{"id":58219,"date":"2024-10-12T08:37:48","date_gmt":"2024-10-12T08:37:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/?post_type=project&#038;p=58219"},"modified":"2024-09-16T08:39:05","modified_gmt":"2024-09-16T08:39:05","slug":"sillschlucht-innsbruck","status":"publish","type":"project","link":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/project\/sillschlucht-innsbruck\/","title":{"rendered":"Sillschlucht Innsbruck"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.25.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220;][et_pb_row column_structure=&#8220;1_2,1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.25.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220;][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.25.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220;][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/179DD260-EC2D-4528-8B1C-9CD2C6CA5588.jpeg&#8220; alt=&#8220;Sillschlucht Innsbruck&#8220; title_text=&#8220;Sillschlucht Innsbruck&#8220; admin_label=&#8220;Bild (\u00e4ndern)&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; border_radii=&#8220;on|10px|10px|10px|10px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;][\/et_pb_image][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.25.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220;][et_pb_post_title meta=&#8220;off&#8220; featured_image=&#8220;off&#8220; admin_label=&#8220;Posttitel (nicht \u00e4ndern)&#8220; _builder_version=&#8220;4.25.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; title_font_size=&#8220;28px&#8220; custom_padding=&#8220;10px|10px|10px|10px|true|true&#8220; border_radii=&#8220;on|10px|10px|10px|10px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220;][\/et_pb_post_title][et_pb_icon font_icon=&#8220;&#xe09a;||divi||400&#8243; icon_width=&#8220;64px&#8220; url=&#8220;https:\/\/www.instagram.com\/discoverinnsbrooklyn\/&#8220; url_new_window=&#8220;on&#8220; admin_label=&#8220;Instagram (nicht \u00e4ndern)&#8220; _builder_version=&#8220;4.25.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_module=&#8220;55501&#8243; saved_tabs=&#8220;all&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220;][\/et_pb_icon][et_pb_text admin_label=&#8220;\u00dcberschrift (nicht \u00e4ndern)&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; header_2_font_size=&#8220;24px&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220;]<\/p>\n<h2>Interessant dazu&#8230;\u00a0<\/h2>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_toggle title=&#8220;Die Macht der Geographie&#8220; open_toggle_text_color=&#8220;#E09900&#8243; open_toggle_background_color=&#8220;#FFFFFF&#8220; closed_toggle_text_color=&#8220;#E09900&#8243; closed_toggle_background_color=&#8220;#FFFFFF&#8220; icon_color=&#8220;#E09900&#8243; open_icon_color=&#8220;#E09900&#8243; admin_label=&#8220;Die Macht der Geographie&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; title_text_color=&#8220;#E09900&#8243; title_font_size=&#8220;18px&#8220; border_radii=&#8220;on|5px|5px|5px|5px&#8220; border_width_all=&#8220;0px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; global_module=&#8220;57292&#8243; saved_tabs=&#8220;all&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220;]<\/p>\n<p>Was jedem Besucher Innsbrucks zuallererst auff\u00e4llt, sind die Berge, die die Stadt einzukesseln scheinen. Diese Bergwelt ist nicht nur wundersch\u00f6n anzusehen, sondern beeinflusste schon immer vieles in der Stadt. Das f\u00e4ngt bei vermeintlichen Kleinigkeiten wie dem Wetter an, wie uns der zeitgen\u00f6ssische Blick aus vergangenen Tagen beweist:<\/p>\n<p>&#8222;<em>Eine eigene Erscheinung ist der warme Wind oder Scirocco. Er kommt aus dem S\u00fcden, prallt am Nordgebirge ab, und f\u00e4llt mit Gewalt ins Thal. Er macht gern