeteil und die Verwaltungsbeamten der Bayern aus der Stadt zu vertreiben. Dabei pl\u00fcnderten sie auch Innsbrucker H\u00e4user, deren teilweise liberale Bev\u00f6lkerung der modernen bayrischen Verwaltung nicht in allem abgeneigt war. Napoleon war bekannt daf\u00fcr, unterworfene Gebiete mit Toleranz \u00e4hnlich einer <em>Pax Romana<\/em> zu behandeln, solange die neuen B\u00fcrger sich nicht auflehnten. Teilen der B\u00fcrgerschaft w\u00e4re dieser frische Wind, der aus dem revolution\u00e4ren Frankreich her\u00fcberwehte, auch wenn Napoleon sich mittlerweile vom Konsul zum Kaiser erhoben hatte, lieber gewesen als die konservativen Habsburger. Der Mob und die Sch\u00fctzen vereint waren f\u00fcr die Stadt wohl wesentlich sch\u00e4dlicher als die bayrischen Verwalter seit 1805. Vor allem gegen den kleinen j\u00fcdischen Bev\u00f6lkerungsanteil Innsbrucks kam es zu heftigen Ausschreitungen der erzkonservativen katholischen Triumphatoren unter Andreas Hofer. Schon einen Monat sp\u00e4ter hatten Bayern und Franzosen Innsbruck aber wieder zur\u00fcckerobert. Was nun folgte, war das, was als <em>Tiroler Erhebung<\/em> unter Andreas Hofer, der mittlerweile das Oberkommando \u00fcber die Tiroler Landesverteidigung \u00fcbernommen hatte, in die Geschichtsb\u00fccher eingehen sollte. Insgesamt drei Mal konnten die Tiroler Aufst\u00e4ndischen den Sieg vom Schlachtfeld tragen und die Stadt \u201ebefreien\u201c oder verteidigen. Besonders bekannt ist die 3. Schlacht im August 1809 am Berg Isel. \u201e<em>Innsbruck sieht und h\u00f6rt, was es noch nie geh\u00f6rt und gesehen: eine Schlacht von 40.000 Kombattanten\u2026<\/em>\u201c F\u00fcr kurze Zeit war Andreas Hofer in Ermangelung regul\u00e4rer Tatsachen Oberkommandant Tirols, auch f\u00fcr zivile Angelegenheiten. Die Kosten f\u00fcr Kost und Logis dieses Bauernregiments musste die Stadt Innsbruck tragen. Seine Antrittsrede, die er an die B\u00fcrger der Stadt hielt, findet sich noch auf einer Tafel vor dem Eingang des Gasthofs Goldener Adler in der Altstadt. Am Ende gab es im Herbst 1809 allerdings in der vierten und letzten Schlacht am Berg Isel eine empfindliche Niederlage gegen die franz\u00f6sische \u00dcbermacht. Hofer selbst war zu dieser Zeit bereits ein von der Belastung dem Alkohol gezeichneter Mann. Konservative Kr\u00e4fte und die Regierung in Wien hatten ihn vor allem als taktischen Prellbock im Krieg gegen Napoleon benutzt. Bereits zuvor hatte der Kaiser das Land Tirol offiziell im Friedensvertrag von Sch\u00f6nbrunn wieder abtreten m\u00fcssen. Innsbruck war zwischen 1810 und 1814 wieder unter bayrischer Verwaltung. Andreas Hofer wurde gefangengenommen und am 20. Januar 1810 in Mantua in Norditalien hingerichtet.<\/p>\n<p>In drei siegreichen und einer verlorenen Schlacht am Berg Isel hatte der &#8222;<em>Sandwirt<\/em>&#8220; 1809 in der Tiroler Erhebung gegen die bayrischen Besatzer Tirols gek\u00e4mpft. Dieser \u201e<em>Freiheitskampf<\/em>\u201c symbolisiert bis heute f\u00fcr das Tiroler Selbstverst\u00e4ndnis. Lange Zeit galt Andreas Hofer, der Wirt aus dem S\u00fcdtiroler Passeiertal als unumstrittener Held und als Prototyp des wehrhaften, vaterlandstreuen und standhaften Tirolers. Der Underdog, der sich gegen die fremde \u00dcbermacht und unheilige Sitten wehrte. Tats\u00e4chlich war Hofer wohl ein charismatischer Anf\u00fchrer, politisch aber unbegabter und konservativ-klerikaler, simpler Geist. Seine Taktik bei der 3. Schlacht am Berg Isel \u201e<em>Grad nit aufferlassen tiat sie<\/em>\u201c (Ann.: Ihr d\u00fcrft sie nur nicht heraufkommen lassen) fasst dies wohl ganz gut zusammen. Die von ihm als Landeskommandant erlassenen Gesetze erinnern eher an einen Tiroler Gottesstaat als ein modernes Land des 19. Jahrhunderts. So sollten Frauen z\u00fcchtig verh\u00fcllt auf die Stra\u00dfen gehen, die Bildung wieder vollinhaltlich an den Klerus gehen und allzu freiz\u00fcgige Denkm\u00e4ler wie die heute am