{"id":58091,"date":"2024-09-02T07:48:00","date_gmt":"2024-09-02T07:48:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/?post_type=project&#038;p=58091"},"modified":"2024-09-02T07:48:03","modified_gmt":"2024-09-02T07:48:03","slug":"karwendelbruecke-innsbruck","status":"publish","type":"project","link":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/project\/karwendelbruecke-innsbruck\/","title":{"rendered":"Karwendel Bridge Innsbruck"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.25.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220;][et_pb_row column_structure=&#8220;1_2,1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.25.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220;][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.25.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220;][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/5C7A62CA-BCC0-4F9B-AA2F-74C9C3E6CEA5.jpeg&#8220; alt=&#8220;Karwendelbr\u00fccke Innsbruck&#8220; title_text=&#8220;Karwendelbr\u00fccke Innsbruck&#8220; admin_label=&#8220;Bild (\u00e4ndern)&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; border_radii=&#8220;on|10px|10px|10px|10px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;][\/et_pb_image][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.25.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220;][et_pb_post_title meta=&#8220;off&#8220; featured_image=&#8220;off&#8220; admin_label=&#8220;Posttitel (nicht \u00e4ndern)&#8220; _builder_version=&#8220;4.25.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; title_font_size=&#8220;28px&#8220; custom_padding=&#8220;10px|10px|10px|10px|true|true&#8220; border_radii=&#8220;on|10px|10px|10px|10px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220;][\/et_pb_post_title][et_pb_icon font_icon=&#8220;&#xe09a;||divi||400&#8243; icon_width=&#8220;64px&#8220; url=&#8220;https:\/\/www.instagram.com\/discoverinnsbrooklyn\/&#8220; url_new_window=&#8220;on&#8220; admin_label=&#8220;Instagram (nicht \u00e4ndern)&#8220; _builder_version=&#8220;4.25.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_module=&#8220;55501&#8243; saved_tabs=&#8220;all&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220;][\/et_pb_icon][et_pb_toggle title=&#8220;Die Eisenbahn als Entwicklungshelfer Innsbrucks&#8220; open_toggle_text_color=&#8220;#E09900&#8243; open_toggle_background_color=&#8220;#FFFFFF&#8220; closed_toggle_background_color=&#8220;#FFFFFF&#8220; icon_color=&#8220;#E09900&#8243; open_icon_color=&#8220;#E09900&#8243; admin_label=&#8220;Die Eisenbahn als Entwicklungshelfer Innsbrucks&#8220; _builder_version=&#8220;4.26.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; title_text_color=&#8220;#E09900&#8243; title_font_size=&#8220;18px&#8220; border_radii=&#8220;on|5px|5px|5px|5px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; saved_tabs=&#8220;all&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; global_module=&#8220;57195&#8243; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220;]<\/p>\n<p>Kaum etwas hatte gr\u00f6\u00dferen Einfluss auf Innsbruck als die Anbindung Tirols an die Eisenbahn. In \u00d6sterreich wie auch in allen anderen L\u00e4ndern Europas erfolgte in der zweiten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts ein massiver Ausbau des Bahnnetzes. Waren Reisen bisher lang, beschwerlich und nur mit Pferdefuhrwerken zu machen, bedeutete das immer st\u00e4rker ausgebaute Bahnnetz Europas Komfort und Geschwindigkeit. Die Eisenbahn war in der zweiten H\u00e4lfte des 19. Jahrhunderts das am direktesten sp\u00fcrbare Merkmal