{"id":57632,"date":"2024-08-06T07:22:56","date_gmt":"2024-08-06T07:22:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/?post_type=project&#038;p=57632"},"modified":"2024-08-06T07:23:00","modified_gmt":"2024-08-06T07:23:00","slug":"leopoldsbrunnen-innsbruck-besockt","status":"publish","type":"project","link":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/project\/leopoldsbrunnen-innsbruck-besockt\/","title":{"rendered":"Leopoldsbrunnen Innsbruck \"socked\""},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; specialty=&#8220;on&#8220; _builder_version=&#8220;4.24.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220;][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; specialty_columns=&#8220;2&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220;][et_pb_row_inner _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220;][et_pb_column_inner saved_specialty_column_type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220;][et_pb_text admin_label=&#8220;Titel und Adresse&#8220; _builder_version=&#8220;4.26.1&#8243; text_text_color=&#8220;#000000&#8243; header_font=&#8220;|on|||&#8220; header_text_align=&#8220;center&#8220; header_text_color=&#8220;#e09900&#8243; header_font_size=&#8220;42px&#8220; header_line_height=&#8220;1.3em&#8220; header_2_text_color=&#8220;#e09900&#8243; background_color=&#8220;rgba(255,255,255,0.8)&#8220; background_layout=&#8220;dark&#8220; custom_padding=&#8220;20px|20px|20px|20px|true|true&#8220; header_font_size_last_edited=&#8220;off|desktop&#8220; border_radii=&#8220;on|10px|10px|10px|10px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; locked=&#8220;off&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220;]<\/p>\n<h2>Pfarre Mariahilf<\/h2>\n<p>Dr.-Sigismund-Epp-Weg<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/B67E37C7-665D-4345-8212-D089E9AFA484-scaled.jpeg&#8220; alt=&#8220;Mariahilfkirche Innsbruck&#8220; title_text=&#8220;B67E37C7-665D-4345-8212-D089E9AFA484&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; border_radii=&#8220;on|10px|10px|10px|10px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;][\/et_pb_image][\/et_pb_column_inner][\/et_pb_row_inner][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.26.1&#8243; text_text_color=&#8220;#000000&#8243; header_font=&#8220;|on|||&#8220; header_text_align=&#8220;center&#8220; header_text_color=&#8220;#e09900&#8243; header_font_size=&#8220;42px&#8220; header_line_height=&#8220;1.3em&#8220; header_2_text_color=&#8220;#e09900&#8243; background_color=&#8220;rgba(255,255,255,0.8)&#8220; background_layout=&#8220;dark&#8220; custom_padding=&#8220;20px|20px|20px|20px|true|true&#8220; header_font_size_last_edited=&#8220;off|desktop&#8220; border_radii=&#8220;on|10px|10px|10px|10px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; locked=&#8220;off&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220;]<\/p>\n<p>Die Pfarre Mariahilf ist Namensgeberin des Innsbrucker Stadtteils westlich der Innbr\u00fccke, der bis 1837 als <em>Obere Anbruggen<\/em> bekannt war. Neben der Mariahilfkirche geh\u00f6ren auch der Friedhof, der Kindergarten, die Kunstkammer und das Widum zu einem Ensemble an Geb\u00e4uden, das ein eindrucksvolles Beispiel f\u00fcr den Einfluss der Kirche auf Infrastruktur, Gesellschaft und Gemeinwesen darstellt. Die Anf\u00e4nge der Pfarre Mariahilf liegen im 17. Jahrhundert. Nachdem schwedische, franz\u00f6sische und hessische Truppen w\u00e4hrend den letzten Jahren des Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieges (1618 \u2013 1648) gro\u00dfe Teile des benachbarten Bayern und die Stadt Bregenz verw\u00fcstet hatten, gelobten die Tiroler Landst\u00e4nde am 1. Februar 1647 feierlich, Cranachs Bild der <em>Gnadenmutter<\/em>, das heute im Dom St. Jakob h\u00e4ngt, eine Kapelle zu stiften, wenn Tirol von den Kriegsgr\u00e4ueln verschont bliebe.