Lebensreform und Sozialdemokratie

Fassade Winklerhaus
Josef Prachensky: Lebensreform und Sozialdemokratie

Industrialisierung und Verbürgerlichung des 19. Jahrhunderts veränderten die Gesellschaft im Guten wie im Schlechten. Die Urbanisierung wurde von immer mehr Menschen zunehmend als Belastung empfunden. Zwar hatten viele der Arbeiter und Angestellten in Innsbruck in absoluten Zahlen gemessen mehr Mittel zur Verfügung als je zuvor, der Druck der sozialen Teilhabe wurde aber auch größer. Ab den 1890ern gab es in Innsbruck mehrere Litfaßsäulen, auf denen kunstvoll gestaltete Plakate die neue Vielfalt an Produkten anpriesen. Warenhäuser und Modeausstatter machten die Unterschiede innerhalb der sich ausdifferenzierenden Gesellschaft sichtbarer als je zuvor. Wer mithalten wollte in der neuen bürgerlichen Klasse, musste sich die Mitgliedschaft in der neuen Konsumgesellschaft leisten können. Gleichzeitig stieg die Belastung durch die Industrialisierung. Der Verkehr auf den Straßen, die Abgase der Fabriken, die beengten Wohnverhältnisse in den Mietkasernen und die bis dahin unbekannte Hast durch die Durchtaktung der Zeit, die neue Krankheitsbilder wie Neurasthenie salonfähig machte, riefen Gegenbewegungen hervor. Innsbruck war zwar nicht mit Paris oder London vergleichbar was Größe oder Intensität der Industrialisierung betrifft, die Fallhöhe für viele Bewohner der ehemals ländlichen Dörfer wie Pradl und die vom Land zugezogenen Arbeitskräfte war aber enorm.

Licht Luft und Sonne“ war das Motto der Lebensreform, einer Sammelbewegung alternativer Lebensmodelle, die im späten 19. Jahrhundert in Deutschland im Gleichschritt mit der Entwicklung der Sozialdemokratie ihren Anfang nahm. Beide Ideen waren Reaktionen auf die Lebensbedingungen in den rasant wachsenden Städten. Schon vor der politischen Teilhabe beeinflussten Lebensreform und Sozialdemokratie Gesellschaft, Kunst und Architektur. Man wollte sich von dem, was Max Weber als protestantische Ethik beschrieb, der Industrie, den Stechuhren, ganz allgemein dem rasenden technischen Fortschritt mit allen Auswirkungen auf den Menschen und das Sozialgefüge, abgrenzen. Der Mensch als Individuum, nicht seine Wirtschaftsleistung, sollte wieder im Mittelpunkt stehen. Was dem Arbeiter Karl Marx´ Schriften, waren der gehobenen Bürgerschaft Kunst und Architektur. Der Jugendstil war der künstlerische Ausdruck auf dieses „Zurück zum Ursprung“ der Jahrhundertwende. Das verspielte Element war das Gegenteil zum stets symmetrischen und aufgeräumten Historismus. Das Winklerhaus ist eines der wenigen im Stadtbild erhaltenen Zeugnisse dieses Zeitgeistes. Seit 1869 erschien die Deutsche Vierteljahrschrift für öffentliche Gesundheitspflege, die sich mit der Verbesserung von Ernährung, Hygiene und Wohnraum auseinandersetzte. 1881 wurde die Österreichische Gesellschaft für Gesundheitspflege gegründet. Private Vereine veranstalteten Aufklärungsveranstaltungen zum sauberen und gesunden Leben. Man betrieb politisches Lobbying zur Errichtung von Parks im öffentlichen Raum und der Verbesserung der Infrastruktur wie Bädern, Krankenhäusern, Kanalisation und Wasserleitungen. Assanation und Sozialhygiene waren Schlagwörter einer bürgerlichen Elite, die um ihre Mitmenschen und die Volksgesundheit besorgt war. Anstelle der sozialistischen Revolution sollte der christliche Gedanke der Nächstenliebe die Gesellschaft voranbringen. Wie alle elitären Bewegungen nahm auch die Lebensreform teils absurde und sektenartige Blüten an. Bewegungen wie der Vegetarismus, FKK, Gartenstädte, verschiedene esoterische Strömungen und andere alternative Lebensformen, die sich bis heute in der einen oder anderen Form erhalten konnten, entstanden in dieser Zeit. Auch Orientalismus und Spiritismus feierten in der Upper Class ein fröhliches Dasein.

