{"id":58335,"date":"2024-09-24T06:48:16","date_gmt":"2024-09-24T06:48:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/?post_type=project&#038;p=58335"},"modified":"2024-09-24T06:48:57","modified_gmt":"2024-09-24T06:48:57","slug":"hinweis-luftschutzkeller-lindenstrasse-pradl","status":"publish","type":"project","link":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/project\/hinweis-luftschutzkeller-lindenstrasse-pradl\/","title":{"rendered":"Note: Air-raid shelter Lindenstra\u00dfe Pradl"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.25.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_row column_structure=&#8220;1_2,1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.25.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.25.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/315B7C92-8C3B-42F3-837E-8C0BEF0D4F5C.jpeg&#8220; alt=&#8220;Hinweis Luftschutzkeller&#8220; title_text=&#8220;Hinweis Luftschutzkeller&#8220; admin_label=&#8220;Bild (\u00e4ndern)&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; border_radii=&#8220;on|10px|10px|10px|10px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_image][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.25.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_post_title meta=&#8220;off&#8220; featured_image=&#8220;off&#8220; admin_label=&#8220;Posttitel (nicht \u00e4ndern)&#8220; _builder_version=&#8220;4.25.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; title_font_size=&#8220;28px&#8220; custom_padding=&#8220;10px|10px|10px|10px|true|true&#8220; border_radii=&#8220;on|10px|10px|10px|10px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_post_title][et_pb_icon font_icon=&#8220;&#xe09a;||divi||400&#8243; icon_width=&#8220;64px&#8220; url=&#8220;https:\/\/www.instagram.com\/discoverinnsbrooklyn\/&#8220; url_new_window=&#8220;on&#8220; admin_label=&#8220;Instagram (nicht \u00e4ndern)&#8220; _builder_version=&#8220;4.25.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_module=&#8220;55501&#8243; saved_tabs=&#8220;all&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_icon][et_pb_toggle title=&#8220;Luftangriffe auf Innsbruck&#8220; open_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; open_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; closed_toggle_text_color=&#8220;#e09900&#8243; closed_toggle_background_color=&#8220;#ffffff&#8220; icon_color=&#8220;#e09900&#8243; open_icon_color=&#8220;#e09900&#8243; admin_label=&#8220;Luftangriffe auf Innsbruck&#8220; _builder_version=&#8220;4.24.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; title_text_color=&#8220;#e09900&#8243; title_font_size=&#8220;18px&#8220; border_radii=&#8220;on|5px|5px|5px|5px&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; global_module=&#8220;53501&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p>In der Geschichte Innsbrucks gab es viele Umw\u00e4lzungen. Rund um die Jahre 1500 und 1900 kam es durch politische und wirtschaftliche Ver\u00e4nderungen zu Wandeln im Stadtbild. Das einschneidendste Erlebnis waren aber wohl die Luftangriffe auf die Stadt im Zweiten Weltkrieg. Neben der Lebensmittelknappheit waren die Menschen an der von den Nationalsozialisten so genannten \u201e<em>Heimatfront<\/em>\u201c in der Stadt vor allem von den Bombenangriffen der Alliierten betroffen. Innsbruck war zwar nicht so arg von den Luftangriffen des Zweiten Weltkriegs in Mitleidenschaft gezogen wie andere St\u00e4dte, auch hier war der Schaden aber erheblich. Deutschland hatte 1943 die n\u00f6rdlichen Teile Italiens besetzt. Innsbruck war ein wichtiger Versorgungsbahnhof f\u00fcr den Nachschub an der Front. In der Nacht vom 15. auf den 16. Dezember 1943 erfolgte der erste alliierte Luftangriff auf die schlecht vorbereitete Stadt. 269 Menschen fielen den Bomben zum Opfer, 500 wurden verletzt und mehr als 1500 obdachlos. \u00dcber 300 Geb\u00e4ude, vor allem in Wilten und der Innenstadt, wurden zerst\u00f6rt und besch\u00e4digt. Am Montag, den 18. Dezember fanden sich in den <em>Innsbrucker Nachrichten<\/em>, dem Vorg\u00e4nger der <em>Tiroler Tageszeitung<\/em>, auf der Titelseite allerhand propagandistische Meldungen vom erfolgreichen und heroischen Abwehrkampf der Deutschen Wehrmacht an allen Fronten gegen\u00fcber dem B\u00fcndnis aus <em>Anglo-Amerikanern<\/em> und <em>dem Russen<\/em>, nicht aber vom Bombenangriff auf Innsbruck.<\/p>\n<p><strong><em>Bombenterror \u00fcber Innsbruck<\/em><\/strong><\/p>\n<p><em>Innsbruck, 17. Dez. Der 16. Dezember wird in der Geschichte Innsbrucks als der Tag vermerkt bleiben, an dem der Luftterror der Anglo-Amerikaner die Gauhauptstadt mit der ganzen Schwere dieser gemeinen und brutalen Kampfweise, die man nicht mehr Kriegf\u00fchrung nennen kann, getroffen hat. In mehreren Wellen flogen feindliche Kampfverb\u00e4nde die Stadt an und richteten ihre Angriffe mit zahlreichen Spreng- und Brandbomben gegen die Wohngebiete. Schwerste Sch\u00e4den an Wohngeb\u00e4uden, an Krankenh\u00e4usern und anderen Gemeinschaftseinrichtungen waren das traurige, alle bisherigen Sch\u00e4den \u00fcbersteigende Ergebnis dieses verbrecherischen \u00dcberfalles, der \u00fcber zahlreiche Familien unserer Stadt schwerste Leiden und empfindliche Belastung