<\/p>\n<p>Als Baumeister f\u00fcr das Vorhaben konnte Christoph Gumpp gewonnen werden. Bereits 1648 wurde auf einem provisorischen Altar die erste Messe gefeiert, ein Jahr sp\u00e4ter war der Rohbau fertig. Im Laufe der n\u00e4chsten Jahrhunderte gestalteten mehrere Generationen Tiroler K\u00fcnstler die Mariahilfkirche bis zu ihrem heutigen Aussehen. Gumpp lie\u00df sich wohl auf seinen Italienreisen von den Kuppelbauten wie dem r\u00f6mischen Pantheon inspirieren. Das Innere ist nicht wie es typisch f\u00fcr den Barock ist ein gro\u00dfes Ganzes, sondern eine Aneinanderreihung einzelner Elemente, wie es in der Renaissance \u00fcblich war. F\u00fcnf Altarkapellen geben dem runden Bau die \u00e4u\u00dfere Form. Die Kuppel wird innen von sechs ovalen Deckenfresken geschm\u00fcckt, die das Leben Marias darstellen. Sechs runde Fresken zeigen Szenen aus dem Alten Testament. Cranachs<em> Gnadenmutter<\/em>, der man die Kirche eigentlich weihen wollte, blieb in der Pfarrkirche St. Jakob, weshalb Michael Waldmann 1654 eine Kopie des Bildes Cranachs anfertigte. Die vier St\u00e4nde Klerus, Adel, Bauern und B\u00fcrger knieen am Hochaltar vor einer Darstellung der Kirche und weisen diese Maria zu. \u00dcber dem Chorbogen kann man die Wappen Tirols, der <em>Casa Austria<\/em> und der toskanischen Familie Medici sehen, aus der die kurz vor Beendigung des Rohbaus verstorbene Tiroler Landesf\u00fcrstin stammte.<\/p>\n<p>Neben der Kirche befindet sich das <em>Epp\u00b4sche Benefiziatenhaus<\/em>, das von Johann Martin Gumpp als Wohnhaus des Kaplans geplant wurde und heute als <em>Kunstkammer<\/em> mit vielen Ausstellungsst\u00fccken und Archiv rund um Mariahilf dient. Auf der anderen Seite wird die Kirche vom Messnerhaus und dem 1952 wieder er\u00f6ffneten Kindergarten flankiert. N\u00f6rdlich der Kirche steht das im 19. Jahrhundert neu gebaute Widum mit dem gro\u00dfen Pfarrgarten. Volksschule und Friedhof sind nur wenige Gehminuten entfernt.<\/p>\n<p>Trotz dem Segen und Schutz Marias kam mehrere Ungl\u00fccke \u00fcber die Pfarre. Das Erdbeben vom 22. Dezember 1689 verschonte Mariahilf nicht und nahm auch die neu gebaute Kirche erheblich mit. Menschlicher Natur waren die sp\u00e4teren Sch\u00e4den. Die 1837 von der Glockengie\u00dferei Gra\u00dfmayr gegossenen Glocken wurden wie auch die Orgelpfeifen w\u00e4hrend des Ersten Weltkrieges eingeschmolzen, um aus dem Metall Waffen herzustellen. W\u00e4hrend der Luftangriffe des Zweiten Weltkriegs wurden der Kindergarten und das Pfarrheim zerst\u00f6rt, auch die Kirche erlitt kleinere Schrammen.<\/p>\n<p>Der vielleicht wichtigste Mann der Geschichte Mariahilfs aber war kein K\u00fcnstler oder Baumeister, sondern Dr. Sigismund Epp (1647 \u2013 1720), Professor f\u00fcr Theologie, Prokanzler und Rektor an der Universit\u00e4t Innsbruck. Er stiftete zwei Benefizien, die es den Tiroler Landst\u00e4nden erm\u00f6glichten, die Kirche Mariahilf zu betreiben, in Folge zu erweitern und dadurch ihren Einfluss in der Stadt zu vergr\u00f6\u00dfern. Der Gelehrte Epp hatte an seine Gro\u00dfz\u00fcgigkeit mehrere Verf\u00fcgungen gekn\u00fcpft, darunter die Art und Weise wie der Benefiziat beschaffen sein soll:<\/p>\n<p><em>\u201eZum Genu\u00df dieses Benefiziums soll ein frommer und ehrbarer weltlicher Priester, der ein eingeborenes tyrolisches Landskind und der deutschen Sprache m\u00e4chtig ist, berufen werden\u2026. Der Benifiziat soll die Stifter in sein Gebet und andere gute Werke einschlie\u00dfen.