Dieser oft wohlmeinende, aber exzentrische Lebensstil blieb Arbeitern meist verwehrt, bildete aber in vielerlei Hinsicht den ideologischen Kern im realpolitischen Handeln einer damals jungen Partei. Die frühen Sozialdemokraten stellten sich den Lebensrealitäten der Arbeiter und suchten nach Verbesserung abseits der Ideenlehre. Die Grundforderungen waren den heutigen erstaunlich ähnlich, wenn auch auf anderem Niveau. Die Verbesserung von Arbeitsbedingungen und Wohnsituation standen ganz oben auf der Wunschliste der meisten Menschen. Viele Mietzinsburgen waren triste und überfüllte Biotope ohne Infrastruktur wie Sportanlagen oder Parks. Moderne Wohnsiedlungen sollte funktional, komfortabel, leistbar und mit Grünflächen verbunden sein. Diese Ansichten hatten sich auch in öffentlichen Stellen durchgesetzt. Albert Gruber, Professor an der Innsbrucker Gewerbeschule, schrieb 1907:

„Ich habe zwar oft den Ausspruch gehört, wir in Innsbruck benötigen keine Anlagen, uns gibt das alles die Natur, Das ist aber nicht wahr. Was gibt es schöneres, als wenn die Berufsmenschen von der Stelle ihrer Tätigkeit in ihr Heim durch eine Reihe von Pflanzenanlagen gehen können. Es wird dadurch der Weg von und in den Beruf zu einem Erholungsspaziergang. Die Gründe, weshalb Baum- und Gartenpflanzungen im Bereiche der städtischen Bebauung vorteilhaft wirken, sind übrigens mannigfaltige. Ich will nicht auf die Wechselbeziehung zwischen Menschen und Pflanze hinweisen, die hinlänglich bekannt sein dürfte. In anderer Weise wirken die Pflanzen zur Verbesserung der Atmungsluft durch Verminderung des Staubes.“