des Fortschritts f\u00fcr einen gro\u00dfen Teil der Bev\u00f6lkerung, nicht nur aus einer rein technischen Perspektive. Sie brachte einen immensen gesellschaftlichen Wandel. Innsbruck, das seit geraumer Zeit ob seiner Lage inmitten der schwer zug\u00e4nglichen Alpen abseits gelegen war. <em>Die Bundesbahndirektion der K.u.K. General-Direction der \u00f6sterreichischen Staatsbahnen<\/em> in Innsbruck war eine von nur drei Direktionen in Cisleithanien. Neue soziale Schichten entstanden durch die Bahn als Arbeitgeber. Es bedurfte Menschen aller Bev\u00f6lkerungsschichten, um den Bahnbetrieb am Laufen zu halten. Arbeiter und Handwerker konnten bei der Bahn, \u00e4hnlich wie in der staatlichen Verwaltung oder dem Milit\u00e4r, sozial aufsteigen. Mit der Erschlie\u00dfung durch die Eisenbahn konnten Waren g\u00fcnstiger transportiert werden. Das ver\u00e4nderte Konsum, Essgewohnheiten und Mode. Die Bahn versetzte auch dem Warentransport auf dem Inn den Todessto\u00df. In den 1870er Jahren wurde der letzte Flo\u00dfabladeplatz der Stadt an der Stelle, an der sich heute der Waltherpark in St. Nikolaus befindet, geschlossen.<\/p>\n<p>Die Bahn war auch von gro\u00dfer Bedeutung f\u00fcr das Milit\u00e4r. Schon 1866 bei der Schlacht von K\u00f6niggr\u00e4tz zwischen \u00d6sterreich und Preu\u00dfen war zu ersehen, wie wichtig der Truppentransport in Zukunft sein wird. \u00d6sterreich war bis 1918 ein Riesenreich, das sich von Vorarlberg und Tirol im S\u00fcdwesten bis nach Galizien, einem Gebiet im heutigen Polen und der Ukraine im Osten erstreckte. Um die unruhige S\u00fcdgrenze zum sich neu konstituierenden K\u00f6nigreich Italien zu verst\u00e4rken, musste die Brennerstrecke ausgebaut werden. Auch sp\u00e4ter im Ersten Weltkrieg waren Tiroler Soldaten in den ersten Kriegsjahren bis zur Kriegserkl\u00e4rung Italiens an \u00d6sterreich in Galizien im Einsatz. Als es zur \u00d6ffnung der Frontlinie in S\u00fcdtirol kam, war die Bahn wichtig, um Truppen schnell bewegen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Rasend schnell war die Eisenbahn \u00fcber Europa gekommen. 1830 wurde zwischen Liverpool und Manchester die erste Bahnlinie der Welt er\u00f6ffnet. Nur wenige Jahrzehnte sp\u00e4ter war auch das seit geraumer Zeit etwas von den Haupthandelswegen abgelegene und r\u00fcckst\u00e4ndige Tirol mit spektakul\u00e4ren Bahnbauten \u00fcber die Alpen hinaus mit der Welt verbunden. 1858 wurde Innsbruck mit M\u00fcnchen per Bahn verbunden. Bereits 20 Jahre zuvor hatte Alois von Negrelli (1799 \u2013 1858), dessen Mitarbeit am Suezkanal als eine der gr\u00f6\u00dften technischen Leistungen des 19. Jahrhunderts gilt, ein \u201e<em>Gutachten \u00fcber den Zug einer Eisenbahn von Innsbruck \u00fcber Kufstein bis zur k\u00f6nigl. Bairischen Grenze an der Otto-Kapelle bei Kiefersfelden<\/em>\u201c vorgelegt. Negrelli hatte in jungen Jahren in der <em>k.k. Baudirektion Innsbruck<\/em> Dienst getan, kannte die Stadt also sehr gut. Als Platz f\u00fcr den Hauptbahnhof hatte er die Triumphpforte und den Hofgarten ins Spiel gebracht. In einem Brief \u00e4u\u00dferte er sich \u00fcber die Bahnlinie durch seine ehemalige Heimat mit diesen Worten:<\/p>\n<p><em>\u201e\u2026Da\u00df es mit der Eisenbahn von Innsbruck nach Kufstein ernst wird, vernehme ich ebenfalls mit innigster Theilnahme, in dem die Laage hierzu sehr geeignet ist und die Gegen dem Inn entlang so reich an Naturprodukten und so bev\u00f6lkert ist, da\u00df ich an ihr Gedeihen gar nicht zweifeln kann, auch werde ich nicht ermangeln, wenn es an die Abnahme von Actien kommen wird, selbst und