\u201c<\/em><\/p>\n<p>\u00dcber die Kaplanei Mariahilf, seit 1853 Pfarre mit Seelsorge, konnten die Tiroler Landst\u00e4nde innerhalb der Kirche in vielen wichtigen, weltliche Belange betreffenden Angelegenheiten, einen Gegenpol zu den m\u00e4chtigen Jesuiten, dem Tiroler Landesf\u00fcrsten und sp\u00e4ter der Regierung in Wien bilden. Vor allem beim Thema Bildung und Universit\u00e4t kam es immer wieder zu Machtk\u00e4mpfen zwischen diesen Institutionen. Nach dem Tod Epps wanderte das Privileg, Universit\u00e4tskirche zu sein, zwar von Mariahilf in die Dreifaltigkeitskirche der Soldaten Christi, in den fr\u00fchen 1850er Jahren gr\u00fcndete der Mariahilfer Pfarrer Caspar Weyrer aber eine eigene Schule. Einige Jahrzehnte zuvor war der Versuch in Mariahilf abseits der Trivialschule St. Nikolaus ein eigenes Institut zu gr\u00fcnden noch abgelehnt worden. Seit Maria Theresia und Josef II. war es dem zunehmend zentralisierten Staat ein besonderes Anliegen gewesen, Bildungsangelegenheiten weg von der Kirche unter die Fittiche des Staates zu bringen. Weyrer kam \u00fcber einen weiteren Benefiziaten, Elisabeth von Mayrhofer zu Koburg &amp; Anger, aber an Kapital und Immobilien, um unabh\u00e4ngig von staatlicher Seite die Schule Mariahilf zu gr\u00fcnden. Die Vereinbarung lautete:<\/p>\n<p>\u201e<em>Die beiden H\u00e4user, der Garten, der Hof, kurz den ganzen Einfang vermache ich zu einem Schulhaus oder zu einer Kinderwarth-Anstalt\u2026 die Kinder (sind) verbunden, alle Wochen einmal in der Versammlung laut einen Vaterunser und ein Avemaria zu beten.<\/em>\u201c<\/p>\n<p>F\u00fcr das eigene Seelenheil beten zu lassen, war in Innsbruck auch im 19. Jahrhundert noch in Mode. Mit dem Erlass eines neuen Schulgesetzes 1872, musste die Schule ihre Pforten schlie\u00dfen. Caspar Weyrer gr\u00fcndete noch im selben Jahr eine Privatschule, um dieses Gesetz zu umgehen. Weder die liberal-gro\u00dfdeutsche Stadtregierung noch das Ministerium in Wien wollten aber die kirchlich gelenkte Schule in Innsbrucks Bildungslandschaft haben, weshalb der <em>k.k. Bezirksschulrat<\/em> kurzerhand die beiden Stiftungsh\u00e4user als nicht tauglich f\u00fcr Schulzwecke erkl\u00e4rte. Damit sollte das letzte Wort aber noch nicht gesprochen sein.<\/p>\n<p>Einige Jahre fr\u00fcher war der Mariahilfer Friedhof, der seit 1786 neben der Kirche bestand, wegen ung\u00fcnstiger Bodenbeschaffenheit ins Visier der Beh\u00f6rden geraten. 1876, vier Jahre nach der faktischen Schlie\u00dfung der Mariahilfer Schule durch die Obrigkeit, w\u00e4lzte die Pfarre Mariahilf Pl\u00e4ne zur Verlegung des Gottesackers. Der Tiroler Landtagsausschuss, der noch immer die Geschicke Mariahilfs leitete, erwarb das Grundst\u00fcck, auf dem sich der Friedhof Mariahilf bis heute befindet. In malerischer H\u00fcgellage gilt der Tiroler Landesfriedhof mit den Arkaden und der Friedhofskapell im Stil der Neorenaissance als sch\u00f6nster Friedhof der Stadt.