Noch vor dem Ersten Weltkrieg kam es zu Veränderungen im politischen Alltag. Die Sozialdemokratie als politische Partei gab es seit 1889 offiziell, gestalterische Möglichkeiten hatte sie unter der Habsburgermonarchie aber nur sehr eingeschränkt. Sozialismus galt als unchristlich und wurde im Heiligen Land Tirol argwöhnisch beäugt. Bedeutsam war die Arbeiterbewegung als weltlich organisiertes gesellschaftliches Gegengewicht und Ersatz zu den in Tirol alles dominierenden katholischen Strukturen. 1865 entstand in Innsbruck der erste Tiroler Arbeiterbildungsverein. Arbeiter sollten sich ihrer Stellung innerhalb der Gesellschaft bewusst werden vor der anstehenden Weltrevolution. Dafür war es unumgänglich, ein Mindestmaß an Bildung zu besitzen und Lesen und Schreiben zu beherrschen. 10 Jahre später gründete Franz Reisch den Allgemeinen Arbeiter-Verein in Innsbruck. Weitere zwei Jahre später wurde reichsweit die „Allgemeine Arbeiter-, Kranken-, und Invaliden-Casse“ an den Start geschickt. Trotz staatlicher Repression kam es immer wieder zu beträchtlichen Versammlungen der „Radicalen“. Seit 1893 erschien in Innsbruck die sozialdemokratische Volkszeitung für Tirol und Vorarlberg als Gegenstimme zu den katholischen Blättern. Hier startete ein junger Buchdrucker aus dem Osten der k.u.k. Monarchie seine Karriere in der Innsbrucker Stadtpolitik. Der gebürtige Böhme Josef Prachensky (1861 – 1931) hatte auf seiner Meisterwanderung in Wien während des Buchdruckerstreiks die Arbeiterbewegung für sich entdeckt. Ob er sich zuerst in die Stadt oder seine spätere Frau verliebte, kann nicht mehr ganz nachvollzogen werden. Was wir wissen ist, dass er die Leitung der Printanstalt übernahm, die die sozialdemokratische Arbeiterzeitung herausgab. Prachensky war an der Gründung der Sozialdemokratischen Partei Tirols 1890 maßgeblich beteiligt. 1899 war er als treibende Kraft mit dabei, als in der heutigen Maximilianstraße die Erste Tiroler Arbeiter-Bäckerei, kurz ETAB, eröffnete. Die Genossenschaft machte es sich zum Ziel, unter guten Arbeits- und Hygienebedingungen hochwertiges Brot zu fairen Preisen herzustellen. Nach mehreren Standortwechseln landete die ETAB in der Hallerstraße, wo sie bis 1999 täglich frische Backwaren produzierte. Mit seinen Ansichten und Firmengründungen erarbeitete er sich rasch einen Ruf als Anarchist, einer politischen Strömung innerhalb der Linken, die sich um die Jahrhundertwende einer gewissen Beliebtheit erfreute, gleichermaßen aber wegen ihres oft gewalttätigen Aktionismus einen anrüchigen und gefürchteten Ruf besaß. Josef Prachensky unterstützte neben der ETAB den „Arbeiter-Consum-Verein“ und gründete die Getränkehalle Alkoholfrei in der Museumstraße 16, einem Lokal, das ganz im Sinne der Lebensreformbewegung und des Sozialismus die Verbesserung der allgemeinen Gesundheit innerhalb der Arbeiterschaft zum Ziel hatte. Wo früher nach dem christlichen Kalender gefastet wurde, sollte nun nach den Maßen der individuellen Vernunft zum eigenen Wohl der Verzicht Geist und Körper reinigen. Auch Friedrich Engels (1820 – 1895), der Mitverfasser des Kommunistischen Manifestes, hatte in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts Schnaps und Branntwein als ein Übel der Arbeiterklasse erkannt hatte. Das Ziel, Menschen vom Alkohol wegzubekommen teilte der Sozialismus wie so vieles im Sozialen mit Vereinen diverser Konfessionen innerhalb des Christentums Abstinenz predigten. Alkoholiker konnten weder die Weltrevolution starten noch ein gottgefälliges Leben nach den Vorstellungen der Kirche führen, egal ob katholisch, lutherisch oder calvinistisch. Wie wenig dieser Ansatz im Innsbruck der Belle Epoque fruchtete, zeigt die Umfirmierung des Lokals von Alkoholfrei auf Reform bereits nach kurzer Zeit samt dazugehörigem Ausschank von Alkohol und dem folgenden Konkurs Prachenskys. Ein besonderes politisches Anliegen war ihm die Einschränkung der Kirche auf den Schulunterricht, der im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts auch im eigentlich liberalen Innsbruck, das sich an die nationale Schulordnung halten musste, noch sehr groß war. Die liberale Bildungsreform von 1869 hätte den Klerus zwar aus den Schulen drängen sollen, faktisch war der Einfluss aber noch sehr groß. Prachensky setzte sich dafür ein, Kindern aus Arbeiterfamilien zumindest eine anständige Schulbildung angedeihen zu lassen, um ihnen ein Mindestmaß an Chance auf eine Verbesserung ihrer Lebenssituation zu ermöglichen. Seine Forderungen zur Zeit der Jahrhundertwende nach besserer und einheitlicher Besoldung des Lehrpersonals, einer Reduzierung des Anteils des Religionsunterrichtes, Unterstützung für weniger begüterte Kinder und Verringerung der Klassengröße wirken erstaunlich modern.