Kopfweh, schmelzt aber die winterlichen Schneemasen schnell und bef\u00f6rdert die Fruchtbarkeit ungemein. Dadurch wird in Innsbruck die Pflanzung des Maises m\u00f6glich<\/em>&#8222;<\/p>\n<p>Dieses Wetterph\u00e4nomen mag seinen Namen von <em>Scirocco<\/em> auf F\u00f6hn ge\u00e4ndert haben und Verkehr war 1851 noch kein gro\u00dfes Problem. Genau wie der Innsbrucker Autofahrer heute jammerten aber mit Sicherheit der Hufschmied in der Altstadt im Jahr 1450 und der aus Mittelitalien in die Alpen abkommandierte Legion\u00e4r im Jahr 350 \u00fcber den warmen Fallwind, der mehrmals pro Monat alle verr\u00fcckt zu machen scheint. Waren fr\u00fcher die Menschen froh um die warme, den Schnee auf den Feldern schmelzende Luft, jammern Touristiker heute \u00fcber die aperen Skipisten auf der Nordkette.<\/p>\n<p>Die Lage zwischen dem Wipptal im S\u00fcden und der Nordkette beeinflusst nicht nur die Migr\u00e4neh\u00e4ufigkeit, sondern auch die Freizeitgestaltung der Innsbrucker, wie Beda Weber erkannte. <em>&#8222;Die Einwohner zeichnen sich durch ihre Leutseligkeit und Wohlth\u00e4tigkeit aus, sie lieben besonders Landausfl\u00fcge in der sch\u00f6nen Jahreszeit.\u201c<\/em> Man mag \u00fcber <em>Leutseligkeit und Wohlth\u00e4tigkeit<\/em> der Innsbrucker streiten, Landausfl\u00fcge in Form von Wanderung, Skitour oder Radfahren erfreuen sich auch heute noch gro\u00dfer Beliebtheit. Kein Wunder, Innsbruck ist von Bergen umgeben. Innerhalb weniger Minuten kann man von jedem Ort in der Stadt aus mitten im Wald stehen. Junge Menschen aus ganz Europa verbringen ihre Studienzeit zumindest zu einem Teil an der Universit\u00e4t Innsbruck, nicht nur wegen der hervorragenden Professoren und Einrichtungen, sondern auch um ihre Freizeit auf den Pisten, Mountainbikerouten und Wanderwegen zu verbringen, ohne auf urbanes Flair vermissen zu m\u00fcssen.\u00a0Das ist Fluch und Segen zugleich. Die Universit\u00e4t als gro\u00dfer Arbeitgeber und Ausbildungsort kurbelt die Wirtschaft an, gleichzeitig steigen durch ausw\u00e4rtige Studenten die Lebenserhaltungskosten in der Stadt, die zwischen den Bergen eingeklemmt r\u00e4umlich nicht weiterwachsen kann.<\/p>\n<p>Der Aufstieg Innsbrucks zum politischen Zentrum Tirols im 15. Jahrhundert ist ebenfalls zu einem gro\u00dfen Teil auf die Lage der Stadt zur\u00fcckzuf\u00fchren. Die ehemalige Landeshauptstadt Meran hatte in ihrer Abgelegenheit keine Chance gegen den Knotenpunkt zwischen Brenner, Scharnitz und Achenpass. Der Brennerpass ist sehr niedrig und erlaubt es, den Alpeng\u00fcrtel, der sich rund um Italiens Nordgrenze schl\u00e4ngelt, verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig einfach zu \u00fcberqueren. In den Zeiten vor die Eisenbahn Waren und Menschen m\u00fchelos von A nach B brachte, war die Alpen\u00fcberquerung harte Arbeit, der Brenner eine willkommene Erleichterung.<\/p>\n<p>Der Standort zwischen Italien und Deutschland beg\u00fcnstigte auch den Tourismus, der schon fr\u00fch Fu\u00df fassen konnte. Reisende sch\u00e4tzten die Kombination aus leichter Erreichbarkeit, st\u00e4dtischer Infrastruktur und alpinem Flair. Mit der Erschlie\u00dfung des Landes im Gebirge durch die Eisenbahn konnte man bequem anreisen, seine Freizeit in der Bergwelt oder einem der Kurb\u00e4der verbringen, ohne auf den Komfort des Stadtlebens verzichten zu m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Neben den Bergen waren die Fl\u00fcsse ma\u00dfgeblich an der Entwicklung Innsbrucks beteiligt. Das Trinkwasser kam seit den Zeiten Maximilians von der Nordkette in einer Leitung in die Stadt, f\u00fcr alles andere waren Inn und Sill zust\u00e4ndig. Am Inn wurde gewaschen, Abf\u00e4lle wurden entsorgt und das Vieh zur Tr\u00e4nke gef\u00fchrt. Waren wurden auf Fl\u00f6\u00dfen am Inn von Westen nach Innsbruck