<\/p>\n<p>Die Verlegung des Friedhofs an den neuen Ort erm\u00f6glichte schlussendlich doch noch den Schulbau. Auf dem ehemaligen Friedhofsgel\u00e4nde \u00f6ffnete 1902 die heutige Volksschule Mariahilf. Auf der Hinterseite der Volksschule ist noch ein kleiner Teil Friedhofskapelle und Mauer sichtbar. Im ehemaligen Schulhaus wurde ein Kindergarten er\u00f6ffnet. Mit der Macht\u00fcbernahme der Nationalsozialisten 1938 wurde die Stiftung Mayrhofers, wie so viele kirchliche Einrichtungen, aufgel\u00f6st und das Verm\u00f6gen der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt einverleibt. Knapp vor Kriegsende landete eine 1000 kg schwere Bombe zwischen Kindergarten und Pfarrheim, explodierte allerdings nicht. Ob daf\u00fcr die Gnadenmutter verantwortlich war, konnte nicht letztg\u00fcltig gekl\u00e4rt werden. Heute verwalten die Pfarre Mariahilf und <em>Vinzenzkonferenz<\/em> das Vereinsheim und den Kindergarten.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_toggle title=&#8220;Leopold V. &#038; Claudia de Medici: Glanz und Gloria in Innsbruck&#8220; open_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; open_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; closed_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; closed_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; icon_color=&#8220;#e09900&#8243; open_icon_color=&#8220;#e09900&#8243; admin_label=&#8220;Leopold V. &#038; Claudia de Medici: Glanz und Gloria in Innsbruck&#8220; _builder_version=&#8220;4.24.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; title_text_color=&#8220;#e09900&#8243; title_font_size=&#8220;18px&#8220; border_radii=&#8220;on|5px|5px|5px|5px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; global_module=&#8220;53486&#8243; saved_tabs=&#8220;all&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220;]<\/p>\n<p>Als Maximilian III. von \u00d6sterreich kinderlos starb, brauchte es einen Ersatz als Statthalter Tirols. Leopold (1586 \u2013 1632), im Jahr 1618 noch Bischof von Passau, wurde auserkoren, um die Regierungsgesch\u00e4fte im reichen Tirol zu f\u00fchren. 1625 verzichtete der nunmehr zum Herzog erhobene Leopold V. auf seine kirchlichen W\u00fcrden um heiraten und eine neue Tiroler Linie des Hauses Habsburg gr\u00fcnden zu k\u00f6nnen. Als Braut wurde Claudia de Medici (1604 \u2013 1648) vom m\u00e4chtigen und reichen F\u00fcrstengeschlecht aus der Toskana auserkoren. Die Medici hatten mit Baumwoll- und Textilhandel, vor allem aber mit Finanzgesch\u00e4ften, im Florenz des sp\u00e4ten Mittelalters ein Verm\u00f6gen verdient und waren zu politischer Macht gekommen. Anders als die Fugger, die im 15. Jahrhundert einen \u00e4hnlichen Werdegang n\u00f6rdlich der Alpen hinlegten, \u00fcbten sie nicht nur indirekt politischen Einfluss aus. Cosimo I. (1519 \u2013 1574) konnte 1537 f\u00fcr seine Dynastie die erbliche Herzogsw\u00fcrde erringen und den Aufstieg in die europ\u00e4ische Hocharistokratie ebnen. Unter den Medici war Florenz das kulturelle Zentrum Europas geworden. Botticelli, Leonardo da Vinci und Michelangelo waren die Speerspitzen der Renaissance, die von der Toskana ausging. Machiavelli revolutionierte mit seinen Schriften das politische Denken. Die Basilika, die <em>Boboli G\u00e4rten<\/em> und der <em>Palazzo Pitti<\/em> entstanden unter den Medici. Das Hochzeitsfest zwischen Leopold und Claudia soll eines der pr\u00e4chtigsten Feste in der Geschichte der Stadt gewesen sein und zwei Wochen lang die Stadt Innsbruck in Atem halten haben. \u201e<em>B\u00e4ren, T\u00fcrken und Mohren<\/em>\u201c sollen Hochzeitsgesellschaft und Bev\u00f6lkerung in Staunen versetzt haben. Weniger pr\u00e4chtig war die Regierungszeit Leopolds, die von den Wirren des Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieges gepr\u00e4gt war. In der heutigen Schweiz k\u00e4mpften mehrere M\u00e4chte um Graub\u00fcnden und die wichtigen Alpenp\u00e4sse, die durch diese Region f\u00fchrten. 