Die ersten freien Wahlen innerhalb der k.u.k. Monarchie zum Reichsrat für alle männlichen Bürger im Jahr 1907 veränderten die politischen und sozialen Kraftverhältnisse und gaben den Sozialdemokraten Rückenwind, auch wenn auf Gemeindeebene noch das Zensuswahlrecht galt. Der Pofl hatte nun politisches Mitspracherecht. Wichtige Gesetze wie Arbeitszeitbeschränkungen und Verbesserung in den Arbeitsbedingungen konnten nun mit mehr Nachdruck verlangt werden. Das Kronland Tirol hatte gemeinsam mit Oberösterreich die längsten Arbeitszeiten in der gesamten Donaumonarchie. Die Gewerkschaftsmitglieder stiegen zahlenmäßig zwar an, außerhalb der kleinstädtischen Zentren war Tirol aber zu sehr bäuerlich geprägt, um nennenswerten Druck erzeugen zu können. Als nach der Ausrufung der Republik 1918 auch auf Kommunalebene zum ersten Mal nach dem allgemeinen und freien Wahlrecht über die Zusammensetzung des Gemeinderates gewählt wurde, konnten die Sozialdemokraten erstmals die meisten Stimmen erringen. Die Erfüllung der daraus folgenden Forderungen musste auch nach den ersten Gemeinderatswahlen nach 1918 noch warten. Innsbruck war rot, bestimmend für die großen Fragen der Politik blieb aber die konservative Politik der Landesregierung. In Innsbruck spielten sich zwar keine bürgerkriegsähnlichen Szenen wie in den Arbeiterhochburgen wie Wien, Linz oder Steyr ab, zu Schlägereien, Mordanschlägen und Gewalt kam es aber häufig. Prachensky, der sich als Sozialdemokrat immer gegen das Prädikat des „Radicalen“ gewehrt hatte, wurde in die Grabenkämpfe der Zwischenkriegszeit hineingezogen und gründete den Tiroler Ableger des Republikanischen Schutzbundes RESCH, dem Gegenstück zu den rechten Heimwehrverbänden.