der Lebensf\u00fchrung, das bittere Los der Vernichtung liebgewordenen Besitzes, der Zerst\u00f6rung von Heim und Herd und der Heimatlosigkeit gebracht hat. Grenzenloser Ha\u00df und das gl\u00fchende Verlangen diese unmenschliche Untat mit schonungsloser Sch\u00e4rfe zu vergelten, sind die einzige Empfindung, die au\u00dfer der Auseinandersetzung mit den eigenen und den Gemeinschaftssorgen alle Gem\u00fcter bewegt. Wir alle blicken voll Vertrauen auf unsere Soldaten und erwarten mit Zuversicht den Tag, an dem der F\u00fchrer den Befehl geben wird, ihre geballte Kraft mit neuen Waffen gegen den Feind im Westen einzusetzen, der durch seinen Mord- und Brandterror gegen Wehrlose neuerdings bewiesen hat, da\u00df er sich von den asiatischen Bestien im Osten durch nichts unterscheidet \u2013 es w\u00e4re denn durch gr\u00f6\u00dfere Feigheit. Die Luftschutzeinrichtungen der Stadt haben sich ebenso bew\u00e4hrt, wie die Luftschutzdisziplin der Bev\u00f6lkerung. Bis zur Stunde sind 26 Gefallene gemeldet, deren Zahl sich aller Voraussicht nach nicht wesentlich erh\u00f6hen d\u00fcrfte. Die Hilfsma\u00dfnahmen haben unter F\u00fchrung der Partei und tatkr\u00e4ftigen Mitarbeit der Wehrmacht sofort und wirkungsvoll eingesetzt. <\/em><\/p>\n<p>Diese durch Zensur und Gleichschaltung der Medien fantasievoll gestaltete Nachricht schaffte es gerade mal auf Seite 3. Prominenter wollte man die schlechte Vorbereitung der Stadt auf das absehbare Bombardement wohl nicht dem Volksk\u00f6rper pr\u00e4sentieren. Ganz so gro\u00df wie 1938 nach dem Anschluss, als Hitler am 5. April von 100.000 Menschen in Innsbruck begeistert empfangen worden war, d\u00fcrfte die Begeisterung f\u00fcr den Nationalsozialismus nicht mehr gewesen sein. Zu gro\u00df waren die Sch\u00e4den an der Stadt und die pers\u00f6nlichen, tragischen Verluste in der Bev\u00f6lkerung. Im J\u00e4nner 1944 begann man Luftschutzstollen und andere Schutzma\u00dfnahmen zu errichten. Die Arbeiten wurden zu einem gro\u00dfen Teil von Gefangenen des Konzentrationslagers Reichenau durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Insgesamt wurde Innsbruck zwischen 1943 und 1945 zweiundzwanzig Mal angegriffen. Dabei wurden knapp 3833, also knapp 50%, der Geb\u00e4ude in der Stadt besch\u00e4digt und 504 Menschen starben. Innsbruck wurde zum Gl\u00fcck nur Opfer gezielter Angriffe. Gro\u00dfe deutsche St\u00e4dte wie Dresden wurden von den Alliierten mit Feuerst\u00fcrmen mit Zehntausenden Toten innerhalb weniger Stunden komplett dem Erdboden gleichgemacht. Viele Geb\u00e4ude wie die Jesuitenkirche, das Stift Wilten, die Servitenkirche, der Dom, das Hallenbad in der Amraserstra\u00dfe wurden getroffen. Eine besondere Behandlung erfuhren w\u00e4hrend der Angriffe historische Geb\u00e4ude. Das Goldene Dachl wurde mit einer speziellen Konstruktion ebenso gesch\u00fctzt wie der Sarkophag Maximilians in der Hofkirche. Die Figuren der Hofkirche, die <em>Schwarzen Mannder<\/em>, wurden nach Kundl gebracht. Die Gnadenmutter, das ber\u00fchmte Bild aus dem Innsbrucker Dom, wurde w\u00e4hrend des Krieges ins \u00d6tztal \u00fcberf\u00fchrt. Weniges erinnert in Innsbruck noch an die Luftangriffe, es sei denn, man bezeichnet die Baus\u00fcnden der Nachkriegszeit als Erinnerungsorte. Es mag ein gro\u00dfes Gl\u00fcck sein, dass die Altstadt gut erhalten blieb. Die Maria-Theresien-Stra\u00dfe, die Museumstra\u00dfe, das Bahnhofsviertel, Wilten oder die Pradlerstra\u00dfe w\u00e4ren wohl noch um einiges ansehnlicher, h\u00e4tte man nicht die L\u00f6cher im Stra\u00dfenbild stopfen m\u00fcssen. Der Luftschutzstollen s\u00fcdlich von Innsbruck an der Brennerstra\u00dfe und die Kennzeichnungen von H\u00e4usern mit Luftschutzkellern mit ihren schwarzen Vierecken und den wei\u00dfen Kreisen kann man heute noch begutachten. In Pradl, wo neben Wilten die meisten Geb\u00e4ude besch\u00e4digt wurden, weisen die grauen Tafeln mit dem Hinweis auf den Wiederaufbau des jeweiligen Geb\u00e4udes auf einen Bombentreffer hin.<\/p>\n<p>[\/et_pb_toggle][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Note air-raid shelter<\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":58332,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","wds_primary_project_category":0,"footnotes":""},"project_category":[100],"project_tag":[],"class_list":["post-58335","project","type-project","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","project_category-amras-pradl"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/project\/58335","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/project"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/project"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=58335"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/project\/58335\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/58332"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=58335"}],"wp:term":[{"taxonomy":"project_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/project_category?post=58335"},{"taxonomy":"project_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.discover-innsbruck.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/project_tag?post=58335"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}