durch meine Gesch\u00e4ftsfreunde th\u00e4tigen Antheil daran zu nehmen. Das neue Leben, welches eine solche Unternehmung in der Gegen erweckt, ahnen Sie gar nicht\u2026\u201c<\/em><\/p>\n<p>Ab 1867 f\u00fchrte die Bahn auch \u00fcber den Brenner. Bis dahin war Innsbruck ein Kopfbahnhof f\u00fcr Z\u00fcge, die aus dem Osten ankamen. Der Bahnhofsvorplatz wurde zu einem der neuen Zentrum Innsbrucks. Ing. Carl von Etzel (1812 \u2013 1865), der die Er\u00f6ffnung der Brennerbahn auf Grund seines fr\u00fchen Todes nicht mehr erlebte, hatte mit der Planung des Projekts ein kleines Wunder der Modernisierung vollbracht. Mit der Er\u00f6ffnung der Arlbergbahn 1884 war Innsbruck endg\u00fcltig wieder zum Verkehrsknotenpunkt zwischen Deutschland und Italien, Frankreich, der Schweiz und Wien geworden. Es war nun f\u00fcr zahlungskr\u00e4ftige G\u00e4ste aus dem Ausland leichter, die abgelegene und exotische Bergwelt der Alpen Nord- und S\u00fcdtirols zu erreichen. Zwischen 1830 und 1870 stieg die Einwohnerzahl Innsbrucks auch wegen der Wirtschaftsimpulse, die die Bahn brachte von 12.000 auf 17.000 Menschen.<\/p>\n<p>1904 wurde die Stubaitalbahn, 1912 die Mittenwaldbahn er\u00f6ffnet. Die Stahlfachwerkbr\u00fccke als Teil der Mittenwaldbahn, die bei den Karwendelb\u00f6gen im Westen der Stadt den Inn \u00fcberquert, kann auch von Fu\u00dfg\u00e4ngern benutzt werden und ist ein stummer Zeuge der herausragenden Ingenieursleistung dieser Zeit, die wir heute f\u00fcr selbstverst\u00e4ndlich erachten. Beide Projekte plante Josef Riehl mit seiner 1870 gegr\u00fcndeten Firma (1842 \u2013 1917). Der geb\u00fcrtige Bozner Riehl hatte erste Erfahrungen bei der Brennerbahn unter Etzel gesammelt. Sp\u00e4ter war er an der Pustertalbahn im heutigen S\u00fcdtirol und Bahnprojekten im Osten der Monarchie beteiligt. Die Karwendelbahn samt aller Tunnels, Viadukte, Arbeiten am gebirgigen Gel\u00e4nde und einem eigenen Kraftwerk am Ruetzbach war sein Meisterwerk. Er investierte sein Privatverm\u00f6gen in die Vorauslagen f\u00fcr dieses Riesenprojekt, das erst mit dem \u00f6sterreichisch-bayerischen Staatsvertrag zustande kommen konnte. Kurorte wie Igls und ganze T\u00e4ler wie das Stubaital profitierten von der Entwicklung der Bahn. An Carl von Etzel erinnert heute die Ing.-Etzel-Stra\u00dfe im Saggen entlang der Bahnviadukte. An Josef Riehl erinnert die Dr. -Ing.-Riehl-Stra\u00dfe in Wilten in der N\u00e4he des Westbahnhofs.<\/p>\n<p>[\/et_pb_toggle][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Karwendel Bridge Innsbruck<\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":58090,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","wds_primary_project_category":0,"footnotes":""},"project_category":[102],"project_tag":[],"class_list":["post-58091","project","type-project","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","project_category-wilten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/project\/58091","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/project"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/project"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=58091"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/project\/58091\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/58090"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=58091"}],"wp:term":[{"taxonomy":"project_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/project_category?post=58091"},{"taxonomy":"project_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/project_tag?post=58091"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}