und von Innsbruck nach Osten verschifft. Die Innbr\u00fccke sp\u00fclte Zolleinnahmen in die Stadtkassa. Ebenso wichtig wie der Inn war der kleinere Fluss, der Innsbruck durchquert. Dort wo heute die Sill die Sillschlucht verl\u00e4sst, entstand am Grund des Stiftes Wilten der Sillkanal, der die Stadt mit Wasser versorgte. Anfangs vor allem zum Brandschutz gedacht, machten sich die Betriebe an diesem k\u00fcnstlich angelegten Kanal das flie\u00dfende Wasser bald f\u00fcr den Betrieb von M\u00fchlen zur Energiegewinnung dienstbar. Die <em>Kleine Sill<\/em> floss knapp 3 Kilometer von Wilten zur Innenstadt zum Gebiet der heutigen Ing.-Etzel-Stra\u00dfe im Saggen und Dreiheiligen bis zur Pradler Br\u00fccke, wo sie sich wieder mit dem Hauptfluss vereinigte. Knapp 700 Jahre lang versorgte der Sillkanal Innsbruck mit Wasser und Energie. Erst in den 1970er Jahren verschwanden die letzten Teile davon, nachdem Bombentreffer ihn w\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs besch\u00e4digt hatten.<\/p>\n<p>Nicht zuletzt ist es der breite Talkessel, der die Entwicklung Innsbrucks beg\u00fcnstigte. W\u00e4hrend die Bauern in den h\u00f6hergelegenen Seitent\u00e4lern harte Bedingungen vorfanden, bot das Inntal fruchtbaren Boden und gen\u00fcgend Fl\u00e4che f\u00fcr Viehzucht und Ackerwirtschaft. Die Urbarmachung der Landschaft erlaubte das Wachstum der Stadt. Im 13. Jahrhundert war es rund um Innsbruck wie in vielen Teilen Europas deshalb zu fr\u00fchen gro\u00dfen und langfristigen Eingriffen des Menschen f\u00fcr wirtschaftliche Zwecke in die Natur gekommen. Bis ins Hochmittelalter war das Inntal wesentlich st\u00e4rker bewaldet gewesen. Durch das St\u00e4dtewachstum und den Bev\u00f6lkerungsaufstieg stieg auch der Bedarf nach Nahrungsmitteln. Anders als oft dargestellt, war das Mittelalter keine primitive Zeit des Stillstands, w\u00e4hrend der Menschen sich zum Allm\u00e4chtigen betend den unerkl\u00e4rlichen Naturgewalten aussetzten. Es war eine dynamische Zeit, vor allem ab dem 12. Jahrhundert verlie\u00df man sich nicht mehr auf Gebete und Gottes Gnade, um den Auswirkungen regelm\u00e4\u00dfig auftretender Ernteausf\u00e4lle zu entkommen. Innovationen wie die Dreifelderwirtschaft erm\u00f6glichten die Ern\u00e4hrung der landwirtschaftlich gesehen unproduktiven Stadtbev\u00f6lkerung, die man im modernen Sprachgebrauch als <em>Overhead<\/em> bezeichnen w\u00fcrde. Der Mais, den Beda Weber schon 1851 im Innsbrucker Stadtbild f\u00fcr erw\u00e4hnenswert hielt, w\u00e4chst noch immer munter vor sich hin und gibt auch heute gro\u00dfen Fl\u00e4chen am Stadtrand einen landwirtschaftlichen Anstrich.<\/p>\n<p>[\/et_pb_toggle][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sillschlucht Innsbruck<\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":58184,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","wds_primary_project_category":0,"footnotes":""},"project_category":[107],"project_tag":[],"class_list":["post-58219","project","type-project","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","project_category-panorama-natur"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/project\/58219","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/project"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/project"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=58219"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/project\/58219\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/58184"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=58219"}],"wp:term":[{"taxonomy":"project_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/project_category?post=58219"},{"taxonomy":"project_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/project_tag?post=58219"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}