Der socialdemokratische Wählerverein in Wilten

Artikel erschienen: Innsbrucker Nachrichten / 7. November 1898

Der socialdemokratische Wählerverein in Wilten hielt am Sonntag in der Restauration zum Fischnaller eine Versammlung, in welcher der Referent Holzhammer den Unterschied und die Berührungspuncte der Socialdemokraten und Anarchisten auseinandersetzte. Nachdem er aus geführt und dargethan hatte, dass die Socialdemokraten, welche die Anwendung von Gewaltmitteln verabscheuen, mit den Anarchisten der That nicht nur nichts gemein, sondern alle Ursache haben, diese als ihre grimmigsten und schädlichsten Gegner anzusehen, weil dieselben den herrschenden Classen Gelegenheit bieten, aus den Gewaltthaten der Anarchisten Waffen gegen die Socialdemokraten zu schmieden, unterzog er das Programm der theoretischen Anarchisten einer Kritik und wies nach, dass diese Partei überhaupt nicht mehr den Namen Anarchisten verdiene, weil sie die Ordnung in dem von ihnen gedachten Staatswesen auf die Gemeinsamkeit des Vorgehens der Productions-Genossenschaften aufbauen, deren Mitglieder durch gegenseitige Verträge verpflichtet werden sollen, sich den Beschlüssen der Majorität zu fügen. Da nun die Gesetze nichts anderes sind oder sein, sollen als der in bestimmten Normen zum Ausdruck gebrachte Volkswille, so kann von einer Gesetzlosigkeit im geplanten Staat der theoretischen Anarchisten nicht die Rede sein. Manche ihrer Forderungen gleichen im Princip völlig denen der Socialdemokraten und einige davon wie z. B. die Verstaatlichung der meisten Verkehrswege und Verkehrsmittel (Eisenbahnen, Post, Telegraph, Tramway) sind sogar schon im heutigen Staate verwirklicht und eine Menge andere wie Wasserversorgung, Straßenreinigung, Beleuchtung sind vielerorten, wo es nicht schon geschehen ist, im Begriff verwirklicht zu werden. Daß dies so rasch als möglich geschehe und überhaupt alle Productionsmittel welch immer für Art in den Besitz des Staates übergehen und jedermann sein Wohl im Wohl des Ganzen suche, das ist das Programm der Socialdemokraten, während die verruchten Anarchisten der That überhaupt kein Programm haben und jedwede Unterwerfung des Einzelnen zum Wohl der Gesellschaft verneinen. Nachdem der Referent für diese seine Ausführungen mit reichem Beifall belohnt worden war, brachte der Referent Prachensky die Schulverhältnisse in Wilten zur Sprache, um durch die öffentliche Behandlung die dort herrschenden Missstände beseitigen zu helfen. Prachensky wies zunächst auf die Ueberfüllung dieser Schule hin, wodurch der Unterricht so zu Schaden komme, dass hier mehr Kinder in ein und derselben Classe länger als ein Jahr sitzenbleiben müssen, als dies in anderen Schulen der Fall ist. Wilten, welches derzeit 9000 Einwohner hat, hat bloß eine einzige Schule, während Innsbruck mit seinen 25000 Einwohnern nicht weniger als sechs Schulen aufweist. Das ist ein schreiendes Missverhältnis und verlangt dringend eine Abhilfe, auf welche die arme Bevölkerung, welche nicht in der Lage ist, ihre Kinder ins Pädagogium zu schicken, geradezu ein Recht hat, zumal die reiche Gemeinde in der glücklichen Lage ist, hier Abhilfe zu schaffen. Der Redner tadelt ferner, dass die Gemeinde zur Bestreitung der Lehrmittel für arme Kinder so gut wie nichts thue, da der dafür ausgeworfene Betrag von 80 fl. ganz unzulänglich ist. Ein weiterer von der Partei des Redners beanständeter Nachtheil liege in der Thatsache, dass der Religionsunterricht in der Mädchenschule auf Kosten der übrigen Lehrfächer erweitert werde. Seit Beginn des Schuljahres sind erst 45 Tage verflossen und doch halte man im Katechismus bereits auf Seite 41. Die Kinder wären nicht im Stande einen so großen Stoff in so kurzer Zeit zu bewältigen, wenn die Schulschwestern nicht vor Beginn der Religionsstunde die Kinder auf diese vorbereiteten und den Unterricht verkürzten. Zum Schlusse bringt der Redner noch die schlechte Besoldung der Lehrer zur Sprache und verlangt, dass die Gemeinde ihre Lehrer anständig bezahle, damit sie sich sorglos ihrem schweren und eminent wichtigen Dienste hingeben können. Während in Innsbruck kein einziger Lehrerunter 100″ fl.Gehalt bezieht, hat im mindesten ebenso theueren Wilten erst der Schulleiter, welcher bereits *6 Dienstjahre hinter sich hat. 1000 fl. Die übrigen Lehrer haben wesentlich weniger Gehalt und man kann sich leicht denken, mit welchen Sorgen sie an die Arbeit gehen müssen. Die Kinder sind das kostbarste Gut der Bevölkerung, und die Volksschulbildunq ist das einzige, was die armen Eltern ihren Kindern für den harten Kampf um das Dasein mit auf den Weg geben können; Redner beantragt daher, die Partei möge dahin wirken, dass die Wiltener Lehrer ebenso besoldet werden, wie die von Innsbruck. Ueber den ganzen Complex der Schulfrage knüpfte sich eine längere Debatte, die schließlich damit endete, dass der Ausschuss mit dem Studium der ganzen Angelegenheit betraut wurde, um für den Fall, als der Appell an die Oeffentlichkeit fruchtlos bleiben oder die Forderungen nur mit halben Maßregeln beantwortet würden, in einer großen Volksversammlung eingehend zu erörtern und Mittel und Wege ausfindig zu machen, um den gerügten Uebelständen endlich ein Ziel zu setzen und zeitgemäße Reformen zu erzwingen. Dieser Antrag wurde mit großem Beifalle einstimmig angenommen, worauf interne Vereinsangelegen heilen und Anträge zur Verhandlung kamen

Sehenswürdigkeiten dazu…

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