Leopoldsbrunnen zu besichtigenden Nymphen aus dem \u00f6ffentlichen Raum verbannt werden. Liberale und Intellektuelle wurden teils verhaftet, daf\u00fcr wurde das Rosenkranzbeten zum Gebot. In Tirol wurde und wird er trotzdem gerne f\u00fcr alle m\u00f6glichen Initiativen und Pl\u00e4ne vor den Karren gespannt. Vor allem im Nationalismus des 19. Jahrhunderts berief man sich immer wieder auf den verkl\u00e4rten Helden Andreas Hofer. Hofer wurde \u00fcber Gem\u00e4lde, Flugbl\u00e4tter und Schauspiele zur Ikone stilisiert. Aber auch heute noch kann man das Konterfei des Obersch\u00fctzen sehen, wenn sich Tiroler gegen unliebsame Ma\u00dfnahmen der Bundesregierung, den Transitbestimmungen der EU oder der FC Wacker gegen ausw\u00e4rtige Fu\u00dfballvereine zur Wehr setzen. Das Motto lautet dann \u201e<em>Mannder, s\u00b4isch Zeit<\/em>!\u201c.\u00a0 1896 wurde der Kampf der Tiroler gegen Bayern und Franzosen am Riesenrundgem\u00e4lde festgehalten. Dieses Gem\u00e4lde kann im Museum 1809 am Berg Isel noch bewundert werden.<\/p>\n<p>In konservativen Kreisen Tirols wie den Sch\u00fctzen wird Hofer unkritisch und kultisch verehrt. Das Tiroler Sch\u00fctzenwesen ist noch gelebtes Brauchtum, das sich zwar modernisiert hat, in vielen dunklen Winkeln aber noch den Mief des Reaktion\u00e4ren mit sich tr\u00e4gt. Wiltener, Amraser, Pradler und H\u00f6ttinger Sch\u00fctzen marschieren immer noch eintr\u00e4chtig neben dem Klerus, Trachtenvereinen und Marschmusikkapellen bei kirchlichen Prozessionen und schie\u00dfen in die Luft, um alles \u00dcbel von der katholischen Kirche fernzuhalten. Die Legende vom wehrf\u00e4higen Tiroler Bauern, der unter Tags das Feld bestellt und sich abends am Schie\u00dfstand zum Scharfsch\u00fctzen und Verteidiger der Heimat ausbilden l\u00e4sst, wird immer wieder gerne aus der Schublade geholt zur St\u00e4rkung der \u201eechten\u201c Tiroler Identit\u00e4t. Auch in der Schule lernen Kinder noch recht einseitig die Geschichte von den b\u00f6sen Franzosen und den braven Tirolern unter ihrem Anf\u00fchrer Andreas Hofer.\u00a0In den letzten Jahrzehnten allerdings setzte eine kritische Betrachtung des erzkonservativen und mit seiner Aufgabe als Tiroler Landeskommandanten wohl \u00fcberforderten Sch\u00fctzenhauptmanns ein, der angestachelt von Teilen der Habsburger (77) und der katholischen Kirche nicht nur Franzosen und Bayern, sondern auch das liberale Gedankengut der Aufkl\u00e4rung vehement aus Tirol fernhalten wollte. Der Todestag Andreas Hofers am 20. Februar lockt bis heute regelm\u00e4\u00dfig fromme Sch\u00fctzen aus allen Landesteilen Tirols in die Landeshauptstadt.\u00a0 In Innsbruck erinnern die Andreas-Hofer-Stra\u00dfe, der Berg Isel und viele Denkm\u00e4ler an Andreas Hofer und die Tiroler Erhebung von 1809.<\/p>\n<p>[\/et_pb_toggle][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schie\u00dfstand Berg Isel<\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":57269,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","wds_primary_project_category":0,"footnotes":""},"project_category":[102],"project_tag":[],"class_list":["post-57276","project","type-project","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","project_category-wilten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/project\/57276","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/project"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/project"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=57276"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/project\/57276\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/57269"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=57276"}],"wp:term":[{"taxonomy":"project_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/project_category?post=57276"},{"taxonomy":"project_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/project_tag?post=57276"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}