1632 bedrohten die f\u00fcr ihre Brutalit\u00e4t ber\u00fcchtigten Schweden die Tiroler Landesgrenzen, konnten aber abgewehrt werden. Trotz der hohen Ausgaben f\u00fcr die Grenzsicherung trieb Leopold das kulturelle Leben in der Residenzstadt Innsbruck voran. Er lie\u00df das Ballhaus Dogana, das heutige Kongresszentrum, errichten. Bereits in Passau lie\u00df er ein Jesuitenkloster installieren und ein Gymnasium gr\u00fcnden. In Innsbruck wurde unter Leopold mit dem Bau der Jesuitenkirche begonnen und so die Mission Ferdinands I. vorangetrieben. Am Platz vor dem Tiroler Landestheater erinnert ein Brunnen an diesen wichtigen Tiroler Landesf\u00fcrsten des 17. Jahrhunderts. Claudia de Medici war in zweiter Ehe mit Leopold V. verheiratet. Die gebildete Renaissancef\u00fcrstin galt als \u00fcberaus intelligent und f\u00e4hig, was sie nach dem fr\u00fchen Tod ihres Gatten ab 1632 unter Beweis stellen durfte. Claudia schaffte es als Landesf\u00fcrstin \u00fcber geschickte Politik und den Ausbau der Tiroler Landesverteidigungsanlagen gemeinsam mit ihrem Kanzler Wilhelm Bienner auch nach dem Tod Leopolds den Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg mehr oder minder von Tirol fernzuhalten. Bei Scharnitz an der heutigen deutschen Grenze wurden Verteidigungsanlagen errichtet und nach der Primadonna Tirols <em>Porta Claudia<\/em> genannt. \u00dcberreste davon sind noch heute zu besichtigen. Daf\u00fcr machten sich die beiden bei den Tiroler St\u00e4ndevertretern nicht unbedingt beliebt. Der geb\u00fcrtige Schwabe Biener, der mit einer rigiden Sparpolitik die Landesfinanzen sanierte, wurde nach dem Tod Claudia de Medicis 1648 von den Tiroler Landst\u00e4nden gefangengenommen und nach einem Schauprozess enthauptet. Kulturell bereicherte die Florentinerin die Landeshauptstadt sehr. Nicht nur war sie eine F\u00f6rderin von Theater und Musik, auch die Manieren, die sie aus Italien mitbrachte, ver\u00e4nderten den Hofstaat. Florenz war seit Jahrhunderten nicht nur eine der reichsten St\u00e4dte, die Mode des Hofstaats der Medici war, auch wenn ihre Bl\u00fctezeit vor\u00fcber war, noch immer stilgebend f\u00fcr ganz Europa. Ein Hauch Florenz und Medici pr\u00e4gt Innsbruck bis heute: Sowohl in der Jesuitenkirche als auch in der Pfarrkirche Mariahilf prangt bis heute das Wappen ihrer Familie mit den auffallenden roten Kugeln und den Lilien.<\/p>\n<p>[\/et_pb_toggle][\/et_pb_column][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Leopoldsbrunnen Innsbruck with socks<\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":57630,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","wds_primary_project_category":0,"footnotes":""},"project_category":[101],"project_tag":[],"class_list":["post-57632","project","type-project","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","project_category-innenstadt"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/project\/57632","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/project"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/project"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=57632"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/project\/57632\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/57630"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=57632"}],"wp:term":[{"taxonomy":"project_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/project_category?post=57632"},{"taxonomy":"project_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/project_tag?post=57632"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}